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Mit dem Search Fund Modell kann man bestehende Unternehmen übernehmen

GmbH oder AG: Welche Gesellschaftsform für Gründer?

Planen Sie die Gründung eines Unternehmens, spielt die Wahl der richtigen Gesellschaftsform bereits vor der eigentlichen Geschäftseröffnung eine primäre Rolle. Ob Sie eine Aktiengesellschaft oder eine GmbH gründen, müssen Sie bereits auf der Anmeldung beim Finanzamt und beim Gewerbeamt angeben. Die Entscheidung treffen Sie nicht eigenständig, sondern sind bei der Wahl zwischen GmbH und AG an gesetzliche Vorgaben gebunden.

AG und GmbH: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

unterschiede zwischen gmbh und agDie AG und die GmbH haben einige Gemeinsamkeiten, sind aber von noch mehr Unterschieden geprägt. In beiden Fällen handelt es sich um rechtskräftige Gesellschaftsformen, die Ihre Haftung als Startup und Unternehmer regeln und Organe des Unternehmens regeln. Beide Unternehmensformen sind Kapitalgesellschaften. Der wichtigste und größte Unterschied zeigt sich in der Aufwendung des Stammkapitals. Bei einer GmbH müssen Sie 25.000 Euro Grundkapital vorhalten, während Sie als AG den doppelten Finanzaufwand von 50.000 Euro Stammkapital nachweisen müssen.

Ebenso ergeben sich gravierende Unterschiede in der Übertragung von Firmenanteilen. Aktien sind formlos übertragbar, während die Änderung der Firmenanteile einer GmbH einer notariellen Beurkundung bedarf. Die AG ist unabhängiger von Eigentümern, während GmbH Gründer in bestimmten Fällen auch mit ihrem Privatvermögen haften.

Welche Gesellschaftsform bei welchen Voraussetzungen?

unterschiede zwischen gmbh und agDie Entscheidung zwischen der GmbH und AG wird in erster Linie über das vorhandene Kapital getroffen. Wenn Sie die 50.000 Euro für die AG Gründung nicht haben, bleibt Ihnen primär die GmbH. Aber auch der Gründungsaufwand und die Gründungskosten sollten ins Augenmerk genommen werden. Eine AG gründen ist weitaus zeit- und kostenintensiver als ein GmbH Startup. Ein weiterer Aspekt beruht auf den strengen Regeln, die im Falle einer AG enger gefasst sind. Dies ergibt sich aus den Gesetzen am Aktienmarkt, die in der AG Gründung Einfluss nehmen und eingehalten werden müssen.

Im Endeffekt sollten Sie sich vor der Firmengründung rechtlichen Rat einholen oder die Steuerberatung aufsuchen, um Tipps für die zu Ihnen passende Gesellschaftsform zu erhalten und die formellen Angelegenheiten zur Gründung rechtssicher und korrekt abzuwickeln. Möchten Sie keinen mindestens 3-köpfigen Aufsichtsrat bestimmen, kommt eine AG nicht in Frage. Gleiches gilt auch, wenn Sie für Ihr Unternehmen keine explizite Satzung erschaffen möchten.

Voraussetzungen und Haftung der GmbH

Die Gründung einer GmbH ist einfacher und erfordert ein geringeres Stammkapital. Sie benötigen keine Satzung und müssen Firmenanteile nicht notariell beurkunden lassen. Weiter ist es nicht nötig, einen Aufsichtsrat zu benennen und mindestens 4 Mal pro Jahr Sitzungen abzuhalten. Als GmbH Vorstand kann in einigen Fällen die Durchgriffshaftung gelten, was eine Haftung mit Ihrem Privatvermögen einschließt. Bei Verletzung der Sorgfaltspflicht kann sich die Gesellschaftsform GmbH als riskante und nachteilige Entscheidung erweisen. Die neue Kapitalaufnahme kann Sie vor einige Hürden und Herausforderungen stellen.

Voraussetzungen und Haftung der AG

Eine AG gründen Sie mit 50.000 Euro Stammkapital und notarieller Beurkundung. Der Gründungsaufwand ist höher, Ihre Sorgfaltspflicht ist größer und Sie müssen mit hohen Beträgen in Vorleistung gehen. Als AG genießen Sie ein sehr hohes Ansehen und haben es einfach, neues Kapital zu generieren oder die bestehenden Firmenanteile in Form von Aktien formlos zu übertragen. Sie haften nicht mit Ihrem Privatvermögen, sondern beschränken sich haftungsrechtlich primär auf das Kapital des Unternehmens. Der hohe Verwaltungsaufwand begründet sich im Aktiengesetz, dem Sie als Gesellschafter der AG unterliegen.

Orientieren Sie sich bei der Entscheidung zwischen der GmbH und der Aktiengesellschaft an Ihren unternehmerischen Zielen. Wählen Sie die Gesellschaftsform, die strukturell und verwaltungsrechtlich am besten zur Firma passt.