Was ist der Leverage-Effekt?

Mit dem Leverage Effekt wird die Erhöhung der Rendite des Eigenkapitals durch die Aufnahmen von Fremdkapital bezeichnet. Diese Hebelwirkung entsteht, wenn die Kosten für das Fremdkapital niedriger sind als die Rendite, welche durch das Fremdkapital getätigte Investition abwirft. Die Hebelwirkung ist daher an verschiedene Grundbedingungen geknüpft. Sind diese nicht vorhanden, kann es zu negativen Folgen des Leverage Effekts kommen.

Der Leverage-Effekt

Die Grundkonstellation

Für die Durchführung einer Unternehmung benötigt man in aller Regel mehr Kapital, als ein neu startender Unternehmer aus eigenen Mitteln aufbringen kann. Infolgedessen wird die Aufnahme von Fremdkapital notwendig. Hierbei sind mehrere Wege möglich. Die klassische Variante ist beispielsweise die Aufnahme eines Kredits. Für diesen werden so gut wie immer Zinsen fällig. Die Kosten für die Zinsen schmälern den Gewinn.

Die Aufnahme eines Kredits lohnt sich für den Unternehmer deshalb nur dann, wenn der durch die unternehmerischen Aktivitäten erzielte Gewinn deutlich höher liegt als die aufzubringenden Zinsen. Ist dies der Fall, erhöht das eingesetzte Fremdkapital die Einkünfte. Die Relation des Gewinns im Verhältnis zum eingebrachten Eigenkapital steigt entsprechend. Hierbei handelt es sich um den so genannten positiven Leverage Effekt.

Fallbeispiel für den positiven Leverage Effekt

Die Firma A arbeitet als Zulieferer für die Automobil Industrie. Sie stellt Druckknöpfe für das Armaturenbrett her. Die Höhe des Eigenkapital beträgt zehn Millionen Euro. Investiert wurde das Eigenkapital in die zur Produktion notwendigen Maschinen. Diese werden jährlich mit fünf Prozent abgeschrieben. Die so verursachten Kosten betragen entsprechend 500.000 Euro pro Jahr. Hinzu kommen Ausgaben für Personal in Höhe von 200.000 Euro.

Der durchschnittliche jährliche Umsatz des Unternehmens liegt bei 2.000.000 Euro. Hiervon sind die für die Produktion aufgewendeten Kosten in Abzug zu bringen.

2.0000.000 Euro Umsatz
– 500.000 Euro Abschreibung für Maschinen
– 200.000 Euro Personalkosten

1.300.000 Euro Gewinn

Auf dieser Grundlage lässt sich nun die Rentabilität des Eigenkapitals berechnen. Dabei teilt man den Gewinn durch das Eigenkapital. Im vorliegenden Beispiel beträgt das Ergebnis 0,13. Umgerechnet in Prozent bedeutet dies, dass die Eigenkapitalrendite für Firma A bei 13 Prozent pro Geschäftsjahr liegt.

Die Aufnahme von Fremdkapital

Leverage-Effekt

Die Berechnung des Leverage-Effekts

Aufgrund der guten Wirtschaftslage der Automobilindustrie ist die Auftragslage positiv. Um alle Bestellungen abarbeiten zu können entschließt sich Firma A Fremdkapital aufzunehmen. Dank niedriger Leitzinsen ist der Kredit entsprechend günstig und wird mit 2 Prozent pro Jahr verzinst. Für die Anschaffung neuer Maschinen werden insgesamt 5.000.000 Euro aufgenommen.

Die zusätzlichen Maschinen werden ebenfalls mit fünf Prozent pro Jahr abgeschrieben. Außerdem entstehen durch die Erweiterung des Betriebs zusätzliche Lohnkosten in Höhe von 100.000 Euro pro Jahr. Die Umsätze lassen sich um 750.000 Euro pro Jahr steigern. Somit ergibt sich folgende Rechnung:

750.000 Euro zusätzlicher Umsatz
– 250.000 Euro Abschreibung für Maschinen
– 100.000 Euro erhöhte Personalkosten
– 100.000 Euro Zinsen für Fremdkapital

300.000 Euro Gewinn

Das Berechnung des Leverage Effekts

Die Aufnahme von Fremdkapital hat für die Firma A eine Erhöhung der Gewinne bedeutet. Nun stellt sich die Frage, in welcher Höhe sich die Hebelwirkung des Leverage Effekts auf das Gesamtergebnis ausgewirkt hat. Wiederum muss man hierbei den Gewinn ins Verhältnis zum Eigenkapital setzen. Dabei wird im Beispiel davon ausgegangen, dass sich die Werte für das Kerngeschäft nicht verändert haben. Entsprechend erhöht sich der Gewinn von 1.000.000 Euro auf 1.600.000 Millionen Euro.

Wird der Gewinn durch das Eigenkapital geteilt, ergibt dies einen Wert von 0,16. Prozentual beträgt die Rendite des Eigenkapitals daher 16 Prozent pro Jahr. Gegenüber dem Vorjahresergebnis bedeutet dies eine Steigerung um drei Prozentpunkte. Genau diese drei Prozentpunkte sind der positive Leverage Effekt, der sich aus der Aufnahme von Fremdkapital ergeben hat.

Fallbeispiel zum negativen Leverage Effekt

Der Leverage Effekt kann jedoch auch in negativer Weise eintreten. Dies ist dann der Fall, wenn die auf das Eigenkapital erzielbare Rendite sich unterhalb der Kosten bewegt, die für die Leistung von Zinsen für das aufgenommene Fremdkapital aufgewendet werden müssen.

Der Leverage-Effekt kann auch negativ ausfallen

Nehmen wir in obigem Beispiel an, die Firma A realisiert bei glelchem Eigenkapital lediglich Umsätze von 1.000.000 Euro pro Jahr. Die Rechnung sähe dann wie folgt aus:

1.0000.000 Euro Umsatz
– 500.000 Euro Abschreibung für Maschinen
– 200.000 Euro Personalkosten

300.000 Euro Gewinn

Entsprechend niedriger läge die Eigenkapitalrendite. Die Division von Gewinn durch Eigenkapital ergibt einen Wert von 0.03 was 3 Prozent Rendite entspricht.

Nehmen wir weiter an, dass die Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank stark erhöht wurden und Kredite lediglich zu einem Satz von 8 Prozent aufgenommen werden können. Entschließt sich Firma A gleichwohl zur Erhöhung der Kapazitäten in der oben beschriebenen Form ergibt sich, sofern die Umsätze auch durch verstärkte Produktion nicht erhöht werden können, folgende Rechnung:

500.000 Euro zusätzlicher Umsatz
– 250.000 Euro Abschreibung für Maschinen
– 100.000 Euro erhöhte Personalkosten
– 400.000 Euro Zinsen für Fremdkapital

– 250.000 Euro Verlust

Der Einfluss der Verlusts auf die Eigenkaptialrendite ergibt sich aus dem Abzug der Verluste vom Gewinn. 300.000 Gewinn abzüglich 250.000 Euro Verlust ergibt 50.000 Euro Restgewinn. Wird dieser durch das Eigenkapital geteilt ergibt sich ein Wert von 0,005. Die Eigenkapitalrendite beträgt damit lediglich von einen halbes Prozent und liegt damit um 2,5 Prozentpunkte niedriger als vor der Aufnahme des Fremdkapitals. Diese 2,5 Prozentpunkte sind der negative Leverage Effekt, wenn die Kosten für das Fremdkapital höher sind als die zusätzlich erzielten Umsätze.

Gesamtkapitalrentabilität

Gesamtkapitalrentabilität – Berechnung, Aussagekraft und Bedeutung

Die Gesamtkapitalrentabilität stellt eine wichtige Erfolgskennzahl dar. Sie kommt bei der Analyse von Bilanzen zur Anwendung und liefert Informationen über die Rentabilität eines Unternehmens. Grundsätzlich gilt, dass ein Betrieb umso effizienter arbeitet, je höher diese Kennziffer ausfällt. Für Investoren ist eine Aktie attraktiv, die eine im Vergleich hohe Gesamtkapitalrendite aufweist.

Diese Kennziffer ist international unter der Bezeichnung „return on assets“ weit verbreitet. Im deutschen Sprachraum verwenden Bilanzanalysten auch „Kapitalrendite“ als Synonym. Verglichen mit der Eigen- sowie Fremdkapitalrendite ist die Gesamtkapitalrendite die umfassendere Kennziffer. Eine tragfähige Analyse betrachtet jedoch stets mehrere Kennzahlen, um belastbare Ergebnisse zu erzielen.

Gesamtkapitalrentabilität

Die Gesamtkapitalrentabilität lässt sich berechnen

Die Berechnung der Gesamtkapitalrentabilität

Um diese Kennziffer zu berechnen, ist die Summe aus dem Gewinn und den auf das Fremdkapital geleisteten Zinsen durch die Bilanzsumme zu teilen. Der sich ergebende Quotient drückt in Prozent aus, wie erfolgreich ein Unternehmen gewirtschaftet hat. Auf ähnliche Weise ermitteln Analysten die Eigenkapital- und Fremdkapitalrentabilität.

Die einzelnen Faktoren der Gesamtkapitalrendite

Im Zähler der Gesamtkapitalrentabilität steht stets eine Gewinngröße. Dabei handelt es sich in der Regel um das Jahresergebnis, wie es sich aus der Gewinn- und Verlustrechnung ergibt. Fällt dieses Ergebnis positiv aus, erfolgt die Ausweisung als Jahresüberschuss. Bei einem Verlust zeigen Unternehmen in ihrer Erfolgsrechnung einen Jahresfehlbetrag.

Den Nenner der Gesamtkapitalrendite bilden das Eigen- und Fremdkapital, die zusammen die Bilanzsumme ergeben. Das Eigenkapital besteht bei Kapitalgesellschaften aus dem Stammkapital (GmbH) beziehungsweise dem Grundkapital (Aktiengesellschaft). Außerdem gehören die Kapital- und Gewinnrücklagen, der Gewinn- oder dem Verlustvortrag und das Jahresergebnis zum Eigenkapital.

Die Passivseite der Bilanz zeigt unter dem Oberbegriff Fremdkapital Rückstellungen sowie kurz- und langfristige Verbindlichkeiten. Diese gliedern sich gemäß dem Bilanzgliederungsschema in Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Verwandte Kennzahlen

Da die Bilanzsumme im Nenner steht, bezieht die Gesamtkapitalrentabilität sämtliche Kapitalbestandteile mit in die Berechnung ein. Dagegen ermittelt die Eigenkapitalrendite lediglich die Verzinsung des geliehenen Kapitals. Dementsprechend ist dabei der Unternehmensgewinn durch die Summe der eigenen Mittel zu teilen.

Um die Gewinnsituation eines Betriebs einzuschätzen, bilden Fachleute darüber hinaus regelmäßig die Umsatzrendite. Dabei handelt es sich um den Quotienten aus dem Gewinn und Umsatz. Als Gewinngröße kommt das Jahresergebnis vor Steuern oder das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Frage.

Die Aussagekraft der Gesamtkapitalrentabilität

In der Bilanz spielt die GKR eine Rolle

Durch die Berechnungsmethode der Gesamtkapitalrendite kommt es zu einer Neutralisierung der absoluten Größen von Gewinn und Bilanzsumme. Aus diesem Grund schafft die sich ergebende Prozentzahl ein hohes Maß an Vergleichbarkeit. Aufgrund dieser Standardisierung zählt die Gesamtkapitalrendite ebenso wie die Eigenkapitalrentabilität und die Umsatzrendite zu den bei Unternehmensanalysen sehr häufig eingesetzten Kennzahlen.

Die Gesamtkapitalrentabilität lässt sich für unternehmensinterne Untersuchungen der Entwicklung des Ergebnisses über mehrere Jahre heranziehen. So ist erkennbar, ob es einem Unternehmen gelingt, seine Ertragskraft im Laufe der Zeit zu steigern oder nicht.

Darüber hinaus ist die Gesamtkapitalrendite ausgezeichnet geeignet, um Vergleiche von Unternehmen der gleichen Branche vorzunehmen. Dabei kommt es weder auf deren Größe noch Rechtsform an. Börsenexperten führen mithilfe der Kapitalkennziffern auch Renditevergleiche von Aktien aus unterschiedlichen Wirtschaftszweigen durch, um günstige Investitionsgelegenheiten zu identifizieren.

