EZB

Niedrige Zinsen – Die EZB ändert langsam ihre Geldpolitik

Die Europäische Zentralbank (EZB) muss ab 2018 ihre Geldpolitik ändern. Auf dem Treffen mit internationalen Währungsexperten im Juli bereitete EZB-Chef Draghi die anwesenden Experten und die Märkte auf eine Veränderung beim Anleihekaufprogramm vorsichtig vor. Die EZB-Politik des sehr leichten Geldes wird damit ab dem kommenden Jahr eingeschränkt. Ob damit auch von der Nullzinspolitik so schnell abgewichen wird, ist aber fraglich.

Finanzmärkte reagieren auf Draghis Bekanntmachung

Die Aussagen von EZB-Chef Draghi, die Anleihenkäufe der Europäischen Zentralbank in wenigen Monaten zu beenden, hat für unerwartet starke Bewegungen auf den Finanzmärkten gesorgt. Auf den Aktienmärkten war eine Kurskorrektur zu beobachten, die bestbewerteten Staatsanleihen liefern wieder eine Rendite. Die zehnjährige Bundesanleihe liegt erstmals seit über einem Jahr wieder bei mehr als 0,5 Prozent Zinsertrag pro Jahr – ausgehend von einer Null- oder gar negativen Rendite für langjährige Anleihen noch vor einem dreiviertel Jahr ist das schon eine spürbare Steigerung. Die Talsohle bei den Zinsanlagen scheint damit durchschritten, wenngleich eine halbprozentige Rendite noch immer deutlich unter der Inflationsrate liegt und damit die Realverzinsung weiterhin negativ ist.

Starke Reaktion vor allem auf die Handlungslimiterung der EZB zurückzuführen

Die verhältnismäßig starke Reaktion der Finanzmärkte auf die beruhigend gemeinten und eher unkonkreten Aussagen von EZB-Chef Draghi zum Ende der Anleihekäufe liegt vor allem darin begründet, dass vielen Marktakteuren wieder bewusst geworden ist, dass die EZB keine andere Wahl hat, die Anleihekäufe Anfang 2018 zu stoppen. Hintergrund ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshof, das den Anleihekauf der EZB nur in bestimmten Grenzen und unter festen Bedingungen erlaubt hatte.

Eine dieser Auflagen vom Europäischen Gerichtshof ist eine Grenze bei den Anleihekäufen. Von den ausstehenden Wertpapieren eines Staates darf die EZB nicht mehr als ein Drittel aufkaufen. Im Falle eines Schuldenschnitts soll die EZB nämlich nicht ein Großschuldner mit Vetorecht werden. Diese Grenze von einem Drittel der ausstehenden Staatsanleihen hat die Europäische Zentralbank in wenigen Monaten für die noch immer kriselnden Länder Portugal und Italien, aber auch für Deutschland, erreicht. Daraus folgt unmittelbar ein baldiger Stopp der Anleihekäufe mindestens aus diesen Ländern – und damit auch ein weitgehendes Ende des Anleihekaufprogramms.

Erholung der europäischen Volkswirtschaft

Die durch die europäischen Richter gesetzten Grenzen werden dabei zu einem Zeitpunkt erreicht, indem das Ende der Anleihekäufe auf gute volkswirtschaftliche Daten trifft und eine weniger lockere Geldpolitik die europäische Wirtschaft auch nicht hemmen dürfte. Die auf das Ende der Anleihekäufe hinweisenden Worte kommen daher zum richtigen Zeitpunkt. Mit gut zwei Prozent Wirtschaftswachstum kann die gesamteuropäische Wirtschaft die stärkste Wachstumsrate seit einigen Jahren vorweisen. Eine noch im Frühjahr 2016 drohende Deflation scheint abgewendet, auch wenn das Ziel einer zweiprozentigen Inflationsrate noch entfernt ist. Draghis Aussage ist nun der erste Schritt, um nach und nach die Informationen der EZB zum Ausstieg aus dem Anleihekaufprogramm zu verkünden.

Anleihekauf wird voraussichtlich schrittweise eingestellt

So wie die EZB durch eine schrittweise Weitergabe an Informationen zu ihren Plänen zum Ausstieg aus dem Anleihekaufprogramm die Finanzmärkte nach und nach darauf vorbereiten möchte, wird auch der Ausstieg selbst vermutlich schrittweise erfolgen. Es wird auf der nächsten EZB-Sitzung im September wohl ein detaillierteres Statement zum Ausstieg aus dem Anleihekauf folgen. Zu erwarten ist erst einmal eine Aussage zur Reduktion der Anleihekäufe, in späteren Aussagen folgen dann die genaueren Schritte.

