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Was ist der KVP (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess)?

Der Kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP) ist ein Konzept aus dem Qualitätsmanagement. In dieser Denkweise geht es darum, Prozesse, Service oder Qualität in einem Unternehmen kontinuierlich zu verbessern. Dabei identifiziert man in Teamarbeit immer wieder Problemstellen, erarbeitet passende Lösungen und setzt diese anschließend um.

Im Gegensatz zu Maßnahmen wie der Innovation handelt es sich bei dem KVP in der Regel immer um kleine Verbesserungsschritte, die zudem fortlaufend sind. Es geht nicht notwendigerweise um große Neuerungen, die einen einschneidenden Effekt haben, sondern darum, an kleinen Stellschrauben im Unternehmen zu drehen. Dabei hat sich der KVP mittlerweile zu einem wichtigen Aspekt des Qualitätsmanagements in Unternehmen entwickelt und ist auch Bestandteil der ISO 9001.

Geschichtliche Einordnung

Der KVP hat seinen Ursprung in Japan und geht auf den sogenannten Kaizen zurück. Kaizen stammt vom Amerikaner W.EDemning, einem der Pioniere im Qualitätsmanagement. Sein Konzept tauchte zunächst in Japan in den 50er Jahren auf, wobei vor allem Toyota sich sehr erfolgreich an den Ideen des Amerikaners orientierte und seine Philosophie am KVP ausrichtete. Lesen Sie hier alles zu W.E. Demning.

In Deutschland dauerte es bis in den 90er Jahre, bis auch hierzulande der kontinuierliche Verbesserungsprozess Fuß fassen konnte. Zunächst war es die Automobilindustrie, welche in der Fertigung und Montage auf diese Art des Qualitätsmanagements setzte. Mittlerweile hat sich das Konzept in vielen Unternehmen in Deutschland durchgesetzt. Oft gibt es dabei eigene KVP-Teams, welche mit der Aufgabe betraut sind, Verbesserungsmöglichkeiten in den verschiedensten Bereichen innerhalb eines Unternehmens zu identifizieren und passende Maßnahmen zu entwickeln.

Voraussetzungen und Zielsetzung

Grundsätzlich hat auch das KVP die typischen Ziele des Qualitätsmanagements. Durch die Maßnahmen möchte man

KVP

In kleinen Schritten zur Besserung

die Prozesse effektiver machen, Qualität steigern oder Kosten senken. Idealerweise lassen sich mit einer Maßnahme gleich mehrere dieser Ziele erfüllen. Der große Unterschied zu anderen Verbesserungsmaßnahmen ist dabei, dass es sich nicht nur um einen fortlaufenden Prozess handelt, sondern dass man auch an besonders kleinen Stellschrauben dreht.

Damit die Optimierung funktionieren kann, gelten verschiedene Voraussetzungen. Zunächst ist es wichtig, dass in der Unternehmensführung und im Top-Management der Wille vorhanden ist, sich kontinuierlich zu verbessern. Ein wichtiger Schritt, um dies zu erreichen, ist die Förderung von Veränderungen im Unternehmen. Dafür sind auch die Mitarbeiterschulung sowie die entsprechende Motivation wichtig. Ideen und Vorschläge sollten immer willkommen sein und es muss eine Bereitschaft geben, vorgeschlagene Veränderungen und Verbesserungen umzusetzen. Dies gilt wohlgemerkt auch für die kleinsten Verbesserungen. Nur, wenn sich diese durch die Mitarbeiter umsetzen lässt, kann der kontinuierliche Verbesserungsprozess funktionieren.

Dabei spielt auch die Geschwindigkeit eine Rolle. Da der KVP ein kontinuierlicher Prozess ist, bei dem man immer wieder Dinge verändert oder anpasst, darf die Umsetzung der Maßnahmen nicht schleppend oder verzögert erfolgen. Daher ist es auch von Bedeutung, dass die Unternehmensführung nicht nur den Willen zum KVP zeigt, sondern auch die notwendigen Mittel bereitstellt. Scheitert die Umsetzung an der Bürokratie oder den Finanzen im Unternehmen, können Mitarbeiter schnell enttäuscht sein und die Motivation für eine weitere Beteiligung verlieren.

Vorgehen beim KVP

KVP

Nach ausgeklügeltem Plan zum Erfolg

In vielen Unternehmen wird mit sogenannten KVP-Teams gearbeitet, die für Identifizierung potenzieller Verbesserungsfelder und der Erarbeitung von passenden Maßnahmen zuständig sind. Die konkreten Arbeitsschritte können sich aber je nach Unternehmen und Fall etwas unterscheiden. Grundsätzlich lässt sich der Prozess aber meist in vier große Schritte einteilen.