Vergleich der Gesamtkapitalrendite mit alternativen Geldanlagen

Analysten ziehen diese Kennziffer bei Aktien häufig heran, um sie der Verzinsung von Spareinlagen gegenüber zu stellen. Dabei ist zu erwarten, dass die Rendite der verbrieften Unternehmensanteile deutlich über der von verzinslichen Investments liegt. Denn mit Aktien ist ein wesentlich höheres Chancen- und Risikopotential verbunden als mit Geldeinlagen auf Sparkonten.

Wenn ein Unternehmen über mehrere Perioden eine im Branchenvergleich unterdurchschnittliche Gesamtkapitalrentabilität zeigt, stellt dies ein deutliches Warnsignal dar. Offensichtlich gelingt es der Geschäftsleitung dann nicht, das Unternehmen profitabel zu führen.

Die Bedeutung der Gesamtkapitalrentabilität für die Unternehmensplanung und die Kreditvergabe

Die GKR spielt bei der Vergabe von Krediten eine Rolle

Aufgrund ihrer großen Aussagekraft erfolgt die Verwendung der Gesamtkapitalrendite genau wie der Eigenkapitalrendite bei der Planung der künftigen Geschäftstätigkeit. Im Rahmen der Unternehmensplanung legen Verantwortliche einen bestimmten Wert der Gesamtkapitalrendite als Zielgröße fest. Bei deren Definition orientieren sie sich sowohl an den entsprechenden Prozentzahlen des Unternehmens in der Vergangenheit als auch an branchenüblichen Renditegrößen.

Außerdem spielt die Gesamtkapitalrendite eine wichtige Rolle für die Überprüfung der Kreditwürdigkeit von Unternehmen. Banken nehmen eine umfassende Bilanzanalyse vor, um sich von der Bonität des Kreditnehmers ein Bild zu machen. Von der Höhe der Gesamtkapitalrendite hängt sowohl ab, ob der Antragsteller ein Darlehen bekommt, als auch die Höhe der Kreditzinsen.

Weitere Vorteile der Gesamtkapitalrendite bei Vergleichen

Das Verhältnis von Eigen- zu Fremdkapital variiert von Branche zu Branche stark. Auch die Gesellschaftsform besitzt einen wesentlichen Einfluss auf die Kapitalstruktur. Die Gesamtkapitalrendite ermöglicht hier eine Gegenüberstellung, die diese Faktoren neutralisiert.

Darüber hinaus bewährt sich diese Kennziffer ebenfalls bei länderübergreifenden Vergleichen. So wiesen zum Beispiel zahlreiche deutsche Unternehmen in der Nachkriegszeit eine sehr schwache Ausstattung mit Eigenkapital auf. Analysen mit Hilfe der Gesamtkapitalrendite lieferten in dieser Situation Informationen über die Gewinnsituation im Verhältnis zu Unternehmen in anderen Ländern.

Der Einfluss des Leverage-Effekts

Bei der Ermittlung der Gesamtkapitalrendite kommt es zu einer Neutralisierung des Leverage-Effekts. Diese Hebelwirkung führt bei anderen Rentabilitätsvergleichen zu einer Verzerrung des Ergebnisses und damit zu einer Beeinträchtigung des Aussagewertes.

Im Bereich der Kapitalstruktur bezeichnet der Leverage-Effekt die Wirkung einer Erhöhung des Anteils der Fremdfinanzierung: Liegt die Höhe deren Verzinsung unter der Eigenkapitalrendite, wird das Unternehmen durch eine größere Finanzierung (scheinbar) profitabler.

Der Leverage-Effekt ist jedoch mit hohen Risiken verbunden. Bereits eine geringe Veränderung der Kreditzinsen, kann eine erhebliche Auswirkung auf die Unternehmensrendite haben. Ein hoher Verschuldungsgrad impliziert stets die Gefahr, bei einer Verschlechterung der Liquidität fällige Zins- und Tilgungsleistungen nicht erbringen zu können.

Wichtige Aspekte der Gesamtkapitalrentabilität

Der Leverage-Effekt birgt Risiken

Aussagestarke Bilanzanalysen basieren stets auf der Untersuchung mehrerer Kennziffern. Da die Gesamtkapitalrendite ebenso wie die Eigenkapitalrendite sowie die Umsatzrentabilität um Prozentzahlen handelt, ist eine Ergänzung durch absolute Zahlen erforderlich. Nur auf diese Weise lässt sich ein umfassender und zutreffender Eindruck von der Gesamtsituation des Unternehmens gewinnen.

Für diesen Zweck eignen sich die Umsatzzahlen der letzten Jahre, aus denen sich das Wachstumsrate ermitteln lässt. Das Gleiche trifft auf die Jahresüberschüsse zu. Die Anteilseigner des Unternehmens streben eine Zunahme beider Werte an, um sich nachhaltig steigende Gewinne durch expandieren Geschäftstätigkeit zu sichern.

Grundsätzlich bildet die Bilanz eines Unternehmens stets die Vergangenheit ab. Dementsprechend zeigt auch die Gesamtkapitalrendite lediglich, wie sich die Profitabilität eines Unternehmens in abgelaufenen Wirtschaftsjahren darstellt. Insbesondere in einem sich stark verändernden wirtschaftlichen Umfeld lassen sich daraus nicht ohne weiteres Aussagen über die künftige Gewinn- beziehungsweise Verlustsituation ableiten. Aus diesem Grund ergänzen Prognoserechnungen idealerweise die vergangenheitsbezogene Bilanzanalyse.

ROI (Return on Invest)

Jede unternehmerische Tätigkeit richtet sich auf Gewinnerzielung aus. Sie setzt dafür Kapital ein, das entweder aus eigenen (unternehmerischen) Quellen stammt oder von einem fremden Investor. In beiden Fällen spielt eine der wichtigsten Kennziffern in der Betriebswirtschaft eine entscheidende Rolle: Der ROI (Return on Investment).

Die wortwörtliche Übersetzung ist: „Rückkehr der Investition„. In ihr steckt schon die Antwort auf die Frage: Was genau ist ein ROI? Es ist jener Punkt, an dem der erwirtschaftete Gewinn genau die Investitionskosten decktBWLer sagen: Ab diesem Punkt amortisieren sich die Investitionskosten, sie fließen von jetzt an als Gewinn zurück.

Die Frage, in welchem Zeitraum sich eingesetztes Kapital rentiert, also Gewinne erzielt, ist eine entscheidende im Wirtschaftsleben. Sie unterliegt verschiedenen Betrachtungsweisen, die vor allem davon abhängen, wer bzw. welche Unternehmensabteilung die Investition tätigt. Daraus ergeben sich unterschiedliche zeitliche Erwartungshaltungen.

Berechnung des ROI

ROI

Die Berechnung des ROI ist im Grunde einfach

Teilen Sie den Gewinn eines Unternehmens durch den Nettoumsatz (also exklusive Umsatzsteuer) erhalten Sie die sogenannte Umsatzrendite. Die multiplizieren Sie nun mit dem sogenannten Kapitalumschlag, das heißt Nettoumsatz geteilt durch Gesamtkapital.

Der Kapitalumschlag zeigt, wie oft das Gesamtkapital auf den Umsatz umgeschlagen wird. Beispiel: Kapitalumschlag 2 bedeutet, dass ein Unternehmen für jeden Euro, den es als Kapital einsetzt/ investiert, einen Umsatz von 2 Euro erwirtschaftet.

Umsatzrendite x Kapitalumschlag ergibt eine Kennziffer, die in Prozent beschreibt, wie effizient eine Investition hinsichtlich des Gewinns ist. Jedes Return on Investment berechnet also die prozentuale Relation zwischen Investition und Gewinn.

Ein Beispiel für einen ROI

Stellen Sie sich einen Bäcker vor einer Neuinvestition vor. Er hat das Ziel seinen Absatz zu vergrößern und plant, einen neuen Backofen zu kaufen. Er kann damit 100 Brötchen mehr backen und verkaufen als bisher. Pro Brötchen erzielt er einen Verkaufsgewinn von 8 Cent.

Vorausgesetzt er verkauft alle zusätzlichen 100 Brötchen sind das 8 Euro täglich. Auf 25 geöffnete Tage im Monat umgerechnet erzielt er somit 200 Euro pro Monat oder 2400 Euro pro Jahr. Der neue Ofen kostet genau 2400, die Investition würde also nach einem Jahr „zurückkehren„.

Ein weiteres Beispiel zur Verständlichkeit

Ein Anbau lohnt sich erst nach einigen Monaten bis Jahren

Ein Restaurantbesitzer will mit einem Anbau sein Restaurant erweitern. Der bietet 20 Gästen Platz, die im Durchschnitt für 25 Euro pro Person bestellen. Nach Abzug der Kosten (zum Beispiel Personal und Zutaten) bleiben dem Restaurantbesitzer 10 Euro Gewinn pro Person.

Bei 20 zusätzlichen Gästen pro Tag bringt ihm das täglich einen Gewinn von 200 Euro, aufs Jahr umgerechnet 70.000 Euro (bei 350 geöffneten Tagen im Jahr und vollem Besuch). Der Anbau kostet 105.000, hätte sich also in 18 Monaten amortisiert. Ab hier beginnt die Gewinnzone.

Unternehmerische Bedeutung des ROI

Er hat trotz seiner rein kostenorientierten Betrachtungsweise enorme Bedeutung in der Geschäftswelt. Das Verhältnis zwischen Gewinn und Investition ist für jede unternehmerische Tätigkeit ganz zentral. Als alleinige betriebswirtschaftliche Kennziffer ist ein ROI allerdings zu wenig aussagekräftig, da er nur die Investitionskosten betrachtet.

Die Abteilung, in der eine Investition erfolgt, entscheidet über seine Bedeutung. Die Marketing-Entscheider rechnen bei ihren werblichen Kampagnen gerne mit dem ROI. Sie wollen schnellen Rückfluss einer Investition durch frühe Erfolgszahlen. Die Personaler denken langfristig und übersetzen eine Neueinstellung nicht sofort in Kennzahlen.

Zu beachten ist auch das jeweilige InvestitionsumfeldIT-Fachleute eines Unternehmens setzen andere Maßstäbe für die Amortisation als Fachkräfte in der Weiterbildung. Die Nutzungsdauer neuer IT-Produkte ist kurzfristiger eingeplant als längerfristig orientierte Investitionen in die Fortbildung.

Der ROI in der Unternehmensrealität

Entscheidend für eine erfolgreiche Unternehmensplanung ist immer die Rentabilität eines Unternehmens. Sie ist der Oberbegriff für mehrere betriebswirtschaftliche Kennzahlen, die der Bewertung des wirtschaftlichen Gesamterfolgs eines Unternehmens dienen.

Der ROI ist ein wesentlicher Faktor dieser Rentabilität (aber nicht der alleinige). Er wird in einer Prozentzahl ausgedrückt, die das Verhältnis von investierten Kapital und Gewinn ausdrückt. Je höher sie ist, desto rentabler wirtschaftet das Unternehmen, ein negativer Wert bedeutet Verlustgeschäft.

Spezielle Bedeutung für das Controlling

Der ROI ist wichtig für die Erfolgsanalyse

Im strategischen Controlling geht es um übergreifende Funktionen im Bereich der Unternehmenssteuerung bzwUnternehmensplanung mit Kontroll– und Koordinationsaufgaben. Das operative Controlling steuert die Rentabilität, Finanzplanung und Budgetverwaltung. Es richtet sich am ROI einer Investition aus.

Der ist also ein wichtiges Kriterium zur Erfolgsanalyse und Erfolgsmessung jeder Kapitalanlage. Er bewertet wie gerade genannt die Rentabilität von dem jeweils investierten Kapital. Hier ist auch ein Begriff gebräuchlich, den Sie vielleicht kennen: Die Kapitalrendite.

Probleme beim ROI

In der Geschäftswelt geht es oft kompliziert zu. Hier bestehen noch viele komplexe Sachverhalte und Zusammenhänge, die Investitionsentscheidungen beeinflussen. Zum Beispiel andere Kalkulationskosten oder unklare Verwaltungskosten. Hier gibt es noch andere Kennzahlen, die zu beachten sind.

Der ROI hat rein statischen Charakter und beleuchtet nur einen Teil des betrieblichen Geschehens. Er lässt die gesamte Liquiditätsentwicklung des Unternehmens außer Acht und konzentriert sich einseitig auf eine Investition. Er hat deshalb keine alleinige Aussagekraft für den gesamten Geschäftserfolg.

