Größenklassen HGB

Das Handelsgesetzbuch (HGB) definiert Größenklassen, die den Umfang der Rechnungslegung sowie deren Veröffentlichung regeln. Die Größe der Kapitalgesellschaft bestimmt die Anforderungen an die Rechnungslegung, deren Veröffentlichung sowie die Prüfung durch einen externen Abschlussprüfer (Due Diligence). Kleinere Gesellschaften müssen einen geringeren Umfang und Detaillierungsgrad offen legen.

Größenklasse bestimmt Umfang der Rechnungslegung

Die Verpflichtung zur Rechnungslegung ist im Handelsgesetzbuch (§238 Abs. 1 HGB) festgelegt. Mit der Rechnungslegung berichtet das Unternehmen über Lage und Entwicklung sowie die Verwendung von finanziellen Mitteln. Die veröffentlichten Dokumente sollen Staat, Lieferanten, Kunden, Arbeitnehmer, Gläubiger, Eigentümer und andere Stakeholder informieren. Dabei werden die Ergebnisse in einem Jahresabschluss und ggf. einem Lagebericht zusammengefasst. Welche weiteren Dokumente bei der Rechnungslegung zu erstellen sind und welche Erleichterungen zutreffen können, regelt das Handelsrecht mit den Größenklassen. Die Größenklassen sind in §267 und §267a HGB niedergelegt und bestimmen die Rechnungslegung, die Prüfungspflicht sowie die Offenlegung.

Größenklassen für Unternehmen

Die Größenklassen für Kapitalgesellschaften (AG, GmbH, KGaA) regelt §267 HGB. Nach §264a HGB sind diese Größenklassen auch für Personengesellschaften, bei denen keine natürliche Person haftet (z. B. GmbH & Co. KG, UG & Co. KG) anzuwenden.

Für Personengesellschaften mit natürlichen Personen als haftende Gesellschafter gelten andere Größenklassen und Regelungen, die im Publizitätsgesetz (PublG) geregelt sind.

Schwellenwerte der Größenklassen

Die genannten Schwellenwerte bzwGrößenkriterien sind im Gesetz bezifferte Richtwerte. Für bestimmte Unternehmensformen und –branchen hat der Gesetzgeber Ausnahmen bzw. weitere Verpflichtungen erlassen.

Größenklassen

Die Größenklassen sind gesetzlich geregelt

Kleinstunternehmen:
Bilanzsumme: 350.000 Euro
Umsatzerlöse: 700.000 Euro
Arbeitnehmerzahl: 10

Kleine Unternehmen:
Bilanzsumme: 6.000.000 Euro
Umsatzerlöse12.000.000 Euro
Arbeitnehmerzahl: 50

Mittelgroße Unternehmen:
Bilanzsumme: 20.000.000 Euro
Umsatzerlöse40.000.000 Euro
Arbeitnehmerzahl: 250

Beispiel:
Eine GmbH mit einer Bilanzsumme von 20.000.000 Euro, 250 Mitarbeitern und Umsatzerlösen von 41.000.000 Euro ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des §267 HGB. Die GmbH hat damit die Verpflichtung, eine Rechnungslegung (einschließlich Due Diligence Prüfung) entsprechend der großen Kapitalgesellschaft zu veröffentlichen.

Mit dem BilRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) sind die Schwellenwerte für Bilanzsumme und Umsatzerlöse (Arbeitnehmerzahl unverändert) ab 2016 angehoben.

Die richtige Größenklasse für das Unternehmen

Die vier Größen der Kapitalgesellschaften sind im Handelsgesetzbuch (HGB) wie folgt definiert:

  • Kleinstgesellschaft
  • Kleingesellschaft
  • Mittelgroße Gesellschaft
  • Großgesellschaft

Welcher Größenklasse das Unternehmen zuzuordnen ist, ermittelt sich anhand von drei Schwellenwerten (Größenkriterien):

1) Bilanzsumme
2) Arbeitnehmerzahl (im Jahresdurchschnitt)
3) Umsatzerlöse (12 Monate vor Abschlussstichtag).

Ein Unternehmen wird einer Größenklasse zugerechnet, wenn mindestens zwei der drei Schwellenwerte nicht überschritten werden.

Die Größenklasse einer Gesellschaft wechselt nur dann, wenn die Schwellenwerte sich in zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren (Abschlussstichtag) ändern. Damit soll eine häufige Änderung der Offenlegungspflichten vermieden werden.

Berechnung der Größenkriterien (Schwellenwerte)

1) Ermittlung der Bilanzsumme

Summe aller Posten der Aktivseite (Anlagevermögen, UmlaufvermögenRechnungsabgrenzungsposten, aktive latente Steuern, aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung), ohne ausgewiesene Fehlbeträge i.S.d§268 Absatz 3 HGB.

Die Anzahl der Mitarbeiter ist ein Faktor

2) Ermittlung der Arbeitnehmerzahl (§267 Absatz 5 HGB)

Die Arbeitnehmerzahl im Jahresdurchschnitt = Anzahl Mitarbeiter pro Quartal / 4

Bei den summierten Mitarbeiterständen am 31. März, 30. Juni, 30. September, 31. Dezember werden im Ausland beschäftigte Arbeitnehmer des Unternehmens mitgezählt. Auszubildende des Unternehmens werden nicht mitgezählt.

3) Ermittlung der Umsatzerlöse (§277 Absatz 1 HGB)

Erlöse aus Verkauf, Vermietung, Verpachtung
+ Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen
./. Erlösschmälerungen
./. Umsatzsteuer
./. andere mit dem Umsatz verbundene Steuern (z. B. StromsteuerTabaksteuer)

Ausnahmen für Kleinstgesellschaften

Für Kleinstkapitalgesellschaften werden die Regeln für kleine Kapitalgesellschaften angewendet (§267a Absatz 2 HGB). Ergänzende Erleichterungen sind möglich, wie zum Beispiel ein Verzicht auf einen Anhang (§264 Absatz 1 Satz 5 HGB) oder die Aufstellung einer verkürzten Bilanz (§266 Absatz 1 Satz 4 HGB).

Mit dem durch BilRUG eingeführten §267a Absatz 3 HGB können folgende Gesellschaften keine Kleinstkapitalgesellschaften sein, selbst wenn sie die Größenkriterien erfüllen:

  • Investmentgesellschaften (gemäß §1 Absatz 11 des Kapitalanlagegesetzbuchs)
  • Unternehmensbeteiligungsgesellschaften (gemäß §1a Absatz 1 des Gesetzes über Unternehmensbeteiligungsgesellschaften)
  • Finanzholdinggesellschaften, die Beteiligungen erwerben, aber nicht in die Verwaltung der jeweiligen Unternehmen eingreifen (gemäß §1a Absatz 1 des Gesetzes über Unternehmensbeteiligungsgesellschaften).

Ein börsennotiertes Unternehmen ist immer eine „Große Kapitalgesellschaft“

Ausnahmen für kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften

Kapitalgesellschaften, wie beispielsweise eine börsennotierte Aktiengesellschaft (AG), sind immer „Große Kapitalgesellschaften“, auch wenn sie andere Größenkriterien (Schwellenwerte) erfüllen (§264d HGB).
Auch Kreditinstitute und Versicherungsunternehmen sind immer große Kapitalgesellschaften (§340a Absatz 1 HGB§341aAbsatz 1 HGB). Rechnungslegung und Veröffentlichung müssen gemäß der Größenklasse „große Kapitalgesellschaften“ erfolgen.

Ausnahmen für Konzernmütter (§290 I und II HGB)

Für Konzernmütter oder –töchter ohne Kapitalmarktorientierung am Abschlussstichtag, besteht keine Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses, wenn folgende Werte nicht überschritten werden (Abschlussstichtag):

Bilanzsumme von Mutter und Töchter: 23.100.000 Euro
Umsatzerlöse46.200.000 Euro
Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl: 250

Bilanzsumme nach Abzug des Fehlbetrages: 19.250.000 Euro
Umsatzerlöse38.500.000 Euro
Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl: 250

Eine Kapitalmarktorientierung liegt vor, wenn eines der Unternehmen Wertpapiere auf einem organisierten Markt verkauft oder eine solche Zulassung beantragt hat (§264d HGB). Börsennotierte Aktiengesellschaften sind grundsätzlich kapitalmarktorientiert.

Übersicht der Pflichten und Erleichterungen zur Rechnungslegung

Der Jahresabschluss der Kapitalgesellschaft ist beim elektronischen Bundesanzeiger in elektronischer Form einzureichen. Die Größenklasse des Unternehmens bestimmt dabei:

  • Fristen und Gliederung zum Jahresabschluss
  • Angaben im Anhang und zum Lagebericht
  • Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts durch einen vereidigten Buchprüfer oder Wirtschaftsprüfer (Due Diligence Vorgaben gemäß §316 ffHGB)
  • Offenlegung (Publizierung) des Jahresabschlusses.

Die vom Unternehmen einzureichenden und offen zu legenden Unterlagen sind entsprechend der Größenklassen wie folgt:

Kleinstkapitalgesellschaften

  • verkürzte Bilanz
  • Verzicht auf Anhang bei Erweiterung der Bilanz
  • vereinfachte Gewinn- und Verlustrechnung
  • keine Prüfungspflicht des Abschlusses.

Je größer eine Firma, desto mehr Pflichten gehen damit einher

Kleine Kapitalgesellschaften

  • Jahresabschluss (Bilanz)
  • Anhang
  • Gewinn- und Verlustrechnung sind optional
  • keine Prüfungspflicht des Abschlusses.

Mittelgroße Kapitalgesellschaften

  • Jahresabschluss (entsprechend der Kleinkapitalgesellschaft)
  • erweiterte Angaben zur Bilanz (entsprechend der Großkapitalgesellschaft)
  • verkürzter Anhang ist möglich
  • Prüfungspflicht besteht (Due Diligence).

Große Kapitalgesellschaften

  • Jahresabschluss (Bilanz)
  • Gewinn und Verlustrechnung
  • Anhang
  • Lagebericht mit Bestätigungsvermerk oder dem Vermerk über dessen Versagung
  • Gewinnverwendungsvorschlag
  • Bericht des Aufsichtsrats
  • Entsprechenserklärung des Vorstands
  • Prüfungspflicht besteht (Due Diligence).

Kommt der Unternehmer seiner Verpflichtung zur Offenlegung des Jahresabschlusses nicht nach, werden Sanktionen gegen das Unternehmen erlassen. Mit der Weiterleitung des Vorfalls durch den elektronischen Bundesanzeiger an das Bundesamt für Justiz (BdJ) wird eine Nachfrist von sechs Wochen erteilt, um die gemäß Handelsrecht erstellten Unterlagen nachzureichen. Nach Verstreichen dieser Frist leitet das BdJ ein Ordnungsgeldverfahren ein, bei dem Bußgelder zwischen 2.500 bis 25.000 Euro verhängt werden. Das Verfahren wird gegen die Kapitalgesellschaft und den Geschäftsführer eingeleitet, der zusätzlich die Verfahrenskosten zu tragen hat.

Was ist ein Businessplan?

Jedem, der sich damit beschäftigt hat, sich selbstständig zu machen, ist wahrscheinlich schon einmal der Begriff Businessplan begegnet. Ein Businessplan ist ein hilfreiches Konzept, seine Ideen zu strukturieren und das Für und Wider der Geschäftsidee abzuwägen. Dabei dient ein Businessplan nicht nur dazu, die eigene Sicherheit zu festigen, sondern auch eventuelle Investoren und Geschäftspartner von den eigenen Unternehmensplänen zu überzeugen.