Der Ausstieg der EZB aus dem Anleihekauf dürfte dabei weniger automatisiert ablaufen, als es die US-amerikanische Notenbank vorgemacht hat. Dort hatte man sich für eine automatische monatliche Reduktion der Anleihekäufe über ein Dreivierteljahr entschieden. Die EZB wird sich hier flexiblere Lösungen vorbehalten.

Aktuell kauft die EZB Anleihen in Wert von 60 Milliarden Euro jeden Monat. Ab Januar wird die EZB das Kaufvolumen vermutlich auf 40 Milliarden Euro reduzieren und die Wirkung dieser Entscheidung zunächst analysieren. Im Frühsommer 2018 könnte dann die nächste Kürzung folgen, bis im Herbst 2018 das Anleihekaufprogramm ganz eingestellt wird.

Ende des Anleihekaufs kein Indikator für ein Ende der Nullzinspolitik

Selbst wenn die EZB ihre Anleihekäufe ohne den höchstrichterlichen Zwang beendet hätte, bedeutet das noch nicht, dass sie an ihren anderen Stellschrauben der Geldpolitik dreht. Insbesondere eine Änderung der Zinsen scheint, außer Frage zu stehen – eine Abkehr von der Nullzinspolitik somit zunächst einmal sehr unwahrscheinlich. Trotz verbesserter volkswirtschaftlicher Daten ist die Inflation im Euroraum noch immer zu niedrig, um die Zinsen anzuheben. Auch die strukturellen Probleme im Finanz- und Bankenwesen, vor allem das Interbankengeschäft, sind noch nicht überwunden. Vor 2019 wird die EZB kaum an die Zinsen herangehen.

Selbst wenn ab 2019 sich die wirtschaftlichen Rahmendaten verbessern, dürfte die EZB in ihrer Zinspolitik sehr vorsichtig zu Werke gehen. In einem ersten Schritt würde sicherlich der negative Einlagezins für Übernachteinlagen bei der EZB zur Diskussion stehen. Erst in der Folge sind kleine Leitzinsanhebungen denkbar. Hier wird die EZB sicherlich ähnlich vorsichtig und zurückhaltend agieren, wie die US-Notenbank es zurzeit vormacht. Mittelfristig sind somit weiter sehr niedrige Zinsen zu erwarten.

Situation für Anleger und Investoren bleibt schwierig

Weltweit wird die sehr drastische Zinspolitik der Zentralbanken wieder etwas zurückgenommen werden. Überschussliquidität wird erstmalig nach den ganzen Krisenjahren seit 2008/09 wieder sinken. Zinsen für bestimmte Anlageformen wie Tagesgeld werden sich in naher Zukunft kaum weit genug erholen, um langfristig für Investoren interessant zu sein. Die leicht ansteigenden Zinsen vor allem für Staatsanleihen dürften die Aktienkurse mittelfristig sinken lassen und für mehr Volatilität sorgen. Anleger müssen sich damit wieder mehr Gedanken machen, wie sie ihr Vermögen erhalten wollen.

Ethereum Beitrag

Was ist Ethereum?

Wer sich schon mit Begriffen wie Bitcoin oder Kryptowährung schwer tut, wird nicht gerade begeistert sein, sich nun auch um das Ethereum Gedanken machen zu müssen. Aber diese neuen Technologien werden eines Tages unser Leben bestimmen ähnlich wie das Internet, das vor dreißig Jahren auch niemand für technisch relevant hielt. Um aber das Ethereum besser zu verstehen, sollten wir uns erst einmal klar machen, wie das Internet heutzutage funktioniert.

Wo die Daten lagern

Alle Daten, die in der Cloud lagern wie Fotos, Facebookposts oder Firmendaten, schweben nicht frei durch die Luft, sondern lagern auf gigantischen Serverfarmen, die Amazon, Google oder Facebook betreiben. Das ruft zwar alle Datenschützer auf den Plan, aber so lassen sich all die Webseiten kostengünstig und in guter Qualität lagern und verwalten. Leider werden sie dadurch auch für illegale Zugriffe anfällig wie durch Hacker, weshalb sich viele Menschen Sorgen machen und sich ein anderes System wünschen, das mehr Sicherheit bietet.

Zentralisierung als Ursünde des Internet

Einige Experten bezeichnen die zentrale Datenspeicherung allerdings als eine Art Ursünde und fordern die erneute Dezentralisierung der Datenströme. Dazu können Internet Tools wie der Blockchain dienen. Der Blockchain ist ein Datenablageprinzip, bei dem jegliche Datensammlungen wie kleine Post-it-Zettel aneinander gereiht sind. Der Blockchain ist personalisiert und man kann es nicht unbemerkt manipulieren, was dieses Ablagesystem so sicher macht.