DuPont-Kennzahlensystem

Eines der bekanntesten und ältesten Kennzahlensysteme auf ROI-Basis entwickelte ein US-Unternehmen 1919. Im rein an monetären Größen orientierten System des amerikanischen Chemie-Konzerns DuPont de Nemours and Co. steht der ROI im Mittelpunkt.

Die Unternehmenspolitik ist hier nicht auf gesamte Gewinnmaximierung ausgelegt, sondern auf Maximierung des Ergebnisses pro eingesetzter Kapitaleinheit. Sprich: Jede Investition soll so früh wie möglich in die Gewinnzone kommen. Die Ertragsrate des eingesetzten Kapitals, also der ROI, soll so hoch wie möglich sein.

Heutige Entscheidungsgrundlagen bei Investitionen

IT-Produkte haben eine kurze Nutzungsdauer

Die erweiterte Auffassung eines modernen Return on Investment geht nicht vom Gesamtkapital aus wie letztlich noch DuPont. Sie betrachtet die Einzelinvestitionen, die im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit erfolgen. Das Kapital dieser einzelnen Investitionen steht im Vordergrund der Analysen, nicht das Gesamtkapital.

Hier ergeben sich unterschiedliche Kalkulationen aus einer vollkommen unterschiedlichen Nutzungsdauer. Einzelinvestitionen in neue Software zum Beispiel in der Informations- und Kommunikationsbranche beachten idealerweise die relativ geringe Nutzungsdauer. Hier ist häufig veraltet, was älter als 3-4 Jahre ist. Sie kennen das vielleicht aus eigener Erfahrung.

Der Planungshorizont dieser Einzelinvestition ist eher kurzfristig und demzufolge sind hier nur Investitionen sinnvoll, die sich unter 3 Jahren amortisieren. Für Unternehmensbereiche wie zum Beispiel einen neuen Maschinenpark ergeben sich deutlich längere Zeithorizonte.

Fazit und Interpretation

Ein ROI ist immer nur so aussagekräftig, wie die bilanziellen Werte, aus denen er entsteht. Ein Wert von 17,5% bedeutet, dass die Investition in einen bestimmten Bereich für das Unternehmen lohnenswert ist. Das eingesetzte Kapital erwirtschaftet hier eine Rentabilität von 17,5%.

Das ist sicherlich eine wichtige betriebswirtschaftliche Kenngröße, die das Unternehmen erfreut. Sie bewertet aber nur direkte Kosten, mögliche indirekte wie zum Beispiel neu entstehende Personalkosten in der Verwaltung blendet sie normalerweise aus. Die rein finanzielle Kostensicht auf ein Unternehmen lässt zudem andere wichtige Aspekte wie Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit oder das öffentliche Markenimage außer Acht.

Für den Gesamterfolg eines Unternehmens ist diese rentabilitätsorientierte Sichtweise deshalb nicht alleine entscheidend. Es ist für Unternehmen wichtig, das zu beachten.

Cashflow: Definition, Berechnungsarten und Stellenwert

Der Cashflow (aus dem Englischen: Geldfluss oder Kapitalfluss) bezeichnet eine betriebswirtschaftliche Kennzahl. Er dient der Ermittlung des Geldzuflusses und Geldabflusses Ihres Unternehmens innerhalb einer bestimmten Abrechnungsperiode. Als Bilanzkennzahl gibt der Cashflow in erster Linie Rückschluss auf die Innenfinanzierungskraft des Unternehmens.

In Abgrenzung zum Gewinn berücksichtigt dieser Wert keine Abschreibungen oder Rückstellungen, also keine nicht zahlungswirksamen Vorgänge. Durch die Darstellung, welche liquiden Mittel Unternehmen tatsächlich in einer Periode erwirtschaften, spiegelt diese Kennzahl die Finanzkraft und Ertragskraft der Firma wider.

Definitorische Ansätze

Cashflow

Der Cashflow gibt die liquiden Zahlungsmittel an

Der Cashflow lässt sich definieren als Überschuss der regelmäßigen Einnahmen aus der gewöhnlichen betrieblichen Tätigkeit über die laufenden Betriebsausgaben. Damit gibt er an, welche liquiden Zahlungsmittel nachhaltig aus der Betriebstätigkeit zu erwirtschaften sind. Diese Zahlungsmittel stehen zur Deckung besonderer betrieblicher Ausgaben zur Verfügung.

Als Differenz der Einnahmen und Ausgaben kann sich ein positiver oder negativer Cashflow ergeben. Zur Berechnung stehen mehrere Modelle mit unterschiedlicher Aussagekraft zur Verfügung. Ziel der Berechnung ist es in allen Fällen, Rückschluss auf die Innenfinanzierungskraft des Unternehmens zu erhalten. Die Kennzahl gibt also an, in welchem Ausmaß ein Unternehmen aus eigener Kraft Finanzmittel erwirtschaften und sich damit von innen heraus finanzieren kann.

Die Aussage über Finanz- und Ertragskraft ist für mehrere beteiligte Parteien von Belang. Gegenüber Kreditgebern spielt diese Zahl eine ebenso große Rolle wie für Investoren und Geschäftspartner. Auch Anteilseigner (Aktionäre) wollen über den Cashflow Bescheid wissen.

Um den Cashflow zu erhalten, sind sämtliche Positionen ohne monetären Wert aus dem regulären Jahresüberschuss beziehungsweise Jahresfehlbetrag zu streichen. Bestimmte Positionen fließen in die Überschussberechnungen ein, ohne dass es sich um einen tatsächlichen Fluss von Geldwert handelt. Dies umfasst insbesondere Rückstellungen und Abschreibungen.

Berechnungsmethoden: indirekte Ermittlung des Cashflows

Die Cashflow-Berechnung lässt sich grundsätzlich untergliedern in einen direkten und einen indirekten Ansatz. Die Indirekte Ermittlung des (Brutto-)Cashflows basiert auf einer Herausrechnung der nicht zahlungswirksamen Positionen aus dem Jahresüberschuss. Die indirekte Methode findet häufiger Anwendung als die direkte Methode. Ihr Grundschema geht vom Jahresüberschuss aus, subtrahiert die nicht zahlungswirksamen Erträge und addiert die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen (mathematisch: Cashflow = Jahresüberschuss – nicht zahlungswirksame Erträge + nicht zahlungswirksame Aufwendungen).

Es gibt verschiedene Berechnungsmethoden für den Cashflow

Wichtig ist es hierbei, dass Sie wissen, welche Aufwendungen und Erträge zu den nicht zahlungswirksamen gehören. Die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen beinhalten eine Anhebung des Gewinnvortrags, Einstellungen in den Rücklagen und Abschreibungen. Auch eine Erhöhung der Rückstellungen zählt zu den nicht zahlungswirksamen Aufwendungen. Ebenso gehören Bestandsminderungen dazu, sowohl an fertigen als auch an unfertigen Erzeugnissen. Eine Erhöhung der Sonderposten mit Rücklageanteil zählen ebenfalls dazu. Diese Art von Aufwendungen umfasst auch außerordentliche Aufwendungen außerhalb der regulären Periode.

Nicht zahlungswirksame Erträge beinhalten etwa Auflösungen von Rücklagen und Rückstellungen oder Minderungen des Gewinnvortrages. Auch Zuschreibungen sowie die Auflösung von Wertberichtigungen gehören dazu. Nicht zahlungswirksame Erträge umfassen zudem die Minderung von Sonderposten mit Rücklageanteil sowie Bestandserhöhungen unfertiger und fertiger Produkte. Aktivierte Eigenleistungen zählen gleichermaßen zu den nicht zahlungswirksamen Erträgen. Ebenso umfasst diese Art von Erträgen auch außerordentliche Erträge außerhalb der Periode.

Berechnungsmethoden: direkte Ermittlung des Cashflows

Die direkte Ermittlungsmethode geht von den zahlungswirksamen Erträgen und Aufwendungen aus. Als Differenz aus den zahlungswirksamen Erträgen sowie den zahlungswirksamen Aufwendungen ergibt sich diese Form des Cashflows(mathematisch: Cashflow = zahlungswirksame Erträge – zahlungswirksame Aufwendungen).

Auch bei der direkten Berechnungsmethode ist es erforderlich, die zahlungswirksamen Ertrags- und Aufwandspositionen genau zu kennenZahlungswirksame Erträge umfassen unter anderem die Einzahlungen, die sich aus Unternehmensumsätzen oder Forderungen ergeben. Auch sonstige Einzahlungen sind als zahlungswirksam zu berücksichtigen. Geht es um die Ermittlung des Cashflows aus Investitionstätigkeit, so sind auch so genannte Desinvestitionen als zahlungswirksame Erträge zu berücksichtigen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit umfasst auch Eigenkapitaleinlagen sowie Kreditaufnahme.

Zahlungswirksame Aufwendungen beinhalten in erster Linie Auszahlungen für Personal, Verbindlichkeiten, Material und Waren. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit berücksichtigt überdies die Aufwendungen für Investitionen. Bei der Berechnung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit sind zudem Eigenkapitalentnahmen sowie Kreditrückzahlungen zu berücksichtigen.

Die direkte Berechnungsmethode stellt ein relativ selten verwendetes Modell dar. Im Gegensatz zur verbreiteteren Methode der indirekten Berechnung ermöglicht diese Verfahrensweise allerdings eine präzisere Auflistung der Kapitalflüsse. Die direkte Cashflow-Berechnung dient der Ermittlung des Einzahlungsüberschusses im engeren Sinne.

Alternative Berechnungsmodelle des Cashflows

Der Free Cashflow ist für Aktionäre interessant

Neben dem operativen Cashflow und dem Cashflow aus Investitionstätigkeit spielt der so genannte Free Cashflow eine wichtige Rolle. Die Mittel aus dem Free Cash Flow dienen Unternehmen dazu, Gewinnbeteiligungen (Dividenden) an ihre Aktionäre auszuschütten. Ebenso nutzen Unternehmen die Mittel aus dem Free Cashflow für Aktienrückkäufe. Diese Kennzahl entspricht der Summe aus dem operativen und dem Cashflow aus Investitionstätigkeit.

Eine amerikanische Methode im Ertragswertverfahren stellt die so genannte Discounted Cashflow-Variante dar. Sie findet in erster Linie Anwendung im Sinne einer entscheidungsorientierten Unternehmensbewertung.

Der Cashflow Return on Investment (ROI) stellt eine Rendite-Kennzahl dar. Sie dient der Einordnung und Bewertung des operativen Geschäfts. Insbesondere zur Beurteilung einzelner Geschäftsbereiche lässt sich diese Kennzahl anwenden.

Operativer Cashflow

Besonderen Stellenwert nimmt der operative Cashflow ein. Dieser steht für die Möglichkeit eines Unternehmens, aus seinem Kerngeschäft liquide Mittel zu erwirtschaften. Er bezieht sich also auf die operative Geschäftstätigkeit der Firma.

Diese finanziellen Mittel lassen sich zu unterschiedlichen Zwecken heranziehen. Investitionen, die aus diesen Mitteln getätigt werden, stehen für die Selbstfinanzierungsfähigkeit beziehungsweise Innenfinanzierungskraft. Eine weitere Verwendungsmöglichkeit ist die Ausschüttung der Mittel in Form von Gewinnbeteiligungen beziehungsweise Dividenden an die Aktionäre.

Auch Tilgungen beziehungsweise Zins- und Kreditrückzahlungen an Fremdkapitalgeber nehmen Unternehmen aus den Mitteln des operativen Cashflows vor. Ebenso kommen die Mittel zur Stärkung der Liquidität zum Einsatz. In diesem Falle wird das Geld in liquider Form im Unternehmen belassen. Ein positiver Cashflow ist dabei von hoher Bedeutung für das Unternehmen. Nur in diesem Falle ist Ihr Unternehmen imstande, seine finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen und gegebenenfalls Dividenden an die Aktionäre auszuschütten.

Stellenwert des Cashflows in der Bilanz eines Unternehmens

Auch die Bilanz beinhalten Cashflow-Angaben

Sobald Ihr Konzern einen Jahresabschluss veröffentlicht, beinhaltet dieser auch Cashflow-Angaben. Gemäß Handelsgesetzbuch (HGB) besteht sogar eine Verpflichtung für Konzerne zur Aufstellung dieser Kennzahl im Jahresabschluss. Unter Nutzung der Kapitalflussrechnung wird die gegenwärtige finanzielle Situation der Firma im Jahresabschluss dargestellt.

