Was ist ein Businessplan?

Jedem, der sich damit beschäftigt hat, sich selbstständig zu machen, ist wahrscheinlich schon einmal der Begriff Businessplan begegnet. Ein Businessplan ist ein hilfreiches Konzept, seine Ideen zu strukturieren und das Für und Wider der Geschäftsidee abzuwägen. Dabei dient ein Businessplan nicht nur dazu, die eigene Sicherheit zu festigen, sondern auch eventuelle Investoren und Geschäftspartner von den eigenen Unternehmensplänen zu überzeugen.

Damit die Daten vor fremdem Zugriff sicher sind und in einem sicheren Raum eingesehen werden können, gibt es den sogenannten Datenraum. In einem Datenraum können vertrauliche Daten zwischen Unternehmen ausgetauscht werden. Meist wird dieser zum Beispiel bei einem Anwalt eingerichtet, kann aber auch virtuell erstellt werden.

Ein Businessplan – was ist das eigentlich?

Das englische Wort Business, lässt sich mit Geschäft, bzw. Unternehmen übersetzen, kann aber auch im Sinne von Aufgabe oder Problemstellung genutzt werden. Ein Businessplan ist ein Konzept, dass sich aus allen drei Komponenten zusammensetzt. Der Schritt in die Selbstständigkeit sollte gut durchdacht werden. Ein Businessplan kann hier wertvolle Entscheidungshilfen liefern. Er ist gleichzeitig ein Geschäftsplan, ein Aufgaben- und auch ein Problemplan.

In einem gut ausgearbeiteten Businessplan sollten alle Aspekte, die sich aus der geplanten Unternehmung ergeben durchleuchtet werden. Ein Businessplan sollte eventuelle Geschäftspartner und Geldgeber überzeugen, aber nicht „schönfärben“. Ein sorgfältig ausgearbeiteter Plan hilft dabei, späteres Scheitern zu verhindern. Mit einem allzu rosig gefärbten Konzept tut man sich letztlich selbst keinen Gefallen. Es gilt eine realistische Balance zu halten, ohne dabei an Überzeugungskraft einzubüßen.

Für wen ist ein Businessplan hilfreich?

Grundsätzlich empfiehlt es sich grundsätzlich, bei neu zu gründenden Unternehmungen einen Businessplan zu erstellen. Er hilft, sich einen Überblick über die Tragfähigkeit der Geschäftspläne zu verschaffen. In vielen Bereichen ist die Vorlage eines Businessplans obligatorisch. Insbesondere, wer einen Existenzgründungskredit beantragen möchte, wird gebeten werden, einen Businessplan zu erstellen. Es gibt zwar keine gesetzlich vorgeschriebene Gliederung für einen Geschäftsplan, dennoch sollte eine gewisse Struktur eingehalten werden.

Wie sollte der Businessplan aussehen?

Als grobe Vorgabe empfiehlt sich eine Unterteilung in zwei Bereiche. Einen Teil, der sich mit der Vorstellung des Projektes in Textform beschäftigt und einen zweiten, der sich mit Zahlen auseinandersetzt. Beginnen sollte man immer mit einer Zusammenfassung. Welches sind die wichtigsten Punkte, mit denen sich das Unternehmen beschäftigen wird? In möglichst kurzen und prägnanten Sätzen sollten hier das Unternehmen und die gewünschten Ziele vorgestellt werden. Dieser Teil sollte, ähnlich wie ein Inhaltsverzeichnis, einen kurzen Überblick über die geplanten Aktivitäten liefern.

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Im Anschluss daran sollte man etwas mehr ins Detail gehen. Die Geschäftsidee sollte umfassend vorgestellt werden. Ebenso das zu verfolgende Konzept, das hinter der Idee steht. Welche Zielgruppe soll erreicht werden? Welche Marketing Strategien sind geplant? Gibt es Alleinstellungsmerkmale? Gibt es bereits Mitbewerber im gleichen Segment und wenn ja – wie kann sich das Unternehmen erfolgreich gegen die Konkurrenz durchsetzen?

Anschließend sollte eine Vorstellung des oder der Gründer stehen. Warum ist dieses Team oder dieser Gründer dafür prädestiniert, die Idee zum Erfolg zu führen? Welche persönlichen Kompetenzen kann er, können sie einfließen lassen? Wie sollen sich der Gründer oder das Gründerteam am Markt etablieren? Welcher Marketing-Mix, welche Kommunikationsmittel werden eingesetzt? Wie soll die Preisgestaltung aussehen? Wie ein möglicher Vertrieb strukturiert werden? Zum Abschluss sollte man noch auf den Personalbedarf eingehen und die angestrebte Rechtsform des Unternehmens nennen und auch begründen.