Sinn und Zweck des Ethereums

ethereum bitcoinWährend die Kryptowährung Bitcoin das Finanzsystem revolutioniert hat, wird das Ethereum die Datenspeicherung revolutionieren. Es nutzt die Blockchain-Technologie, um ähnlich wie die Banken als Finanzdienstleister große Serverfarmen als Datenlager überflüssig zu machen. Durch dieses moderne Datenverwaltungstool wird es keine riesigen Serverfarmen mehr geben, die die Datenmengen der User speichern und darauf achten, dass man alle Verträge auch erfüllt. Es schaltet also die Mittelsmänner bei der Datenlagerung aus.

Ethereum ist ein dezentraler Computer

Bisher werden alle Verträge, die im Internet ablaufen, durch das vorhandene Client-Server-Modell verwaltet. Zukünftig wird im neuen Datenverwaltungssystem aber ein sogenannter Smart Contract, also ein intelligenter Vertrag, das bisherige Modell überflüssig machen. Der Smart Contract ist ein kleines Programm, das jede Transaktion festhält und den finanziellen Teil in der Kryptowährung Ether abrechnet. Diese Währung wird auch als Treibstoff oder Gas bezeichnet und dadurch bleibt das Netzwerk am Leben.

Aus vielen Smart Contracts werden DApps

Im Ethereum werden nun die vielen einzelnen Smart Contracts ähnlich den kleinen Post-it-Zetteln aneinander geheftet, worauf dieser Stapel dann als DApps bezeichnet wird. Man überwacht die Erfüllung der Transaktionen, wobei allerdings nur diese kleinen Programme transparent sind und nicht der Mensch. Seine anderen Daten sind nicht mehr für jeden Hacker zugänglich.

In der Zukunft gibt es den DApp-Store

Heute können User in einem App Store Spiele oder andere nützliche Internet Tools kaufen. Die Bezahlung winkelt der App Store selbständig über ein Konto ab. Bei den Betreibern dieser Stores wie App Store, Amazon oder Evernote können diese aber auch machen, was sie wollen, wie beispielsweise Kunden einfach ausschließen, da sie die Entscheidungsgewalt dank ihrer Serverfarmen haben. Im zukünftigen Datenverwaltungssystem verlieren sie diese Macht wieder, da die Datenkontrolle wieder beim User liegt.

Das Ethereum gibt Usern die Datenkontrolle zurück

Durch das neue Datenverwaltungssystem verlieren die gigantischen Serverfarmen ihre Monopolstellungen, denn die Kontrolle über die eigenen Daten liegt allein beim User, der sie nach belieben ändern, verbreiten oder löschen kann. Wenn jemand anderes die Daten eines User ändern will, erfolgt dieses nur, wenn der User die Erlaubnis dazu erteilt. Früher war diese Kontrolle über die eigenen Daten normal. Doch inzwischen haben sich die User weltweit daran gewöhnt, dass ihre Daten von Marktführern nach belieben missbraucht werden.

Das Ethereum ermöglicht die Kommunikation zwischen Maschinen

In diesem Zusammenhang wird über die Einführung des Internet of Things gesprochen. Damit sind die Verständigungen zwischen zwei nicht lebendigen Usern gemeint, wie zum Beispiel der Datenaustausch von Maschine zu Maschine. Kurz gesagt, die Kommunikation von Toaster und Kühlschrank kann man so auch problemlos verwalten und lagern.

Smart Contracts erleichtert den Datenaustausch von Maschinen

Auch für solche Datenübermittlungen eignet sich die dezentrale Datenspeicherung durch das Ethereum besonders gut. Es gibt in Deutschland bereits ein Unternehmen, welches sich vorrangig mit dieser Zukunftstechnologie beschäftigt. Durch die Blockchain-Technologie kann man diese Kommunikationen präzise zuordnen und protokollieren, was beim Fehlermanagement besonders hilfreich ist.

Neue Datentechnologie ist erst am Anfang

Leider ist diese Entwicklung noch ganz am Anfang und das neue Datenverwaltungssystem ist erst im Aufbau, wobei eine komplette Dezentralisierung des Internets noch reine Zukunftsmusik ist. Allerdings wird immer mehr Menschen klar, dass die bisherige Methode der Datenspeicherung- und Verwaltung den Betreibern eine zu große Macht gibt und zweitens für illegale Zugriffe zu anfällig ist. Vielen Menschen ist klar, wie leichtfertig sie ihre Datenkontrolle abgeben. Je weiter sich die Kryptowährung Bitcoin in der Finanzwelt etablieren kann, desto mächtiger wird auch der Blockchain und dadurch wird der Weg für die neue Form der Datenspeicherung frei.

