Startups – alles, was man wissen sollte

Startup ist ein oft benutzter Begriff und wird üblicherweise positiv besetzt verwendet. Auch Verantwortungsträger  wie Politiker sprechen oft von einer Startup-Kultur, die sie anstreben und realisieren wollen. Was aber ist ein Startup eigentlich?

Definition und Eigenschaften eines Startup-Unternehmens

Der englische Begriff „start up“ bedeutet in Gang bringen oder eben starten. Ein Startup im unternehmerischen Sinn ist ein noch nicht lange bestehendes Unternehmen, aber nicht alle solche Unternehmen sind Startups. Ein vor Kurzem gegründeter Gewerbebetrieb wird im Allgemeinen nicht als Startup angesehen. Eine Firma wie dieser Gewerbebetrieb hat nämlich etwas, was Startups im üblichen Sinn noch fehlt. Das ist eine klare Idee der Geschäftstätigkeit und zwar in einem etablierten Bereich, in dem es schon zahlreiche andere Unternehmen gibt.
Ein Startup baut auf einer innovativen Geschäftsidee auf. Die Gründer haben den Anspruch, ihr Unternehmen schnell und stark wachsen zu lassen.

Oft ist zum Zeitpunkt der Gründung eines Startups noch nicht klar, ob das angestrebte Produkt funktioniert und wenn, ob sich für dieses Produkt auch tatsächlich ein Markt findet. Sobald sich das herausstellt, handelt es sich bei dem Unternehmen nicht mehr um ein Startup – so oder so. Dann nämlich erleidet es üblicherweise eines von zwei

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Wie kommt meine Idee am Markt an?

Schicksalen. Wenn es erfolgreich ist und das Produkt sich gut verkauft, ist es mit seiner innovativen Idee der einzige Anbieter am Markt und wächst darum schnell. Dieses schnelle Wachstum macht es aber auch zu einem etablierten Unternehmen. Im gegenteiligen Fall funktioniert das Produkt nicht, zumindest nicht auf dem Markt. In diesem Fall hört das Startup als Unternehmen auf zu existieren.

Wie finanziert sich ein Startup, wie läuft die Gründung überhaupt ab?

Eine Gründung eines solchen Unternehmens ist naturgemäß sehr riskant. Die Finanzierung erfolgt deshalb in den meisten Fällen nicht über einen konventionellen Bankkredit, sondern mit Kapital anderer Investoren, die sich des Risikos bewusst sind und es auch tragen können. Die Phasen der Entwicklung eines Startups entsprechen in etwa den verschiedenen Arten der Finanzierung.
  1.  In der ersten Phase setzen die Gründer ihre Eigenmittel ein. Auch wenn diese gering sind, ist das ein wichtiger Schritt. Andere Investoren werden nur dann einsteigen, wenn die Gründer alle ihre eigenen Möglichkeiten ausgeschöpft haben und damit selbst so viel Risiko wie möglich übernehmen. Eine Unterstützung kann durch sogenannte Inkubatoren erfolgen. Das sind oft auch öffentlich geförderte Einrichtungen, in denen frischen Startupgründern Büroräume und Beratung angeboten wird.
  2. In der Seed-Runde steigen Angel-Investoren ein. Sie investieren Geld, stehen dem neu gegründeten Unternehmen aber oft auch mit Rat und Tat zur Seite, geben Informationen und Kontakten zu anderen Investoren oder möglichen Kunden. Wie auch später auftretende Investoren erhalten sie für ihr Geld Anteile an der Firma. Von neu gegründeten Startups ist erfahrungsgemäß nur etwa eines von zehn erfolgreich. Diese Zahl verdeutlicht das Risiko, das Angel-Investoren eingehen. Sie beteiligen sich daher an zahlreichen Startups, verlieren ihre Investition in der Mehrzahl der Fälle und hoffen auf einen hinreichend hohen Profit mit den 10 Prozent der Investitionen in erfolgreiche Gründungen.
  3. In der dritten Phase hat sich schon herausgestellt, dass die neue Geschäftsidee funktioniert. Jetzt muss in vielen Fällen Kapital eingeschossen werden, um die notwendige Wachstumsphase zu finanzieren. Dieses Venture-Kapital wird von größeren Firmen aufgebracht, deren Haupttätigkeit das Identifizieren von solchen Möglichkeiten ist.
  4. In der letzten Phase ist aus dem Startup ein funktionierendes Unternehmen geworden. Es können immer noch Fragen über das Geschäftsmodell bestehen, aber ein beträchtliches Interesse an einer Investition in dieses Unternehmen ist unter diesen Umständen vorhanden. Dieses Interesse ist die Grundlage für einen Börsengang oder auch den Verkauf der gesamten Firma an ein größeres Unternehmen.
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Was sind die GoB?

In letzter Zeit hat die Idee des lean Startups Platz gegriffen. Der Begriff „lean“ oder „schlank“ bezieht sich auf die Methode, die Fragen betreffend das Geschäftsmodell möglichst schnell und mit minimalem Aufwand zu klären. Statt eines aufwendigen Businessplans wird zunächst ein möglichst einfacher Prototyp des Produkts hergestellt. Damit

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Welche der Ideen soll umgesetzt werden?

lässt sich klären, ob die Technologie funktioniert und oft auch, ob es am Markt Interesse dafür gibt. Auf diese Weise hoffen Investoren, in der Frühphase der Startup-Gründungen die Erfolgsquote erhöhen zu können. Lesen Sie hier alles zu Prototypen.

Welche Unternehmen lassen sich national wie international als Beispiel ansehen?

In aller Munde ist das deutsche Unternehmen Biontech. Es wurde im Jahr 2008 gegründet und befasst sich mit der kommerziellen Umsetzung von biotechnologischen Forschungen der Gründer. Mittlerweile hat das Unternehmen mehr als 1000 Mitarbeiter und erzeugt einen Impfstoff gegen das SARS-CoV-2 Virus. Der Börsengang erfolgte im Jahr 2019. Ebenfalls global bekannt ist Twitter. Das Produkt ist erfolgreich, allerdings war das Unternehmen trotz hoher Bewertung zum Zeitpunkt des Börsengangs 2013 nicht profitabel und erreichte dieses Ziel erst sechs Jahre später. Tesla begann als Startup mit dem Ziel der Produktion eines konkurrenzfähigen Elektroautos. Dieses Ziel wurde mittlerweile auf eindrucksvolle Art erreicht.

In welchen Bereichen sind die meisten Startups Zuhause?

Nachdem Innovation bei den Geschäftsmodellen von Startups eine zentrale Rolle spielt, ist die Verankerung im

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Wo lohnt sich ein Startup?

Bereich der Technologie nicht überraschend. Dort wiederum kommt jeder Bereich in Frage, es geht gerade um die Überwindung von bisher als akzeptiert geltenden Grenzen.

Die verschiedensten Organisationen sind interessiert an der Bewertung des Erfolgs verschiedener Startups. Als Beispiele können die Global Startup Awards gelten, die auf 3 Kontinenten in 103 Ländern Startups prämieren.
Die German Startup Awards werden vom Bundesverband deutsche Startups e.V. organisiert und vergeben.