Zur Berechnung liegen verschiedenartige Standards für. Für in Deutschland tätige Unternehmen gilt der DRS21 als Standard (Deutscher Rechnungslegungsstandard Nummer 21) für Kapitalflussrechnungen.

Für internationale Belange gibt es den Standard IAS7 (International Accounting Standard 7) für die Kapitalflussrechnung. Dieser beinhaltet den Kapitalfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit.

Stellenwert des Cashflows in der Unternehmensanalyse

Die Kennzahl stellt einen wichtigen Eckpfeiler einer finanzwirtschaftlichen und erfolgswirtschaftlichen Unternehmensanalyse dar. In der finanzwirtschaftlichen Unternehmensanalyse gibt der Kapitalfluss Rückschluss auf die Wettbewerbsfähigkeit. Unternehmen, die imstande sind, Investitionen aus eigener Finanzkraft zu tätigen, haben einen Konkurrenzvorteil gegenüber Unternehmen, die auf Kreditgeber angewiesen sind. Firmen, die in Betriebsmittel wie Maschinen oder Modernisierungen aus eigenen finanziellen Mitteln investieren können, sind besser für die Zukunft gerüstet. Gegenüber potentiellen Geschäftspartnern oder Investoren sind solche Unternehmen attraktiver.

Ebenso ist der Kapitalfluss geeignet, um die zur Tilgung von Krediten zur Verfügung stehenden Barmittel anzuzeigen. Die Barmittel sind sowohl im Hinblick auf Kreditgeber als auch auf Gesellschafter von Bedeutung, an die ein Unternehmen sie gegebenenfalls ausschüttet. Ebenso dient die Kennzahl als Frühwarnsystem beziehungsweise Indikator einer drohenden Insolvenz. Handelt es sich über mehrere Abrechnungsperioden hinweg um einen negativen Zahlungsfluss, so kann dies Rückschluss auf mögliche Zahlungsunfähigkeit geben.

Die Kennzahl dient in der erfolgswirtschaftlichen Unternehmensanalyse als Indikator für den Ertrag der Firma. Sowohl die direkte als auch die indirekte Berechnungsmethode findet hierbei Anwendung. In ihrer einfachsten Form hat die Kennzahl in der erfolgswirtschaftlichen Unternehmensanalyse die Gestalt des Brutto-Cashflows. Dieser erfasst den vollständigen Kapitalfluss Ihres Unternehmens. Die Berechnungsmethode berücksichtigt den Jahresüberschuss oder Fehlbetrag, sämtliche Ab und Zuschreibungen sowie die Abnahme oder Zunahme langfristiger Rückstellungen.

Der Netto-Cashflow

Nach Abzug der Steuern erhält man den Nett-Cashflow

Diese Brutto-Zahl stellt gleichermaßen den Ausgangspunkt für die Ermittlung des Netto-Cashflows dar. Dieser ergibt sich nach Abzug von Steuern und den Entnahmen aus dem Unternehmensvermögen durch die Gesellschafter. Hierbei stellt sich die Frage, welche Steuern von der Brutto-Zahl abgezogen werden. Dies hängt vom jeweils angewandten Bewertungsverfahren ab. Für Deutschland gilt typischerweise, dass die Steuern für das Unternehmen und die Einkommenssteuer der Unternehmen verrechnet wird.

Die Ermittlung des Free Cashflows erfolgt ausgehend vom Netto-Wert. Dieser wird um die Kosten für Investitionen bereinigt. Dies umfasst auch Investitionen in Betriebserweiterungen. Damit handelt es sich beim freien Kapitalfluss um denjenigen Wert, der vor Dividendenzahlung oder Investitionen zu ermitteln ist.

Da diese Zahl auch Rückschluss auf die Rückzahlungskraft gibt, ist sie für Fremdkapitalgeber ein wichtiger Anhaltspunkt zur Beurteilung der Kreditwürdigkeit. Die direkte Berechnungsmethode sieht vor, vom Brutto-Umsatz sämtliche Ausgaben abzuziehen und den Produktbestand mit einzubeziehen. Die direkte Methode führt zum CFBIT (Cash Flow before Interests and Taxes). Dieser bereinigte Wert beschreibt die Kennzahl vor Zinsen und Steuern. Erst nach Abzug dieser Positionen ergibt sich der Nettowert.

Aussagekraft und Bedeutung für betriebliche Vorhaben

Die Kapitalflussrechnung oder Berechnung des Cashflows stellt gegenüber der Gewinn- und Verlustrechnung ein ergänzendes Modell zur Beurteilung des wirtschaftlichen Erfolges dar. Die Gewinn- und Verlustrechnung ergibt den Saldo der Erträge (im Sinne einer Erhöhung des Eigenkapitals) und Aufwendungen (sprich Minderung des Eigenkapitals). Da der Kapitalfluss anzeigt, wie viel Geld ein Unternehmen tatsächlich erwirtschaftet hat, kann er große Unterschiede zum Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung aufweisen. Insbesondere bezogen auf einzelne Abrechnungsperioden beziehungsweise Geschäftsjahre fallen die Unterschiede enorm aus. Bezogen auf die gesamte Lebenszeit eines Unternehmens (Totalperiode) fallen diese Differenzen geringer aus beziehungsweise gleichen sich aus.

Für Fremdkapitalanleger ist der Cashflow eine wichtige Entscheidungsbasis

Für unternehmerische Pläne eignet sich der Kapitalfluss als Kennzahl, da er wahren Rückschluss auf die liquiden Mittel des Betriebes zulässt. Speziell für Firmenneugründungen ist dieser Wert von hoher Bedeutung. Er hat Aussagekraft darüber, ob das gegenwärtige Unternehmensgeschäft geeignet ist, genügend liquide Mittel zu erwirtschaften. Damit trägt die Kennzahl dazu bei, die im Businessplan gesteckten Ziele zu erreichen. Ebenso lässt sie Aussagen darüber zu, ob das Unternehmen zusätzliche Investitionen tätigen kann und sollte. Von Bedeutung ist es ebenso, ob die Mittel des Cashflows ausreichen, um bestehende Verpflichtungen zu erfüllen beziehungsweise Kredite zu tilgen. Genügen die Mittel dafür, Gewinnausschüttungen vorzunehmen, können die Gewinnbeteiligten motiviert werden, um künftig noch bessere Unternehmensziele zu erreichen.

Kriterium für Fremdkapitalgeber

Auch im Sinne von Kreditzusagen ist der Kapitalfluss eine relevante Kennzahl. Banken und andere Kreditgeber sind auf hinreichende Bonität beziehungsweise Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers angewiesen. Die Aussagekraft des Cashflows über die Liquidität und Innenfinanzierungskraft Ihres Unternehmens stellt eine wichtige Basis für eine Kreditzusage dar.

Speziell bei Unternehmensgründungen ist oftmals noch nicht genügend Eigenkapital vorhanden, sodass Kredite eine zentrale Voraussetzung für wichtige Erstinvestitionen sind. Diese sind für den Aufbau eines erfolgreichen Betriebs ebenso wichtig wie für das Erreichen weiterer Ziele im Verlauf der Geschäftstätigkeit. Ein positiver Kapitalfluss gibt Banken Rückschluss über die Ertrags- und Finanzierungskraft Ihres Unternehmens und erleichtert die Kreditzusage.

Die Eigenkapitalrentabilität – Bedeutung, Berechnung und Anwendung

Die Eigenkapitalrentabilität, häufig auch in der englischen Entsprechung return on equity genannt, dokumentiert die Verzinsung des Eigenkapitals. Die Angabe erfolgt in Prozent. Sie bezieht sich üblicherweise auf den Zeitraum von einem Geschäftsjahr, also der Periode zwischen zwei Abschlüssen. Für die genaue Berechnung werden der in der Zeit erzielte Überschuss und das zur Verfügung stehende Eigenkapital herangezogen.

Der Wert besitzt deshalb eine derart große Bedeutung, weil er zusammen mit anderen Kennzahlen wie dem Cashflow Prognosen über die zukünftige Unternehmensentwicklung erlaubt. Eine niedrige Eigenkapitalrentabilität kann auf überbewertete Aktiva oder zu viel gebundenes Kapital hindeuten. Eine zu hohe Prozentzahl wiederum weist oftmals darauf hin, dass aktuell eine Ausnahmesituation vorliegt. Diese kann beispielsweise durch einmalig aufgetretene und nicht wiederholbare Gewinne verursacht sein.

Damit ein Unternehmen sein Eigenkapital vergrößern kann, werden in aller Regel Investoren benötigt. Diese erwarten für das eingesetzte Geld eine Rendite, die sich an den Chancen und Risiken des jeweiligen Geschäftsbereichs orientiert. Somit entstehen Kosten, die sogenannten Eigenkapitalkosten. Derartige Finanzierungsgebühren sind vergleichbar mit den finanziellen Aufwendungen für einen Kredit. Die Rendite für die Geldgeber sollte dabei mindestens so hoch sein wie der durchschnittliche Zinssatz am Markt. Ansonsten ist kein Anreiz für eine Investition gesetzt.

Berechnung der Eigenkapitalrentabilität

Eigenkapitalrentabilität

Die Eigenkapitalrentabilität lässt sich berechnen

Grundsätzlich wird die Eigenkapitalrentabilität berechnet aus dem Quotienten des Gewinns und der Höhe des Eigenkapitals im selben Zeitraum. Der Gewinn findet sich im Normalfall in der Gewinn- und Verlustrechnung eines Unternehmens. Dabei ist der Jahresüberschuss nach Steuern der entscheidende Wert.

Bei Einzelunternehmen muss vor der Berechnung noch der kalkulatorische Unternehmerlohn abgezogen werden. Hintergrund dessen ist die Tatsache, dass Einzelunternehmer vom Gewinn ihres Geschäftes leben. Ohne diese Maßnahme würde die Eigenkapitalrentabilität deutlich zu hoch ausfallen, wobei auch bei Personengesellschaften wie einer OHG oder KG analog vorgegangen werden sollte.

Das Eigenkapital lässt sich der Bilanz entnehmen. Nicht genau festgelegt ist hierbei, ob der das Geschäftsjahr abschließende Wert oder der Stand zu Beginn herangezogen werden soll. Ein hohes Maß an Aussagekraft birgt sicherlich eine dritte und deutlich aufwendigere Herangehensweise. Der Durchschnittswert des Eigenkapitals über das gesamte Geschäftsjahr dürfte die realistisches Angabe sein.

Beispiele für die Berechnung

Liegt das Eigenkapital zu Jahresbeginn bei 1.000.000 Euro und es wurde ein Gewinn von 80.000 Euro erzielt, ergibt sich nach der Formel Gewinn durch Eigenkapital eine Eigenkapitalrentabilität von 8 Prozent. Veranschlagt man dagegen das Eigenkapital zum Abschluss des Geschäftsjahres und berücksichtigt dabei, dass der Gewinn das Eigenkapital hat ansteigen lassen, kommen als Ergebnis lediglich 7,4 Prozent heraus.

Drei Wege führen zur EKR

Der dritte Weg, der ein über das Jahr durchschnittlich ansteigendes Eigenkapitals annimmt, das bei regelmäßigen Einnahmen und Ausgaben bei 1.040.000 Euro liegen würde, führt zu der Lösung 7,7 Prozent. Der letzte Wert, der lediglich wegen der Rundungsfehler exakt in der Mitte liegt, erscheint als der realistischste von den dreien. Natürlich wurden in der kurzen Ausführung Steuern und weitere Faktoren zur besseren Veranschaulichung weggelassen.

Schwieriger wird die Situation, wenn von der oben erwähnten Million nur die Hälfte Eigenkapital war. Bei dem anderen Teil handele es sich um Fremdkapital, das zu 5 Prozent zu verzinsen ist. Damit sinkt der Gewinn aus dem Beispiel zwar auf 55.000 Euro im Jahr. Allerdings bezieht er sich ebenfalls auf ein deutlich niedrigeres Eigenkapital von 500.000 Euro. Die Eigenkapitalrentabilität steigt deshalb auf 11 Prozent, weil mit fremder Geld sozusagen zusätzliche Gewinne erwirtschaftet wurden. Je höher der Grad der Verschuldung in dem Beispiel ausfällt, umso höher steigt die EKR.

