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Wird ein Roboter Ihren Job übernehmen

Der Aufstieg der Job-Automatisierung

Wird ein Roboter Ihren Job übernehmen
Die Automation der Arbeitswelt ist angekommen und spart den produzierenden Unternehmen bereits eine Menge Geld. Aber mit technischen Vordenkern wie Mark Zuckerberg und Elon Musk, die den raschen Aufstieg künstlicher Intelligenz und automatisierter Arbeit feiern, gibt es für einige Arbeiter guten Grund zur Sorge um ihre Jobs.

Wie künstliche Intelligenz und Roboter Geld sparen und Arbeitsplätze gefährden

Menschliche Arbeiter haben viele Bedürfnisse. Krankheitstage, bezahlte Ferien, Mindestlohn, staatlich vorgeschriebene Mittagspausen und andere grundlegende Arbeitsbedingungen und Benefits sind wichtig, um talentierte Arbeiter anzuziehen. Aber diese Bedingungen sind nicht unbedingt gut für das Endergebnis, besonders wenn es um einfache Jobs mit hohem Durchsatz geht. Roboterarbeiter hingegen brauchen nichts anderes als eine routinemäßige Wartung und gelegentliche Fehlerbehebungen für Gerätefehlfunktionen oder Softwarefehler.

Kein Wunder also, dass einige Unternehmen Roboter an die Stelle ihrer Mitarbeiter setzen. Mit hohen Produktivitätsraten und ohne sich um alltägliche HR-Bedenken wie Gehalts- und Leistungsüberprüfungen kümmern zu müssen, erweisen sich Roboter als eine lohnende Investition. Das ist eine attraktive Aussicht, so dass sich viele Unternehmensführer fragen, wie sie einige ihrer menschlichen Arbeitskräfte durch Computer, Maschinen und Roboter ersetzen können, die autonom arbeiten und die gleiche Arbeit für weniger Geld als für einen menschlichen Angestellten durchführen.

Wir befinden uns derzeit noch in den frühen Phasen der vorhergesagten Robopokalypse der Job-Automatisierung, aber wenn die jüngsten Innovationen ein Indiz dafür sind, könnte die Übernahme der Roboter eher früher als später erfolgen. Insbesondere Open-Source-Bemühungen im Bereich der künstlichen Intelligenz (AI) wie Elon Musk’s OpenAI machen den Quellcode für AI-Programme jedem zugänglich, der sie nutzen möchte. Dies könnte es für Entwickler wesentlich effizienter machen, selbst bei kleineren Unternehmen und Startups Code für computergesteuerte Bots und andere künstliche Intelligenzen zu schreiben.

Welche Arbeitsplätze sind gefährdet?

wird auch ihr job automatisiert?Dies alles bedeutet, dass einfache und ungelernte Arbeitskräfte, insbesondere solche, die sich auf Aufgaben konzentrieren, die sich wiederholende Gesten und das Erstellen von identischen Teilen am Fließband erfordern, ein hohes Risiko für den Roboteraustausch haben. Viele Arbeiter, besonders die in der Automobilherstellung, sehen bereits einen großen Arbeitsplatzverlust, während bei der Herstellung Roboter auf die Fabriketage umziehen. Im März 2017 gaben der CEO von Taco Bell und der Muttergesellschaft von KFC bekannt, dass er eine große Zukunft für die automatisierte Lebensmittelzubereitung in der Fast-Food-Industrie sieht.

Selbst einige einfache Bürotätigkeiten, insbesondere solche, die von Empfangsdamen und Assistenten ausgeübt werden, gelten als Hauptziele der Automatisierungstechnik. Anwaltsgehilfen, deren Arbeit weitgehend auf Faktenermittlung basiert, könnten auch durch ein intelligentes Programm auf dem Computer ihres Chefs obsolet gemacht werden. Aber auch einige übergeordnete Arbeitsplätze können gefährdet sein. Der Abteilungsleiter des Marketings könnte sich bedroht fühlen, wenn die Marketingautomation die menschliche Beteiligung an allem, von Social Media Posts bis hin zu E-Mail-Kampagnen, so gut wie überflüssig macht.