Ertragswertverfahren

Was ist das Ertragswertverfahren?

Das Ertragswertverfahren verwendet man zur Wertermittlung von Immobilien. Der Ertragswert ist die Summe der Mieteinnahmen und des Bodenwerts vom Grundstück. Die Nutzung des Ertragswertverfahrens wird zur Ermittlung des Werts von gewerblich genutzten Immobilien oder Mietobjekten verwendet. Vor allem beim Verkauf einer rentablen Immobilie ist es erforderlich den voraussichtlichen Barwert zu kennen. Das Verfahren kann eine Vorschau über die zu erwartenden Erträge ermöglichen. Es gibt zwei Verfahren, mit denen die Rechenaufgabe des Ertragswertverfahrens gelöst werden kann.

Wie werden das vereinfachte und das vollständige Ertragswertverfahren durchgeführt?

Ertragswertverfahren ImmobilienVerwendet man das vereinfachte Ertragswertverfahren, bleiben Bodenwert und die daraus resultierenden Verzinsungen ohne Berücksichtigung. Dann kommt es ausschließlich auf die baulichen Anlagen an. Anders als beim vereinfachten Ertragswertverfahren berücksichtigt das vollständige Ertragswertverfahren den Wert des Grundstücks. Dazu ist jedoch ein Vergleichswertverfahren erforderlich, wodurch man den Bodenwert ermittelt.

Danach berechnet man den Mietwert, der sich in erster Linie aus der Lage, der Objektgröße und der Ausstattung der Immobilie ergibt. Den so errechneten Rohertrag reduziert man dann um die Bewirtschaftungskosten.

Darüber hinaus muss in den anschließenden Berechnungen der Liegenschaftszins einbezogen werden. Da die Bodenbewertung und der Erlös stets voneinander unabhängig zu sehen sind, muss man deren Verzinsung, die sich aus dem Bodenwert und der Multiplikation des Liegenschaftzinses ergibt, vom Ertrag abziehen. Der Ertragswert ergibt sich aus diesen zwei Werten, die sich aus dem Wert des Gebäudes und dem Bodenwert ergeben.

Weitere Details zum Ertragswertverfahren

Der Ermittlung liegen meist Betriebsbilanzen der letzten zwei bis drei Jahre, des aktuellen Geschäftsjahres und Prognosebilanzen der zwei zukünftigen Jahre zugrunde. Auf diese Weise entsteht ein guter Überblick über vergangene, aktuelle und zukünftige Situationen. Dabei werden die Gewinne brutto berechnet, um ein objektives Ergebnis zu erhalten. Danach führt man weitere vorgegebene Schritte durch, um die Berechnung zu spezifizieren.

Vergangene Betriebsbilanzen werden mit einmaligen Aufwendungen erweitert, zum Beispiel Abfindungszahlungen. Außergewöhnliche Erträge werden ebenfalls abgezogen, weil sie die Bilanz verfälschen. Nun wird ein Durchschnitt der auf diese Weise erweiterten und der kommenden Bilanzen ermittelt. Daraus resultiert ein Wert, der den zukünftig zu erwartenden Gewinn darstellt. Der in der Zukunft zu erwartende Gewinn, also der Prognosegewinnwert, multipliziert man mit dem Kapitalisierungs-Zinssatz. Dabei handelt es sich um eine theoretische Verzinsung, die Kapitalgeber mit vergleichbaren Kapitalanlagen erwarten. Man muss eine Mindestverzinsung erwirtschaften, damit man das Unternehmen halten kann.

Diese Zinssätze bestehen aus dem Basiszinssatz und dem Risikoaufschlag, der sich auf der Basis des unternehmerischen Risikoaufschlags zusammensetzt. In diesem Zusammenhang sollte man mehrere Kapitalisierung-Zinsfaktoren verwenden. Abschließend ist es wichtig, ob man einen Zinssatz von drei oder sechs Prozent ausgewählt, denn der daraus resultierende Barwert kann sich zum Schluss deutlich erhöhen und so zur Fehlberechnung führen. Daher ist es empfehlenswert, parallel mehrere Optionen zu prüfen, um herauszufinden, welche Kapitalanlage sich am meisten lohnt. So wird aber auch ermittelt, welche Faktoren die Finanzierung gefährden und wie hoch das Risiko äußerer Einflüsse ist. Der finale Unternehmenswert ist das Ziel der Bewertung. Er entsteht durch Teilung der Durchschnittssumme der Erträge durch den fixen Kapitalisierungszins.