Damit die Daten vor fremdem Zugriff sicher sind und in einem sicheren Raum eingesehen werden können, gibt es den sogenannten Datenraum. In einem Datenraum können vertrauliche Daten zwischen Unternehmen ausgetauscht werden. Meist wird dieser zum Beispiel bei einem Anwalt eingerichtet, kann aber auch virtuell erstellt werden.

Ein Businessplan – was ist das eigentlich?

Das englische Wort Business, lässt sich mit Geschäft, bzw. Unternehmen übersetzen, kann aber auch im Sinne von Aufgabe oder Problemstellung genutzt werden. Ein Businessplan ist ein Konzept, dass sich aus allen drei Komponenten zusammensetzt. Der Schritt in die Selbstständigkeit sollte gut durchdacht werden. Ein Businessplan kann hier wertvolle Entscheidungshilfen liefern. Er ist gleichzeitig ein Geschäftsplan, ein Aufgaben- und auch ein Problemplan.

In einem gut ausgearbeiteten Businessplan sollten alle Aspekte, die sich aus der geplanten Unternehmung ergeben durchleuchtet werden. Ein Businessplan sollte eventuelle Geschäftspartner und Geldgeber überzeugen, aber nicht „schönfärben“. Ein sorgfältig ausgearbeiteter Plan hilft dabei, späteres Scheitern zu verhindern. Mit einem allzu rosig gefärbten Konzept tut man sich letztlich selbst keinen Gefallen. Es gilt eine realistische Balance zu halten, ohne dabei an Überzeugungskraft einzubüßen.

Für wen ist ein Businessplan hilfreich?

Grundsätzlich empfiehlt es sich grundsätzlich, bei neu zu gründenden Unternehmungen einen Businessplan zu erstellen. Er hilft, sich einen Überblick über die Tragfähigkeit der Geschäftspläne zu verschaffen. In vielen Bereichen ist die Vorlage eines Businessplans obligatorisch. Insbesondere, wer einen Existenzgründungskredit beantragen möchte, wird gebeten werden, einen Businessplan zu erstellen. Es gibt zwar keine gesetzlich vorgeschriebene Gliederung für einen Geschäftsplan, dennoch sollte eine gewisse Struktur eingehalten werden.

Wie sollte der Businessplan aussehen?

Als grobe Vorgabe empfiehlt sich eine Unterteilung in zwei Bereiche. Einen Teil, der sich mit der Vorstellung des Projektes in Textform beschäftigt und einen zweiten, der sich mit Zahlen auseinandersetzt. Beginnen sollte man immer mit einer Zusammenfassung. Welches sind die wichtigsten Punkte, mit denen sich das Unternehmen beschäftigen wird? In möglichst kurzen und prägnanten Sätzen sollten hier das Unternehmen und die gewünschten Ziele vorgestellt werden. Dieser Teil sollte, ähnlich wie ein Inhaltsverzeichnis, einen kurzen Überblick über die geplanten Aktivitäten liefern.

Im Anschluss daran sollte man etwas mehr ins Detail gehen. Die Geschäftsidee sollte umfassend vorgestellt werden. Ebenso das zu verfolgende Konzept, das hinter der Idee steht. Welche Zielgruppe soll erreicht werden? Welche Marketing Strategien sind geplant? Gibt es Alleinstellungsmerkmale? Gibt es bereits Mitbewerber im gleichen Segment und wenn ja – wie kann sich das Unternehmen erfolgreich gegen die Konkurrenz durchsetzen?

Anschließend sollte eine Vorstellung des oder der Gründer stehen. Warum ist dieses Team oder dieser Gründer dafür prädestiniert, die Idee zum Erfolg zu führen? Welche persönlichen Kompetenzen kann er, können sie einfließen lassen? Wie sollen sich der Gründer oder das Gründerteam am Markt etablieren? Welcher Marketing-Mix, welche Kommunikationsmittel werden eingesetzt? Wie soll die Preisgestaltung aussehen? Wie ein möglicher Vertrieb strukturiert werden? Zum Abschluss sollte man noch auf den Personalbedarf eingehen und die angestrebte Rechtsform des Unternehmens nennen und auch begründen.

Größenklassen

Eine echte Herausforderung ist für viele die Darstellung der geplanten Aktivitäten in Zahlen. Hierzu zählen die Nennung des erforderlichen Kapitalbedarfs, wie dieser finanziert werden soll, sowie eine realistische Einschätzung der zu erzielenden Umsätze und Gewinne. Eine gründliche Recherche ist hier in der Regel unverzichtbar. Schließlich ist niemanden damit gedient, wenn hier allzu viel Fantasie zum Einsatz kommt. Wer hier realitätsnah bleibt, legt den Grundstein für ein erfolgreiches Geschäft. Man gewinnt nicht nur für sich selbst einen guten Überblick, sondern liefert auch potenziellen Kapitalgebern mehr Sicherheit.

Welchen Umfang sollte ein Businessplan haben?

Es gibt keine allgemeingültigen Vorgaben, wie viele Seiten ein Businessplan haben sollte. In erster Linie ist dies von der jeweiligen Geschäftsidee abhängig. Ein komplexer Plan erfordert eine umfangreichere Erläuterung, als die Eröffnung eines kleineren Betriebes. Grundsätzlich sollte ein Businessplan alle erforderlichen Informationen mit prägnanten Worten auf den sprichwörtlichen Punkt bringen. Allzu ausschweifende Formulierungen könnten Finanzgeber eventuell verschrecken.

Gleiches kann aber auch passieren, wenn die Ausführungen all zu spärlich ausfallen. Wie so oft liegt der richtige Weg in der goldenen Mitte. Wichtig ist, dass das vorgelegte Konzept spiegelt, dass sich der oder die künftigen Unternehmer ausgiebig mit dem Vorhaben und den damit verbundenen Problematiken beschäftigt haben. Jeder, der den Geschäftsplan liest, sollte davon überzeugt sein, dass der oder die Autoren wissen, wovon sie sprechen, respektive schreiben.

Fehler, die man vermeiden sollte

Zunächst einmal sei festgestellt, dass es keinen starren Rahmen gibt, der die Qualität eines Businessplans festlegt. Das Spektrum der Möglichkeiten ist breit gefächert und lässt keine einheitliche Bewertung zu. Dennoch gibt es ein paar Punkte, die man beachten sollte:

Wer sich selbstständig machen möchte, sollte über gewisse Vorkenntnisse in dem von ihm gewünschten Metier verfügen. Nicht immer ist es möglich, eine Vielzahl von Qualifikationen nachzuweisen. Wichtig, um andere vom eigenen Konzept zu überzeugen, ist jedoch, dass man aus dem Geschäftsplan erkennen kann, dass sich der oder die Gründer umfassend mit dem Thema auseinandergesetzt haben und über entsprechende fachliche Kompetenzen verfügen. Eine dieser zwingend erforderlichen Eigenschaften ist kaufmännisches Denken. Kaufmännisches Basiswissen und entsprechendes Handeln zählen zu den Grundlagen, ohne die kein Unternehmer auskommt.

Wer seinen Businessplan zur Prüfung vorlegt, sollte sichergehen, dass dieser eine klare Linie verfolgt. Nichts bringt ein Vorhaben schneller zum Scheitern, als ein Konzept, das nicht in sich schlüssig ist. Darüber hinaus sollte man sich unbedingt auf eventuelle Fragen vorbereiten. Insbesondere sind Kenntnisse über die jeweilige Marktsituation erforderlich. Kann ich mein Produkt oder meine Dienstleistung erfolgreich am Markt etablieren? Welche Konkurrenten gibt es und ist die Preisgestaltung tragfähig? Gibt es eine ausreichende Nachfrage, um erfolgreich in die Zukunft starten zu können?

Echten Killerfaktor haben übrigens Rechtschreib- und Grammatikfehler. Wie soll jemand, der nicht in der Lage ist, ein fehlerfreies Dokument vorzulegen, ein Unternehmen leiten? Empfehlenswert ist das Durchleuchten einer „Worst Case“ Situation. Zuviel Optimismus kann manchmal eben wirklich zu viel sein. Was kann im schlimmsten Fall passieren und wie kann ich dem entgegenwirken? Wichtige Fragen, deren Beantwortung Gründern und potenziellen Geldgebern mehr Vertrauen in das Konzept geben.

Working Capital – wichtiges Element der Bilanzierung in Unternehmen

Hinter dem Begriff des Working Capital verbirgt sich der Geldwert, der sich aus dem Umlaufvermögen nach dem Abzug der kurzfristigen Verbindlichkeiten ergibt. In einem gesunden Unternehmen ist der Kapitalbetrag positiv. Sollte er in den negativen Zahlenraum rutschen, ist es wichtig, dass Sie als Unternehmer dagegen steuern. Andernfalls kann es zu Problemen mit der Liquidität und damit mit Ihrer Zahlungsfähigkeit kommen.

Auf der anderen Seite darf das Kapital jedoch auch nicht zu hoch sein. In diesem Fall wird die Bindung an das kurzfristige Vermögen zu stark beeinflusst, was ebenfalls eine negative Bilanz zur Folge haben kann. Dies sollten Sie in Bezug auf die Planung im Datenraum berücksichtigen.

Working Capital richtig berechnen

Working Capital

Das Working Capital muss man richtig berechnen

In der Finanzwelt ist es wichtig, das Working Capital zu berechnen. Grundsätzlich handelt es sich um Kapital, das zur Verfügung steht und nicht von einer Bank oder im Rahmen einer Beteiligung erworben wird. Im deutschen Sprachgebrauch bezeichnet man es auch gern als Betriebskapital. Jedes Unternehmen verfügt über einen gewissen Anteil an Kapital, das für Investitionen und für die Begleichung von kurzfristigen Außenständen zur Verfügung steht. Dieses wird auch als Umlaufkapital bezeichnet. Aus diesem Umlaufkapital kann das Working Capital berechnet werden. Die Formel lautet:

Working Capital = Umlaufvermögen – kurzfristige Verbindlichkeiten

Zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten werden verschiedene Posten hinzugezählt. Dazu gehören Kredite, Kosten für WarenlieferungenLohnkosten für Mitarbeiter, aber auch Zins- oder Mietzahlungen. Weitere kurzfristige Verbindlichkeiten können auch für Zwischenfinanzierungen entstehen, die notwendig werden, weil das zur Verfügung stehende Umlaufvermögen nicht ausreicht.

Indiz für die Liquidität eines Unternehmens

Aus dem Working Capital kann man Schlüsse in Bezug auf die Liquidität eines Unternehmens ziehen. Wenn in einem Geschäftsjahr laufend Kapital vorhanden ist, um die kurzfristigen Verbindlichkeiten zu bedienen, wirkt sich dies auf die Beurteilung der Liquidität positiv aus. Aus diesem Grund wird das Vorhandensein von positivem Working Capital als Indiz für eine gute Liquidität gesehen. Dies bedeutet, dass das Unternehmen zahlungsfähig ist.

