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Modernste Technik erkunden: Kann die Blockchain Technologie für Sie funktionieren?

Mit dem stetigen Anstieg von Cyberkriminalität und Spionage im Internet sorgen sich immer mehr Konsumenten, Geschäftsführer sowie Privatpersonen um die Sicherheit ihrer vertraulichen Informationen im Internet. Das gilt besonders dann, wenn es um finanzielle Transaktionen geht. Diese finden häufig auf unsicheren und gefährlichen Webseiten statt. Wenn Sie mit den derzeitigen Optionen Ihrer persönlichen Sicherheit unzufrieden sind, dann ist es an der Zeit, sich mit der Blockchain Technologie vertraut zu machen. Diese inzwischen nicht mehr ganz so neue Technologie bekommt aufgrund ihrer zahlreichen Möglichkeiten in Bezug auf Online-Sicherheit und Anonymität viel Aufmerksamkeit. Auch interessant: Wie Sie einen Datenraum für die Blockchain Technologie nutzen können.

Blockchain Grundlagen

Was ist Blockchain? Wie bei allen komplexen Technologien ist es schwierig, diese Frage in einem einfachen Satz zu beantworten. Erschwerend kommen außerdem sprachliche Besonderheiten hinzu. Denn: es handelt sich um eine internationale Technologie, die von vielen Menschen weltweit entwickelt wurde. Darüber hinaus ist es häufig schwierig, fachlich-technische Begriffe aus der IT Welt in verständliches Deutsch zu übersetzen. Es ist daher nicht unwahrscheinlich, dass Sie bereits in der Vergangenheit schon einmal von Blockchain gehört und sich verwirrt einem anderen Thema zugewendet haben. Der Begriff Blockchain wird häufig im Zusammenhang mit Bitcoin verwendet, da es die Technologie ist, die genutzt wird, um die digitale Währung Bitcoin während des Kaufs, Verkaufs und des Handels zu überwachen.

Die Blockchain Technologie spart Zeit

Blockchain wird oft in Verbindung mit Bitcoins verwendet

Der Begriff Blockchain an sich ist dabei „beschreibend“. Bei den Datenbanken handelt es sich um digitale Blöcke. Jede von diesen unterscheidet sich von den anderen durch die Verwendung exakten Zeitstempeln (engl. Timestamps). Ein großer Vorteil dieser Struktur ist, dass sie beinahe nach Belieben skalierbar ist. So lassen sich Blockchains selbst für viele komplexe Aufgaben verwenden. Darüber hinaus wurde das System so entwickelt, dass es besonders sicher sowie resistent gegen Manipulationen ist. Das macht Blockchains zur ersten Wahl, in Situationen, bei denen eine Schutz, Sicherheit, Integrität und Anonymität von besonderer Wichtigkeit sind.

Ein Grund dafür, dass die Blockchain-Technologie so sicher ist, liegt darin, dass sie prinzipiell dezentralisiert ist. Das bedeutet, dass jede Anwendung, die Blockchain verwendet nicht mit einem zentralen Rechner oder Manager verbunden ist, der die Sicherheit des gesamten Systems überwacht. So sind Cyberangriffe, bei denen Millionen von Nutzerdaten gefährdet sind, mit Blockchain sehr unwahrscheinlich. Es bedeutet aber auch, dass das gesamte System auch dann noch problemlos weiter funktionieren kann, wenn ein einzelner Knoten ausfällt. Blockchain Anwendungen, die dieses dezentralisierte System nutzen, sind bekannt als Dezentralisierte Anwendungen.

Blockchain – ein Blick unter die Haube

Die Blockchain Technologie hat ihren Ursprung in den frühen 90ern. In dieser Zeit versuchten Entwickler diskrete Aufzeichnungen zu erstellen, die kryptographisch sichere Informationen enthielten. Diese wurden als Blocks bezeichnet. Das Ziel war es, verschiedene Datenstrukturen zu erstellen, die durch Verschlüsselung privat und sicher gehalten werden konnten. Das Konzept blühte auf, als die Entwicklung an der Kryptowährung Bitcoin begann. Der anonyme Entwickler, der als Satoshi Nakamoto bekannt ist, benötigte eine Möglichkeit, Register mit Zeitstempeln zu erzeugen, um Details von finanziellen Transaktionen anzuzeigen. Verschlüsselte Blöcke wurden zu einer Kette miteinander verlinkt. Die Blockchain war damit geboren. Natürlich handelt es sich hier um einen einfachen Überblick, der keinesfalls genau wiedergeben oder erklären kann, was Blockchain Technologie exakt ist und wie sie genau funktioniert.

Um die auf Blockchain basierenden Technologien besser zu verstehen, ist es sinnvoll, Blockchain mit anderen digitalen Technologien zu vergleichen, um das ganze Potential zu verstehen. Ein häufiger Vergleich ist der von der Journalistin Sally Davies: Sie vergleicht Blockchain und Bitcoin mit E-Mail und Internet. Der Vergleich wird häufig von Personen verwendet, die versuchen die Grundlagen von Blockchain Technologie einfach zu erklären.

Grundsätzlich ist Blockchain für Bitcoin, wie für das Internet die E-Mails. Das bedeutet: So wie das Internet für weitaus mehr als nur für den Versand von E-Mails verwendet werden kann, so hat auch die Blockchain Technologie, die hinter Bitcoin steckt, Potential um für weitere Anwendungen, die über die Kryptowährung hinaus gehen, verwendet zu werden. Würden wir das Internet ausschließlich für den Versand von E-Mails verwenden, würde es sich um eine Verschwendung von technischem Potential handeln. Genauso wäre es eine Verschwendung von technischem Potential, Blockchain Technologie ausschließlich für Kryptowährungen zu nutzen. Bitcoin ist lediglich eine Anwendungsmöglichkeit von vielen tausenden.

Bitcoins sind lediglich EINE Verwendungsmöglichkeit

In diesem Zusammenhang muss jedoch erwähnt werden, dass es einige grundlegende Unterschiede zwischen der Blockchain und dem Internet gibt. Ein großer Unterschied ist, dass es sich bei dem Internet um ein Kommunikationsnetzwerk handelt. Die Blockchain hingegen ist eine Datenbank aus Informationen. Auf einen hohen Level funktionieren beide Technologien theoretisch auf dieselbe Art und Weise, aber die Blockchain kann das Internet wie wir es kennen, nicht ersetzen. Tatsächlich handelt es sich bei der Blockchain mehr um eine Funktion des Internets, wie auch E-Mails, und nicht um ein eigenständiges Kommunikationsnetzwerk. Schließlich benötigen Sie auf die eine oder andere Weise einen Internetzugang, damit Sie auf eine Blockchain zugreifen können.