Wie aussagekräftig ist das Ertragswertverfahren?

Die Aussagekraft des Verfahrens hängt von der Qualität der Reinertragsprognose und von der Bestimmung des Kalkulationszinssatzes ab. Für den Unternehmenswert ist ausschließlich der Ertragswert des Unternehmens wichtig. Die Berücksichtigung des Substanzwertes wird von den Ertragswertverfahren-Vertretern grundsätzlich abgelehnt. Es ist allerdings teilweise aus sachbezogenen Gründen zugelassen, denn so kann man das Konkurrenzrisiko abschätzen. Das Ertragswertverfahren wird bei Ein- und Zweifamilienhäusern, bei Mietwohn- und Geschäftsgrundstücken sowie gemischt genutzten Grundstücken angewendet. Die Bewertung des Grundstücks richtet sich nach der Jahresrohmiete und dem Gesamtentgelt für die Nutzung inklusive bestimmter Umlagen.

Im Grundstückswert sind die Werte der Gebäude, des Bodens und der Außenanlagen enthalten. Man ermittelt dies durch die Anwendung eines Multiplikators auf die jährliche Rohmiete. Die Multiplikatoren berücksichtigen die Bauausführung, Bauart, Grundstücksart, Baujahr und die Gemeindegröße. Der Grundstückswert kann sich aus bestimmten Gründen erhöhen oder ermäßigen.

Das Ertragswertverfahren gehört im Hinblick auf die Unternehmensbewertung zum Gesamtbewertungsverfahren. Wird es angewendet, wird der zu erwartende Unternehmensertrag ermittelt. In der Regel erfolgt eine zweigeteilte Prognose des Unternehmensertrags, nämlich nach der Schätzgenauigkeit eines Detailprognosezeitraums und dem Zeitraum auf der Basis des Planungshorizonts. Der Barwert der prognostizierten Liquidationserlöse des Vermögens, das nicht für den Betrieb erforderlich ist, kann man bei der Nutzung des Ertragswertverfahrens auf unterschiedliche Art definieren. Er sollte aber generell den prognostizierten Nutzen, den der Unternehmer erwarten kann, wiedergeben.

Die 30 größten Konzerne der Welt (nach Marktwert)

Die Top 3 mit dem höchsten Marktwert

Der absolute Spitzenreiter ist die Computerfirma Apple das 1976 gegründet wurde. Der Hauptsitz befindet sich in Cupertino (Kalifornien). Im Jahr 2015 hatte Apple 110.000 Mitarbeiter und generierte einen Umsatz von 233,7 Mrd. USD, sowie einen Gewinn von satten 53,4 Mrd. USD. Zudem beträgt der aktuelle Marktwert von Apple 752 Mrd. USD.

Die Firma Apple erreicht den 1. Platz

Auf Platz 2 steht das Internet-Unternehmen Alphabet, welches am 23. Juli 2015 gegründet wurde. Derzeit hat der Konzern einen Marktwert von 579,5 Mrd. USD. Der Hauptsitz befindet sich in Mountain View im Silicon Valley. Darüber hinaus beschäftigt das Unternehmen momentan 72.053 Mitarbeiter und machte 2016 einen Umsatz von 90,2 Mrd. USD. Der Gewinn belief sich auf 22,5 Mrd. USD.

Auf Platz 3 landet mit einem Marktwert von 507,5 Mrd. USD der größte Software Hersteller weltweit. Microsoft wurde am 4. April 1975 von Bill Gates und Paul Allen gegründet und hat seinen Hauptsitz in Redmond (Washington). Im Jahr 2016 beschäftigte Microsoft rund 114.000 Angestellte. Des Weiteren meldete Microsoft im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von 85,3 Mrd. USD und einen Gewinn von 16,7 Mrd. USD.

USA weit oben: Die Plätze 4 – 7

Ganz knapp die Top 3 verfehlt hat Amazon und landet somit mit einem Marktwert von 427 Mrd. USD nur auf Platz 4. Der weltweit größte Online Versandhändler wurde 1994 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Seattle (Washington). 2017 beschäftigt Amazon 351.000 Mitarbeiter. Obendrein verzeichnete Amazon 2016 einen Rekordumsatz von 136 Mrd. USD.