Wenn das für die Begleichung kurzfristiger Verbindlichkeiten zur Verfügung stehende Kapital negativ ist, sollte das Unternehmen dringend an einer Optimierung arbeiten. Es droht eine Zahlungsunfähigkeit, die, wenn das Unternehmen nicht zeitig gegensteuert, in einer Insolvenz enden kann. Ist keine oder nur noch eine eingeschränkte Liquidität vorhanden, muss das Unternehmen kurzfristige Kredite aufnehmen, um die Verbindlichkeiten zu bedienen. Kredite sind mit Zinsen belegt, die zusätzliche Kosten verursachen. Bleibt die Begleichung offener Rechnungen durch einen Kunden aus, kann dies bereits innerhalb einer sehr kurzen Zeit zu Zahlungsschwierigkeiten des Unternehmens führen.

Probleme bei zu hohen Überschüssen

Zu hohe Überschüsse können sich negativ auswirken

Grundsätzlich werden Überschüsse, die sich aus den Einnahmen nach dem Abzug aller Verbindlichkeiten ergeben, in der Bilanz eines Unternehmens positiv gewertet. Ist jedoch das Working Capital zu hoch, kann sich dies negativ auf die Liquidität auswirken. Der Hintergrund ist eine hohe Bindung an das kurzfristig zur Verfügung stehende Vermögen. Da die Liquidität eines Unternehmens in einer sehr starken Wechselbeziehung zu dem Working Capital steht, ist eine negative Wertung von zu hohen Posten möglich.

Der Hintergrund liegt darin, dass das kurzfristige Vermögen in der Regel nur für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung steht. Das Unternehmen baut auf diese Rücklagen, in der Annahme, die Verbindlichkeiten dauerhaft aus diesem Vermögen bedienen zu können. In der Wirtschaft kann es aber schnell passieren, dass sich dieses Verhältnis umkehrt. Hat das Unternehmen auf das Working Capital gebaut und ist dieses nun nicht mehr vorhanden, etwa weil hohe kurzfristige Verbindlichkeiten zu begleichen waren oder das Unternehmen Zahlungsausfälle von Kunden oder anderen Firmen ausgleichen muss, können Zahlungsschwierigkeiten auftreten.

Wenn es nicht möglich ist, diese Zahlungsschwierigkeiten durch kurzfristige Kredite auszugleichen, sind Verbindlichkeiten offen und die Liquidität des Unternehmens sinkt. In der Folge kann auch die Bonität sinken, was wirtschaftliche Handlungen am Markt erschwert oder sogar unmöglich werden lässt.

Bilanzposten zur Ermittlung des Working Capitals

Um eine Aufstellung des Working Capitals zu ermöglichen und sich einen Überblick über den finanziellen Spielraum des Unternehmens zu schaffen, werden in der Bilanzierung verschiedene Posten gegenüber gestellt. Bilanzposten, die zur Ermittlung des Working Capitals herangezogen werden, können sein:

  • offene Forderungen aus Warenlieferungen oder Dienstleistungen
  • kurzfristig zu begleichende Forderungen, beispielsweise aus der Umsatzsteuer
  • offene Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen oder Dienstleistungen
  • kurzfristige Verbindlichkeiten aus Steuerzahlungen oder ähnlichen offenen Posten

Die einzelnen Posten unterscheiden sich abhängig von der Ausrichtung des Unternehmens.

Senkung des Working Capitals

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, das Working Capital zu senken

Da man ein zu hohes Kapital im Umkehrschluss als negativ bewerten kann, suchen Unternehmen nach Möglichkeiten, das Working Capital zu senken. Es gibt eine Vielzahl an Optionen, die zur Senkung beitragen können, ohne dass sich das Unternehmen dem Finanzamt gegenüber erklären muss. Dazu gehören unter anderem:

  • Verhandlung längerer Zahlungsziele mit den Lieferanten
  • Senken der Forderungen durch ein intelligentes Mahnwesen, durch Factoring oder kürzere Zahlungsziele
  • Optimierung der Vorräte, die in ihrem Wert in der Bilanz aufgeführt werden

Wichtig ist für jedes Unternehmen, das Betriebsvermögen ständig zu strukturieren und optimieren. Da die Liquidität und damit auch die Bonität eines Unternehmens wichtige Grundlagen für die Wirtschaftlichkeit und die Wirtschaftsfähigkeit eines Unternehmens darstellen, sollten Sie als Unternehmer darauf achten, dass sich das Working Capital immer in einem Rahmen bewegt, der in einer Überprüfung als positiv bewertet wird. Dies stellt eine der wichtigsten Grundlagen für Ihren unternehmerischen Erfolg dar.

Innenfinanzierung – eigene Gewinne investieren

Die Innenfinanzierung ist eine Möglichkeit der Unternehmensfinanzierung. Dabei setzt das Unternehmen Gewinne vergangener Perioden ein, um Investitionen zu tätigen oder zu expandieren. Im Gegensatz zur Außenfinanzierung wird kein externes Kapital verwendet. Auf diese Weise wird neues Eigenkapital oder neues Fremdkapital aus dem Unternehmen selbst generiert.

Als Synonyme für diese Finanzierungsform werden auch die Bezeichnungen „interne Finanzierung“ und „endogene Finanzierung“ benutzt. Mit einem Online Datenraum können Transaktionen um etwA 50% beschleunigt werden.

Informieren Sie sich hier über die verschiedenen Formen der Innenfinanzierung, ihre Voraussetzungen, Vor- und Nachteile sowie die Ermittlung ihres Potentials.

Offene Selbstfinanzierung

Innenfinanzierung

Offene und Stille Selbstfinanzierung

Bezüglich der Innenfinanzierung lassen sich mehrere Formen unterscheiden: Bei der Selbstfinanzierung (= Eigenfinanzierung) erhöht das Unternehmen sein Eigenkapital. Dies kann geschehen, indem einbehaltene Bilanzgewinne zur Finanzierung genutzt werden. In diesem Fall liegt eine „offene Selbstfinanzierung“ vor.

Diese wird auch als Thesaurierung bezeichnet (der Begriff ist aus dem griechischen Wort thesauros = Schatzhaus abgeleitet). Aktiengesellschaften sind gesetzlich verpflichtet, Gewinne in Höhe von 5% des Jahresüberschusses einzubehalten, bis die Kapital- und Gewinnrücklagen 10% des Grundkapitals ausmachen.

Stille Selbstfinanzierung

Die andere Untergruppe ist die „stille Selbstfinanzierung“. Auch hierbei behält das Unternehmen Gewinne ein, aber solche, die bislang nicht ausgewiesen wurden. Das Unternehmen bildet Reserven, indem es seine Verbindlichkeiten, also Passiva, überbewertet oder seine Vermögensgegenstände, also Aktiva, unterbewertet.

Auch bei der stillen Selbstfinanzierung steigt der Vermögenswert des Unternehmens. Aber anders als die offene Selbstfinanzierung unterliegt die stille Selbstfinanzierung nicht der Besteuerung. Stille Reserven muss man erst bei der Veräußerung versteuern.

Fremdfinanzierung

Der Komplementärbegriff zur Selbstfinanzierung ist die Fremdfinanzierung. Bei dieser löst das Unternehmen langfristige Rückstellungen auf. Im Unterschied zu Rücklagen gehören Rückstellungen zum Fremdkapital. So bildet der Betrieb bei dieser Finanzierungsform Fremdkapital, ohne Geldzufuhr von außen zu benötigen. Mit Hilfe von Rückstellungen werden Aufwendungen, die sich auf mehrere Perioden beziehen, abgegrenzt.

Sie führen zu einem späteren Zeitpunkt zu Verbindlichkeiten. Beispiele sind Pensionsrückstellungen oder Rückstellungen für Instandhaltungsmaßnahmen. Der genaue Zeitpunkt der entsprechenden Auszahlung kann ebenso ungewiss sein wie die Höhe und die Fälligkeit überhaupt. Da die Rückstellungen den Gewinn schmälern, aber die zugehörigen Geldmittel zunächst im Unternehmen verbleiben, stehen sie für die Innenfinanzierung zur Verfügung.

Abschreibungen

Das Unternehmen muss am Markt höhere Preise erzielen

Eine weitere Form ist die Innenfinanzierung durch Abschreibungsgegenwerte. Hierbei bildet das Unternehmen kein neues Kapital. Abschreibungen dienen der Streckung von Anschaffungs- und Produktionskosten auf mehrere Jahre. Dadurch wird der Verzehr von Anlagen und Produktionsmitteln bewertet.

Abschreibungen stellen somit Aufwendungen dar, die mit der Nutzung der Anlagen verbunden sind. Wie andere Aufwendungen (z. B. Mieten, Pachten) kalkuliert man Abschreibungen in die Preise mit ein. Soweit der Ersatz abgeschriebener Produktionsmittel durch das Unternehmen nicht erforderlich ist, entstehen Spielräume für die Innenfinanzierung. Dies wird als Kapitalfreisetzungseffekt bezeichnet.

Umschichten von Vermögensgegenständen

Auch das Umschichten von Vermögensgegenständen stellt eine Gruppe der Innenfinanzierung dar. Dabei veräußert der Betrieb Aktivpositionen, zum Beispiel Maschinen oder Gebäude. Hierdurch wird gebundenes Kapital freigesetzt.

Auch Forderungen von Kunden oder Lieferanten kann das Unternehmen verkaufen. Diese Form stellt einen Aktivtausch dar, bei dem das Unternehmen nicht liquide Aktiva in liquide Aktiva umwandelt. Die Geldmittel steigen also in dem Umfang, in dem das Anlagevermögen sinkt.

Alternativ kann das Unternehmen die Geschwindigkeit des Kapitalumschlags erhöhen oder die Menge an betriebsnotwendigem Kapital reduzieren. Dies gelingt durch Rationalisierung oder durch den Verkauf von nicht mehr erforderlichen Vermögensgegenständen. Dabei geraten zwar externe Geldmittel in das Unternehmen, aber diese sind der Gegenwert zu eigenen Leistungen. Daher gehören auch solche Maßnahmen zur Innenfinanzierung. Der Kapitalbestand ändert sich hierbei nicht.

Voraussetzungen

Allen Formen ist gemeinsam, dass sich das Unternehmen aus eigener Kraft, also aus den betrieblichen Leistungsprozessen heraus finanziert. Daher ist die Innenfinanzierung in der Regel nur dann möglich, wenn das Unternehmen schon hohe Umsätze erzielt hat und entsprechend hohe Mittel zur Finanzierung bereitstehen. Neugegründete Unternehmen sind meist nicht zu dieser Finanzierungsform fähig.

Zudem muss das Unternehmen in der Lage sein, höhere Preise am Markt durchzusetzen. Denn die Mittel für die Innenfinanzierung werden in jedem Fall in den kommenden Perioden über die Umsätze an das Unternehmen zurückfließen müssen. Entsprechend muss der Betrieb sie in die Preiskalkulation einbeziehen.

Vorteile und Nachteile der Innenfinanzierung

Das Unternehmen finanziert sich aus eigener Kraft

Bei der Innenfinanzierung benötigt das Unternehmen kein externes Kapital und vermeidet so die Abhängigkeit von Kreditgebern. Der zeitliche Aufwand hält sich in Grenzen und es werden keine Zinsen, Gebühren oder Vermittlungsprovisionen wirksam.

Ein Nachteil besteht in der mangelnden Planbarkeit. Der Finanzierungsrahmen ergibt sich aus den Gewinnen der Vorperiode und kann daher nicht genau vorhergesehen werden. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass Gewinne unrentabel in Investitionen veranlagt werden.