Stellen Sie sich das etwa so vor: Es gibt nur ein großes Internet, das der Anwender nutzt. Es gibt jedoch viele verschiedene Blockchains und Anwendungen die auf Blockchain aufsetzen. Sie können Intranets und Extranets erstellen, aber wenn Sie über das Internet sprechen, dann reden Sie über das weltweite Netzwerk, dass das TCP/IP Protokoll nutzt, auf welches Sie über Ihren Internet Provider zugreifen können. Sie können auch eine Blockchain haben, die sich auf eine bestimmte Datenbank eines speziellen Typs bezieht. Sprechen Sie aber von der Blockchain, dann sprechen Sie immer über die Datenbank eines spezifischen Unternehmens oder einer Anwendung. Blockchain Technologie in ihrer aktuellen Form ist eng mit Bitcoin verbunden, es handelt sich aber sicherlich nicht um die einzige Blockchain, die existiert.

Distributed Ledger: Das öffentliche Gesicht der Blockchain

Als verschlüsselte, dezentralisierte und manipulationsresistente Datenbank handelt es sich bei Blockchain also um eine komplett versteckte Schattenwelt, oder nicht? Diese Aussage stimmt so nicht ganz. Der Datenschutz steht an oberster Stelle, aber es gibt auch einen gewissen Grad an Transparenz in der gewöhnlichen Blockchain. Bitcoin ist hier ein gutes Beispiel. Sie können in der sogenannten Wallet sehen, wann Bitcoin Transaktion stattfindet. Sie können lediglich nicht erkennen, wer in die Transaktion verwickelt ist.

Technik-Experten bezeichnen die Blockchain häufig als „decentralized ledger“. In diesem Zusammenhang bedeutet der Begriff Ledger Register, also genau das, was die Blockchain eigentlich ist. Die Integrität der Daten ist das zentrale Konzept der Blockchain. Jeder Block in einer Blockchain dient als Register für ein Ereignis. Die Rückkehr zu und die Veränderung solcher Ereignisse ist nahezu unmöglich. Wäre es notwendig, zu einem Ereignis zurückzukehren, zum Beispiel um eine Vereinbarung zu ändern, müssten Sie einen neuen Eintrag erstellen, anstatt den bereits vorhandenen zu bearbeiten. Vertrauen ist daher ein wichtiges Element von Operationen in der Blockchain Technologie. Etwas ungewöhnlich für diese Art von Tool.

Der Gedanke, dass es einen gewissen Grad an Integrität, Vertrauen und öffentlicher Transparenz in Verbindung mit dem Blockchain Konzept gibt, mag dabei zunächst überraschend klingen. Sofern man etwa die Bitcoin-Währung eher mit Kriminalität und Spekulation assoziiert, so wäre das nachvollziehbar. Allerdings ist Bitcoin kein Online-Zahlungsmittel für Kriminelle – auch wenn etwa Bitcoin anfangs hier oft in Bezug gebracht wurde. Dies ist jedoch keine faire Beurteilung. Kurz gesagt: Blockchain und Kryptowährung sind nicht ausschließlich für Kriminelle gedacht.

Die Teilnehmer an einer Transaktion bleiben anonym

Dennoch kann es nicht verneint werden, dass die anonyme und dezentralisierte Natur der Blockchain Technologie, diese für den Schwarzmarkt besonders interessant macht. Nichtsdestotrotz wird der Bitcoin Handel, der zum größten Teil über die Wallets abläuft, in gewisser Weise zu einem legitimen Zahlungsmittel. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels sind die Bitcoin Preise auf einem Rekordhoch. Das lässt darauf schließen, dass einige größere Financiers in den Handel involviert sind. Darüber hinaus lügt der öffentliche Ledger nicht. Wie bereits vorher erwähnt, ist es schwierig bis unmöglich, einen Blockchain Eintrag zu manipulieren. Die Teilnehmer einer Transaktion mögen anonym bleiben, die Transaktion selbst jedoch für gewöhnlich nicht.

All diese Punkte deuten auf ein großes Potential der Blockchain Technologie vor allem im Finanzsektor hin. Es ist wichtig, daran zu denken, dass die Blockchain-Technologie nicht Bitcoin gehört. Aktuell handelt es sich bei der Blockchain immer noch um ein Insiderthema im Bereich der Technologie für Finanztransaktionen. Wir können jedoch davon ausgehen, dass sich dies in den kommenden Jahren ändern wird. Blockchain könnte sogar die Zukunft des Finanzsektors und der großen Banken bedeuten. Blockchain Wallets sind geradlinig und sicher, auf eine Art und Weise, wie es die meisten modernen Banken nicht sind. Das könnte viele neue Kunden anziehen, sofern sie auf die richtige Weise mit der Technik vertraut gemacht werden. Ein weiterer interessanter Vorteil, der Kunden begeistern könnte, ist die Tatsache, dass bei Blockchain Transaktionen jeder Teilnehmer die gleichen Informationen erhält. Es gibt einen Status Quo. Das bedeutet, dass der Kunde auf dieselben Informationen Zugang hat wie der Banker, wenn Finanztransaktionen ausgeführt werden.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten für Blockchain Technologie

Finanzapplikationen sind nicht der einzige Weg, auf dem die Blockchain die Art und Weise wie wir Geschäfte machen aufrütteln könnte. Die Blockchain Wallet ist sicherlich nützlich, sie ist jedoch nur die Spitze des Eisbergs. Es gibt bereits einige sehr interessante Anwendungen, die die Blockchain nutzen. Eine solche auf der Blockchain basierende Alternative ist die Kryptowährung und Bitcoin Konkurrent Ethereum. Ethereum hat die Bitcoin-Technologie weiter gebracht, indem sie die Ausführung von Computer-Programmcode direkt aus den Datenbanken heraus ermöglicht. Als ein verteiltes, öffentliches Netzwerk, entwickelt sich Ethereum zu einem Testfeld für Programmierer, die Apps der unterschiedlichsten Art entwickeln möchten, die sich nicht nur auf die Kryptowährung beziehen. Diese Entwicklung ist sehr vielversprechend und zeigt wie mächtig die Blockchain sein kann.

Einen sehr verwundbaren Bereich, den die Blockchain Technologie verbessern kann, sind Speicherung und Abruf von medizinischen Berichten. Da diese inzwischen ebenfalls digitalisiert gespeichert werden, gehen viele Menschen einfach davon aus, dass jede Arztpraxis passende Maßnahmen ergreift und persönliche, medizinische Daten zuverlässig sichert und schützt. Dies ist leider oft jedoch nicht der Fall.

Krankenhäuser sind anfällig für Datenklau

Krankenhäuser sind beliebte Ziele der Cyberkriminalität, mit dem Ziel massiver medizinischer Identitätsdiebstähle. Eine besorgniserregende Erkenntnis. Der medizinische Diebstahl der Identität bedeutet für die Opfer nicht nur Stress, Ärger und finanziellen Folgen – Dinge die mit jedem Diebstahl der Identität verbunden sind – sondern außerdem auch strafrechtliche Konsequenzen. Wenn der Hacker Ihre Daten missbraucht, um von einem Arzt Rezepte für Medikamente unrechtmäßig zu erwerben oder Versicherungsbetrug begeht und Ihre Daten damit in Verbindung gebracht werden, können das auch juristische Konsequenzen haben.