  1. Analyse

    Im ersten Schritt müssen die Teams zunächst einmal das konkrete Arbeitssystem identifizieren und genau abgrenzen. Man legt also fest, was genau zur Verbesserung steht. Anschließend gilt es, in diesem System die potenziellen Probleme zu ermitteln und zu bewerten. Die Probleme können dabei ganz unterschiedliche Aspekte sein wie beispielsweise Kosten, Zeit, Qualität oder Ressourcenverbrauch. Ein wichtiger Punkt dabei ist auch die Gegenüberstellung des Ist- mit dem Soll-Zustand. Die Identifizierung der Probleme ist jedoch nicht ausreichend. Sie müssen anschließend auch genau analysiert werden. Dabei geht es nicht nur darum, die Gründe zu finden, sondern auch eventuelle Zusammenhänge mit anderen Bereichen oder zusätzliche Nebenwirkungen.

  2. Maßnahmen entwickeln

    Sind die Problemstellen umfassend analysiert, geht es im nächsten Schritt darum, Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln. Dabei sammelt man zunächst einmal alle möglichen Ideen, zum Beispiel in einem Brainstorming. Danach erfolg eine Bewertung der Ideen. Das Team versucht, unter den verschiedenen Ansätzen die besten zu identifizieren und aus ihnen konkrete Maßnahmen abzuleiten. Ein wichtiger Punkt ist dabei auch die Bewertung des Aufwands und des Ertrages. So muss man die Frage beantworten, ob es sich in Hinblick auf den betrieben Aufwand überhaupt lohnt, eine Maßnahme umzusetzen, wenn diese nur einen bestimmten Ertrag bringt.

  3. Maßnahmen umsetzen

    Sobald das Team passende Maßnahmen inklusive dem notwendigen Aufwand erarbeitet hat, wird das Ergebnis dem Entscheidungsgremium präsentiert. Dies kann das Management eines Unternehmens sein oder auch nur ein einzelner Chef. Danach folgt eine Vereinbarung, wie sich die Maßnahmen konkret umsetzen lassen und welche Ressourcen dafür notwendig sind. Anschließend legt man gemeinsam einen Zeitplan für die Umsetzung fest und bestimmt die verantwortlichen Personen.

  4. Kontrolle

    Der Prozess ist mit der Umsetzung allerdings noch nicht abgeschlossen. Da es sich beim KVP um eine kontinuierliche Maßnahme handelt, spielt auch die Kontrolle eine wichtige Rolle. Nach einem vorher bestimmten Zeitpunkt unterzieht man die neuen Prozesse einer Überprüfung. Auf diese Weise lässt sich nun

    KVP

    Wie schnell reagiert man auf Veränderungen?

    ermitteln, ob und wie erfolgreich die neuen Maßnahmen sind. Hier ist auch die Frage zu beantworten, inwiefern noch weitere Anpassungen oder Veränderungen möglich oder notwendig sind, um noch mehr Potenzial auszuschöpfen. Typischerweise erfolgt die Kontrolle mehrfach oder fortlaufend, um auf Veränderungen schnell reagieren zu können.

 

 
 

Was ist Wirtschaftlichkeit?

Wirtschaftlichkeit ist eine Kennzahl aus der Betriebswirtschaftslehre. Man drückt das Verhältnis zwischen einem erzielten Erfolg und dem dafür nötigen Aufwand aus, dadurch zeigt sich, ob eine Unternehmung effizient ist und in welchem Maße diese Effizienz vorhanden ist. Eine Investition, ein Geschäft oder eine Unternehmung kann wirtschaftlich oder unwirtschaftlich sein. Wirtschaftlich ist sie, wenn der Ertrag höher ist als der Aufwand.

Diese Aussage kann mit folgender Formel ausgedrückt werden: Wirtschaftlichkeit = Ertrag > Aufwand

Den Ertrag abzüglich des Aufwandes sieht man als erzielten Erfolg an. Der erzielte Erfolg muss dabei nicht zwingend positiv sein. Ein negativer Erfolg bedeutet, dass der Ertrag größer ist als der Aufwand, demzufolge liegt ein Verlust vor. Wirtschaftlich ist etwas, wenn man einen positiven Erfolg, also einen Gewinn, erzielt.

Das Wirtschaftlichkeitsprinzip oder das ökonomische Prinzip

Das Wirtschaftlichkeitsprinzip bezeichnet man auch als ökonomisches Prinzip. Erreicht werden kann Wirtschaftlichkeit mittels zweier Prinzipien: dem Minimalprinzip und dem Maximalprinzip. Beim Minimalprinzip lässt sich ein bestimmter Ertrag mit möglichst wenig Aufwand erreichen. Das Maximalprinzip dagegen besticht durch die Kombination bestimmter Aufwand/möglichst großer Ertrag. Lesen Sie hier alles über das Maximalprinzip.

Das Wirtschaftlichkeitsprinzip ist in jedem Wirtschaftssystem wichtig

Das Wirtschaftlichkeitsprinzip gilt für jeden Betrieb, denn jeder Betrieb versucht, einen vorgegebenen Erfolg mit möglichst wenig Einsatz zu erreichen oder mit einem vorgegebenen Einsatz einen möglichst hohen Erfolg zu erzielen.

Dabei ist es egal, welchem Wirtschaftssystem ein Betrieb angehört. Nicht nur in der Marktwirtschaft ist es wichtig, dass Unternehmen und Investitionen so wirtschaftlich wie möglich agieren. Auch in anderen Wirtschaftssystemen wie der sozialen Marktwirtschaft oder der Zentralverwaltungswirtschaft herrschen Relevanz.