Cashflow als Indikator

Weit verbreitet ist es, mit Hilfe des Cashflow den verfügbaren Rahmen der Innenfinanzierung zu identifizieren. Dieser beschreibt den Zufluss an Geld während einer Periode. Er kann auch negativ sein, falls unter dem Strich Geld abfließt. Je höher der Cash-Flow ist, desto größer ist das Potential zur Innenfinanzierung. Voraussetzung für die Gültigkeit dieser Beziehung ist, dass Einzahlungen und Auszahlungen zeitlich nicht auseinander fallen. Falls es hier zu Abweichungen kommt, kann sich herausstellen, dass der Spielraum aufgrund des Cash-Flow überschätzt wurde.

Sie können den Cashflow berechnen, indem Sie die Auszahlungen von den Einzahlungen abziehen. Indirekt kann der Cash-Flow auch aus dem Jahresüberschuss hergeleitet werden. Zu addieren ist dann erstens der Aufwand, der nicht mit Auszahlungen verbunden ist, abzüglich des Ertrags, der nicht mit Einzahlungen verbunden ist. Zweitens sind zu addieren die Einzahlungen, die nicht mit Ertrag verbunden sind, abzüglich der Auszahlungen, die nicht mit Aufwand verbunden sind.

Liquidität

Liquidität – Schlüssel zur Bewertung eines Unternehmens

Hinter dem Begriff der Liquidität verbirgt sich das Kapital, das für Einkäufe, für Investitionen, aber auch für die Begleichung von Krediten und Außenständen zur Verfügung steht. In der Wirtschaft kann eine Beurteilung des Wertes des Unternehmens anhand seiner Liquidität erfolgen. Wenn es möglich ist, hohe Mittel für Investitionen freizumachen, gilt das Unternehmen als sehr solvent und bekommt im Rahmen eines Indexes hohe Bewertungen.

Dies bringt nicht nur auf nationaler, sondern auch auf internationaler Ebene Vorteile. Informationen über das Unternehmen, aber auch Dokumente, die im Rahmen der Investition von Belang sind, werden im Datenraum gespeichert. Dieser ist auch bei einem möglichen Verkauf des Unternehmens von Belang.

Die Liquidität lässt sich berechnen

Begrifflichkeit der Liquidität

Im Rahmen der Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens spielt die Liquidität in verschiedenen Bereichen des Unternehmens eine sehr große Rolle. Man unterscheidet zwischen güterwirtschaftlicher, verliehener, zukünftiger und antizipierter Liquidität.

Güterwirtschaftliche Liquidität

Dieser Bereich bezieht sich ausschließlich auf materielle Güter, die zum Zwecke des Tausches bereitstehen oder für sich selbst einen Wert haben, der für die Liquiditätsbewertung eines Unternehmens Relevanz hat. Unterschieden werden Liquiditätsgrade. Diese sind wiederum abhängig von der Anzahl der Käufer, die an den Gütern Interesse haben. Aber auch der Zeitraum, in dem ein Verkauf stattfinden könnte, ist für diesen Teil der Liquiditätsberechnung von Belang.

Verliehene Liquidität

Die Begehbarkeit von Wirtschaftsgütern spielt eine große Rolle und wird daher auch berücksichtigt. Wenn es im Unternehmen einen großen Anteil an Wirtschaftsgütern gibt, die beliehen werden können, wirkt sich dies positiv auf die wirtschaftliche Bewertung des Unternehmens aus. Hier spielt auch der Hintergrund eine Rolle, dass die Zinsen, die Sie für die Aufnahme eines Kredites zahlen müssen, niedriger sind, wenn Sie Wirtschaftsgüter einsetzen können, die beleihbar sind. Besonders wertvolle Güter erzielen hohe Erträge. Aus diesem Grund spielen sie bei der Beleihbarkeit eine besonders große Rolle und erfahren eine entsprechende Berücksichtigung.

Zukünftige Liquidität

Mithilfe eines Finanzplanes misst man die zukünftige Liquidität

Dieser Bereich wird anhand eines Finanzplans gemessen. Die Erstellung von Finanzplänen kann für den kommenden Monat für, ein Quartal, aber auch für ein ganzes Kalenderjahr erfolgen. Der Hintergrund liegt darin, die künftige Zahlungsfähigkeit, aber auch den wirtschaftlichen Wert des Unternehmens darzustellen.

Die Anwendung erfolgt in nahezu allen gewerblichen Bereichen. So ist es möglich, im produzierenden Gewerbe zu ermitteln, welche Einnahmen der Verkauf der Produkte in einem bestimmten Zeitraum erzielen wird. Im Handel ermittelt man den Umsatz, den der Verkauf von Produkten aus dem Sortiment einbringt. Im Bereich der Dienstleistungen erfolgt eine Ermittlung der Anzahl der Kunden, die in dem betreffenden Zeitraum zu betreuen sind. Die Einnahmen aus der Betreuung stehen für Investitionen, aber auch für die Begleichung von Außenständen zur Verfügung.

Antizipierte Liquidität

Hier erfolgt eine Berechnung von zukünftigen Überschüssen. Auch hier spielt die Planung des Unternehmens in Bezug auf die Produktion oder den Verkauf von Produkten oder in Bezug auf die Gewährung von Dienstleistungen im Mittelpunkt. Die Ermittlung des künftigen Überschusses kann in den meisten Fällen nicht ganz genau erfolgen.

Es handelt sich um Schätzungen, weil niemand mit letzter Sicherheit sagen kann, wie viele Kunden Produkte bestellen oder kaufen. Auch die Inanspruchnahme von Dienstleistungen durch einen Kunden lässt sich nur schätzungsweise voraussagen.

Prüfung der Bonität vor der Gewährung der Beleihung von künftigem Überschusskapital

Bevor die Bank eine Beleihung von künftigem Kapital aus Überschüssen akzeptiert, prüft sie die Kreditwürdigkeit des Unternehmens ganz genau. Die Bank gewährt einen Rahmenkredit nur dann, wenn diese Bonitätsprüfung positiv ausfällt. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie als Unternehmer auf eine sehr gute Bonität achten.

Zahlungsfähigkeit des Unternehmens als Geschäftsgrundlage

Liquidität

Nur selten kann ein Unternehmen alle Investitionen ohne Fremdmittel bestreiten

Die Liquidität, also die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens, ist die wichtigste Geschäftsgrundlage in allen Bereichen der Wirtschaft. Wenn Ihr Unternehmen keine gute Bonität besitzt, bekommen Sie keine Finanzierung. In diesem Fall sind Sie darauf angewiesen, alle Einkäufe und Investitionen aus eigenen Mitteln zu bestreiten. Dies gelingt nur in seltenen Fällen.

Die Aufnahme von vorübergehenden Finanzierungskrediten gehört zum Tagesgeschäft vieler Unternehmen. Oftmals brauchen Sie das Kapital, bevor der Ausgleich von gestellten Rechnungen durch den Kunden erfolgt. Die Zahlungsfähigkeit ist deshalb Ihre Handlungsgrundlage, auf deren Bewertung Sie einen sehr großen Wert legen sollten.

Liquidität umfasst alle Geschäftsbereiche

Die Begrifflichkeit bezieht sich auf alle Bereiche, die Sie in Ihrem Tagesgeschäft, aber auch in ihrer Finanzplanung definieren. So sind die Mittel, die Ihnen aus dem Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen zur Verfügung stehen, ebenso einbezogen wie künftige Mittel. Sie benötigen Geld, um Waren oder Produkte zu kaufen, die Sie für Ihr Geschäft benötigen.

Der Konsum ist demnach ein wichtiger Bestandteil eines jeden Tagesgeschäfts. Weiterhin sind Mittel notwendig, um Mitarbeiter zu bezahlen und Kredite zu bedienen, die zum Zwecke der Investition aufgenommen wurden. Darüber hinaus benötigen Sie Mittel, um künftige Investitionen zu planen und umzusetzen.

Bewertung von Unternehmen nach Liquiditätskriterien

Unternehmen, die alle Außenstände aus dem eigenen Betriebsvermögen bezahlen können, gelten als besonders liquide und bekommt eine entsprechend hohe Bewertung. Ist hingegen eine häufige Kreditaufnahme notwendig oder können bestehende Außenstände nicht mehr bedient werden, sinkt die Liquiditätsbewertung. Dies kann im schlimmsten Falle zu einer Unwirtschaftlichkeit des Unternehmens führen.

Der Deckungsbeitrag und seine Berechnung

Der Deckungsbeitrag ist ein Begriff aus der Kosten- und Leistungsrechnung und somit Teil der Betriebswirtschaftslehre. Er bezeichnet den Unterschied zwischen dem erzielten Umsatz und den variablen Kosten. Die Differenz zwischen Umsatz und variablen Kosten wird anschließend zur Deckung der Fixkosten verwendet.

Den Deckungsbeitrag berechnen wir für die Gesamtmenge eines Produktes oder pro Produktionseinheit. Ziel der Berechnung sind die Ermittlung des Produkterfolges und die Angebotskalkulation. Weitere Anwendungsmöglichkeiten sind jedoch auch möglich. Zur Berechnung des Deckungsbeitrags können wir gegebenenfalls einen Datenraum einrichten, um die zur Berechnung notwendigen Daten zur Verfügung zu stellen.

Umsatz, variable Kosten und Fixkosten

Umsatz, variable Kosten und Fixkosten werden zur Berechnung benötigt

Die wichtigsten Variablen zur Berechnung des Deckungsbeitrags sind der Umsatz (Erlös), die variablen Kosten und die Fixkosten. Der Umsatz ergibt sich aus der Verkaufssumme des Produktes. Er stellt die Gesamteinnahmen einer Unternehmung dar und ist nicht zu verwechseln mit dem Cashflow, der alle Einnahmen und Ausgaben zusammenfasst.

Die variablen Kosten sind jene Kosten, die spezifisch für die Produktion des Produktes anfallen, also zum Beispiel die Materialkosten für das Holz bei der Produktion eines Stuhles. Die Fixkosten sind jene Kosten, die unabhängig von der produzierten Menge des Produktes anfallen. So kostet die Miete für die Produktionshalle etwa stets das Gleiche, unabhängig davon, wie viele Stühle darin produziert werden (bis zum Erreichen der Kapazitätsgrenze).

In Deutschland wird überwiegend die Vollkostenrechnung verwendet. Hier unterscheiden wir zwischen variablen Kosten, die direkt einem Kostenträger zugerechnet werden können, und Allgemeinkosten. Die Allgemeinkosten entstehen für die Gesamtheit der produzierten Einheiten und werden über einen Umlageschlüssel auf die Produkte verteilt.