Die starke Verschlüsselung der Blockchain sowie die Dezentralisierung und ein hohes Maß an Privatsphäre können die Art und Weise verändern, wie wir über den Schutz, das Teilen und die Speicherung von Aufzeichnungen unserer Gesundheit nachdenken.

Grundsätzlich kann alles, was mit Datenspeicherung in Verbindung gebracht wird, die Blockchain Technologie nutzen. Da Kunden immer mehr darauf achten, was sich in den Produkten befinden, die sie nutzen, können Unternehmen die auf Transparenz setzen, die Blockchain auf einfache Art und Weise verwenden, um dem Verbraucher Informationen über den Ablauf der Produktion solcher Güter zur Verfügung zu stellen. Die Blockchain könnte darüber hinaus sogar bei Wahlen eine wichtige Rolle spielen, da Sie die richtige Balance aus Privatsphäre, Integrität und Transparenz bietet.

Smart Contracts und moderne Arbeit

Ein letztes Beispiel, wo die Blockchain einen großen Durchbruch in allen Aspekten unseres Lebens erreichen könnte, sind Smart Contracts. Bei einem Smart Contract handelt es sich grundsätzlich um eine computergenerierte Vereinbarung zwischen zwei Parteien. Die Ausführung des Vertrags ist abhängig von bestimmten Bedingungen. Ein Beispiel ist etwa ein kleines Unternehmen, welches einen Grafikdesigner mit der Erstellung eines Logos für das Re-Branding der Firma beauftragt. Der Designer könnte einen Smart Contract abschließen, der im 250 Euro Honorar bietet, sobald die Arbeit erfolgreich abgeschlossen ist. Der Inhaber des Unternehmens könnte die 250 Euro in eine Blockchain Wallet einzahlen. Dort wird die Summe festgehalten, bis der Grafikdesigner seine Arbeit einreicht und die Zahlung anfordert. Diese wird schließlich durch den Inhaber freigegeben, sofern die Arbeit auftragsgemäß erfüllt wurde. Dieses Verfahren ist einfach, schnell, sicher und funktioniert ohne Mittelsmann.

Geschäftsführer und Entscheider aus allen Branchen sollten ein besonderes Interesse an den Möglichkeiten haben, die Smart Contracts sowie eine Blockchain Anwendung, die solche Verträge und Vertragsbedingungen im Bereich des Verkaufs oder Tauschs von Gütern und Dienstleistungen automatisiert und digitalisiert, bieten. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass mit Smart Contracts ohne weiteres auf einen Mittelsmann in der Gig-Economy verzichtet werden kann.

Unternehmen wie Uber, Airbnb, Ebay oder selbst der Amazon Marketplace könnten sich damit konfrontiert sehen, dass Ihrer Händler und Vertragspartner sich von ihnen abwenden, um ein Peer-to-Peer Blockchain Netzwerk zu nutzen, welches es ermöglicht, die Geschäfte direkt mit dem eigenen Kunden zu machen. Warum sollten Sie Nutzungsgebühren zahlen, wenn Sie Geschäfte direkt mit dem Dienstleister machen können?

Die Blockchain ist eindeutig eine disruptive Technologie, die nicht zu unterschätzen ist und deren Einfluss in den kommenden Jahren in allen Geschäftsbereichen wachsen wird. Und: wenn Sie neue technische Mitarbeiter einstellen, denken Sie daran, dass die Kandidaten, die sich mit der Blockchain auskennen, sehr wahrscheinlich in der Zukunft besonders wertvoll für Ihr Unternehmen sein werden.

Was ist Blockchain und wie wird es die Weltwirtschaft verändern?

Blockchain ist das neue Modewort unter Bankexperten. Für diejenigen, die das Konzept noch nicht kennen, soll dieser Artikel erklären, wie die Technologie funktioniert und wie sie sich wahrscheinlich auf die Zukunft des Bankwesens auswirken wird. Lesen Sie weiter, um mehr darüber zu erfahren. Auch interessant in diesem Zusammenhang: ein Datenraum für sichere Transaktionen.

Was ist Blockchain?

Eine Blockchain ist ein unveränderbares, sicheres, offenes Buchhaltungssystem. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Bankverbindung kann jeder Benutzer des Kontos die Transaktionen der Kette über ihre gesamte Lebensdauer einsehen. Es handelt sich im Wesentlichen um eine Datenbank, die von allen Hauptbenutzern kopiert und gemeinsam genutzt wird.

Bei der Verwendung eines Blockchain-Systems wird jeder Geldverkehr online als ein „Block“ dargestellt. Dieser Block wird dann über das Web mit allen relevanten Beteiligten über ein geschlossenes Netzwerk geteilt. Jeder im Netzwerk bestätigt dann die Transaktion, woraufhin der Block der Kette hinzugefügt wird und das Geld von A nach B mit weniger Aufwand transferiert wird.

Obwohl es ursprünglich für die Aufzeichnung von digitalen Währungen wie Bitcoin, Ethereum und anderen Verschlüsselungsvorgängen entwickelt wurde, hat sich die Technologie auch in einer Vielzahl anderer Kontexte durchgesetzt. Sie geht in die richtige Richtung, um in naher Zukunft eine breitere Akzeptanz in der Gesellschaft zu erlangen.

Was sind die Vorteile?

Blockchain spart Zeit

Blockchain hat einige Vorteile

Der Zugriff aller Benutzer auf die zentralisierte Datenbank bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich. Der offensichtlichste von ihnen ist, dass jeder Zugang zu genau denselben Datensätzen hat, was die Notwendigkeit von Abstimmungen überflüssig macht. Es bietet auch eine langfristige, transparente Aufzeichnung für die zukünftige Verwendung.

Darüber hinaus können dezentrale Buchhaltungstechnologien den Zeitaufwand für die Abrechnung von Transaktionen erheblich reduzieren. Sobald alle anfänglichen Schwachstellen des Systems behoben sind, wird es auch eine Menge Sicherheit für Transaktionen bieten. Mit der Weiterentwicklung der Technologie könnten auch revolutionäre neue Geschäftsmodelle entstehen.

Was sind die Fehler?

Die Blockchain-Technologie steckt noch in den Kinderschuhen. Um universell einsetzbar zu sein, muss die Technik perfekt sein, damit jede Möglichkeit der externen Bearbeitung entfällt.

Wie sieht die Zukunft der Blockchain aus?

Es ist sehr wahrscheinlich, dass Banken und andere Finanzunternehmen die ersten sein werden, die die Blockchain-Technologie übernehmen. Derzeit investieren bereits neun Prozent der Finanzdienstleister in verwandte Technologien. Es wird davon ausgegangen, dass 36% derjenigen, die noch nicht aktiv investieren, in den nächsten drei Jahren investiert werden.