Platz 5 geht mit einem Wert von 409,9 Mrd. USD an den US-amerikanischen Mischkonzern Berkshire Hathaway, der 1955 gegründet wurde und seinen Sitz in Omaha, Nebraska hat. Sie erwirtschaftet pro Jahr 182.150 Mrd. USD mit einem Überschuss von 19.476 Mrd. USD. Zudem arbeiten 270.858 Mitarbeiter für das Unternehmen von Warren Buffett.

Der Marktwert von Facebook beträgt 407,3 Mrd. USD

Facebook Inc. landet auf Platz 6

Facebook Inc. ist ein US-amerikanisches Unternehmen mit Sitz in Menlo Park, Kalifornien, welches 2004 von Mark Zuckerberg gegründet wurde. Es verzeichnete im Jahr 2016 einen Umsatz von 27,64 Mrd. USD, einen Jahresüberschuss von 10,2 Mrd. USD und hatte 17.000 Mitarbeiter. Aus diesem Grund erreicht es mit einem Marktwert von 407,3 Mrd. USD Platz 6 dieser Liste.

Der Mineralölkonzern ExxonMobil belegt mit 343,2 Mrd. USD Platz 7 dieser Liste. Er sitzt in Irving (USA), wurde 1999 ins Leben gerufen und hat international 99.100 Angestellte. Brutto nahm er 407,6 Mrd. USD ein, wovon netto 32,580 Mrd. USD übrigblieben.

Auch China spielt oben mit: Die Plätze 8 – 10

Platz 8 belegt der weltweit tätige Pharmazie- und Konsumgüterhersteller Johnson & Johnson mit Hauptsitz in New Brunswick (New Jersey), der 1886 gegründet wurde. Beschäftigt werden rund 127.000 Mitarbeiter in 60 Ländern weltweit. Der Jahresumsatz 2015 betrug 70,1 Mrd. USD mit einem Gewinn von 15,4 Mrd. USD. Der aktuelle Marktwert beläuft sich auf 338,6 Mrd. USD.

Mit einem  Marktwert von 306,6 Mrd. USD auf Platz 9 ist die JPMorgan Chase & Co. anzutreffen. Das 2000 gegründete Unternehmen ist eine US-amerikanische Bank mit Sitz in New York City. Ihr Umsatz beträgt 93,5 Mrd. USD, den sie mit rund 234.600 Mitarbeitern macht.

Tencent Holdings Ltd. ist ein Internet-Unternehmen in der Volksrepublik China. Nach seiner Gründung 1998 arbeiten mittlerweile etwa 30.650 Mitarbeiter für das 277,1 Mrd. USD schwere Unternehmen, das somit auf Platz 10 landet. Der Umsatz beläuft sich auf 15,1 Mrd. USD.

Korea kommt mit ins Spiel: Die Plätze 11 – 15

Wells Fargo ist ein US-amerikanisches Finanzdienstleistungsunternehmen mit Sitz in San Francisco, das 1852 gegründet wurde. Seine 269.000 Mitarbeiter sorgen für einen jährlichen Umsatz von rund 88,2 Mrd. USD. Der Marktwert beträgt 274,4 Mrd. USD, wodurch Wells Fargo auf Platz 11 landet.

Die Alibaba Group Holding Limited ist ein Unternehmen mit Sitz in Hangzhou, China. Gegründet 1999 ist es nach eigenen Angaben die größte IT-Firmengruppe Chinas. Derzeit werden rund 50.000 Mitarbeiter beschäftigt. Der Umsatz im Jahr 2016 belief sich auf 469 Mrd. USD. Dementsprechend beträgt der derzeitige Marktwert 264,9 Mrd. USD und setzt die Alibaba Group damit auf Platz 12.

General Electric ist mit einem Wert von 261,2 Mrd. USD einer der größten Mischkonzerne der Welt und hier auf Platz 13 zu finden. Der Stammsitz befindet sich seit 2016 in Boston (Massachusetts). Bereits 1892 gegründet, beschäftigt es heutzutage 333.000 Mitarbeiter und hat einen Umsatz von 117,4 Mrd. USD.

Samsung stellt u.a. Smartphones, Notebooks und Fernseher her

Die Firma Samsung landet mit einem Marktwert von 254,3 Mrd. USD auf Platz 14 der Liste

Die südkoreanische Technologiefirma Samsung Electronics stellt unter anderem Smartphones und Speichermedien her. Dank eines Jahresumsatzes von 208.838 Mrd. US-Dollar, mit einem Plus von 27,245 Mrd. USD und einem Marktwert von 254,3 Mrd. USD erreicht das 1969 gegründete Unternehmen Platz 14. Zudem beschäftigt es 307.000 Angestellte.