Wirtschaftlichkeit

Welcher Aufwand für welchen Ertrag?

Das Wirtschaftlichkeitsprinzip ist für das Funktionieren einer jeden Volkswirtschaft von grundlegender Bedeutung.

Der Unterschied zwischen Maximal- und Minimalprinzip

Beim ökonomischen Prinzip muss man nicht zwingend von wertmäßigen Größen ausgehen. Ertrag lässt sich durch Output und Aufwand mit Input ersetzen.

Folgendes Beispiel soll den Unterschied zwischen Maximal- und Minimalprinzip erläutern

Hanna lernt für eine Prüfung. Der Output ist hierbei das Resultat der Prüfung, der Input bezeichnet die Stunden, die Hanna für die Prüfung lernt.

Wenn sie nun genau so lange lernt, bis sie die Prüfung mit einer guten Note besteht, handelt sie nach dem Minimalprinzip. Sie legt also das Output fest und versucht, dieses mit möglichst wenig Input zu erreichen.

Wenn sie sich dazu entscheidet,  drei Nachmittage für die Prüfung zu lernen, um ein möglichst gutes Resultat zu erzielen, handelt sie nach dem Maximalprinzip. Sie legt den Input – die drei Nachmittage lernen – fest und versucht, ein möglichst gutes Output – Prüfungsergebnis – zu erzielen.

Wenn jemand wirtschaftlich arbeitet, gilt er als erfolgreich. Wie wirtschaftlich jemand, lässt sich anhand einer Berechnung belegen. Dafür gibt es folgende Formel:

Wirtschaftlichkeit = Ertrag/Aufwand

Wirtschaftlich oder effizient ist etwas, das bei der Berechnung dieser Formen der Quotient größer oder gleich eins ist.

  • Wenn das Resultat größer als 1 ist, ist etwas wirtschaftlich, also effizient
  • Wenn das Resultat genau 1 ist, ist etwas kostendeckend wirtschaftlich
  • Wenn das Resultat kleiner als 1 ist, ist etwas unwirtschaftlich oder ineffizient

Wie lässt sich die Effizienz erhöhen?

Wirtschaftlichkeit

Effizienz ist nicht gleich Effektivität

Die Effizienz erhöht sich – oder anders gesagt, die Wirtschaftlichkeit maximiert – beim Minimalprinzip der Aufwand verringert, mit dem man den bestimmten Ertrag erreicht. Wird beim Maximalprinzip mit dem festgelegten Aufwand ein höherer Ertrag erzielt, nimmt die Wirtschaftlichkeit zu.

Effektivität und Effizienz – wo liegt der Unterschied?

Effektivität erreicht man immer, wenn Effizienz vorherrscht. Aber nicht immer, wenn Effektivität erreicht ist, ist es auch effizient.

Nehmen wir als Beispiel einen morschen Baum, der weichen muss. Versucht man dies mit einer winzigen Säge und erreicht das Ziel nach einem Jahr, wurde effektiv gearbeitet, denn die Zielerreichung ist erfolgreich.

Nutzt man aber eine dafür geeignete, elektrische Säge, löst sich das Problem in wenigen Minuten. somit arbeite ich a) effektiv, weil das Ziel erreicht ist und b) effizient, weil es möglichst schnell beendet war.

Wie wird die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens beurteilt?

Meistens stehen Vergleiche zur Verfügung, wie wirtschaftlich ein Unternehmen arbeitet. Verglichen werden die Unternehmen mit anderen Firmen der gleichen Branche, der gleichen Region oder der gleichen Größe. So lassen sich Aussagen darüber treffen, welche Unternehmen wirtschaftlicher arbeiten.

Zeitvergleiche eignen sich ebenfalls bestens. Dabei vergleicht man die Wirtschaftlichkeit von Unternehmen in

Wirtschaftlichkeit

Wer arbeitet am besten?

verschiedenen Zeitperioden. Damit lässt sich die Frage beantworten, ob eine Unternehmen, verglichen mit den vergangenen Jahren, wirtschaftlicher gearbeitet hat.

Der Unterschied zwischen Wirtschaftlichkeit und Produktivität

Obwohl sich das Minimal- und das Maximalprinzip nicht nur auf die Wirtschaftlichkeit, sondern auch auf die Produktivität anwenden lässt, sind Wirtschaftlichkeit und Produktivität nicht zu verwechseln.

Bei der Betrachtung der Wirtschaftlichkeit setzt man die Kosten bzw. der Aufwand und der Erlös bzw. der Ertrag zueinander in Beziehung. Dies sind wertmäßige Größen. Bei der Produktivität geht es um Output und Input, also um Ausbringungs– und Einsatzmenge. Dabei verwendet also mengenmäßige Größen. Setzt man bei Minimum- und Maximumprinzip für Ertrag Output und für Aufwand Input ein und verwendet dabei mengenmäßige Größen, lässt sich das ökonomische Prinzip also auf die Produktivität anwenden.