Laut IDC werden bis 2020 45 Millionen Dollar von den Finanzinstitutionen ausgegeben, um Blockchain-Technologien zu ermöglichen. Bis zum gleichen Jahr werden 20% der globalen Handelsfinanzierungen voraussichtlich dezentrale Buchhaltungstechnologien beinhalten. Finanzinstitute sind jedoch nicht die einzigen Unternehmen, die von der Nutzung solcher Technologien profitieren.

Die Beratungsgesellschaft PwC hat kürzlich festgestellt, dass 11 Prozent der Freizeit- und Gastronomiebetriebe bereits begonnen haben, in zugehörige Technologien zu investieren. Hinzu kommen 12% der Unternehmen im Gesundheitswesen, 7% der Energie- und Bergbauunternehmen sowie 6% der Automobilunternehmen. Letztendlich sind die Möglichkeiten beim Einsatz einer Blockchain unbegrenzt.

Blockchain

Bitcoins sind bereits eine bekannte Internetwährung

Neue Vorschriften

Weil die Technologie so neu ist, haben die meisten Regierungen noch keine festen Regeln für die Verwendung von Schlüsselwährungen aufgestellt. Damit können Startups die Blockchain-Technologie auf innovative Weise nutzen. Allerdings werden risikoscheuere Unternehmen weniger häufig mit der Umsetzung beginnen, bis mehr Vorschriften zur Risikominderung erlassen werden.

Einige internationale Organisationen und nationale Regierungsstellen haben den Prozess der Regulierung begonnen. Japan hat Bitcoin bereits als legale Währung anerkannt, und verschiedene US-Agenturen haben damit begonnen, Richtlinien zur virtuellen Währung und ihrer Verwendung aufzustellen.

Warum investieren?

Risikokapitalgeber investieren bereits jetzt in dezentrale Buchhaltungstechnologien. Fast 1,8 Milliarden Dollar Investitionsfinanzierung sind bereits in den Markt eingetreten. Vorausdenkende Wertpapierfirmen und Unternehmen sollten sich überlegen, dasselbe zu tun.

Es gibt eine Reihe von Technologieunternehmen, die sich mit der Verbesserung vorhandener Technologien für dezentrale Buchhaltung beschäftigen. Mit Fortschritten in ihren Projekten können sie die Transaktionsgeschwindigkeit und Skalierbarkeit weiter verbessern. Wer sich für den Einstieg von Anfang an interessiert, sollte sich schon bald über Investitionen informieren.

Steigende Nachfrage

Die Zukunft der Schlüsselwährung sieht vielversprechend aus. Es gibt nur wenige Universitäten, die entsprechende Kurse über ihre Studiengänge für Informatik anbieten, aber der Bedarf an Entwicklern wächst weiter. Erfahrene Ingenieure haben derzeit Gehälter von etwa 250.000 $ pro Jahr, und diese Zahl steigt wahrscheinlich noch, um den höheren Anforderungen zu genügen.

Die Auswirkungen, die Verschlüsselungswährungen und dezentrale Buchhaltungstechnologien auf die Schwellenländer haben werden, sind mit Sicherheit besonders beeindruckend. Weltweit könnten die Entwicklungsländer von Bitcoin und anderen ähnlichen Technologien ziemlich viel profitieren. Die Weltwirtschaft dürfte sich dadurch deutlich verändern.

Einige Stichworte zum Abschluss

Der Bedarf an qualifizierten Entwicklern und Investitionskapital wird in den kommenden Jahren exponentiell wachsen. Zukunftsorientierte Unternehmen, die in Blockchain-Technologien investieren wollen, werden von den Auswirkungen auf die moderne Weltwirtschaft profitieren.

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BWL-Artikel

Was ist IFRS?

IFRS ist die Abkürzung für „International Financial Reporting Standards“, auf Deutsch internationale Rechnungslegungsgrundsätze. In den Standards werden Regeln festgelegt, um die Jahresabschlüsse von Konzernen weltweit konsistent, transparent und vergleichbar zu machen. Die IFRS wurden in der Europäischen Union entwickelt und werden vom International Accounting Standards Board (IASB) mit Sitz in London herausgegeben.

Große Unternehmen und Konzerne, die den Kapitalmarkt nutzen, um Finanzmittel zu beschaffen, müssen seit einigen Jahren ihre Bilanz und Konzernabschlüsse nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften erstellen. Die International Financial Reporting Standards (IFRS) sind international gültige Vorschriften für weltweit konsistente, transparente und vergleichbare Abschlüsse.

Wo werden die IFRS verwendet?

Die IFRS dienen dazu, die Rechnungspraktiken und -aussagen einheitlich zu gestalten. Sie sollen Unternehmen und Investoren ermöglichen, fundierte Finanzanalysen und -entscheidungen auf einer einheitlichen Informationsbasis zu treffen. Vorläufer der IFRS waren die International Accounting Standards (IAS). Diese Rechnungslegungsgrundsätze wurden bis zum Jahr 2000 vom International Accounting Standards Committee (IASC) herausgegeben. Sie enthalten wie die International Financial Reporting Standards ebenfalls grundlegende Vorschriften zur Rechnungslegung und Regelungen zur Bilanzerstellung. Die IAS sind in den IFRS aufgegangen aber heute noch gültig. Nur ein Teil der alten IAS Standards ist heute obsolet.

Struktur der International Financial Reporting Standards

Die IFRS enthalten im Gegensatz zum HGB (Handelsgesetzbuch) keine allgemeingültigen Vorschriften und in sich geschlossene Regeln für die Rechnungslegung. Die IFRS setzen sich vielmehr mit Einzelfragen auseinander, sodass die einzelnen Vorschriften wesentlich ausführlicher ausgelegt sind, als die gesetzlichen Bestimmungen im deutschen Handelsgesetzbuch. Durch die detaillierte Auseinandersetzung mit Einzelfragen kommt es bei den IFRS häufig zu sich wiederholenden Angaben innerhalb des Regelwerks. Grundsätzlich bestehen die International Financial Reporting Standards aus den drei Teilen Framework, Standards und den Interpretations.

Die Standards und die sogenannten Interpretations bauen auf dem Framework auf. Dadurch erfolgt eine inhaltliche Konkretisierung im Einzelfall immer von unten nach oben, das heißt, vom Framework ausgehend über die Standards zu den Interpretations. Das Framework liefert zunächst allgemeine Informationen über die Zielsetzung der International Financial Reporting Standards. Darüber hinaus sind hier Hinweise für die Ausgestaltung von Konzernabschlüssen enthalten. Alle im Framework enthaltenen Informationen sind jedoch nicht verbindlich.