Die AT&T Inc. ist ein nordamerikanischer Telekommunikationskonzern mit Sitz in Dallas. 1885 gegründet beschäftigt er mittlerweile 268.500 Mitarbeiter und macht einen Umsatz von 163,7 Mrd. USD. Der Marktwert beläuft sich auf 249,3 Mrd. USD womit AT&T den 15. Platz erreicht.

Erste europäische Firmen: Die Plätze 16 – 20

Die Bank of America Corporation ist seit Juli 2006 das größte Kreditinstitut der Vereinigten Staaten mit Hauptsitz in Charlotte, North Carolina. Sie wurde 1923 gegründet, obgleich die Ursprünge der Bank auf die im Jahr 1784 gegründete Bank of Massachusetts zurückgehen. Mit ihren 208.000 Mitarbeitern, ihrem Umsatz von 83,7 Mrd. USD und ihrem Wert von 231,9 Mrd. USD, ist sie unser Platz 16.

Die Industrial and Commercial Bank of China Limited (ICBC) ist die größte Bank der VR China. Mit einem Marktwert von 229,8 Mrd. USD gelangt sie auf Platz 17. Der Sitz der 1984 gegründeten Bank ist in Peking. Weiterhin sorgen 462.000 Mitarbeiter für einen Umsatz von rund  85.100 Mrd. USD.

Nestlé ist der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern und das größte Industrieunternehmen der Schweiz. Die Hauptverwaltung befindet sich in Vevey, Schweiz. Es wurde 1867 gegründet und beschäftigt etwa 335.000 Mitarbeiter weltweit. Mit einem Umsatz von 92,3 Mrd. USD und einem Wert von 229,5 Mrd. USD belegt es hier Platz 18.

Der Marktwert beträgt 228,8 Mrd. USD

Royal Dutch Shell belegt Platz 19

Der niederländische Mineralöl- und Gas-Konzern Royal Dutch Shell erreicht mit einem Marktwert von 228,8 Mrd. USD den 19. Platz. Er sitzt in Den Haag und London und wurde 2005 gegründet. Des Weiteren nahm es 2016 brutto 459,6 Mrd. USD ein. Für Shell arbeiten 90.000 Menschen.

Platz 20 belegt mit einem Wert von 228,1 Mrd. USD The Procter & Gamble Company. Dies ist ein US-amerikanischer Konsumgüter-Konzern mit Hauptsitz in Cincinnati, Ohio. Er wurde 1837 gegründet und beschäftigt ca. 105.000 Mitarbeiter. Zudem beläuft sich der Umsatz auf etwa 65,29 Mrd. USD.

Bunt gemischt: Die Plätze 21 – 25

China Mobile Ltd ist der weltweit größte Mobilfunkanbieter mit Sitz in Hongkong und wurde 1997 gegründet. Mit einem Wert von 225,3 Mrd USD landet es auf Platz 21. Während 2015 waren dort 438.645 Mitarbeiter beschäftigt und es entstand ein Umsatz von 106.761 Mrd. USD.

Auf Platz 22 befindet sich mit einem Marktwert von 221,1 Mrd. Dollar das Unternehmen Walmart. Es hat seinen Sitz in Bentonville und wurde 1962 gegründet. Der Einzelhandelskonzern, der 2.2 Millionen Mitarbeiter beschäftigt, erwirtschaftete im Jahr 2013 482 Mrd. USD.

Platz 23 belegt mit einem Wert von 219,3 Mrd. USD die F. Hoffmann-La Roche AG. Sie ist ein weltweit tätiges Pharmaunternehmen mit Hauptsitz in Basel, das 1896 gegründet wurde. Zudem waren 2016 dort etwa 94.000 Mitarbeiter beschäftigt, die einen Umsatz von ca. 52,6 Mrd. USD generierten.

Der Marktwert beträgt 206,4 Mrd. USD

Visa Inc. schafft es auf Platz 25

Anheuser-Busch InBev (AB-InBev) ist die größte Brauereigruppe der Welt. Sie hat ihren juristischen Sitz in Brüssel und entstand 2008 durch die Übernahme von Anheuser-Busch durch die belgisch-brasilianische InBev-Gruppe. Ihrem Marktwert von 213,1 Mrd. USD verdankt sie Platz 24 dieser Liste. Weiterhin beschäftigt die AB-InBev rund 200.000 Mitarbeiter und macht einen Umsatz von 45,52 Mrd. USD.