Ein Manager kann notwendig sein, um Datenfeeds zu überwachen und andere überwachende Tätigkeiten zu übernehmen, aber die Datenerfassung wird wahrscheinlich von einem speziell codierten Computerprogramm übernommen werden. Und während immer mehr Jobs von Robotern übernommen werden spüren Personalvermittler, Zeitarbeiter, Personalverantwortliche und anderen, die sich mit der menschlichen Seite der Arbeit befassen, auch den Druck der Automatisierung im Nacken.

Es gibt jedoch viele Arbeitsplätze, die nicht als anfällig für Job-Automatisierung gelten. Zum Beispiel ist die Technologie noch nicht so weit, dass Roboter sich selbst programmieren oder entwerfen können. So sollte jeder, der eine sichere berufliche Zukunft haben will, anfangen sich mit KI-Programmierung und Maschinenkonstruktion zu befassen. Es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass Roboter zur Wartung und Reparatur anderer Roboter eingesetzt werden, was bedeutet, dass ein verdrängter Fabrikarbeiter, der auf einen Job als Robotermechaniker hofft, nicht gerade eine realistische und langfristige Laufbahn einschlägt.

Die Geschichte des Roboteraufstiegs

Job Automatisierung durch RoboterÜbernimmt ein Roboter Ihren Job? Sie haben guten Grund zur Besorgnis wenn Sie ein einfacher Arbeiter sind, der Routineaufgaben beispielsweise in der Fast-Food-Industrie, Automobil-Herstellung, Buchhaltung, Finanzanalyse oder anderen Branchen übernimmt. Das bedeutet aber nicht unbedingt eine Zukunft in großer Armut. Denn wenn ein beträchtlicher Prozentsatz der Lohnempfänger durch die Automatisierung völlig verdrängt wird, könnten die wirtschaftlichen Auswirkungen den Unternehmen, die in Roboterarbeitskräfte investieren, großen finanziellen Schaden zufügen. Wenn sich niemand Autos leisten kann, wozu sollen dann überhaupt Roboter gebaut werden? Die Automatisierung von Aufträgen ermöglicht eine hohe Produktivität, aber die Investition lohnt sich nicht, wenn sie nicht zu Umsatzsteigerungen führt.

Es geht auch um die menschliche Seite. Jobs wie Banker, Finanzberater und sogar Filmstar sollen auf der Abschussliste stehen, aber gewisse Nuancen und emotionaler Ausdruck sind Aufgaben die für KIs sehr schwierig zu erlernen sind. Jeder, der frustriert von Alexas oder Siris Unfähigkeit ist, die Feinheiten der eigenen Aussprache zu verstehen, weiß das aus erster Hand. Die KI wird wahrscheinlich besser in zwischenmenschlicher Interaktion werden, aber bedeutet das wirklich, dass die Vorteile der sozialen Interaktion selbst obsolet werden?

Der Punkt ist, dass zukünftige Jobs wahrscheinlich anders aussehen als die Jobs von heute, aber das bedeutet nicht, dass es keine Jobs für Menschen gibt. Diese falsche Annahme stammt aus dem 16. Jahrhundert, als Königin Elisabeth I. von England einem Mann, der den Strickautomaten erfunden hatte, ein Patent verweigerte. Die Königin befürchtete, dass eine solche Maschine armen Frauen und Mädchen das Geldverdienen mit ihren Strickfertigkeiten unmöglich machen würde. Hunderte von Jahren später wurde die Arbeit in der Textilfabrik zu einem echten Segen für viele Menschen, besonders nach der Einführung sicherer Arbeitspraktiken und fairer Lohngesetze.