Dieser Hebeleffekt verdeutlicht, wie sich Investitionen in ein Unternehmen sowohl für den Geldgeber als auch den denjenigen, der die Gewinne erwirtschaftet, lohnen können. Es zeigt aber gleichzeitig, wie weit Renditen auseinander liegen können und wie schnell sich dieses Vorgehen ins Negative umkehren kann. Sobald Gewinne hinter den Erwartungen zurückbleiben und die Kosten für das Kapital über der Gesamtrentabilität liegen, sinkt die Eigenkapitalrentabilität sprunghaft und kann sogar unter Null fallen.

Der Leverage-Effekt

Der Leverage-Effekt: kleine Änderung – großer Einfluss

Hat eine nur geringfügige Änderung einen großen Einfluss auf das abschließende Ergebnis, spricht man vom Leverage-Effekt oder einer Hebelwirkung. Bei der Eigenkapitalrentabilität kommt er zum Tragen, wenn fremdes Kapital und damit Verschuldung im Spiel ist. Solang die Kosten für Fremdkapital niedriger sind als die erwartbare Rendite, lohnt es sich, den Verschuldungsgrad zu steigern. Die eigenen Gewinne erhöhen sich trotz vergleichsweise niedrigem Einsatz eigenen Geldes spürbar.

Gleichzeitig steigt mit wachsender Verschuldung auch das Risiko für alle Beteiligten. Sinkt die Gewinnerwartung oder liegt der Zeitpunkt der Rückforderung des Fremdkapitals vor dem Auslaufen eines Investments, können sich schnell Probleme für das gesamte Geschäftsmodell ergeben. Die Hebelwirkung setzt ein und eine eigentlich hohe Eigenkapitalrentabilität führt zum Gegenteil des erwarteten Szenarios, obwohl nur geringfügige Änderungen der Gesamtsituation eingetreten sind.

Einen zusätzlichen Anreiz zur Verschuldung und damit zur Vergrößerung des Leverage-Effektes setzt das Steuersystem. Da die Kosten für Fremdkapital den Gewinn reduzieren, lohnt die Verschuldung noch mehr. Zinsen sind ein Aufwand, der vom zu versteuernden Gewinn abgezogen wird. Dieser scheinbare Vorteil niedrigerer Steuern birgt ein hohes Risikopotential.

Die Gesamtkapitalrentabilität

Der Blick auf die insgesamt erzielte Rendite durch einen Kapitaleinsatz wird als Gesamtkapitalrentabilität bezeichnet. Mit dieser lassen sich die Risiken und Nachteile umgehen, die mit der Eigenkapitalrentabilität verknüpft sind. Hierbei werden zu den Gewinnen sämtliche Kosten für Fremdkapital hinzugezogen und ebenso durch die Gesamtsumme des eingesetzten Kapitals geteilt. Das Ergebnis umgeht den Leverage-Effekt und gewährt einen allgemeineren Überblick über Gewinn und Verlust einer Unternehmung.

Weitere Probleme bei der Ermittlung der Eigenkapitalrentabilität

Jahresabschlüsse müssen vergleichbar sein

Einzelne Werte des Jahresabschlusses eines Unternehmens werden miteinander in Verbindung gesetzt. Deshalb müssen für eine Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen Unternehmen auch die Jahresabschlüsse vergleichbar sein. Arbeiten diese jedoch nach unterschiedlichen Prinzipien, weil die Rechnungslegung nicht den gleichen Standards folgt, können sich abweichende Gewinne oder Eigenkapitalwerte ergeben. Trotz theoretisch gleicher Wert würden die Werte für die Eigenkapitalrentabilität voneinander abweichen.

Ähnliches passiert bei der Verwendung einer anderen Nutzungsdauer für eine Anschaffung oder variierenden Abschreibungsmethoden. Besonders bei Abschreibungen existieren zahlreiche Modelle, die zwischen einfacher Berechenbarkeit und einer realitätsnahe Angabe schwanken. Weil sie Einfluss auf den Unternehmensgewinn haben, ist für eine echte Vergleichbarkeit ein intensiver Blick in die Bilanzen notwendig.

Anwendung in der Praxis

Als Kennzahl hilft die Eigenkapitalrentabilität, das eigene Wirtschaften einzuschätzen oder unterschiedliche Wettbewerber miteinander vergleichen zu können. Verschiedene Branchen weisen dabei teils deutlich voneinander abweichende Werte auf. Ist ein hoher Personalaufwand nötig und der Anteil des Eigenkapital groß, dann wird die Eigenkapitalrentabilität entsprechend gering ausfallen. Kaum anfallende Fixkosten, viel Fremdkapital und eine hohe Gewinnmargen steigern die EKR, sind aber in den meisten Fällen ein Hinweis auf größere Risiken.

Ansonsten ist eine hohe Eigenkapitalrentabilität zumeist nur bei marktbeherrschenden Unternehmen oder Monopolisten anzutreffen, die aufgrund ihrer Stellung Gewinnmargen ohne Wettbewerbsdruck festlegen können. Eine geringe EKR muss im Allgemeinen nicht als schlechtes Zeichen bewertet werden. Abhängig von der Branche kann es sich durchaus um einen Normalzustand handeln. Ein langfristiger Blick auf die Zuverlässigkeit und Stabilität der Eigenkapitalrentabilität verrät hierbei viel über die weitere Entwicklung des Unternehmens und die zukünftige Entwicklung von erwartbaren Renditen.

Merger: Definition, Bedeutung und Abgrenzung zur Acquisition

Was ist ein Merger?

Der Begriff Merger ist eine englischsprachige Bezeichnung für eine Fusion, also einen Unternehmenszusammenschluss. Der Zusammenschluss kann sich auf zwei oder mehrere Unternehmen beziehen und dient typischerweise dem Ausbau der Marktmacht. In der Regel tritt der Begriff im Zusammenhang mit Mergers und Acquisitions (M&A) auf. Dies ist die Bezeichnung für das Geschäft der Fusionen und Übernahmen. Insbesondere im Investment-Banking spielen M&A eine wichtige Rolle im Geschäft. Während Mergers unter meist gleichberechtigten Parteien stattfindet, übernehmen Sie als Käufer bei einer Acquisition die absolute Kontrolle über das erworbene Unternehmen.

Der Merger und seine Bedeutung

Merger

Ein Merger ist eine Art Zusammenschluss

Ein Merger kommt einem Zusammenschluss bisher rechtlich unabhängiger und eigenständiger Unternehmen zu einer neuen wirtschaftlichen und rechtlichen Einheit gleich. Solche Fusionen unterliegen in der Bundesrepublik bestimmten Auflagen im Zusammenhang mit dem Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Dieses ist auch als Kartellgesetz bekannt. Die Fusionskontrolle übernimmt das Bundeskartellamt. Handelt es sich um EU-interne grenzüberschreitende Mergers, so greift die Kontrolle der Europäischen Kommission.

Im Zuge eines Mergers verliert mindestens ein beteiligtes Unternehmen seine rechtliche Selbstständigkeit. Im engeren Sinne bedeutet ein Merger eine Fusion nach dem Aktienrecht. Als solche setzt die Fusion bestimmte Rechtsformen der Beteiligten Unternehmen voraus. Eine weitere Voraussetzung ist eine liquidatonsfreie Übertragung des Vermögens im Zuge der Gesamtrechtsnachfolge.

Grundsätzlich kennt das Aktienrecht zwei Formen der Fusion beziehungsweise des Mergers: die Verschmelzung durch Aufnahme sowie die Verschmelzung durch Neubildung. Bei der Verschmelzung durch Aufnahme geht es um die Übertragung des Vermögens einer Gesellschaft auf eine schon bestehende Gesellschaft. Gesetzliche Grundlage hierfür ist § 339 Abs. 1 Ziff. 1 AktG (Aktiengesetz). Im Zuge einer Verschmelzung durch Neubildung geht das Vermögen der beteiligten Gesellschaften als Ganzes in eine neue Gesellschaft über (§ 339 Abs. 1 Ziff. 2 AktG).

Mergers und ihre Bilanzen

Bei Mergers können Sie zwischen der Schlussbilanz und der Fusionsbilanz unterscheiden. Die Schlussbilanz bezeichnet hierbei die Erfolgsbilanz auf Seite der übertragenden Gesellschaft. Diese Schlussbilanz muss gemäß der Vorgaben der Jahresbilanz aufgestellt werden. Die Fusionsbilanz stellt eine Sonderbilanz dar, die Bezug zudem durch den Merger entstehenden neuen Rechtsgebilde hat. Sie hat das Ziel, die neu entstandene Kapital- und Vermögenssituation nach der Fusion aufzuzeigen.

Mit der Fusionsbilanz erfolgt die Berechnung des Umtauschverhältnisses und der Gegenleistung. Es handelt sich um eine Vermögensbilanz mit tatsächlichen Werten, die auch stille Reserven berücksichtigt. Eine solche Fusionsbilanz können, müssen Sie jedoch nicht separat aufstellen. Die nächste folgende Jahresbilanz nach erfolgtem Merger stellt gleichermaßen die Fusionsbilanz dar.

Abgrenzung: Mergers und Acquisitions

Bei einer Acquisition werden Eigentumsrechte übertragen

Mergers sind zu verstehen als eine der Möglichkeiten im Geschäft mit Mergers and AcquisitionsM&A bezeichnen sämtliche Transaktionen im Zusammenhang mit der Übertragung und Belastung von Eigentumsrechten an Firmen. M&A können zu neuer Konzernbildung, Verschmelzung, Umstrukturierung oder rechtlicher Umwandlung führen. Acquisitions bezeichnen hierbei Übernahmen beziehungsweise Unternehmenskäufe.

Bei einem Merger erfolgt eine Zusammenlegung der jeweiligen Unternehmensvermögen, während Unternehmen bei einer Acquisition andere Unternehmenseinheiten oder vollständige Unternehmen erwerben. Bei einer Mehrheits-Akquisition erfolgt eine Eingliederung der dem zu übernehmenden Unternehmen (target) zur Verfügung stehenden Aktiva in das kaufende Unternehmen.

Eine Acquisition basiert stets auf einer Übertragung von Eigentumsrechten an einem Unternehmen. Damit erwerben Sie als Käuferunternehmen gleichermaßen Leitungs– und Kontrollrechte, die mit dem Kauf auf Sie übergehen. Im Hinblick auf diese Übertragung von Eigentumsrechten kommen bei Akquisitionen verschiedene Deals in Frage: der Share Deal und der Asset Deal. Beim Share Deal erfolgt die Akquisition direkt durch den Erwerb von StimmrechtsanteilenAsset Deals sehen den Kauf der Aktiva und Verbindlichkeiten des Zielunternehmens vor. Dieser Erwerb erfolgt entweder in Form von Bargeld (Cash Offer), durch Aktien und andere Wertpapiere (Stock Swap) oder als Mischform.

M&A stehen für weitere Transaktionen

Mergers and Acquisitions können zudem weitere Transaktionen und Maßnahmen bezeichnen. Der Begriff steht auch für die Finanzierung eines Unternehmenskaufs, die Übernahme oder Gründung von Gemeinschaftsunternehmen. Ein besonderes M&A-Verfahren ist das Squeeze Out. Hierbei handelt es sich um eine Methode zur Übertragung von Aktien der Minderheitsaktionäre gegen eine Abfindung in bar.

Rechtliche Grundlagen für Mergers und Acquisitions und entsprechender Transaktionen finden sich in mehreren Gesetzestexten. Die zahlreichen Regelungen sind Gegenstand des Kapitalmarktrechts, insbesondere des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG), des Kartellrechts, des Steuerrechts und des Außenwirtschaftsgesetzes. Seit 2002 spielt auch das Wertpapiererwerbs– und Übernahmegesetz (WpÜG) eine wichtige Rolle.

Anwendungsbereiche von Mergers and Acquisitions

Die feindliche Übernahme geschieht oft an der Börse

Mergers sind insbesondere im Zusammenhang mit dem Corporate-Finance-Geschäft Bedeutung. Dies betrifft in erster Linie Investmentbanken. Hierbei sind verschiedene Berufsgruppen beteiligt, in erster Linie Wirtschaftsprüfer, Juristen und Berater. Die Berater werden typischerweise in Form einer Provision am Verkauf des Unternehmens beteiligt.

Zu unterscheiden sind bei M&A-Geschäften die freundliche und die feindliche Übernahme. Im Rahmen einer feindlichen Übernahme von Aktien kauft ein Interessent das Target-Unternehmen beispielsweise über die Börse durch Erwerb eines großen Aktienpakets. Auf diese Weise erhält das kaufende Unternehmen eine Anteilsmehrheit.