Einstufige Deckungsbeitragsrechnung

Je nach Anwendung berechnen wir den Deckungsbeitrag für alle Einheiten eines Produktes oder für jede einzelne Einheit. Wenn wir den gesamten Deckungsbeitrag berechnen, nutzen wir folgende Formel:

rDB := E(x) – Kv = db*verkaufte Menge

Hierbei bezeichnet DB den Deckungsbeitrag, E(x) ist der Erlös für eine Periode und Kv sind die variablen Kosten für eine Periode. Möchten wir den Deckungsbeitrag für ein Produkt berechnen, vereinfacht sich die Formel:

db = p – Kv

wobei p für den Preis des Produktes steht. In der Anwendung stellen wir uns Tischler Heinz vor, der Stühle produziert: Im Monat Juli verkauft Heinz 100 Stühle zu jeweils 100 Euro. Er hat Materialkosten (variable Kosten) von 30 Euro pro Stuhl. Zusätzlich muss er seine Produktionshalle für 3000 Euro mieten und seinen Mitarbeiter Horst mit 1500 Euro bezahlen sowie sich selbst mit 3000 Euro bezahlen (Fixkosten). Für den Deckungsbeitrag ergibt sich:

100 (Erlös) – 30 (variable Kosten) = 70*100 (verkaufte Menge) = 7000

Es gibt unterschiedliche Arten der Berechnung

Zur Deckung der Fixkosten stehen also 7000 Euro zur Verfügung. Da Heinz jedoch Fixkosten in der Höhe von 7500 Euro hat, ergibt sich ein Verlust von 500 Euro; die Rentabilität ist nicht gegeben.

Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung

In der Mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung versuchen wir, die Fixkosten für die verschiedene Unternehmensbereiche weiter aufzufächern. Ziel ist eine genauere Analyse möglicher defizitärer Produktionsabläufe. Im Falle von Heinz´ Tischlerei könnten wir also die Unternehmensfixkosten (3000 Euro Miete) von den Bereichsfixkosten (1500 Euro für Horsts Bereich und 3000 Euro für Heinz´ Bereich) trennen.

Angenommen, sowohl Horst als auch Heinz produzieren 50 Stühle im Monat Juli, so können wir die Unternehmensfixkosten jeweils zur Hälfte Heinz und Horst zuschreiben. So ergibt sich:

DB Heinz = 100 – 30 = 70*50 = 3500

Dies führt zu folgendem Ergebnis: 3500 – 3000 (Bereichsfixkosten) – 1500 (Unternehmensfixkosten/2) = -1000 Euro

DB Horst = 100 – 30 = 70*50 = 3500

Die führt zu folgendem Ergebnis: 3500 – 1500 (Bereichsfixkosten) – 1500 (Unternehmensfixkosten/2) = 500 Euro

Durch die mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung können wir also erkennen, dass Horsts Unternehmensbereich Rentabilität aufweist, während Heinz´ Bereich defizitär ist.

In der Praxis müssen wir jedoch beachten, dass wir bestimmte Kosten nicht eindeutig zurechnen können. Wir können uns vorstellen, dass Heinz zum Beispiel Werbung für seine Stühle macht. Gleichzeitig verkauft er aber auch Tische. Die Werbung wird zwar hauptsächlich den Stuhlverkauf ankurbeln, jedoch auch einen positiven Effekt auf den Tischverkauf haben, da die Bekanntheit von Heinz´ Tischlerei steigt. Hier wissen wir also nicht genau, wie wir die Kosten der Werbung den Stühlen und den Tischen zuordnen sollen.

Relativer Deckungsbeitrag

Deckungsbeitrag

Der relative Deckungsbeitrag lässt sich berechnen

Bei der Berechnung des relativen Deckungsbeitrags beziehen wir den Faktorverbrauch für die Erzeugung des Deckungsbeitrags mit ein. Ein möglicher Faktorverbrauch ist die Zeit, die für die Produktion von Stühlen und Tischen benötigt wird. Wenn wir davon ausgehen, dass Stühle vier Stunden und Tische sechs Stunden in der Herstellung brauchen, jedoch den Gleichen Deckungsbeitrag pro Stück (70 Euro) haben, ergibt sich Folgendes:

Relativer Deckungsbeitrag Stühle: 70/4 = 17,5
Relativer Deckungsbeitrag Tische: 70/6 = 11,667

Wir können den relativen Deckungsbeitrag als Opportunitätskosten für die Herstellung eines Produktes verstehen. Wenn Heinz einen Stuhl weniger produziert, verliert er 17,5 Euro pro Stunde. Produziert er einen Tisch weniger, so verliert er lediglich 11,667 Euro pro Stunde. Er sollte sich also überlegen, die Produktion von Tischen auf die Produktion von Stühlen zu verlagern.

Anwendungsbereiche für die Deckungsbeitragsrechnung

Wie eingangs erwähnt dient die Deckungsbeitragsrechnung hauptsächlich der Ermittlung der Rentabilität eines Produkts oder einer Produktlinie. Sie kann weiterhin zur Kalkulation eines kostendeckenden Preises verwendet werden. Hieraus ergeben sich einige konkrete Fragestellungen, die wir mit seiner Berechnung beantworten können.

Zum einen können wir erkennen, auf welche Produkte und Produktarten sich unser Betrieb konzentrieren sollte und welche Produkte vielleicht aus dem Programm genommen werden sollten. Wir können über ihn die absolute Preisuntergrenze eines Produktes erkennen und so überprüfen, ob für das Produkt zu diesem Preis eine ausreichende Nachfrage besteht, sodass die Produktion rentabel ist.

Wenn bestimmte Bereiche unrentabel arbeiten, kann es eventuell Sinn machen, diese einem Lieferanten zu übertragen. Auch dies erkennen wir aus unserer Berechnung. Ist ein Bereich hingegen besonders rentabel, können wir uns hier um zusätzliche Aufträge bemühen. Der Deckungsbeitrag sagt uns auch, ab welcher Absatzzahl die Gewinnschwelle eines Produktes erreicht wird. Entsprechend können wir den Absatz planen und die passenden Vertriebsinstrumente einbinden.

Der Leverage-Effekt

Der Leverage-Effekt

Wir können in der Rechnung auch den sogenannten Leverage-Effekt erkennen. Dieser bezeichnet eine kleine Änderung in der Produktion, die eine große Änderung in der Profitabilität unseres Produktes nach sich zieht. So könnte Heinz zum Beispiel versuchen, den Absatz seiner Stühle zu verdoppeln und einen dritten und vierten günstigen Mitarbeiter einzustellen (für jeweils 1500 Euro im Monat). Gleichzeitig verdoppelt sich der Mietpreis für die nun doppelt so große Produktionshalle.

Wie wir gesehen haben hätte Heinz nun drei rentable Unternehmensbereiche (die seiner Mitarbeiter) und einen unrentablen (seinen eigenen). Die Erhöhung seines Produktionsniveaus hätte also einen positiven Leverage-Effekt auf seinen Gewinn. Dies ist der Fall, weil für Heinz´ Fixkosten im Verhältnis zu seinen variablen Kosten bei steigendem Absatz sinken.

Fazit

Den Deckungsbeitrag können wir sehr gut nutzen, um Entscheidungen über unser Produktsortiment zu fällen. Wir können die Daten hierzu beispielsweise in einem Datenraum zur Verfügung stellen und unser Controller errechnet jene Produkte, die einen positiven Deckungsbeitrag zu unseren Fixkosten beitragen. Außerdem kann er analysieren, ob diese in der Gesamtheit gewinnbringend sind.

Der Deckungsbeitrag sollte allerdings nicht die einzige Entscheidungsvariable für Produktentscheidungen sein. Andere Effekte können ebenfalls den Gewinn und den Cashflow unserer Unternehmung beeinflussen. Wenn Heinz beispielsweise Stühle gewinnbringend verkauft und Tische defizitär sind, kann es immer noch sinnvoll für ihn sein, die Tische im Sortiment zu behalten. Zum einen könnte die Nachfrage nach Stühlen zu gering sein, um seine fixen Produktionskapazitäten auszufüllen (die Mitarbeiter hätten nicht genug zu tun). Ebenfalls ist vorstellbar, dass die Tische den Verkauf der gewinnbringenden Stühle ankurbeln, da Heinz´ Kunden Tische meistens zusammen mit Stühlen kaufen.

Außenfinanzierung – externes Kapital nutzen

Eine Außenfinanzierung basiert auf Kapital, das nicht aus den Erlösen des Unternehmens erwirtschaftet wurde, sondern von außen in das Unternehmen fließt. Darin unterscheidet es sich von der sogenannten Innenfinanzierung, bei der Investitionen aus Kapital getätigt werden, dass aus den Erlösen des Unternehmens genommen wird.

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, wenn ein Unternehmen Investitionen zunächst mit einer Innenfinanzierung deckt. Diese ist kostengünstiger, da bei der Außenfinanzierung Kosten anfallen, die das Unternehmen finanziell zusätzlich belasten.

Umsätze des Unternehmens reichen zur Finanzierung von Investitionen nicht aus

Außenfinanzierung

Eine Außenfinanzierung muss gut kalkuliert sein

Die Inanspruchnahme einer Außenfinanzierung wird notwendig, wenn das Kapital, das aus den Umsätzen des Unternehmens gewonnen wird, nicht ausreicht. Hat das Unternehmen keine Rücklagen, aus denen die geplanten Investitionen finanziert werden können, bleibt nur noch die Außenfinanzierung als Alternative.

Dahinter verbirgt sich die Aufnahme eines Kredits oder die Inanspruchnahme einer Investition, etwa von einem privaten Geldgeber. Da sowohl Banken als auch private Geldgeber an der Bereitstellung der Außenfinanzierung verdienen möchten, muss das Unternehmen zusätzliche Kosten, die durch Zinsen und Gebühren entstehen, in die Ausgaben einkalkulieren.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Finanzierung vorab inklusive aller Kosten berechnet wird. Nur so kann sichergestellt werden, dass das Unternehmen die Investition auch über einen längeren Zeitraum tragen kann.

Möglichkeiten der Außenfinanzierung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Außenfinanzierung für Investitionen zu nutzen. Die klassische Aufnahme eines Kredits wird besonders häufig in Anspruch genommen.

Alternativ ist es möglich, im Rahmen einer Mezzanine-Finanzierung eine stille Beteiligung am Unternehmen zu erreichen.

Beide Finanzierungsvarianten haben Vor- und Nachteile, die der Unternehmer kennen sollte, bevor er sich für ein Finanzierungsmodell entscheidet.

Der klassische Kredit

Eine stille Beteiligung ist ebenfalls möglich

Kredite werden von Banken und Sparkassen auch für Gründer und Firmeninhaber, die investieren möchten, ausgegeben. Alternativ haben Unternehmer die Möglichkeit, einen Kredit bei einer Investitionsbank aufzunehmen.

Diese Kredite sind an bestimmte Bedingungen geknüpft. Die Ausgabe erfolgt projektbezogen, und es gibt in der Regel eine Obergrenze. So kann es vorkommen, dass das Kapital aus dem Investitionskredit nicht ausreicht, um die Kosten zu decken. In diesem Fall entscheidet sich der Investor für die Aufnahme mehrerer Kredite.

Kredite einer Investitionsbank bevorzugen

Bei der Planung der Finanzierung ist es empfehlenswert, wenn zunächst eine Prüfung erfolgt, ob ein Investitionskredit aufgenommen werden kann. In allen Bundesländern gibt es Investitionsbanken, die Gründungen und Erweiterungen von Unternehmen speziell fördern. Die Kredite stammen aus Fördertöpfen. Die Vergabe erfolgt ausschließlich auf Antrag.

Dabei sind das Projekt und der Finanzierungsbedarf vorzustellen. Wenn die Fördertöpfe leer sind, kann es zur Ablehnung des Finanzierungsantrages kommen. Gleiches gilt, wenn das Projekt nicht zu dem Ziel der Förderung passt. Dennoch ist es ratsam, zunächst einen Antrag bei einer Investitionsbank zu stellen, da die Zinsen deutlich günstiger sind als beim klassischen Bankkredit.