Standards von Jahresabschlüssen

Deutlich konkreter sind die Standards. Sie geben unter anderem eine formal zu erfüllende Darstellung und Gliederung für die Jahresabschlüsse von Konzernen vor. Beispielsweise müssen Unternehmen jeweils zum Beginn und zum Ende des Geschäftsjahres, das heißt mindestens zweimal jährlich, ihre Finanz- und Vermögenslage veröffentlichen. Zudem ist in den Standards vorgegeben, dass die Jahresabschlüsse Informationen über den Gesamterfolg des Unternehmens, Veränderungen des Eigenkapitals und sowie Angaben zu den Zahlungsströmen enthalten muss. Darüber hinaus müssen im Anhang zur Bilanz Angaben zu den angewendeten Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden gemacht machen. Zurzeit gibt es im IFRS 16 + 41 IAS Standards, in denen jeweils ein spezielles Problem bei der Bilanzierung behandelt wird. Der dritte Teil der International Financial Reporting Standards, die Interpretations sind die offizielle Auslegung der Standards und ergänzen diese.

Grundlegender Aufbau eines Standards der IFRS

Die in den IAS/IFRS enthaltenen Standards sind grundsätzlich alle gleich strukturiert. Zunächst wird die Zielsetzung des jeweiligen Standards und dessen Anwendungsbereich beschrieben. Ergänzt wird diese Beschreibung durch die Definition der wesentlichen Begriffe. Danach folgt eine Behandlung der Bewertungsfragen und wie die Ausweisung in der Bilanz erfolgen soll. Hinzu kommen Ausführungen zu den erforderlichen Offenlegungen. Diese entsprechen in etwa den laut HGB erforderlichen Angaben in Bilanzanhang. Revidierte und neue Standards enthalten einen Hinweis zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des neuen Standards oder zum Inkrafttreten der Neuregelung /Änderung.

Unterschiede zwischen IFRS und GAAP

Zwischen den International Financial Reporting Standards und den beispielsweise in den USA und Kanada angewendeten allgemein anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen (GAAP) bestehen mehrere Unterschiede. Beispielsweise in der Art und Weise, wie Bestände bilanziert werden. Es gibt zwei Möglichkeiten. First-In-First-Out (FIFO) und Last-In-First-Out (LIFO). FIFO bedeutet, das zuerst gekaufte Bestände zuerst wieder verkauft werden. LIFO bedeutet, dass der letzte Bestand der erste ist, der verkauft wird. IFRS verbietet LIFO, während es bei Anwendung der GAAP möglich ist, beide frei Prinzipien zu verwenden.

Verpflichtung zur Anwendung der IFRS für Konzerne

Die Anwendung der International Financial Reporting Standards ist seit dem 1. Januar 2005 für Konzerne und Unternehmen, deren Aktien oder Anleihen am Kapitalmarkt gehandelt werden, verpflichtend. Zusätzlich müssen in Deutschland ansässige Unternehmen die Steuerbilanz nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellen. Das bedeutet, dass für Unternehmen in Deutschland der Aufwand für die Erstellung der Jahresabschlüsse annähernd verdoppelt hat. Zurzeit werden die IFRS in mehr als 120 Ländern weltweit angewendet. Neben den Ländern der Europäischen Union sind die International Financial Reporting Standards mittlerweile verpflichtend in vielen Ländern Asiens und Südamerikas.

Welche Vorteile bieten die IFRS?

Trotz des erhöhten Aufwands bei der Bilanzerstellung werden die IFRS von einem Großteil der Unternehmen sehr positiv gesehen. Durch die Vereinheitlichung der Bilanzierungsrichtlinien ermöglichen die International Financial Reporting Standards Anlegern, Investoren und anderen interessierten Personenkreis einen objektiven und einfachen Vergleich der verschiedenen Unternehmen, egal wo sie ihren Sitz haben. Dies ist beispielsweise ein wesentlicher Vorteil bei einem Unternehmensverkauf , wenn im Rahmen der Due Diligence im Datenraum ein Unternehmen objektiv bewertet werden muss.

Was ist IAS?

IAS ist die Abkürzung für „International Accounting Standards“, auf Deutsch internationale Rechnungslegungsstandards. Dabei handelt es sich um eine Reihe von international vereinbarten Grundsätzen und Verfahren, die festlegen, auf welche Art und Weise die Rechnungslegung in kapitalmarktorientierten Unternehmen oder Konzernen erfolgen soll.

IAS – Basis für die Rechnungslegung internationaler Unternehmen

Im Zuge der seit Mitte der 1960er Jahre zunehmenden Globalisierung der Wirtschaft wurde deutlich, dass ein weltweit akzeptierter Rahmen für die auf internationaler Ebene konsistente, vergleichbare, zuverlässige und transparente Erstellung von Finanzunterlagen und -berichten notwendig ist. Diesen einheitlichen Rahmen bilden die bis 2001 veröffentlichten IAS und die nachfolgenden IFRS.

Wer ist für die IAS verantwortlich?

Die IAS wurden vom International Accounting Standards Committee (IASC) erstellt und herausgegeben. Das IASC wurde 1973 von Australien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Japan, Mexiko, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich gegründet. 1989 veröffentlichte das IASC mit dem „Framework for the Preparation and Presentation of Financial Statements“ das erste internationale akzeptierte „konzeptionelle Rahmenwerk“, um Unternehmen bei der Rechnungslegung und Berichterstattung zu unterstützen. Bis zum Jahr 2001 wurden insgesamt 41 IAS Standards vom IASC entwickelt und veröffentlicht.

Ab dem Jahr 2001 wurde eine neue Reihe mit insgesamt 17 Standards entwickelt, die als International Financial Reporting Standards (IFRS) bezeichnet werden. Gleichzeitig erfolgte eine Umbenennung des International Accounting Standards Committee in International Accounting Standards Board (IASB). Seit dem 1. Dezember 2016 hat das IASB 14 Vorstandsmitglieder. Die Mitglieder werden für eine fünfjährige Amtszeit ernannt. Die Verfassung des IASB schreibt vor, dass jeweils vier Vorstandsmitglieder aus der Region Asien/Ozeanien, Europa, Nord- und Südamerika, ein Mitglied aus Afrika und ein weiteres aus einem beliebigen Gebiet stammen müssen. Die Mitglieder des IASB Boards müssen einerseits über praktische Erfahrung und andererseits über eine hohe fachliche Kompetenz in Bezug auf die Rechnungslegung großer Unternehmen verfügen.

Das IASB hat seinen Sitz in London und ist bis heute Herausgeber der aktuellen IFRS. Die älteren IAS werden vom International Accounting Standards Board regelmäßig überarbeitet und bei Bedarf aktualisiert. In der Europäischen Union sind die IFRS seit dem Jahr 2005 von kapitalmarktorientierten Unternehmen bei der Bilanzerstellung verpflichtend anzuwenden. Andere Unternehmen, die international tätig sind, von denen jedoch keine Aktien, Anleihen oder andere Wertpapiere an einer Börse gehandelt werden, können diese Standards ebenfalls anwenden, sind jedoch nicht dazu verpflichtet.