Eine freundliche Übernahme basiert auf einer Absprache mit der Geschäftsführung. In einem folgenden Schritt kommt es zur Unterzeichnung von Vertraulichkeitserklärungen und Absichtserklärungen, die den Beginn der Transaktion einleiten.

Oft stellen Mergers and Acquisitions geschäftliche Großereignisse dar, die von hohem öffentlichen und Medieninteresse begleitet sind. Hinter M&A-Transaktionen stehen stets geschäftliche Strategien. Oft sind diese Geschäfte von strukturellen Veränderungen begleitet. Dazu zählen Änderungen der Personalstruktur und Abbau von Arbeitsplätzen auf Seite des übernommenen Unternehmens. Über eingenommene Unternehmen sind Akquisitionen daher oft längerfristig problematisch, können kurzfristig jedoch beispielsweise eine Insolvenz abwenden. Auch für die Shareholder des Unternehmens können M&A-Transaktionen vorteilhaft sein.

Gründe und Motive für Mergers

Motive für Fusionen und Übernahmen können sich auf die Unternehmensstrategie, finanzielle oder persönliche Gründe beziehen. Strategisch sind etwa Marktmotive von Bedeutung, da ein Merger neue Absatzmärkte erschließen oder die Konkurrenz beseitigen kann. Damit steigt die Verhandlungsmacht.

Ein wichtiges finanzielles Motiv bezieht sich auf den Kapitalmarkt. Beispielsweise erreichen manche Unternehmen erst durch einen Merger eine Betriebsgröße, die sie kapitalmarktfähig macht. Ebenso sind Skalenerträge und Größenvorteile zu berücksichtigen, die zur Kostensenkung und damit Gewinnerhöhung beitragen. Auch steuerliche Motive können eine Rolle spielen. So können erworbene Verlustvorträge die gesamtbetriebliche Steuerlast und damit die Steuerquote senken.

Smart Contract Technologie und die Zukunft

Die Smart Contract Technologie hat im Laufe der Jahre einen langen Weg zurückgelegt. Allerdings haben viele Menschen nach wie vor keine Kenntnis von dieser relativ neuen Technologie. Manche haben von ihr gehört, jedoch noch nicht vollständig verstanden, was sie durch den Einsatz von Smart Contracts erreichen können.

Was sind also Smart Contracts genau? Welchen Nutzen haben sie für Einzelpersonen und Organisationen? Wie sieht die Zukunft dieser Technologie aus? Wie kann ein sicherer Datenraum die Transaktionen bei dieser Technologie unterstützen? Dies sind nur einige der vielen Fragen, die man sich beim Begriff Smart Contract stellen kann, und es gibt noch zahlreiche andere.

Was sind Smart Contracts?

Die Smart Contract Technologie spart Zeit und Geld

Dank Smart Contracts fällt der Mittelsmann bei Verträgen weg

Wäre es nicht schön, den Zwischenhändler auszusparen, wenn man eine Vielzahl von Transaktionen durchführt? Die Smart Contract Technologie ermöglicht es dem Anwender genau dies zu tun. Bei dieser Art von Verträgen können Vermögenswerte ohne Zwischenhändler ausgetauscht werden, und die Transaktion ist völlig transparent und konfliktfrei. Sie sind anderen rechtlichen Vereinbarungen insofern ähnlich, dass sie die Regeln und Sanktionen für die Vereinbarung festlegen, aber sie setzen diese Anforderungen auch gleichzeitig durch.

Inwiefern unterscheidet sich dies von einer traditionellen Vereinbarung? Die Smart Contract-Technologie ermöglicht es, die Vertragsbedingungen in einem Computercode zu schreiben und den Code und die Vereinbarungen in einem verteilten, dezentralen Blockchain-Netzwerk zu pflegen. Ursprünglich für die digitale Währung Bitcoin entwickelt, wird die Technologie der Smart Contracts heute für eine Vielzahl anderer Zwecke eingesetzt. Jede Transaktion, die eine Person ohne die Hilfe des Rechtssystems, einer Art externem Vollstreckungsmechanismus oder einer zentralen Behörde abschließen möchte, kann mit Hilfe dieses technologischen Fortschritts durchgeführt werden.

Fallstudien für Smart Contracts

Die Depository Trust and Clearing Corporation entschied sich 2017 für die Smart Contract Technologie, um Wertpapiere im Wert von mehr als 1,5 Billiarden US-Dollar zu verarbeiten. Dadurch konnte das Unternehmen Kosten sparen, da Kommunikationsprobleme reduziert und der Workflow verbessert werden konnten. Unabhängige Abwicklungsdiskrepanzen wurden weitestgehend beseitigt und damit das Risiko kostspieliger Rechtsstreitigkeiten und Verzögerungen bei Vergleichen für die betroffenen Firmen minimiert.

In der Vergangenheit haben Finanzinstitute viel Zeit und Personal in die Abwicklung von Kundenkonten investiert. Die Smart Contract Technologie hilft dabei, die Belastung zu reduzieren, indem sie bestimmte Aufgaben übernimmt, wie z. B. die Übertragung von Zahlungen an andere Finanzinstitute bei der Ankunft in einer Bank oder die Protokollierung eines Eigentümerwechsels. Die Barclays Corporate Bank nutzt Smart Contracts mittlerweile zur Durchführung dieser Prozesse und spart damit Zeit und Geld.

Die Zukunft der Smart Contract Technologie

Die Technologie wurde ursprünglich für Bitcoins entwickelt

Einzelpersonen werden feststellen, dass diese Technologie zukünftig häufiger eingesetzt wird, da Privatpersonen und Organisationen mehr über die Vorteile der Anwendung erfahren. Experten sagen voraus, dass sie Routineaufgaben wie Risikobeurteilungen und Echtzeit-Revisionen u. a. für Kreditunternehmen, Wirtschaftsprüfer und Unternehmenskäufer übernehmen wird. Rechtsanwälte profitieren von der Smart Contract Technologie und können im Gegensatz zum Schreiben von Verträgen auf Vorlagen zurückgreifen. Gesundheitswesen, Automobilindustrie und Immobilienwirtschaft sind weitere Branchen, die von Smart Contracts betroffen sein können. Es geht nur darum zu sehen, wie weit die Technologie reicht und in welchem Zeitrahmen sie sich etabliert.

Die Kosteneinsparungen, die ein Unternehmen durch den Einsatz von Smart Contracts erzielen kann, kommen auch anderen Branchen zugute. In dieser Situation ist kein Dritter erforderlich, so dass Manipulationsrisiken ausgeschlossen sind. Dokumente werden in einem Kontenbuch verschlüsselt, das von allen Parteien in der Transaktion gemeinsam genutzt wird. Dies gewährleistet, dass keine Verträge verloren gehen und weniger Zeit für die manuelle Bearbeitung von Dokumenten aufgewendet wird. Außerdem wird menschliches Versagen weniger problematisch, da alle Verträge automatisiert werden.

Smart Contract ist also ein Begriff, den jeder Entscheider dank der erwarteten zukünftigen Erweiterung dieser Technologie kennen sollte. So kann eine Person beispielsweise herausfinden, wie sie geschäftliche Veränderungen aufgrund dieser Technologie durchführt. Obwohl der Prozess hinter der Schaffung dieser „smarten“ Verträge viele Leser verwirren könnte, sind die Vorteile eigentlich leicht zu erkennen. Die Technologien hinter den Smart Contracts (u.a. auch die Blockchain) werden in absehbarer Zeit nicht verschwinden  sondern in naher Zukunft etwa die Arbeit von Notaren (z.B. im Rahmen von Unternehmenskäufen oder nach einer Due Diligence) oder Grundbuchämtern dauerhaft verändern.

Impact Investing, was es ist und warum man sich dieser Option bewusst sein muss

Mit Hilfe von Impact Investing (zu Deutsch: wirkungsorientiertes Investieren) können Privatpersonen und Unternehmen ihre finanzielle und soziale Rendite erhöhen. Viele Investoren sind jedoch noch nicht mit dieser Anlagemöglichkeit vertraut. Genauso wenig wie mit der Frage, wie sie sich in ihr gesamtes Finanzportfolio einfügen wird. Darüber hinaus sind ihnen die Vorteile von Impact Investing nicht bewusst. Jetzt ist es an der Zeit, Missverständnisse auszuräumen, die bei denjenigen, die von dieser Anlagemöglichkeit Gebrauch machen wollen, zunächst aufkommen können. Ein hochsicherer Datenraum bietet sich auch beim Impact Investing als technische Lösung zum Austausch von Dokumenten an.

Impact Investing steht für Rendite und dem Wunsch, etwas Gutes zu tun

Mit Impact Investing investiert man auch in gemeinnützige Zwecke

Was ist Impact Investing?

Nicht nur die Leser dieses Blogs wollen wissen, was genau Impact Investing ist. Impact Investing ist eine Technik, bei der eine Person ihr Geld in ein Unternehmen investiert, das sich nicht nur auf die Erzielung finanzieller Renditen konzentriert, sondern sich auch darum bemüht, einen positiven sozialen und ökologischen Einfluss auf die Gesellschaft oder die Welt zu haben. Impact Investing widmet sich der Suche nach Unternehmen, die neben einer konkreten sozialen Rendite auch eine attraktive finanzielle Rendite bieten.

Wer nutzt diese Anlagetechnik?

Investoren, die sich an dieser ökologischen oder sozialen Bewegung beteiligen wollen, nutzen Impact Investing. Sie setzen ihr Kapital gezielt ein, um Unternehmen dieser Art zu unterstützen. Gleichzeitig erwarten sie eine Rendite auf das investierte Geld. Sie tun dies mit der Absicht, einen positiven Einfluss auf die Umwelt oder die Gesellschaft zu nehmen. Impact Investing beschränkt sich zurzeit auf eine kleine Gruppe von Investoren, ist aber sehr sozial und leidenschaftlich in Bezug auf ihre Investitionen.

Andere fangen an, Investoren dieser Art zur Kenntnis zu nehmen. Dazu gehören Gruppen wie Versicherungen, Stiftungen und Pensionskassen. Einzelpersonen beginnen auch von dieser Option Gebrauch zu machen wenn sie vorhaben ihr Geld anzulegen, da sie erkennen, dass es finanziell sinnvoll ist. Sie erkennen, dass sie Geld verdienen und gleichzeitig Gutes in der Welt tun können.

Die Vor- und Nachteile von Impact Investing

Impact Investing hilft dem Planeten

Mit Hilfe von Impact Investing finden Unternehmen und Einzelpersonen heraus, dass sie in der Lage sind, Gerechtigkeit zu fördern, die viele gesellschaftliche Bereiche betrifft. Höhere Umwelt-, Sozial- und Verwaltungsstandards sind häufig in Unternehmen anzutreffen, in die Investoren investieren, was wiederum dem Investor zugutekommt. Ein Unternehmen, das sich in diesen Bereichen verbessern will, kann tendenziell niedrigere Kapitalkosten, höhere Betriebseffizienz und Aktienkurse verzeichnen. Davon profitiert nicht nur der Investor, sondern auch der Planet.

Impact Investing bietet jedoch nicht die gleichen Renditen wie herkömmliche Anlagen, wenn Sie sich konkrete Zahlen vor Augen führen. Dennoch müssen Investoren die sozialen Auswirkungen ihrer Investitionen berücksichtigen, um den Wert dieser Option wirklich zu bestimmen. Diejenigen, die dies tun, neigen dazu, sich zuversichtlich zu fühlen, ihr Geld in ein Unternehmen zu investieren, das sich der Verbesserung der Welt verschrieben hat.

Auswirkungen von Investitionen auf Unternehmen

Unternehmen, die zur Gruppe der oben beschriebenen Investoren gehören, müssen sicherstellen, dass die von ihnen betriebenen steuerbefreiten Stiftungen mindestens fünf Prozent ihres Vermögens jährlich für gemeinnützige Zwecke verwenden. Durch Impact Investing können sie sicherstellen, dass ihr Geld der Gemeinschaft und unserem Planeten als Ganzes zugutekommt. Außerdem sind sie in der Lage, die von ihnen investierten Gelder zu maximieren, indem sie diese Option aktiv verfolgen.