Was bringt die Zukunft mit Job AutomatisierungAuch im 20. Jahrhundert gab es viele unbegründete Skepsis gegenüber neuen Technologien. Ökonomen in den 1960er Jahren warnten davor, dass Computer Arbeitsplätze vernichten und die Wirtschaft zerstören würden. Aber tatsächlich konnten durch Computer erst dutzende neue Karrieremöglichkeiten geschaffen werden. Die Job-Automatisierung ist vielleicht das Ende der Arbeit, wie wir sie kennen, aber wahrscheinlich nicht das Ende der Arbeit insgesamt. Während Roboter vielleicht zukünftig einen Teil Ihres Jobs übernehmen werden, sagt uns der historische Kontext, dass es im Gegenzug viele neue Karrieremöglichkeiten in der automatisierten Zukunft geben wird. Was werden uns Zukunft und Technologie bringen? Selbstfahrende Autos, ein 100% Personenfreier Arbeitsmarkt mit humanoiden Robotern, die alles tun, was früher einmal Menschen taten? Obwohl eine Roboterübernahme im Moment etwas weit hergeholt erscheint, wissen wir nicht, was die zukünftigen Fähigkeiten von Robotern bringen werden.

BWL-Artikel

Welche Arten von Zinsen gibt es?

Der Begriff Zinsen ist den meisten wahrscheinlich in der Verbindung mit einer Kreditaufnahme bekannt. Hier müssen sie für die Bereitstellung der Geldsumme gezahlt werden. Wer hingegen Geld gewinnbringend anlegt, erhält Zinsen. Im Laufe der Zeit haben sich viele Arten wie GuthabenzinsÜberziehungszins, Nominalzins, Sollzins, Effektivzins, Leitzins und weitere herausgebildet, die nachfolgend erläutert werden.

Historische Entwicklung der Zinsen

Zinsen wurden bereits vor 2500 Jahren erhoben, doch sie hatten ein schlechtes Image. Insbesondere im 17. Jahrhundert entstand ein weltweiter Kreditmarkt, da die Wirtschaft im Aufschwung war. Langzeitstudien belegen, dass sie bereits seit 1300 und nicht erst seit dem 20. Jahrhundert fallen, doch mittlerweile hat die Zinssituation einen kritischen Punkt erreicht. Zahlreiche Ökonomen sehen den Grund hierfür in geldpolitischen Fehlentscheidungen und Konflikten zwischen den Staaten in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten. Jährlich kann mit einer Minusverzinsung von rund 0,2 Prozent gerechnet werden, während es vor zehn Jahren noch drei Prozent plus waren. Aktuell stechen vor allem Deutschland, Japan und die Schweiz mit dem erheblich gesunkenen Zinsniveau hervor.

Die verschiedenen Arten von Zinsen

So facettenreich wie das Wirtschaftsleben ist, so vielfältig sind auch die Zinsarten:

Guthabenzins

Guthabenzinsen werden auch als Sparzinsen bezeichnet und in verschiedenen Bereichen angeboten: Banken zahlen diese auf die Einlagen des Anlegers, da sie mit dem Geld arbeiten können, Kreditkartengesellschaften für das Guthaben auf dem Kreditkartenkonto und Bausparkassen für Bausparverträge bzwBausparguthaben in der Ansparphase. Guthabenzinsen sind immer das Entgelt, das Kunden für ihr Sparguthaben erhalten. Die genaue Höhe wird vom Leitzins der Europäischen Zentralbank beeinflusst.

Überziehungszins

Privatpersonen oder Unternehmen, die ein Konto mit Dispositionslimit haben und es überziehen, zahlen Zinsen. In der Regel sind sie deutlich höher als bei herkömmlichen Krediten. Daher sollten sie die Möglichkeit, das Konto zu

Zinsen

Wann ist ein Zinssatz variabel?