Größenklassen

Eine echte Herausforderung ist für viele die Darstellung der geplanten Aktivitäten in Zahlen. Hierzu zählen die Nennung des erforderlichen Kapitalbedarfs, wie dieser finanziert werden soll, sowie eine realistische Einschätzung der zu erzielenden Umsätze und Gewinne. Eine gründliche Recherche ist hier in der Regel unverzichtbar. Schließlich ist niemanden damit gedient, wenn hier allzu viel Fantasie zum Einsatz kommt. Wer hier realitätsnah bleibt, legt den Grundstein für ein erfolgreiches Geschäft. Man gewinnt nicht nur für sich selbst einen guten Überblick, sondern liefert auch potenziellen Kapitalgebern mehr Sicherheit.

Welchen Umfang sollte ein Businessplan haben?

Es gibt keine allgemeingültigen Vorgaben, wie viele Seiten ein Businessplan haben sollte. In erster Linie ist dies von der jeweiligen Geschäftsidee abhängig. Ein komplexer Plan erfordert eine umfangreichere Erläuterung, als die Eröffnung eines kleineren Betriebes. Grundsätzlich sollte ein Businessplan alle erforderlichen Informationen mit prägnanten Worten auf den sprichwörtlichen Punkt bringen. Allzu ausschweifende Formulierungen könnten Finanzgeber eventuell verschrecken.

Gleiches kann aber auch passieren, wenn die Ausführungen all zu spärlich ausfallen. Wie so oft liegt der richtige Weg in der goldenen Mitte. Wichtig ist, dass das vorgelegte Konzept spiegelt, dass sich der oder die künftigen Unternehmer ausgiebig mit dem Vorhaben und den damit verbundenen Problematiken beschäftigt haben. Jeder, der den Geschäftsplan liest, sollte davon überzeugt sein, dass der oder die Autoren wissen, wovon sie sprechen, respektive schreiben.

Fehler, die man vermeiden sollte

Zunächst einmal sei festgestellt, dass es keinen starren Rahmen gibt, der die Qualität eines Businessplans festlegt. Das Spektrum der Möglichkeiten ist breit gefächert und lässt keine einheitliche Bewertung zu. Dennoch gibt es ein paar Punkte, die man beachten sollte:

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Wer sich selbstständig machen möchte, sollte über gewisse Vorkenntnisse in dem von ihm gewünschten Metier verfügen. Nicht immer ist es möglich, eine Vielzahl von Qualifikationen nachzuweisen. Wichtig, um andere vom eigenen Konzept zu überzeugen, ist jedoch, dass man aus dem Geschäftsplan erkennen kann, dass sich der oder die Gründer umfassend mit dem Thema auseinandergesetzt haben und über entsprechende fachliche Kompetenzen verfügen. Eine dieser zwingend erforderlichen Eigenschaften ist kaufmännisches Denken. Kaufmännisches Basiswissen und entsprechendes Handeln zählen zu den Grundlagen, ohne die kein Unternehmer auskommt.

Wer seinen Businessplan zur Prüfung vorlegt, sollte sichergehen, dass dieser eine klare Linie verfolgt. Nichts bringt ein Vorhaben schneller zum Scheitern, als ein Konzept, das nicht in sich schlüssig ist. Darüber hinaus sollte man sich unbedingt auf eventuelle Fragen vorbereiten. Insbesondere sind Kenntnisse über die jeweilige Marktsituation erforderlich. Kann ich mein Produkt oder meine Dienstleistung erfolgreich am Markt etablieren? Welche Konkurrenten gibt es und ist die Preisgestaltung tragfähig? Gibt es eine ausreichende Nachfrage, um erfolgreich in die Zukunft starten zu können?

Echten Killerfaktor haben übrigens Rechtschreib- und Grammatikfehler. Wie soll jemand, der nicht in der Lage ist, ein fehlerfreies Dokument vorzulegen, ein Unternehmen leiten? Empfehlenswert ist das Durchleuchten einer „Worst Case“ Situation. Zuviel Optimismus kann manchmal eben wirklich zu viel sein. Was kann im schlimmsten Fall passieren und wie kann ich dem entgegenwirken? Wichtige Fragen, deren Beantwortung Gründern und potenziellen Geldgebern mehr Vertrauen in das Konzept geben.