Kreditanstalt für Wiederaufbau

Die KfW-Bank vergibt Kredite, die ebenfalls projektbezogen sind und sich speziell an Gründer richten. Aber auch zum Zwecke der Sanierung erfolgt eine Kreditvergabe. Im Gegensatz zu den Fördertöpfen der Investitionsbanken gibt es für KfW-Kredite kein Limit. Die Gewährung erfolgt auf Antrag, wenn das Projekt zu dem Ziel der Kreditvergabe passt.

Auch hier ist eine Antragstellung in Verbindung mit der Vorstellung des Projekts erforderlich. Ähnlich wie bei der Vergabe von Krediten durch die Investitionsbank sind auch hier die Zinsen günstig. Außerdem gelten längere Laufzeiten, sodass die monatliche Belastung durch den Kredit nicht so hoch ist.

Kredite von niedergelassenen Banken

Banken vergeben klassische Kredite

Die Vergabe von Krediten durch niedergelassene Banken kann quasi zur freien Verfügung erfolgen. Zwar sind auch diese Kredite an das Unternehmen gebunden. Die Vorstellung des Projekts ist jedoch nicht immer erforderlich. Banken und Sparkassen kennen keine Fördertöpfe. Sie vergeben Kredite, indem sie die Bonität des Unternehmens prüfen.

Ergibt die Prüfung, dass das Unternehmen solvent ist, kann eine Kreditvergabe erfolgen. Der Unternehmer kann das Geld auch dann nutzen, wenn sich während der Investitionsphase Änderungen ergeben. Dies gestaltet sich bei einem projektbezogenen Darlehen mitunter als schwierig.

Mehrere Säulen der Finanzierung

Eine Außenfinanzierung baut häufig auf mehreren Säulen auf. Bleibt nach der Beantragung und Gewährung eines Förderkredites noch Kapital zur Finanzierung offen, kann eine Deckung durch einen weiteren Kredit erfolgen. Auch Aufstockungen bereits bestehender Kredite sind möglich.

Grundsätzlich ist es wichtig, dass der Unternehmer sich nur dann für eine Finanzierung entscheidet, wenn er in der Lage ist, die Raten und die Zinsen zu zahlen. Bei Zahlungsschwierigkeiten kann die Liquidität des Unternehmens schnell infrage gestellt sein.

Mezzanine-Finanzierung

Hinter diesem Begriff verbirgt sich die Beteiligung des Investors an dem Unternehmen. Somit handelt es sich nicht um einen klassischen Kredit. Genau genommen handelt es sich um eine Mischung aus einer Innen- und einer Außenfinanzierung.

Bei der Mezzanine-Finanzierung wird ein Geschäftspartner gefunden, der bereit ist, Geld in das Unternehmen zu investieren. Er übernimmt jedoch nicht die Funktion einer Bank. Als Sicherheit für seine Investitionen bekommt er eine Beteiligung an dem Unternehmen angeboten. Somit bringt er das Kapital zwar von außen ein. Da er dann jedoch als Teilhaber fungiert, ist es firmeneigenes Geld, das für die Investitionen verwendet werden kann.

Kosten für eine Außenfinanzierung kalkulieren

Eine Außenfinanzierung ist immer mit zusätzlichen Kosten oder Aufwendungen verbunden. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass der Unternehmer vorab berechnet, ob er sich die Finanzierung leisten kann.

Nicht immer ist die Beteiligung einer dritten Person im Rahmen einer Mezzanine-Finanzierung gewünscht. Dann bleibt der Kredit als einzige Alternative. Bei der Aufnahme des Kredits fallen Kosten in Form von Zinsen und Gebühren an. Die Zinsen berechnen sich nach der Summe, die als Kreditbetrag aufgenommen wird. Die Rückzahlung erfolgt gemeinsam mit der Tilgung.

Auf einen festen Zinssatz achten

Variable Zinssätze können nachteilig sein

Für eine sichere Kalkulation der Außenfinanzierung ist es wichtig, dass der Zinssatz für die gesamte Laufzeit festgeschrieben ist. Dies gilt vor allem dann, wenn der Kredit zu besonders günstigen Zinsen aufgenommen wurde. Variable Zinssätze können jederzeit steigen. Es ist aber auch möglich, dass die Zinsen nachgeben. Somit kann ein variabler Zinssatz sogar von Vorteil sein.

Dies gilt aber nur dann, wenn die Außenfinanzierung zu besonders hohen Zinsen aufgenommen wurde. Andernfalls überwiegen die Vorteile des festen Zinssatzes. Die Kosten der Finanzierung stehen fest und die Kalkulation der Rückzahlung erfolgt über den gesamten Finanzierungszeitraum.

Spielraum für Rückzahlungen verhandeln

Vorzeitige Rückzahlungen sind vorteilhaft, weil sie die Kosten für den Kredit reduzieren. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, diese Möglichkeit als Klausel im Kreditvertrag aufzunehmen.

Was bedeutet Acquisitions?

Acquisitions bezeichnet die Übernahme einer Kontrollbeteiligung eines Unternehmens an einem anderen Unternehmen durch den Kauf der Vermögenswerte oder Aktien. Investoren suchen oft nach Familienunternehmen oder Abteilungen größerer Unternehmen, die geeignet Kandidaten für eine Akquisition sind. Durch Akquisitionen erreichen übernehmenden Unternehmen oft eine größere Marktreichweite oder Produktbreite.

Das Ziel ist es, durch den Aufkauf das Geschäft schneller und profitabler zu entwickeln, als es das normale organische Wachstum zulassen würde. Die zweite Gesellschaft kann entweder als eigenständige juristische Einheit weitergeführt werden oder entfällt.

Wenn beide Unternehmen nicht mehr existieren und aus den beiden alten Unternehmen ein drittes Unternehmen entsteht, wird dies in der Regel als „Fusion“ bezeichnet. Der Anteil, der die Kontrolle über ein anderes Unternehmen ermöglicht, variiert je nach Rechtsprechung. In vielen Fällen ist es ein Minimum von 50% plus einer Aktie. Viele strategische Investoren bevorzugen eine vollständige Kontrolle über das gekaufte Unternehmen. Die meisten Finanzinvestoren sind bestrebt, die Risiken zu verteilen und geringere Anteile zu erwerben.

Arten von Acquisitions – Asset Deal und Share Deal

Acquisitions

Acquisitions bezeichnen den Besitzerwechsel eines Unternehmens

Es gibt zwei grundlegende Arten, wie der Kauf und Verkauf eines Unternehmens erfolgt. Der Asset Deal bezeichnet den Erwerb der Vermögenswerte eines Unternehmens von der Betreibergesellschaft. Ein Share Deal ist der Erwerb der Aktien der Betriebsgesellschaft von den Aktionären der Gesellschaft.

Bei einem Asset Deal erwirbt der Käufer in der Regel nur jene Verbindlichkeiten, die er gemäß den Bestimmungen des Kaufvertrags für Vermögenswerte ausdrücklich übernimmt. Einige Verbindlichkeiten, zum Beispiel im Bezug auf den Umweltschutz, können ohne eine bestimmte Annahme im Kaufvertrag den zugehörigen Vermögenswerten folgen. Die Gesellschaft, deren Vermögenswerte erworben werden, wird als Zielgesellschaft bezeichnet. In vielen Fällen erfolgen Asset Deals während des Insolvenzverfahrens der Zielgesellschaft. Das einkaufende Unternehmen kann die Position des Zielunternehmens nutzen, indem es Rohstoffe, Ausrüstungen oder Anlagen zu niedrigeren Preisen erwirbt.

Bei einem Share Deal hat der Käufer eine sehr begrenzte Flexibilität hinsichtlich der Vermögenswerte der Zielgesellschaft, die er erwirbt. Der Käufer erwirbt die Aktien der Zielgesellschaft und übernimmt damit indirekt das gesamte Vermögen der Zielgesellschaft. Bei einem Asset Deal kann der Käufer weitestgehend auswählen, welche bestimmten Vermögenswerte er erwerben möchte. Viele Käufer bevorzugen aufgrund dieser größeren Flexibilität einen Asset Deal.

Die gesetzlichen Bestimmungen und Regelungen zu Unternehmensübernahmen sind im Kartell- und Steuerrecht, im Kapitalmarktrecht, im Wertpapierhandelsgesetz (WpHG), im Außenwirtschaftsgesetz und im Wertpapiererwerbs– und Übernahmegesetz (WpÜG) festgelegt.

Was sind die Gründe für eine Akquisition?

Eine Akquisition bezeichnet eine einvernehmliche Transaktion

Unternehmen führen Akquisitionen aus verschiedenen Gründen durch. Durch den Kauf eines anderen Unternehmens erhoffen sich die Käufer in der Regel Synergieeffekte und Kostensenkungen, größere Marktanteile oder den Zugang zu neuen Märkten. Wichtige Gründe für Acquisitions sind:

Konsolidierung: In diesem Fall erwirbt ein Unternehmen ein anderes Unternehmen, um den Wettbewerb aus einem überversorgten Markt zu entfernen.

Accelerating: Wenn ein größeres Unternehmen ein kleineres Unternehmen erwirbt und seine größeren Ressourcen verwendet, um den Marktzugang für die Produkte des kleineren Unternehmens zu beschleunigen, wird dies als Acceleratingbezeichnet.

Resource Acquiring: Hier erwirbt ein Unternehmen andere Unternehmen, um Ressourcen, Fähigkeiten, geistiges Eigentum, Technologien oder eine bessere Marktpositionierung zu erlangen.

SpeculatingSpeculating heißt, ein größeres Unternehmen kauft ein kleineres Unternehmen mit einem neuen Produkt, um dessen erwartetes zukünftiges Wachstumspotenzial zu nutzen.

WertschöpfungWertschöpfung bedeutet, dass ein Unternehmen ein anderes Unternehmen erwirbt, seine Leistung verbessert und es nach einer begrenzten Zeit der Weiterführung gewinnbringend verkauft.

Wenn Unternehmen ihre Geschäftstätigkeiten auf ein anderes Land ausweiten möchten, kann der Kauf eines bestehenden Unternehmens der einzig gangbare Weg sein. Das erworbene Geschäft wird bereits über eigene Arbeitskräfte und Management verfügen. Ein Markenname und andere immaterielle Vermögenswerte sind ebenfalls vorhanden. Dadurch ist weitestgehend sichergestellt, dass das übernehmende Unternehmen ohne große Reibungsverluste auf dem neuen Markt tätig werden kann.

Acquisitions als Teil der Wachstumsstrategie

Acquisitions sind oft Teil der Wachstumsstrategie eines Unternehmens. In vielen Fällen ist es vorteilhafter, das Geschäft eines bestehenden Unternehmens zu erwerben als das eigene Unternehmen zu erweitern. Durch den Kauf andere Unternehmen könne Investition in eigene Forschung und Entwicklung eingespart werden.

Manchmal beeinträchtigt die Erweiterung durch zugekaufte Unternehmen jedoch die Gesamteffizienz beider Unternehmen. Gründe hierfür können ausufernde bürokratische Strukturen sowie physische oder logistische Ressourcenbeschränkungen sein.

Was ist der Unterschied zwischen einer Akquisition und einer Übernahme?