überziehen, nicht so häufig in Anspruch nehmen. Die Dispozinsen liegen oft im zweistelligen Bereich. Die Ablösung eines Dispositionskredits durch ein Ratendarlehen ist in vielen Fällen empfehlenswert. Es wird bezüglich der Höhe der Dispositionszinsen und der fehlenden Transparenz vermehrt starke Kritik an den Banken und Sparkassen erhoben. Der Überziehungszins, ein eigenständiger, variabler Zinssatz, wird ab Tag eins der Überziehung bis zur Rückführung auf die vertraglich vereinbarte Kreditlinie berechnet. Er fällt nicht nur beim Dispokredit an, sondern ebenso, wenn ein Girokonto ohne Dispokredit überzogen wird.

Nominalzins

Der Nominalzins beschreibt die Zinsen, die jährlich für einen Kredit fällig sind. Diese Gebühr verlangt man für die Bereitstellung des Darlehens vom Kreditgeber. Die monatlich zu zahlende Rate ergibt sich aus der vereinbarten Tilgung und dem Nominalzins. Bei einem Kredit spricht man statt vom Nominalzins ebenso vom Sollzins. Neben diesem müssen die Kreditinstitute auch den Effektivzins angeben, der zudem die Bearbeitungsgebühren enthält und somit aussagekräftiger ist. Es wird zwischen dem variablen und festen Nominalzins unterschieden: Erster kann sich während der Laufzeit verändern und je nach vorherrschenden Gegebenheiten am Kapitalmarkt günstiger oder teurer werden. Ein fester Zinssatz verändert sich über die Kreditlaufzeit hinweg nicht, sodass er konstant bleibt.

Zinseszins

Bei den Zinseszinsen, die vor allem bei großen Geldanlagen sehr sinnvoll sein können, handelt es sich um die verzinsten Zinserträge. Bei einem Sparbuch beispielsweise berechnet man zunächst einmal die Habenzinsen, die man anschließend in ihrer Summe gut schreibt. Auf diese Weise erhöht sich das Sparkapital. Durch die Zinsen vermehrt sich das Guthaben. Auf dieses Kapital rechnet man erneut Zinsen an. Das Anlagevermögen kann somit sehr schnell wachsen, wenn die monatlichen Zinsen hoch sind und man sie mehrfach im Jahr gut schreibt. Es werden „Zinsen auf Zinsen“ berechnet. Bei der nächsten Gutschrift lässt man sie demnach wieder mit verzinsen.

Leitzins

Der Leitzins beeinflusst die Geldgeschäfte der Verbraucher und Unternehmen maßgeblich. Anhand dessen lässt sich festlegen, zu welchen Zinsen sich die Banken und Kreditinstitute bei einer Zentralbank das Geld beschaffen können. Diese errechnet die Zinssätze täglich neu und gibt sie an die Banken weiter, die wiederum nicht verpflichtet sind, sich an den Leitzins zu halten. Er dient lediglich als Orientierung, denn die Kreditinstitute möchten natürlich in erster Linie kostendeckend arbeiten. Bei einem hohen Leitzins leihen sich die Geldinstitute nur geringe Geldsummen. Dies bedeutet gleichzeitig, dass die Anzahl der vergebenen Kredite sinkt Die Zentralbank kann

Zinsen

Was hat die EZB mit den Zinsen zu tun?

mit der Hilfe des Leitzinses die Aufnahme der Kredite der Wirtschaft ankurbeln, aber auch hemmen. Mit einem niedrigen Leitzins lässt sich die gesamtwirtschaftliche Situation demnach in Schwung bringen. Der Zinssatz, welchen die Banken ansetzen, orientiert sich ebenso am Leitzins. Ist er niedrig, profitieren somit ebenso die Bankkunden. Lesen Sie hier alles zur Zentralbank.