Viele Investoren heben heute den sozialen Unternehmergeist hervor, wenn sie darüber sprechen, wo sie ihre Gelder anlegen wollen. Impact Investing ist ein wesentlicher Teil davon, und mehr Menschen müssen sich bewusst sein, dass diese Option grundsätzlich zur Verfügung steht. Glücklicherweise bieten immer mehr Berater ihren Kunden Formen des Impact Investing an, und das wird auch in Zukunft so bleiben. Die Menschen mögen es, gute Renditen zu erzielen, wenn sie Geld zur Verfügung stellen, aber sie wollen inzwischen damit mehr erreichen.

Impact Investing ermöglicht es ihnen, beides durch nur eine Investition zu erhalten, wenn sie sich weise entscheiden. Dies ist eine Option, die jeder Mensch und jedes Unternehmen jetzt und in Zukunft in Betracht ziehen sollte.

Modernste Technik erkunden: Kann die Blockchain Technologie für Sie funktionieren?

Mit dem stetigen Anstieg von Cyberkriminalität und Spionage im Internet sorgen sich immer mehr Konsumenten, Geschäftsführer sowie Privatpersonen um die Sicherheit ihrer vertraulichen Informationen im Internet. Das gilt besonders dann, wenn es um finanzielle Transaktionen geht. Diese finden häufig auf unsicheren und gefährlichen Webseiten statt. Wenn Sie mit den derzeitigen Optionen Ihrer persönlichen Sicherheit unzufrieden sind, dann ist es an der Zeit, sich mit der Blockchain Technologie vertraut zu machen. Diese inzwischen nicht mehr ganz so neue Technologie bekommt aufgrund ihrer zahlreichen Möglichkeiten in Bezug auf Online-Sicherheit und Anonymität viel Aufmerksamkeit. Auch interessant: Wie Sie einen Datenraum für die Blockchain Technologie nutzen können.

Blockchain Grundlagen

Was ist Blockchain? Wie bei allen komplexen Technologien ist es schwierig, diese Frage in einem einfachen Satz zu beantworten. Erschwerend kommen außerdem sprachliche Besonderheiten hinzu. Denn: es handelt sich um eine internationale Technologie, die von vielen Menschen weltweit entwickelt wurde. Darüber hinaus ist es häufig schwierig, fachlich-technische Begriffe aus der IT Welt in verständliches Deutsch zu übersetzen. Es ist daher nicht unwahrscheinlich, dass Sie bereits in der Vergangenheit schon einmal von Blockchain gehört und sich verwirrt einem anderen Thema zugewendet haben. Der Begriff Blockchain wird häufig im Zusammenhang mit Bitcoin verwendet, da es die Technologie ist, die genutzt wird, um die digitale Währung Bitcoin während des Kaufs, Verkaufs und des Handels zu überwachen.

Die Blockchain Technologie spart Zeit

Blockchain wird oft in Verbindung mit Bitcoins verwendet

Der Begriff Blockchain an sich ist dabei „beschreibend“. Bei den Datenbanken handelt es sich um digitale Blöcke. Jede von diesen unterscheidet sich von den anderen durch die Verwendung exakten Zeitstempeln (engl. Timestamps). Ein großer Vorteil dieser Struktur ist, dass sie beinahe nach Belieben skalierbar ist. So lassen sich Blockchains selbst für viele komplexe Aufgaben verwenden. Darüber hinaus wurde das System so entwickelt, dass es besonders sicher sowie resistent gegen Manipulationen ist. Das macht Blockchains zur ersten Wahl, in Situationen, bei denen eine Schutz, Sicherheit, Integrität und Anonymität von besonderer Wichtigkeit sind.

Ein Grund dafür, dass die Blockchain-Technologie so sicher ist, liegt darin, dass sie prinzipiell dezentralisiert ist. Das bedeutet, dass jede Anwendung, die Blockchain verwendet nicht mit einem zentralen Rechner oder Manager verbunden ist, der die Sicherheit des gesamten Systems überwacht. So sind Cyberangriffe, bei denen Millionen von Nutzerdaten gefährdet sind, mit Blockchain sehr unwahrscheinlich. Es bedeutet aber auch, dass das gesamte System auch dann noch problemlos weiter funktionieren kann, wenn ein einzelner Knoten ausfällt. Blockchain Anwendungen, die dieses dezentralisierte System nutzen, sind bekannt als Dezentralisierte Anwendungen.

Blockchain – ein Blick unter die Haube

Die Blockchain Technologie hat ihren Ursprung in den frühen 90ern. In dieser Zeit versuchten Entwickler diskrete Aufzeichnungen zu erstellen, die kryptographisch sichere Informationen enthielten. Diese wurden als Blocks bezeichnet. Das Ziel war es, verschiedene Datenstrukturen zu erstellen, die durch Verschlüsselung privat und sicher gehalten werden konnten. Das Konzept blühte auf, als die Entwicklung an der Kryptowährung Bitcoin begann. Der anonyme Entwickler, der als Satoshi Nakamoto bekannt ist, benötigte eine Möglichkeit, Register mit Zeitstempeln zu erzeugen, um Details von finanziellen Transaktionen anzuzeigen. Verschlüsselte Blöcke wurden zu einer Kette miteinander verlinkt. Die Blockchain war damit geboren. Natürlich handelt es sich hier um einen einfachen Überblick, der keinesfalls genau wiedergeben oder erklären kann, was Blockchain Technologie exakt ist und wie sie genau funktioniert.

Um die auf Blockchain basierenden Technologien besser zu verstehen, ist es sinnvoll, Blockchain mit anderen digitalen Technologien zu vergleichen, um das ganze Potential zu verstehen. Ein häufiger Vergleich ist der von der Journalistin Sally Davies: Sie vergleicht Blockchain und Bitcoin mit E-Mail und Internet. Der Vergleich wird häufig von Personen verwendet, die versuchen die Grundlagen von Blockchain Technologie einfach zu erklären.

Grundsätzlich ist Blockchain für Bitcoin, wie für das Internet die E-Mails. Das bedeutet: So wie das Internet für weitaus mehr als nur für den Versand von E-Mails verwendet werden kann, so hat auch die Blockchain Technologie, die hinter Bitcoin steckt, Potential um für weitere Anwendungen, die über die Kryptowährung hinaus gehen, verwendet zu werden. Würden wir das Internet ausschließlich für den Versand von E-Mails verwenden, würde es sich um eine Verschwendung von technischem Potential handeln. Genauso wäre es eine Verschwendung von technischem Potential, Blockchain Technologie ausschließlich für Kryptowährungen zu nutzen. Bitcoin ist lediglich eine Anwendungsmöglichkeit von vielen tausenden.

Bitcoins sind lediglich EINE Verwendungsmöglichkeit

In diesem Zusammenhang muss jedoch erwähnt werden, dass es einige grundlegende Unterschiede zwischen der Blockchain und dem Internet gibt. Ein großer Unterschied ist, dass es sich bei dem Internet um ein Kommunikationsnetzwerk handelt. Die Blockchain hingegen ist eine Datenbank aus Informationen. Auf einen hohen Level funktionieren beide Technologien theoretisch auf dieselbe Art und Weise, aber die Blockchain kann das Internet wie wir es kennen, nicht ersetzen. Tatsächlich handelt es sich bei der Blockchain mehr um eine Funktion des Internets, wie auch E-Mails, und nicht um ein eigenständiges Kommunikationsnetzwerk. Schließlich benötigen Sie auf die eine oder andere Weise einen Internetzugang, damit Sie auf eine Blockchain zugreifen können.

Stellen Sie sich das etwa so vor: Es gibt nur ein großes Internet, das der Anwender nutzt. Es gibt jedoch viele verschiedene Blockchains und Anwendungen die auf Blockchain aufsetzen. Sie können Intranets und Extranets erstellen, aber wenn Sie über das Internet sprechen, dann reden Sie über das weltweite Netzwerk, dass das TCP/IP Protokoll nutzt, auf welches Sie über Ihren Internet Provider zugreifen können. Sie können auch eine Blockchain haben, die sich auf eine bestimmte Datenbank eines speziellen Typs bezieht. Sprechen Sie aber von der Blockchain, dann sprechen Sie immer über die Datenbank eines spezifischen Unternehmens oder einer Anwendung. Blockchain Technologie in ihrer aktuellen Form ist eng mit Bitcoin verbunden, es handelt sich aber sicherlich nicht um die einzige Blockchain, die existiert.

Distributed Ledger: Das öffentliche Gesicht der Blockchain

Als verschlüsselte, dezentralisierte und manipulationsresistente Datenbank handelt es sich bei Blockchain also um eine komplett versteckte Schattenwelt, oder nicht? Diese Aussage stimmt so nicht ganz. Der Datenschutz steht an oberster Stelle, aber es gibt auch einen gewissen Grad an Transparenz in der gewöhnlichen Blockchain. Bitcoin ist hier ein gutes Beispiel. Sie können in der sogenannten Wallet sehen, wann Bitcoin Transaktion stattfindet. Sie können lediglich nicht erkennen, wer in die Transaktion verwickelt ist.

Technik-Experten bezeichnen die Blockchain häufig als „decentralized ledger“. In diesem Zusammenhang bedeutet der Begriff Ledger Register, also genau das, was die Blockchain eigentlich ist. Die Integrität der Daten ist das zentrale Konzept der Blockchain. Jeder Block in einer Blockchain dient als Register für ein Ereignis. Die Rückkehr zu und die Veränderung solcher Ereignisse ist nahezu unmöglich. Wäre es notwendig, zu einem Ereignis zurückzukehren, zum Beispiel um eine Vereinbarung zu ändern, müssten Sie einen neuen Eintrag erstellen, anstatt den bereits vorhandenen zu bearbeiten. Vertrauen ist daher ein wichtiges Element von Operationen in der Blockchain Technologie. Etwas ungewöhnlich für diese Art von Tool.

Der Gedanke, dass es einen gewissen Grad an Integrität, Vertrauen und öffentlicher Transparenz in Verbindung mit dem Blockchain Konzept gibt, mag dabei zunächst überraschend klingen. Sofern man etwa die Bitcoin-Währung eher mit Kriminalität und Spekulation assoziiert, so wäre das nachvollziehbar. Allerdings ist Bitcoin kein Online-Zahlungsmittel für Kriminelle – auch wenn etwa Bitcoin anfangs hier oft in Bezug gebracht wurde. Dies ist jedoch keine faire Beurteilung. Kurz gesagt: Blockchain und Kryptowährung sind nicht ausschließlich für Kriminelle gedacht.

Die Teilnehmer an einer Transaktion bleiben anonym

Dennoch kann es nicht verneint werden, dass die anonyme und dezentralisierte Natur der Blockchain Technologie, diese für den Schwarzmarkt besonders interessant macht. Nichtsdestotrotz wird der Bitcoin Handel, der zum größten Teil über die Wallets abläuft, in gewisser Weise zu einem legitimen Zahlungsmittel. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels sind die Bitcoin Preise auf einem Rekordhoch. Das lässt darauf schließen, dass einige größere Financiers in den Handel involviert sind. Darüber hinaus lügt der öffentliche Ledger nicht. Wie bereits vorher erwähnt, ist es schwierig bis unmöglich, einen Blockchain Eintrag zu manipulieren. Die Teilnehmer einer Transaktion mögen anonym bleiben, die Transaktion selbst jedoch für gewöhnlich nicht.

All diese Punkte deuten auf ein großes Potential der Blockchain Technologie vor allem im Finanzsektor hin. Es ist wichtig, daran zu denken, dass die Blockchain-Technologie nicht Bitcoin gehört. Aktuell handelt es sich bei der Blockchain immer noch um ein Insiderthema im Bereich der Technologie für Finanztransaktionen. Wir können jedoch davon ausgehen, dass sich dies in den kommenden Jahren ändern wird. Blockchain könnte sogar die Zukunft des Finanzsektors und der großen Banken bedeuten. Blockchain Wallets sind geradlinig und sicher, auf eine Art und Weise, wie es die meisten modernen Banken nicht sind. Das könnte viele neue Kunden anziehen, sofern sie auf die richtige Weise mit der Technik vertraut gemacht werden. Ein weiterer interessanter Vorteil, der Kunden begeistern könnte, ist die Tatsache, dass bei Blockchain Transaktionen jeder Teilnehmer die gleichen Informationen erhält. Es gibt einen Status Quo. Das bedeutet, dass der Kunde auf dieselben Informationen Zugang hat wie der Banker, wenn Finanztransaktionen ausgeführt werden.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten für Blockchain Technologie

Finanzapplikationen sind nicht der einzige Weg, auf dem die Blockchain die Art und Weise wie wir Geschäfte machen aufrütteln könnte. Die Blockchain Wallet ist sicherlich nützlich, sie ist jedoch nur die Spitze des Eisbergs. Es gibt bereits einige sehr interessante Anwendungen, die die Blockchain nutzen. Eine solche auf der Blockchain basierende Alternative ist die Kryptowährung und Bitcoin Konkurrent Ethereum. Ethereum hat die Bitcoin-Technologie weiter gebracht, indem sie die Ausführung von Computer-Programmcode direkt aus den Datenbanken heraus ermöglicht. Als ein verteiltes, öffentliches Netzwerk, entwickelt sich Ethereum zu einem Testfeld für Programmierer, die Apps der unterschiedlichsten Art entwickeln möchten, die sich nicht nur auf die Kryptowährung beziehen. Diese Entwicklung ist sehr vielversprechend und zeigt wie mächtig die Blockchain sein kann.