Warum wurden die IAS entwickelt?

Moderne Volkswirtschaften sind auf grenzüberschreitende Transaktionen und den freien Fluss von internationalem Kapital angewiesen. Mehr als ein Drittel aller weltweiten Finanztransaktionen finden heute grenzüberschreitend statt – mit steigender Tendenz. Investoren suchen weltweit nach Diversifizierungs- und Investitionsmöglichkeiten und Unternehmen beschaffen Kapital an den globalen Finanzmärkten, agieren zunehmend international und haben Tochtergesellschaften oder Niederlassungen in mehreren Ländern.

In der Vergangenheit wurden grenzüberschreitende Aktivitäten dadurch erschwert, dass verschiedene Länder ihre eigenen nationalen Rechnungslegungsstandards hatten. Dieser Flickenteppich unterschiedlicher Vorschriften erhöhte häufig die Kosten für internationale Transaktionen, die Komplexität der Abschlüsse und letztendlich das Risiko für Investoren und andere, die diese Abschlüsse für wirtschaftliche Entscheidungen verwenden.

Die Anwendung nationaler Rechnungslegungsstandards bedeutete, dass die im Jahresabschluss ausgewiesenen Beträge oft auf unterschiedlichen Grundlagen berechnet werden. Für Kapitalgeber und andere interessierte Personenkreise bedeutet dies, dass die Details der nationalen Rechnungslegungsstandards im Einzelnen untersucht werden müssen, da selbst ein geringer Unterschied in den Anforderungen bei der Rechnungslegung einen erheblichen Einfluss auf die veröffentlichte Leistung und finanzielle Lage eines Unternehmens haben kann.

Mit den IAS und den seit 2001 veröffentlichten IFRS wurden die Jahresabschlüsse transparenter und leichter vergleichbar. Die IAS und IFRS-Standards behandelt einzelne Themenbereiche der Rechnungslegung und empfehlen, wie bestimmte Transaktionen in der Rechnungslegung dargestellt werden sollten, Sie sorgen für Transparenz, indem sie die Qualität von Finanzinformationen vereinheitlichen und verbessern. Dies ermöglicht Anlegern und anderen Marktteilnehmern, fundierte wirtschaftliche Entscheidungen zu treffen. Die IAS und IFRS Standards verringern die Informationslücke zwischen den Kapitalgebern und den Unternehmen und Personen, denen sie ihr Geld anvertraut haben. Die Standards schreiben die Veröffentlichung von Informationen vor, die erforderlich sind, um das Management zur Rechenschaft zu ziehen.

Als Rahmen für global vergleichbare Informationen sind die IAS und IFRS-Standards auch für Aufsichtsbehörden auf der ganzen Welt von entscheidender Bedeutung. Nicht zuletzt tragen die Standards zur Wirtschaftlichkeit bei, indem sie Anlegern helfen, Chancen und Risiken zu identifizieren und so die Kapitalallokation zu verbessern. Für Unternehmen reduziert die Verwendung weltweit gültiger Standards die Kapitalkosten und senkt die Kosten für die internationale Berichterstattung.

Welche Vorteile bietet diese Rechnungslegung?

Die Mitgliedsländer der G20 und andere große internationale Organisationen sowie sehr viele Regierungen, Wirtschaftsverbände und Investoren unterstützen das Ziel eines einheitlichen Satzes von qualitativ hochwertigen, globalen Rechnungslegungsstandards. Unter anderem macht die Weltbank die Vergabe von Krediten davon abhängig, ob die IAS verwendet werden. In der Regel verlangen international tätige Investoren Abschlüsse, die auf Grundlage dieser Standards erstellt worden.

Dies hat dazu geführt, dass die IAS und IFRS trotz eines für viele Unternehmen zunächst erhöhten Aufwandes bei der Rechnungslegung heute weitgehend akzeptiert werden. Die IAS und IFRS ermöglichen Investoren und anderen interessierten Personenkreisen den unkomplizierten Vergleich von Unternehmen bei einem Unternehmensverkauf egal, in welchem Land das Unternehmen seinen Sitz hat. Diesen Vorteil wissen Investoren zu schätzen, wenn sie im Datenraum ein Unternehmen im Rahmen der Due Diligence bewerten.

Net Working Capital

Das Net Working Capital, auch NWC, beschreibt die Differenz zwischen dem Umlaufvermögen und den kurzfristigen Verbindlichkeiten eines Unternehmens. Somit handelt es sich beim NWC um das Nettoumlaufvermögen. Ein positives Net Working Capital bedeutet, dass ein Unternehmen über genügend Mittel verfügt, um seinen kurzfristigen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Auch in andere Aktivitäten wird investiert. Mehr Datenraum zur Berechnung des NWC finden Sie hier.
Wenn das Nettoumlaufvermögen eines Unternehmens hingegen seine kurzfristigen Verbindlichkeiten nicht übersteigt, kann das dazu führen, dass das Unternehmen nicht zu wachsen im Stande ist, Gläubigern nichts bezahlen kann oder sogar Konkurs geht. Somit muss das Ziel zwangsläufig heißen, stets ein Net Working Capital größer 0 zu haben. Die Begriffe Working Capital und Net Working Capital unterscheiden sich. Beim Working Capital sind die flüssigen Mittel, also Kassen- und Bankbestände, aufgeführt. In die Berechnung des Net Working Capitals fließen sie nicht mit ein.

Formel Net Working Capital

Die Berechnung des Net Working Capital ist unkompliziert. Die Formel sieht folgendermaßen aus:

Net Working Capital = Umlaufvermögen – Liquide Mittel – Kurzfristige Verbindlichkeiten

Umlaufvermögen:

Das Umlaufvermögen eines Unternehmens beschreibt kurzfristige Vermögenswerte in der Bilanz, die innerhalb eines Jahres oder weniger in Bargeld umgewandelt werden können. Zu den kurzfristigen Vermögenswerten gehören in der Regel Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wie u.a. kurzfristige Staatsanleihen oder Geldmarktfonds. Wertpapiere, Forderungen und Vorräte gelten ebenfalls als kurzfristige Vermögenswerte.

NWC

Umlaufvermögen und liquide Mittel werden zur Berechnung benötigt.