 

Effektivzins

Der Nominal- oder Sollzins ist im Unterschied zum Effektivzins der reine Jahreszins, welcher auf den Kreditbetrag angewendet wird. Weitere Kredit- oder Anlagekonditionen bleiben unberücksichtigt. Der Effektivzins hingegen umfasst zusätzliche Nebenkosten des Darlehens wie Gebühren, den AuszahlungskursTilgungssatz, eventuelle Tilgungsverrechnungstermine oder andere preisbestimmende Kosten, die meist nicht offen ausgewiesen, sondern in die Zinsberechnung eingepreist werden. Daher ist es immer wichtig, beim Vergleich der Kredite auf den Effektivzins zu achten, denn er gibt die tatsächliche Höhe sämtlicher Kosten an. Zusatzkosten, beispielsweise für eine Restschuldversicherung, sind im Effektivzins nicht enthalten.

Sollzins

Leihen sich Kreditnehmer von einer Bank Geld, müssen sie im Gegenzug immer Zinsen zahlen. In diesem Zusammenhang spricht man von den Sollzinsen. Der Sollzins kann auch der Zinssatz für die Verwendung eines Dispokredits sein. Die Höhe richtet sich nach dem Zinsniveau des aktuellen Geld- und Kapitalmarktes. Ist der Sollzins variabel, kann die Bank ihn regelmäßig der Marktlage entsprechend anpassen. Bei einem festen Sollzins bleibt der vereinbarte Zinssatz laut der Zinsbindungsfrist unverändert. Letzten Endes sollten Kreditnehmer den Fokus auf den Effektivzins legen, da er die Gesamtkosten des Darlehens widerspiegelt.

Zinsen auf Sachkapital

Nicht nur Kapitalzinsen, sondern auch Sachwerte können verzinst werden, beispielsweise bei der Vermietung einer Immobilie. Für die Überlassung erhält der Vermieter in Form der Miete Mietzinsen. Der Begriff Miete kann aber ebenso in der Verbindung mit der Überlassung von anderen Objekten wie Autos auftauchen. Es geht also

Zinsen

Auch Mietzahlungen zählen zur Verzinsung

darum, sich nicht Geldkapital, sondern Sachkapital zu „leihen“. Je nachdem, um welche Sachkapitalanlage es sich handelt, sind es beispielsweise Miet-, Pacht- oder Baurechtszinsen.

Zusammenfassung

Die Zinsen sind für Gläubiger der Verdienst und für Schuldner die Kosten am entstandenen Vertrag. Es handelt sich hierbei um die berechneten Gebühren, die für die Überlassung von Kapital oder Sachkapital zu bezahlen sind. Die Zinssätze und Auszahlungsmodalitäten können je nach Bank sehr schwanken, sodass die vielen verschiedenen Angebote vor der Kreditaufnahme oder Eröffnung eines Sparkontos stets miteinander verglichen werden sollten.

Management Buyout

Außenfinanzierung – externes Kapital nutzen

Eine Außenfinanzierung basiert auf Kapital, das nicht aus den Erlösen des Unternehmens erwirtschaftet wurde, sondern von außen in das Unternehmen fließt. Darin unterscheidet es sich von der sogenannten Innenfinanzierung, bei der Investitionen aus Kapital getätigt werden, dass aus den Erlösen des Unternehmens genommen wird.

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, wenn ein Unternehmen Investitionen zunächst mit einer Innenfinanzierung deckt. Diese ist kostengünstiger, da bei der Außenfinanzierung Kosten anfallen, die das Unternehmen finanziell zusätzlich belasten.

Umsätze des Unternehmens reichen zur Finanzierung von Investitionen nicht aus

Außenfinanzierung

Eine Außenfinanzierung muss gut kalkuliert sein

Die Inanspruchnahme einer Außenfinanzierung wird notwendig, wenn das Kapital, das aus den Umsätzen des Unternehmens gewonnen wird, nicht ausreicht. Hat das Unternehmen keine Rücklagen, aus denen die geplanten Investitionen finanziert werden können, bleibt nur noch die Außenfinanzierung als Alternative.