Eine Akquisition soll den Wert steigern

Beide Bezeichnungen werden oft synonym verwendet. Akquisition und Übernahme haben jedoch unterschiedliche Konnotationen. In der Regel bedeutet eine Übernahme, dass sich das Zielunternehmen dem Kauf widersetzt.

Im Gegensatz dazu beschreibt Akquisition eine einvernehmliche Transaktion. Der Begriff Acquisitions wird oft in Verbindung mit einer Fusion verwendet, wenn sich das einkaufende Unternehmen und das Zielunternehmen zu einem neuen Unternehmen zusammenschließen.

Wege zur Finanzierung einer Akquisition

Die Finanzierung einer Akquisition ist durch Bargeld, Aktien oder eine Kombination aus beidem möglich. Private-Equity-Finanzierungen sind eine weitere Finanzierungsmöglichkeit. Private-Equity-Finanzierungen sind in der Regel Finanzierungen mit Risikokapital durch professionell verwalteten Fonds, die in Wachstumschancen investieren, oder Private-Equity-Firmen..

Grundlage für die Fremdfinanzierung durch Banken ist häufig der Zugriff auf den Cashflow des Zielunternehmens. Das kaufende Unternehmen erhält ein cashflowbasiertes Darlehen und bedient die Verbindlichkeiten gegenüber den Banken oder anderen Kapitalgebern aus den laufenden Einnahmen des Zielunternehmens. Eine Asset-basierte Finanzierung ist eine weitere Option. Bei einem Asset-basierten Kredit betrachtet der Kreditgeber die Sicherheiten, das heißt den Bestand, die Forderungen und das Anlagevermögen und nicht den Cashflow des Zielunternehmens.

Steuerrechtliche Auswirkungen von Acquisitions

Jedem Asset wird ein Wert zugeordnet

Bei einem Asset-Deal muss jedem Asset, das gekauft wird, ein Wert zugewiesen werden. Häufig wird zunächst ein Preis für das gesamte Geschäft festgelegt. Die Wertzuordnung für jedes Asset erfolgt erst zu einem späteren Zeitpunkt.

In der Regel wollen Käufer einen höheren Betrag auf Vermögenswerte mit einem hohen Steuersatz aufwenden. Dies würde es dem Käufer ermöglichen, höhere Abzüge von eventuell im laufenden Geschäft erzielten Einnahmen zu erreichen. Auf der anderen Seite versucht ein Verkäufer in den meisten Fällen den Anlagen mit einem hohen Steuersatzabschreibungsbetrag einen niedrigeren Betrag zuzuweisen. Verkäufer wollen so eine Rückforderung von zuvor beanspruchten Abschreibungen vermeiden. Bei einem Asset Deal sind sorgfältige Verhandlungen erforderlich, um diese beiden direkt konkurrierenden Interessen auszugleichen.

Dieses Problem tritt bei einem Share Deal nicht auf. Die Steuerlasten und -pflichten für jeden Vermögenswert bleiben vor und nach dem Kauf der Anteile der Zielgesellschaft gleich. Das Eigentum an den Vermögenswerten verbleibt bei der Zielgesellschaft. Aus diesem Grund ist ein Share Deal oft viel einfacher durchzuführen als ein Asset Deal. Der Share Deal gibt dem Käufer jedoch nicht die Möglichkeit, die Steuerkosten von Vermögenswerten auf ihren angemessenen Marktwert zu erhöhen.

Kapitalgewinne aus Asset– und Share Deals

Bei einem Share Deal führt der Verkauf oft zu einem Kapitalgewinn auf der Seite des Verkäufers. Der Kapitalgewinn ist in der Regel jedoch nur zu einem Teil steuerpflichtig. Der Verkäufer kann den Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf gegebenenfalls mit vorherigen Kapitalverlusten verrechnen, um die Steuerlast zu verringern.

Ein Asset Deal kann sowohl zu Kapitalgewinnen als auch zu Erträgen aus dem Verkauf auf der Seite der verkaufenden Gesellschaft führen. Eine zusätzliche Steuer kann bei der Verteilung des Verkaufserlöses durch die verkaufende Gesellschaft auf die Aktionäre anfallen. Ein Share Deal wird häufig von Verkäufern bevorzugt, da dies zu einer niedrigeren Gesamtsteuerbelastung führen kann als ein Asset Deal.

Seltsame Eigenschaften hat fast jeder

Kuriose Eigenschaften berühmter Gründer von Gates bis Zuckerberg

Auf den ersten Blick scheinen große Unternehmer wie Microsoft-Entwickler Bill Gates oder Facebook-Guru Mark Zuckerberg absolut seriös, geradezu makellos. Kaum vorstellbar, dass derart erfolgreiche Businessmen genauso wie ein Großteil der Normalsterblichen spezielle Spleens haben. Und doch finden sich bei einigen CEO-Stars ungewöhnliche Eigenschaften, die neugierig machen.

Damit sind allerdings keine Banalitäten wie der tägliche „Genuss“ eines Glases Essigwasser oder der allmorgendliche Verzehr eines zuckerreduzierten Müslis gemeint. Die speziellen Charakteristika sorgen für Schlagzeilen, so spektakulär muten sie an. Wenn Sie gleich die „Ticks“ bekannter Gründer kennen lernen, werden Sie schmunzeln – oder sich verwundert die Augen reiben.

Bill Gates zwischen Microsoft und Stuhlreiten

Bill Gates

Mit der Gründung von Microsoft ist dem US-Amerikaner Bill Gates ein Meilenstein in der Geschichte des Computers geglückt. Dass dieser international angesehene Unternehmer leidenschaftlich gern stuhlreitet, kann jedoch nicht an der Freude über den großen Erfolg liegen. Er praktiziert die Kunst nämlich schon sehr viel länger.

Inzwischen ist Bill Gates auch als Mäzen bekannt. Die Gelassenheit musste der berühmte Mann aber zunächst lernen. Trotz aller Fortschritte war ihm das Stuhlreiten partout nicht abzugewöhnen. Es ist Bill Gates bis heute geblieben. Der interessierte Leser fragt sich an dieser Stelle natürlich, in welchen Momenten der Gründer seinem Spleen nachgeht.

Offenbar immer dann, wenn es um intensive Denkarbeit geht. Je mehr sich Bill Gates für ein bestimmtes Thema begeistert, desto mehr regt es ihn auf und desto stärker schaukelt er. Ob ihm die Idee zu Microsoft damals wohl auch beim Stuhlreiten kam? Gut möglich. Vielleicht gelangen auch Sie via Stuhlreiten zu einem milliardenschweren Vermögen…

Anna Wintours skurriles Leben für die Mode

Anna Wintour

Von der Welt des Stuhlreitens vor dem Computer, in der Bill Gates zuhause ist, geht es in den Kosmos der Mode zu Anna Wintour. Die britische Journalistin hält den Redaktionssitz des Magazins ‚Vogue. Man sagt ihr nach, sich dort ausgesprochen dominant zu verhalten, eine entschiedene Regentin zu sein. Ihre meist eiserne Miene und der sehr akkurate Bob tragen zum strengen Erscheinungsbild bei.

Der Spitzname der Modespezialistin lautet „Nuclear Wintour„. Er hat 2006 mit dem Film „Der Teufel trägt Prada“ sein eigenes Denkmal erhalten. Doch auch das scheint die Frau nicht im geringsten zu tangieren. Sie erschien sogar zur Premiere des einstigen Kinohits, und zwar von oben bis unten in Prada eingekleidet. Was aber steckt hinter dem riesigen Erfolg von Anna Wintour? Sind es gar skurrile Spleens?

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass Anna Wintour täglich um 5.45 Uhr aus dem Bett steigt, um anschließend eine Stunde Tennis zu spielen. Um sieben Uhr folgt ein Termin beim Friseur, ehe der Büroalltag seinen Lauf nimmt. Anna Wintour verlässt Partys immer als Erste – kein Wunder, bei der rigiden Aufstehzeit. Und: Im Schlabber-Look präsentiert sich die Frau nie. Der ihr eigene Signature-Style ist Pflicht, egal wann, egal wo.

Was sagt uns das? Eventuell Folgendes: Ziehen Sie Ihr Ding ohne Rücksicht auf Verluste durch – es zahlt sich aus.

Die riesige Spleen-Sammlung des Elon Musk

Elon Musk

Auch der gebürtige Südafrikaner Elon Musk hat eine ganze Reihe von Spleens zu bieten. Um ihn ranken sich bereits unzählige Gerüchte und Mythen. Seine frühere Frau Justine sagte über den Unternehmer: „Es ist Elons Welt – und der Rest von uns lebt auch darin„. Eindrückliche Worte, die auf eine egozentrische Eigenschaft hindeuten.Und wie sieht sie konkret aus, Elons Welt? Was macht den Unternehmer so erfolgreich? Fest steht, dass Elon Musk jeden Arbeitstag in fünfminütige Einheiten teilt. Durch diesen relativ einfachen „Trick“ steigert der CEO von Tesla und SpaceX seine Konzentration und damit einhergehend auch seine Produktivität.

Nicht schlecht, aber auch nicht weltbewegend. Allerdings umfasst sein Geschäftsdasein noch mehr als die Fünf-Minuten-EinheitenElon Musk soll angeblich sämtliche Anrufe sowie E-Mails ignorieren. Gute Erreichbarkeit sieht anders aus… Weiterhin scheint der Unternehmer nicht besonders geduldig oder entgegenkommend zu sein.

Wagt es einer seiner Mitarbeiter, einen kleinen Tippfehler zu begehen oder über längere Zeit nichts Sinnvolles zu leisten, muss er wohl oder übel mit einer Kündigung rechnen. Unter der Führung von Elon Musk zählt Leistung, sonst nichts. Diesem Prinzip folgt der dreifache Staatsbürger (Südafrika, Kanada, USA) im Beruf wie in der Freizeit.

Jack Ma als „Double“ von Michael Jackson

Jack Ma

Ein ähnlich stark ausgeprägtes Selbstbewusstsein wie Elon Musk scheint auch Jack Ma zu haben. Der CEO von Alibaba liebt die Musik des inzwischen schon verstorbenen Weltstars Michael Jackson. Doch er begnügt sich nicht damit, die Songs des Künstlers zu hören; er selbst „ist“ Michael Jackson – oder zumindest ein Abklatsch, auch wenn man es nicht auf den ersten Blick erkennen mag.

Jack Ma tanzt für sein Leben gern und dazu noch ziemlich gut. Bei einem Firmenjubiläum erschien der erfolgreiche Geschäftsführer in einem typischen Kostüm, wie es der einstige ‚King of Pop‘ hätte tragen können. Zu einem Medley der größten Hits Jacksons legte Jack Ma einen wahrlich beeindruckenden Auftritt hin. Wer nun meint, es handelte sich dabei bloß um einen Ausrutscher, irrt gewaltig.

Schon im Jahr 2009 kamen rund 2000 Konferenzgäste in den Genuss, Jack Ma bei einer leidenschaftlichen Performance zu Elton Johns klassischer Ballade „Can you feel the love tonight“ live zu erleben. Damals zeigte sich der sonst so seriöse CEO mit Nasenring und schwarzem Lippenstift sowie Fake-Iro. Hätten Sie das von einem der berühmtesten und reichsten Männer unseres Planeten erwartet?!