Ein Unternehmen verfügt zum Beispiel über liquide Mittel in Höhe von 500.000 Euro, Forderungen in Höhe von 50.000 Euro und Lagerbestände in Höhe von 100.000 USD. Zur Berechnung des gesamten Umlaufvermögens addieren Sie einfach diese Werte:

500.000 EUR + 50.000 EUR + 100.000EUR = 650.000EUR

Liquide Mittel:

Die liquiden Mittel eines Unternehmens umfassen Geldmittel, die zur sofortigen Zahlung zur Verfügung stehen. Diese Mittel umfassen vor allem Bargeldbestände, Bankguthaben und Schecks. Die liquiden Mittel eines Unternehmens bilden einen Posten im Umlaufvermögen und finden sich auf der Aktiva-Seite der Unternehmensbilanz. Lesen Sie hier alles zur Bilanz.
Ein Unternehmen verfügt beispielsweise über Bargeldbestände in Höhe von 20.000 Euro. Das Bankguthaben beträgt 7.000 Euro und Schecks haben einen Betrag von 4.000 Euro. Um die Summe der liquiden Mittel zu berechnen, müssen Sie alle diese Werte zu den einzelnen liquiden Mitteln addieren:

20.000 EUR + 7.000 EUR + 4.000 EUR = 31.000 EUR

Kurzfristige Verbindlichkeiten:

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten eines Unternehmens beschreiben die kurzfristigen finanziellen Verpflichtungen, die innerhalb eines Jahres oder weniger fällig sind. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten umfassen in der Regel kurzfristige Darlehen, Kredite, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Rückstellungen und andere Schulden wie Kreditkartensalden oder andere Schulden. Kurzfristige Teile langfristiger Schulden wie gewerbliche Immobilienkredite und Kredite für kleine Unternehmen gelten ebenfalls als kurzfristige Verbindlichkeiten.

Ein Unternehmen verfügt beispielsweise über ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von 200.000 Euro. Die Verbindlichkeiten betragen 70.000 Euro und man hat Rückstellungen in Höhe von 40.000 Euro. Um die Summe der kurzfristigen Verbindlichkeiten zu erhalten, muss man diese Werte addieren:

200.000 EUR + 70.000 EUR + 40.000 EUR = 310.000 EUR

Nachdem Sie die Werte sowohl für das Umlaufvermögen, die liquiden Mittel als auch für die kurzfristigen Verbindlichkeiten berechnet haben, besteht der nächste Schritt darin, die liquiden Mittel sowie die kurzfristigen Verbindlichkeiten vom Umlaufvermögen zu subtrahieren, um den Wert Ihres Nettoumlaufvermögens zu erhalten. Unter Verwendung der obigen Zahlen lautet die Berechnung wie folgt:

650.000 EUR – 31.000 EUR – 310.000 EUR = 309.000 EUR NWC

Was sagt das Net Working Capital aus?

NWC?

Was passiert bei einem negativen NWC?

Wenn das Nettoumlaufvermögen eines Unternehmens im Wesentlichen positiv ist, bedeutet dies, dass die kurzfristigen Mittel aus dem Umlaufvermögen mehr als ausreichend sind, um die kurzfristigen Verbindlichkeiten bei Fälligkeit zu begleichen. Was bedeutet es, wenn der Wert im Wesentlichen negativ ist? Das Unternehmen verfügt möglicherweise nicht über ausreichende Mittel, um seine kurzfristigen Verbindlichkeiten zu begleichen. Es besteht die Gefahr eines Konkurses des Unternehmens. Die Angabe des Nettoumlaufvermögens ist aussagekräftiger, wenn eine Trendlinie verfolgt wird, da diese eine allmähliche Verbesserung oder Verringerung des Nettoumlaufvermögens im Laufe der Zeit anzeigen kann.

Das Net Working Capital kann auch verwendet werden, um die Fähigkeit eines Unternehmens zu schätzen, schnell zu wachsen. Wenn es über ein großes Net Working Capital verfügt, kann das Geschäft scheinbar schnell wachsen. Umgekehrt wäre es aufgrund einer angespannten Lage des Nettoumlaufvermögens sehr unwahrscheinlich, dass ein Unternehmen über die finanziellen Mittel verfügt, um sein Wachstum zu beschleunigen. Ein spezifischerer Indikator für die Wachstumsfähigkeit ist, wenn ein Unternehmen Bargeld von seinen Kunden einziehen kann, bevor es seine Lieferanten bezahlen muss.

Wie steht es um das Unternehmen?

Vereinfacht kann man sagen, dass, je höher das Nettoumlaufvermögen eines Unternehmens ist, desto stabiler ist das Unternehmen für die Gegenwart und die kurzfristige Zukunft aufgestellt. Dabei muss aber beachtet werden, dass ein zu hohes Umlaufvermögen auf eine die Eigenkapitalrentabilität negativ beeinträchtigende Bindung von kurzfristigen Vermögen hinweisen kann.

NWC

Wie steht es um die Zukunft meines Unternehmens?

Änderungen im Net Working Capital sind ein Maß für den operativen Cashflow (OCF) und werden in der Regel in der Kapitalflussrechnung erfasst. Die Veränderung des Nettoumlaufvermögens kann Ihnen zeigen, ob das kurzfristige Geschäftsvermögen im Verhältnis zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten von einer Periode zur nächsten zunimmt oder abnimmt. Ein zunehmendes oder abnehmendes Nettoumlaufvermögen ist jedoch nicht zwingend gut oder schlecht. Gelegentlich erfordern strategische Geschäftsentscheidungen einen kurzfristigen Anstieg der Verbindlichkeiten. Oder ein zunehmendes Nettoumlaufvermögen kann zeigen, dass ein größerer Teil Ihres Bargeldes in Vermögenswerte investiert ist, die möglicherweise nicht sehr liquide sind. Daher ist es wichtig, die Entwicklung des Nettoumlaufvermögens zu verfolgen, damit Unternehmen ihren OCF überwachen können.

Die Gewinnverteilung in einer GmbH: So funktioniert sie richtig!

Auch, wenn die Verteilung von Gewinnen grundsätzlich etwas angenehmes ist, ist die Gewinnverteilung bei einer GmbH für viele Beteiligte ein leidiges Thema. Das liegt häufig an fehlendem Wissen, falschen Annahmen oder einer grundsätzlich falschen Herangehensweise an das Thema. Die Fehlerkette beginnt oftmals bereits mit der Dokumentation der Vermögenslage im Rahmen der GmbH. Insbesondere, wenn kein Datenraum zur zentralen Verwaltung von Unterlagen und Dokumenten existiert, kann sich die Sichtung der notwendigen Unterlagen und folgerichtig auch die Ermittlung der Vermögenslage der GmbH schwieriger als gedacht darstellen. Wie also funktioniert die Gewinnverteilung bei einer GmbH von Anfang an richtig?

Grundsätzliches sollte zunächst klar gestellt sein. Die Anteilseigner einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) nennen sich Gesellschafter und haben prinzipiell nach Abschluss des Geschäftsjahres einen Anspruch auf die Verteilung angefallener Gewinne. Somit wird die erste Voraussetzung für die Gewinnverteilung deutlich: Es müssen durch einen erwirtschafteten Gewinn schwarze Zahlen vorliegen. Des Weiteren muss eine GmbH einen Vertrag, den sogenannten Gesellschaftervertrag, zugrunde liegen haben. Hierin wird auch die Gewinnverteilung geregelt. Lesen Sie hier alles zum Gesellschaftsvertrag.