Dahinter verbirgt sich die Aufnahme eines Kredits oder die Inanspruchnahme einer Investition, etwa von einem privaten Geldgeber. Da sowohl Banken als auch private Geldgeber an der Bereitstellung der Außenfinanzierung verdienen möchten, muss das Unternehmen zusätzliche Kosten, die durch Zinsen und Gebühren entstehen, in die Ausgaben einkalkulieren.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Finanzierung vorab inklusive aller Kosten berechnet wird. Nur so kann sichergestellt werden, dass das Unternehmen die Investition auch über einen längeren Zeitraum tragen kann.

Möglichkeiten der Außenfinanzierung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Außenfinanzierung für Investitionen zu nutzen. Die klassische Aufnahme eines Kredits wird besonders häufig in Anspruch genommen.

Alternativ ist es möglich, im Rahmen einer Mezzanine-Finanzierung eine stille Beteiligung am Unternehmen zu erreichen.

Beide Finanzierungsvarianten haben Vor- und Nachteile, die der Unternehmer kennen sollte, bevor er sich für ein Finanzierungsmodell entscheidet.

Der klassische Kredit

Eine stille Beteiligung ist ebenfalls möglich

Kredite werden von Banken und Sparkassen auch für Gründer und Firmeninhaber, die investieren möchten, ausgegeben. Alternativ haben Unternehmer die Möglichkeit, einen Kredit bei einer Investitionsbank aufzunehmen.

Diese Kredite sind an bestimmte Bedingungen geknüpft. Die Ausgabe erfolgt projektbezogen, und es gibt in der Regel eine Obergrenze. So kann es vorkommen, dass das Kapital aus dem Investitionskredit nicht ausreicht, um die Kosten zu decken. In diesem Fall entscheidet sich der Investor für die Aufnahme mehrerer Kredite.

Kredite einer Investitionsbank bevorzugen

Bei der Planung der Finanzierung ist es empfehlenswert, wenn zunächst eine Prüfung erfolgt, ob ein Investitionskredit aufgenommen werden kann. In allen Bundesländern gibt es Investitionsbanken, die Gründungen und Erweiterungen von Unternehmen speziell fördern. Die Kredite stammen aus Fördertöpfen. Die Vergabe erfolgt ausschließlich auf Antrag.

Dabei sind das Projekt und der Finanzierungsbedarf vorzustellen. Wenn die Fördertöpfe leer sind, kann es zur Ablehnung des Finanzierungsantrages kommen. Gleiches gilt, wenn das Projekt nicht zu dem Ziel der Förderung passt. Dennoch ist es ratsam, zunächst einen Antrag bei einer Investitionsbank zu stellen, da die Zinsen deutlich günstiger sind als beim klassischen Bankkredit.

Kreditanstalt für Wiederaufbau

Die KfW-Bank vergibt Kredite, die ebenfalls projektbezogen sind und sich speziell an Gründer richten. Aber auch zum Zwecke der Sanierung erfolgt eine Kreditvergabe. Im Gegensatz zu den Fördertöpfen der Investitionsbanken gibt es für KfW-Kredite kein Limit. Die Gewährung erfolgt auf Antrag, wenn das Projekt zu dem Ziel der Kreditvergabe passt.

Auch hier ist eine Antragstellung in Verbindung mit der Vorstellung des Projekts erforderlich. Ähnlich wie bei der Vergabe von Krediten durch die Investitionsbank sind auch hier die Zinsen günstig. Außerdem gelten längere Laufzeiten, sodass die monatliche Belastung durch den Kredit nicht so hoch ist.