Legendär: Steve Jobs Arbeitsweise und Lifestyle

Steve Jobs

Steve Jobs hat nichts Geringeres als Apple (mit)verbrochen. Der Gründer ist im Jahr 2011 verstorben, doch nach wie vor unvergessen. Er war eine herausragende Persönlichkeit, in Bezug auf seine Arbeitsweise wie hinsichtlich seines Lifestyles. An Steve Jobs‘ eigenartige „Arbeitsuniform“ erinnert sich fast jeder: Er trug stets einen schwarzen Rollkragenpulli in Kombination mit Jeans und Turnschuhen.

Weiterhin war Steve Jobs bekannt dafür, mehrere Wochen lang nur ein ganz bestimmtes Lebensmittel zu sich zu nehmen. Es handelte sich dabei beispielsweise um Karotten oder Äpfel, je nachdem, wonach ihm in der Zeit am meisten gelüstete. Karotten waren wohl grundsätzlich eine Art Lieblingsspeise für den Unternehmer. Aufgrund des übermäßigen Konsums färbte sich seine Haut merklich orange.

Übrigens nennt sich diese seltsame Vorgehensweise „Frutarier-Diät„. Vielleicht wäre das auch einmal etwas für Sie? Könnte schließlich Erfolg mit sich bringen – unter Umständen sogar in diversen Lebens- und Körperbereichen. Obwohl… Zu dieser Diät gehört auch eine leicht fragwürdige Routine: Sie erlaubt nur einen einzigen Badetag pro Woche. Nun ja, so bleibt mehr Zeit für die Arbeit – und man spart Wasser.

Marissa Ann MayerCupcakes statt Karotten

Marissa Mayer

Was für Steve Jobs saftige Karotten waren, sind für Marissa Ann Mayer wunderbar süße Cupcakes. Die frühere Vorstandsvositzende des Unternehmens Yahoo zeichnet sich durch diese ziemlich ungesunde Eigenschaft aus. Sie ist der extrem zuckerreichen Leckerei ganz verfallen. Allerdings nimmt Marissa Ann Mayer nicht jedes beliebige Törtchen zu sich – vielmehr sucht sie laufend nach dem perfekten Rezept für die Delikatesse.

Um dem Optimum Stück für Stück näher zu kommen, fertigt sie akribisch Notizen an und fügt diese in Kalkulationstabellen ein. Die Aufzeichnungen sorgen für eine äußerst präzise Übersicht in Bezug auf ideale Zusammensetzungen der Zutaten. Dass sie bei der wichtigen Angelegenheit überhaupt noch Zeit gefunden hat, einen Startup-Inkubator zu erschaffen? Durchaus erstaunlich…

Übrigens ist die Methode mit den Kalkulationstabellen ursprünglich bei Product Launches von Google zum Einsatz gekommen. Dort war Marissa Ann Mayer als Vizepräsidentin aktiv. Und was ist nun mit dem besten Cupcake aller Zeiten? Laut der Gründerin verdient eine Sorte namens „Vanilla Fudge“ den Titel. Probieren Sie das leckere Dessert am besten selbst aus – vielleicht bringt es auch Ihnen besonderen Erfolg.

Mark Zuckerbergs wunderliche Eigenschaften

Seltsame Eigenschaften hat fast jeder

Mark Zuckerberg

Den Abschluss der besonders kuriosen Eigenschaften weltberühmter Gründer bildet der Neujahrs-Tick von Facebook-Erfinder Mark Zuckerberg. Wie die meisten von uns setzt er sich immer wieder ein neues Ziel zum Jahresanfang. Dabei geht es jedoch nicht darum, endlich mehr Sport zu treiben, gesünder zu essen oder das Rauchen aufzugeben.

Herrn Zuckerbergs Neujahrsvorsatz entspricht stets einer großen Challenge, die er das gesamte Jahr über beinhart verfolgt. Beispiele gefällig? Zuckerberg entschied sich schon einmal, innerhalb von zwölf Monaten Mandarin zu lernen. Und auch, ein ganzes Jahr lang ausschließlich das Fleisch von selbst getöteten Tieren zu verzehren. Mahlzeit.

Was ist der Leverage-Effekt?

Mit dem Leverage Effekt wird die Erhöhung der Rendite des Eigenkapitals durch die Aufnahmen von Fremdkapital bezeichnet. Diese Hebelwirkung entsteht, wenn die Kosten für das Fremdkapital niedriger sind als die Rendite, welche durch das Fremdkapital getätigte Investition abwirft. Die Hebelwirkung ist daher an verschiedene Grundbedingungen geknüpft. Sind diese nicht vorhanden, kann es zu negativen Folgen des Leverage Effekts kommen.

Der Leverage-Effekt

Die Grundkonstellation

Für die Durchführung einer Unternehmung benötigt man in aller Regel mehr Kapital, als ein neu startender Unternehmer aus eigenen Mitteln aufbringen kann. Infolgedessen wird die Aufnahme von Fremdkapital notwendig. Hierbei sind mehrere Wege möglich. Die klassische Variante ist beispielsweise die Aufnahme eines Kredits. Für diesen werden so gut wie immer Zinsen fällig. Die Kosten für die Zinsen schmälern den Gewinn.

Die Aufnahme eines Kredits lohnt sich für den Unternehmer deshalb nur dann, wenn der durch die unternehmerischen Aktivitäten erzielte Gewinn deutlich höher liegt als die aufzubringenden Zinsen. Ist dies der Fall, erhöht das eingesetzte Fremdkapital die Einkünfte. Die Relation des Gewinns im Verhältnis zum eingebrachten Eigenkapital steigt entsprechend. Hierbei handelt es sich um den so genannten positiven Leverage Effekt.

Fallbeispiel für den positiven Leverage Effekt

Die Firma A arbeitet als Zulieferer für die Automobil Industrie. Sie stellt Druckknöpfe für das Armaturenbrett her. Die Höhe des Eigenkapital beträgt zehn Millionen Euro. Investiert wurde das Eigenkapital in die zur Produktion notwendigen Maschinen. Diese werden jährlich mit fünf Prozent abgeschrieben. Die so verursachten Kosten betragen entsprechend 500.000 Euro pro Jahr. Hinzu kommen Ausgaben für Personal in Höhe von 200.000 Euro.

Der durchschnittliche jährliche Umsatz des Unternehmens liegt bei 2.000.000 Euro. Hiervon sind die für die Produktion aufgewendeten Kosten in Abzug zu bringen.

2.0000.000 Euro Umsatz
– 500.000 Euro Abschreibung für Maschinen
– 200.000 Euro Personalkosten

1.300.000 Euro Gewinn

Auf dieser Grundlage lässt sich nun die Rentabilität des Eigenkapitals berechnen. Dabei teilt man den Gewinn durch das Eigenkapital. Im vorliegenden Beispiel beträgt das Ergebnis 0,13. Umgerechnet in Prozent bedeutet dies, dass die Eigenkapitalrendite für Firma A bei 13 Prozent pro Geschäftsjahr liegt.

Die Aufnahme von Fremdkapital

Leverage-Effekt

Die Berechnung des Leverage-Effekts

Aufgrund der guten Wirtschaftslage der Automobilindustrie ist die Auftragslage positiv. Um alle Bestellungen abarbeiten zu können entschließt sich Firma A Fremdkapital aufzunehmen. Dank niedriger Leitzinsen ist der Kredit entsprechend günstig und wird mit 2 Prozent pro Jahr verzinst. Für die Anschaffung neuer Maschinen werden insgesamt 5.000.000 Euro aufgenommen.

Die zusätzlichen Maschinen werden ebenfalls mit fünf Prozent pro Jahr abgeschrieben. Außerdem entstehen durch die Erweiterung des Betriebs zusätzliche Lohnkosten in Höhe von 100.000 Euro pro Jahr. Die Umsätze lassen sich um 750.000 Euro pro Jahr steigern. Somit ergibt sich folgende Rechnung:

750.000 Euro zusätzlicher Umsatz
– 250.000 Euro Abschreibung für Maschinen
– 100.000 Euro erhöhte Personalkosten
– 100.000 Euro Zinsen für Fremdkapital

300.000 Euro Gewinn

Das Berechnung des Leverage Effekts

Die Aufnahme von Fremdkapital hat für die Firma A eine Erhöhung der Gewinne bedeutet. Nun stellt sich die Frage, in welcher Höhe sich die Hebelwirkung des Leverage Effekts auf das Gesamtergebnis ausgewirkt hat. Wiederum muss man hierbei den Gewinn ins Verhältnis zum Eigenkapital setzen. Dabei wird im Beispiel davon ausgegangen, dass sich die Werte für das Kerngeschäft nicht verändert haben. Entsprechend erhöht sich der Gewinn von 1.000.000 Euro auf 1.600.000 Millionen Euro.

Wird der Gewinn durch das Eigenkapital geteilt, ergibt dies einen Wert von 0,16. Prozentual beträgt die Rendite des Eigenkapitals daher 16 Prozent pro Jahr. Gegenüber dem Vorjahresergebnis bedeutet dies eine Steigerung um drei Prozentpunkte. Genau diese drei Prozentpunkte sind der positive Leverage Effekt, der sich aus der Aufnahme von Fremdkapital ergeben hat.

Fallbeispiel zum negativen Leverage Effekt

Der Leverage Effekt kann jedoch auch in negativer Weise eintreten. Dies ist dann der Fall, wenn die auf das Eigenkapital erzielbare Rendite sich unterhalb der Kosten bewegt, die für die Leistung von Zinsen für das aufgenommene Fremdkapital aufgewendet werden müssen.

Der Leverage-Effekt kann auch negativ ausfallen

Nehmen wir in obigem Beispiel an, die Firma A realisiert bei glelchem Eigenkapital lediglich Umsätze von 1.000.000 Euro pro Jahr. Die Rechnung sähe dann wie folgt aus:

1.0000.000 Euro Umsatz
– 500.000 Euro Abschreibung für Maschinen
– 200.000 Euro Personalkosten

300.000 Euro Gewinn

Entsprechend niedriger läge die Eigenkapitalrendite. Die Division von Gewinn durch Eigenkapital ergibt einen Wert von 0.03 was 3 Prozent Rendite entspricht.

Nehmen wir weiter an, dass die Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank stark erhöht wurden und Kredite lediglich zu einem Satz von 8 Prozent aufgenommen werden können. Entschließt sich Firma A gleichwohl zur Erhöhung der Kapazitäten in der oben beschriebenen Form ergibt sich, sofern die Umsätze auch durch verstärkte Produktion nicht erhöht werden können, folgende Rechnung:

500.000 Euro zusätzlicher Umsatz
– 250.000 Euro Abschreibung für Maschinen
– 100.000 Euro erhöhte Personalkosten
– 400.000 Euro Zinsen für Fremdkapital

– 250.000 Euro Verlust

Der Einfluss der Verlusts auf die Eigenkaptialrendite ergibt sich aus dem Abzug der Verluste vom Gewinn. 300.000 Gewinn abzüglich 250.000 Euro Verlust ergibt 50.000 Euro Restgewinn. Wird dieser durch das Eigenkapital geteilt ergibt sich ein Wert von 0,005. Die Eigenkapitalrendite beträgt damit lediglich von einen halbes Prozent und liegt damit um 2,5 Prozentpunkte niedriger als vor der Aufnahme des Fremdkapitals. Diese 2,5 Prozentpunkte sind der negative Leverage Effekt, wenn die Kosten für das Fremdkapital höher sind als die zusätzlich erzielten Umsätze.