Die übliche Regelung, die auch greift, wenn kein entsprechender Passus inkludiert ist, sieht vor, dass man alle Gesellschafter im Verhältnis zu den von ihnen gehaltenen Anteilen an der Gewinnverteilung beteiligt. Nur, wenn diese anderweitig geregelt ist, greift die vertraglich festgehaltene Regelung. Dies ist regelmäßig dann der Fall, wenn zum Beispiel im laufenden Jahr Zahlungen geflossen sind. Passieren kann das in Form eines Gehalts an den Geschäftsführer. Ebenfalls möglich ist, dass Gesellschafter mehr als nur Geld eingebracht haben. Zum Beispiel sind eine bestimmte Expertise oder Geschäftskontakte solche Gründe, die einen höheren Gewinnanteil ausmacht, rechtfertigen.

Freie Verfügung über den Gewinn

GmbH Gewinnverteilung

Wie genau wird der Gewinn verteilt?

Üblicherweise ist der Abschluss eines Geschäftsjahres der Zeitpunkt für die Verteilung von Gewinnen in einer GmbH. Das ist jedoch nicht in Stein gemeißelt, denn die Gesellschafterversammlung darf diesen Zeitpunkt auch anders beschließen. Hierfür bedarf es lediglich eines wirksamen gemeinsamen Beschlusses der Gesellschafter. Ein solcher Beschluss kann auch die Höhe der Ausschüttung festlegen, eine Mindestsumme oder lediglich eine teilweise Auszahlung beschließen. Die Gesellschafterversammlung ist somit ein zentrales Institut einer GmbH.

Während die Gesellschafter über die Gewinne und die Gewinnverteilung frei verfügen können, gilt dies ausdrücklich nicht für das eingezahlte Stammkapital. Dieses muss erhalten bleiben und kann somit nicht im Rahmen der Gewinnverteilung ausgezahlt werden. Den Gesellschaftern sind diesbezüglich die Hände per Gesetz gebunden. Eine Besonderheit mit Blick auf das Stammkapital ergibt sich bei der sogenannten Mini-GmbH. Die Gründung funktioniert bereits mit einem Euro Stammkapital. Somit ist es denkbar, den kompletten Gewinn auszuzahlen. Es ist jedoch gesetzlich so vorgesehen, dass bei einer Mini-GmbH lediglich 75 Prozent des Gewinns verteilt sein dürfen, bis das Stammkapital eine Höhe von 25.000 Euro erreicht hat. Ab diesem Zeitpunkt, wenn die Mini-GmbH zu einer vollen GmbH erwachsen ist, dürfen 100 Prozent der Gewinne in die Gewinnverteilung fließen.

Wer sich selbst mit den Regelungen zur Gewinnverwendung und dem Schutz des Stammkapitals auseinandersetzen möchte, kann hierfür in das spezielle GmbH-Gesetz (üblicherweise an das BGB angehängt) blicken und insbesondere einen Blick auf die Paragraphen 29 und 30 des GmbH-Gesetzes werfen.

Ergebnisverwendung

GmbH Gewinnverteilung

Überschuss oder Verlustvortrag?

Die Ergebnisverwendung ist es dann, die die Gewinnverteilung letztendlich regelt. Entstand ein Überschuss, kann man dieser nach den zuvor erläuterten Regeln verteilen. Gibt es einen bestehenden Gewinnvortrag, muss  man den Überschuss selbstverständlich zuvor um diesen aufstocken. Gab es hingegen einen Verlustvortrag, wird dieser vom Überschuss abgezogen. Selbstverständlich gilt auch danach die Regelung, dass nicht zwingend der ganze Überschuss in die Gewinnverteilung fließen muss, sondern Individualabreden im Gesellschaftervertrag oder der Gesellschafterversammlung Vorrang genießen. Das ist zum Beispiel dann häufig der Fall, wenn ein Gewinnvortrag festgesetzt oder sich Rücklagen bilden sollen.

Die Gewinnverteilung behindern kann nun in der Regel nur noch wenig. Der Erhalt der Grundlagen kann so ein Hindernis sein. Wie zuvor bereits beschrieben, kann dies der Fall sein, wenn die Gewinnverteilung das Stammkapital angreifen würde. Dies ist nicht zulässig und würde somit die Gewinnverteilung verhindern. Nur unter der Voraussetzung, dass sich das Stammkapital über die nötige Höhe hinaus durch Nachschüsse erhöht hat und dieses dadurch höher als gesetzlich vorgeschrieben ist, sind Auszahlungen die das Stammkapital mindern, zulässig. Jedoch wiederum nur bis zu den gesetzlich vorgeschriebenen 25.000 Euro.

Was versteht man unter „inkongruenter Gewinnverteilung„?

Dieser Sonderfall beschreibt den bereits angesprochenen Zustand. Hier findet die Verteilung der Gewinne einer GmbH nicht kongruent mit den jeweiligen Anteilen der Gesellschafter statt. Dies ist nicht der vom Gesetz vorhergesehene Modus, wie der Paragraph 29 des GmbH-Gesetzes aufzeigt, er ist jedoch zulässig bzw. er kann wirksam vereinbart werden. Im Gesellschaftsvertrag oder im Rahmen der Gesellschafterversammlung kann eine solche Art der Gewinnverteilung vereinbart werden. Dadurch kann ein Gesellschafter seine Eigenkapitalrentabilität selbstverständlich massiv erhöhen. Hält ein Gesellschafter zum Beispiel nur rund ein Viertel der Anteile, erhält jedoch die Hälfte der Gewinne. Dafür verdoppelt sich seine Rentabilität. Wie bereits erläutert, ist dies üblicherweise dann der Fall, wenn es weitere Einbringungen nicht-finanzieller Art durch einen Gesellschafter gibt und dieser somit besonders zum Erfolg beigetragen hat. Auch das Ausscheiden eines anderen Gesellschafter kann zu einer inkongruenten Gewinnverteilung führen.

Achtung: Keine inkongruente Verteilung ohne entsprechende Regelung

Gewinnverteilung GmbH

Die Gewinnverteilung ist klar geregelt

Grundsätzlich bietet die GmbH und das zugrunde liegenden GmbH-Gesetz viele Flexibilitäten. Diese Enden aber an den Grenzen zu anderen Gesetzen. Entscheiden sich Gesellschafter ohne entsprechenden Vertrag und Beschluss für eine Gewinnverteilung entgegen der üblichen Regelungen, riskieren Sie es, bei einer Prüfung vom Finanzamt Probleme keine Anerkennung für die Verteilung zu erhalten.

Die Gewinnverteilung bei einer GmbH ist also nicht so kompliziert ,wie es häufig erscheint, es bedarf lediglich einer guten Planung, Dokumentation und Vorbereitung durch die Gesellschafter.