Kredite von niedergelassenen Banken

Banken vergeben klassische Kredite

Die Vergabe von Krediten durch niedergelassene Banken kann quasi zur freien Verfügung erfolgen. Zwar sind auch diese Kredite an das Unternehmen gebunden. Die Vorstellung des Projekts ist jedoch nicht immer erforderlich. Banken und Sparkassen kennen keine Fördertöpfe. Sie vergeben Kredite, indem sie die Bonität des Unternehmens prüfen.

Ergibt die Prüfung, dass das Unternehmen solvent ist, kann eine Kreditvergabe erfolgen. Der Unternehmer kann das Geld auch dann nutzen, wenn sich während der Investitionsphase Änderungen ergeben. Dies gestaltet sich bei einem projektbezogenen Darlehen mitunter als schwierig.

Mehrere Säulen der Finanzierung

Eine Außenfinanzierung baut häufig auf mehreren Säulen auf. Bleibt nach der Beantragung und Gewährung eines Förderkredites noch Kapital zur Finanzierung offen, kann eine Deckung durch einen weiteren Kredit erfolgen. Auch Aufstockungen bereits bestehender Kredite sind möglich.

Grundsätzlich ist es wichtig, dass der Unternehmer sich nur dann für eine Finanzierung entscheidet, wenn er in der Lage ist, die Raten und die Zinsen zu zahlen. Bei Zahlungsschwierigkeiten kann die Liquidität des Unternehmens schnell infrage gestellt sein.

Mezzanine-Finanzierung

Hinter diesem Begriff verbirgt sich die Beteiligung des Investors an dem Unternehmen. Somit handelt es sich nicht um einen klassischen Kredit. Genau genommen handelt es sich um eine Mischung aus einer Innen- und einer Außenfinanzierung.

Bei der Mezzanine-Finanzierung wird ein Geschäftspartner gefunden, der bereit ist, Geld in das Unternehmen zu investieren. Er übernimmt jedoch nicht die Funktion einer Bank. Als Sicherheit für seine Investitionen bekommt er eine Beteiligung an dem Unternehmen angeboten. Somit bringt er das Kapital zwar von außen ein. Da er dann jedoch als Teilhaber fungiert, ist es firmeneigenes Geld, das für die Investitionen verwendet werden kann.

Kosten für eine Außenfinanzierung kalkulieren

Eine Außenfinanzierung ist immer mit zusätzlichen Kosten oder Aufwendungen verbunden. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass der Unternehmer vorab berechnet, ob er sich die Finanzierung leisten kann.

Nicht immer ist die Beteiligung einer dritten Person im Rahmen einer Mezzanine-Finanzierung gewünscht. Dann bleibt der Kredit als einzige Alternative. Bei der Aufnahme des Kredits fallen Kosten in Form von Zinsen und Gebühren an. Die Zinsen berechnen sich nach der Summe, die als Kreditbetrag aufgenommen wird. Die Rückzahlung erfolgt gemeinsam mit der Tilgung.

Auf einen festen Zinssatz achten

Variable Zinssätze können nachteilig sein

Für eine sichere Kalkulation der Außenfinanzierung ist es wichtig, dass der Zinssatz für die gesamte Laufzeit festgeschrieben ist. Dies gilt vor allem dann, wenn der Kredit zu besonders günstigen Zinsen aufgenommen wurde. Variable Zinssätze können jederzeit steigen. Es ist aber auch möglich, dass die Zinsen nachgeben. Somit kann ein variabler Zinssatz sogar von Vorteil sein.

Dies gilt aber nur dann, wenn die Außenfinanzierung zu besonders hohen Zinsen aufgenommen wurde. Andernfalls überwiegen die Vorteile des festen Zinssatzes. Die Kosten der Finanzierung stehen fest und die Kalkulation der Rückzahlung erfolgt über den gesamten Finanzierungszeitraum.

Spielraum für Rückzahlungen verhandeln

Vorzeitige Rückzahlungen sind vorteilhaft, weil sie die Kosten für den Kredit reduzieren. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, diese Möglichkeit als Klausel im Kreditvertrag aufzunehmen.