Einen sehr verwundbaren Bereich, den die Blockchain Technologie verbessern kann, sind Speicherung und Abruf von medizinischen Berichten. Da diese inzwischen ebenfalls digitalisiert gespeichert werden, gehen viele Menschen einfach davon aus, dass jede Arztpraxis passende Maßnahmen ergreift und persönliche, medizinische Daten zuverlässig sichert und schützt. Dies ist leider oft jedoch nicht der Fall.

Krankenhäuser sind anfällig für Datenklau

Krankenhäuser sind beliebte Ziele der Cyberkriminalität, mit dem Ziel massiver medizinischer Identitätsdiebstähle. Eine besorgniserregende Erkenntnis. Der medizinische Diebstahl der Identität bedeutet für die Opfer nicht nur Stress, Ärger und finanziellen Folgen – Dinge die mit jedem Diebstahl der Identität verbunden sind – sondern außerdem auch strafrechtliche Konsequenzen. Wenn der Hacker Ihre Daten missbraucht, um von einem Arzt Rezepte für Medikamente unrechtmäßig zu erwerben oder Versicherungsbetrug begeht und Ihre Daten damit in Verbindung gebracht werden, können das auch juristische Konsequenzen haben.

Die starke Verschlüsselung der Blockchain sowie die Dezentralisierung und ein hohes Maß an Privatsphäre können die Art und Weise verändern, wie wir über den Schutz, das Teilen und die Speicherung von Aufzeichnungen unserer Gesundheit nachdenken.

Grundsätzlich kann alles, was mit Datenspeicherung in Verbindung gebracht wird, die Blockchain Technologie nutzen. Da Kunden immer mehr darauf achten, was sich in den Produkten befinden, die sie nutzen, können Unternehmen die auf Transparenz setzen, die Blockchain auf einfache Art und Weise verwenden, um dem Verbraucher Informationen über den Ablauf der Produktion solcher Güter zur Verfügung zu stellen. Die Blockchain könnte darüber hinaus sogar bei Wahlen eine wichtige Rolle spielen, da Sie die richtige Balance aus Privatsphäre, Integrität und Transparenz bietet.

Smart Contracts und moderne Arbeit

Ein letztes Beispiel, wo die Blockchain einen großen Durchbruch in allen Aspekten unseres Lebens erreichen könnte, sind Smart Contracts. Bei einem Smart Contract handelt es sich grundsätzlich um eine computergenerierte Vereinbarung zwischen zwei Parteien. Die Ausführung des Vertrags ist abhängig von bestimmten Bedingungen. Ein Beispiel ist etwa ein kleines Unternehmen, welches einen Grafikdesigner mit der Erstellung eines Logos für das Re-Branding der Firma beauftragt. Der Designer könnte einen Smart Contract abschließen, der im 250 Euro Honorar bietet, sobald die Arbeit erfolgreich abgeschlossen ist. Der Inhaber des Unternehmens könnte die 250 Euro in eine Blockchain Wallet einzahlen. Dort wird die Summe festgehalten, bis der Grafikdesigner seine Arbeit einreicht und die Zahlung anfordert. Diese wird schließlich durch den Inhaber freigegeben, sofern die Arbeit auftragsgemäß erfüllt wurde. Dieses Verfahren ist einfach, schnell, sicher und funktioniert ohne Mittelsmann.

Geschäftsführer und Entscheider aus allen Branchen sollten ein besonderes Interesse an den Möglichkeiten haben, die Smart Contracts sowie eine Blockchain Anwendung, die solche Verträge und Vertragsbedingungen im Bereich des Verkaufs oder Tauschs von Gütern und Dienstleistungen automatisiert und digitalisiert, bieten. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass mit Smart Contracts ohne weiteres auf einen Mittelsmann in der Gig-Economy verzichtet werden kann.

Unternehmen wie Uber, Airbnb, Ebay oder selbst der Amazon Marketplace könnten sich damit konfrontiert sehen, dass Ihrer Händler und Vertragspartner sich von ihnen abwenden, um ein Peer-to-Peer Blockchain Netzwerk zu nutzen, welches es ermöglicht, die Geschäfte direkt mit dem eigenen Kunden zu machen. Warum sollten Sie Nutzungsgebühren zahlen, wenn Sie Geschäfte direkt mit dem Dienstleister machen können?

Die Blockchain ist eindeutig eine disruptive Technologie, die nicht zu unterschätzen ist und deren Einfluss in den kommenden Jahren in allen Geschäftsbereichen wachsen wird. Und: wenn Sie neue technische Mitarbeiter einstellen, denken Sie daran, dass die Kandidaten, die sich mit der Blockchain auskennen, sehr wahrscheinlich in der Zukunft besonders wertvoll für Ihr Unternehmen sein werden.

Was ist Blockchain und wie wird es die Weltwirtschaft verändern?

Blockchain ist das neue Modewort unter Bankexperten. Für diejenigen, die das Konzept noch nicht kennen, soll dieser Artikel erklären, wie die Technologie funktioniert und wie sie sich wahrscheinlich auf die Zukunft des Bankwesens auswirken wird. Lesen Sie weiter, um mehr darüber zu erfahren. Auch interessant in diesem Zusammenhang: ein Datenraum für sichere Transaktionen.

Was ist Blockchain?

Eine Blockchain ist ein unveränderbares, sicheres, offenes Buchhaltungssystem. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Bankverbindung kann jeder Benutzer des Kontos die Transaktionen der Kette über ihre gesamte Lebensdauer einsehen. Es handelt sich im Wesentlichen um eine Datenbank, die von allen Hauptbenutzern kopiert und gemeinsam genutzt wird.

Bei der Verwendung eines Blockchain-Systems wird jeder Geldverkehr online als ein „Block“ dargestellt. Dieser Block wird dann über das Web mit allen relevanten Beteiligten über ein geschlossenes Netzwerk geteilt. Jeder im Netzwerk bestätigt dann die Transaktion, woraufhin der Block der Kette hinzugefügt wird und das Geld von A nach B mit weniger Aufwand transferiert wird.

Obwohl es ursprünglich für die Aufzeichnung von digitalen Währungen wie Bitcoin, Ethereum und anderen Verschlüsselungsvorgängen entwickelt wurde, hat sich die Technologie auch in einer Vielzahl anderer Kontexte durchgesetzt. Sie geht in die richtige Richtung, um in naher Zukunft eine breitere Akzeptanz in der Gesellschaft zu erlangen.

Was sind die Vorteile?

Blockchain spart Zeit

Blockchain hat einige Vorteile

Der Zugriff aller Benutzer auf die zentralisierte Datenbank bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich. Der offensichtlichste von ihnen ist, dass jeder Zugang zu genau denselben Datensätzen hat, was die Notwendigkeit von Abstimmungen überflüssig macht. Es bietet auch eine langfristige, transparente Aufzeichnung für die zukünftige Verwendung.

Darüber hinaus können dezentrale Buchhaltungstechnologien den Zeitaufwand für die Abrechnung von Transaktionen erheblich reduzieren. Sobald alle anfänglichen Schwachstellen des Systems behoben sind, wird es auch eine Menge Sicherheit für Transaktionen bieten. Mit der Weiterentwicklung der Technologie könnten auch revolutionäre neue Geschäftsmodelle entstehen.

Was sind die Fehler?

Die Blockchain-Technologie steckt noch in den Kinderschuhen. Um universell einsetzbar zu sein, muss die Technik perfekt sein, damit jede Möglichkeit der externen Bearbeitung entfällt.

Wie sieht die Zukunft der Blockchain aus?

Es ist sehr wahrscheinlich, dass Banken und andere Finanzunternehmen die ersten sein werden, die die Blockchain-Technologie übernehmen. Derzeit investieren bereits neun Prozent der Finanzdienstleister in verwandte Technologien. Es wird davon ausgegangen, dass 36% derjenigen, die noch nicht aktiv investieren, in den nächsten drei Jahren investiert werden.

Laut IDC werden bis 2020 45 Millionen Dollar von den Finanzinstitutionen ausgegeben, um Blockchain-Technologien zu ermöglichen. Bis zum gleichen Jahr werden 20% der globalen Handelsfinanzierungen voraussichtlich dezentrale Buchhaltungstechnologien beinhalten. Finanzinstitute sind jedoch nicht die einzigen Unternehmen, die von der Nutzung solcher Technologien profitieren.

Die Beratungsgesellschaft PwC hat kürzlich festgestellt, dass 11 Prozent der Freizeit- und Gastronomiebetriebe bereits begonnen haben, in zugehörige Technologien zu investieren. Hinzu kommen 12% der Unternehmen im Gesundheitswesen, 7% der Energie- und Bergbauunternehmen sowie 6% der Automobilunternehmen. Letztendlich sind die Möglichkeiten beim Einsatz einer Blockchain unbegrenzt.

Blockchain

Bitcoins sind bereits eine bekannte Internetwährung

Neue Vorschriften

Weil die Technologie so neu ist, haben die meisten Regierungen noch keine festen Regeln für die Verwendung von Schlüsselwährungen aufgestellt. Damit können Startups die Blockchain-Technologie auf innovative Weise nutzen. Allerdings werden risikoscheuere Unternehmen weniger häufig mit der Umsetzung beginnen, bis mehr Vorschriften zur Risikominderung erlassen werden.

Einige internationale Organisationen und nationale Regierungsstellen haben den Prozess der Regulierung begonnen. Japan hat Bitcoin bereits als legale Währung anerkannt, und verschiedene US-Agenturen haben damit begonnen, Richtlinien zur virtuellen Währung und ihrer Verwendung aufzustellen.

Warum investieren?

Risikokapitalgeber investieren bereits jetzt in dezentrale Buchhaltungstechnologien. Fast 1,8 Milliarden Dollar Investitionsfinanzierung sind bereits in den Markt eingetreten. Vorausdenkende Wertpapierfirmen und Unternehmen sollten sich überlegen, dasselbe zu tun.

Es gibt eine Reihe von Technologieunternehmen, die sich mit der Verbesserung vorhandener Technologien für dezentrale Buchhaltung beschäftigen. Mit Fortschritten in ihren Projekten können sie die Transaktionsgeschwindigkeit und Skalierbarkeit weiter verbessern. Wer sich für den Einstieg von Anfang an interessiert, sollte sich schon bald über Investitionen informieren.

Steigende Nachfrage

Die Zukunft der Schlüsselwährung sieht vielversprechend aus. Es gibt nur wenige Universitäten, die entsprechende Kurse über ihre Studiengänge für Informatik anbieten, aber der Bedarf an Entwicklern wächst weiter. Erfahrene Ingenieure haben derzeit Gehälter von etwa 250.000 $ pro Jahr, und diese Zahl steigt wahrscheinlich noch, um den höheren Anforderungen zu genügen.

Die Auswirkungen, die Verschlüsselungswährungen und dezentrale Buchhaltungstechnologien auf die Schwellenländer haben werden, sind mit Sicherheit besonders beeindruckend. Weltweit könnten die Entwicklungsländer von Bitcoin und anderen ähnlichen Technologien ziemlich viel profitieren. Die Weltwirtschaft dürfte sich dadurch deutlich verändern.

Einige Stichworte zum Abschluss

Der Bedarf an qualifizierten Entwicklern und Investitionskapital wird in den kommenden Jahren exponentiell wachsen. Zukunftsorientierte Unternehmen, die in Blockchain-Technologien investieren wollen, werden von den Auswirkungen auf die moderne Weltwirtschaft profitieren.

Finden Sie noch heute online mehr über fintech, Verschlüsselungslösungen und dezentrale Buchhaltungstechnologien heraus um zu erfahren, warum das so ist.