Die VISA Inc. ist eine Kreditkartengesellschaft und beschäftigte 2016 rund 14.200 Mitarbeiter. Mit einem Wert von 206,4 Mrd. USD nimmt sie hier Platz 25 ein. VISA wurde 1970 gegründet und hat ihren Sitz in Foster City (USA). Hinzu kommt ein Umsatz von rund 15 Mrd. USD.

China und die USA weiterhin vertreten: Die Plätze 26 – 30

Platz 26 belegt mit einem Wert von 206,1 Mrd. USD der Ölkonzern Chevron. Dieser wurde 1879 in den USA gegründet und sitzt in San Ramon, Kalifornien. Außerdem sorgen 61.189 Angestellte jährlich für einen Umsatz von 220,3 Mrd. USD und einen Überschuss von 21,423 Mrd. USD.

Die PetroChina Company Limited mit Sitz in Peking ist mit einem Marktwert von 204,5 Mrd. USD der größte chinesische Ölkonzern und hier auf Platz 27. Mit seinen 521.500 Mitarbeitern macht der Konzern einen Umsatz von 253 Mrd. USD. Seit 1999 ist dieser Konzern auf dem Markt zu finden.

Der Marktwert von Pfizer beträgt 203,1 Mrd. USD

Pfizer belegt Platz 28

Auf Platz 28 befindet sich mit einem Wert von 203,1 Mrd. Dollar die Pfizer Inc. Es ist ein Pharmakonzern mit Hauptsitz in New York. Gegründet 1849 von Charles Pfizer (eigentlich Karl Pfizer) aus Ludwigsburg. Für 2017 rechnet Pfizer mit einem Umsatz in Höhe von 52,0 bis 54,0 Mrd. USD. Zudem sind weltweit etwa 90.000 Mitarbeiter bei Pfizer beschäftigt.

Die China Construction Bank ist eine der vier großen Geschäftsbanken der Volksrepublik China. Mit einem Wert von 200,5 Mrd. USD erreicht sie Platz 29. Sie wurde 1954 gegründet und beschäftigt mittlerweile 369.200 Mitarbeiter.

Die Verizon Communications Inc ist ein US-amerikanischer Telekommunikationskonzern mit Hauptsitz in New York City. Mit einem Marktwert von 198,4 Mrd. USD schafft er es auf Platz 30 der Weltrangliste. Überdies beschäftigt er 160.900 Mitarbeiter und sein Umsatz beläuft sich auf 125,9 Mrd. USD.

Die 30 größten Firmen der Welt

Jeder Gründer träumt vom großen Erfolg, doch nur wenige können mit ihrem Unternehmen dauerhaft bestehen. Für die folgenden 30 Firmen hat sich der Traum vom beruflichen Welterfolg jedoch bereits erfüllt. Sie verzeichnen international den höchsten Umsatz.

Die Top Drei der umsatzstärksten Unternehmen

Der weltweite Spitzenreiter in Sachen Umsatz ist das US-amerikanische Unternehmen Walmart mit Hauptsitz in Bentonville, das 1962 gegründet wurde. Der Einzelhandelskonzern, der 2.2 Millionen Mitarbeiter beschäftigt, erwirtschaftete im Jahr 2013 476.294 Milliarden Dollar und machte einen Gewinn von 16.000 Milliarden Dollar.

Den zweiten Platz erreicht der niederländische Mineralöl- und Gas-Konzern Royal Dutch Shell, der in Den Haag und London sitzt und 2005 gegründet wurde. Er nahm brutto 459.599 Milliarden Dollar und netto 16.371 Milliarden Dollar ein. Zudem arbeiten für Shell 90.000 Menschen.

Sinopec landet mit einem Umsatz von 457.201 Milliarden Dollar und einem Gewinn von 8.932 Milliarden Dollar auf dem dritten Platz. Das im Jahr 2000 gegründete Unternehmen stammt aus China, sitzt in Peking und besitzt 1.021.979 Angestellte. Es arbeitet in der Öl- und Gas-Branche.

Platz 4 bis 6: Erfolgreich dank Öl und Gas

Ganz vorne mit dabei: Öl- und Gas-Konzerne

Der Viertplatzierte stammt ebenfalls aus Peking: Die China National Petroleum Corporation nimmt jährlich insgesamt 432.007 Milliarden Dollar ein, darunter 16.317 Milliarden Dollar Gewinne. Des Weiteren beschäftigt der staatliche Ölkonzern 1.668.072 Personen. Er wurde 1988 gegründet.

Der Mineralölkonzern ExxonMobil aus den USA sitzt in Irving, wurde 1999 ins Leben gerufen und hat international 99.100 Angestellte. Brutto nahm er 407.666 Milliarden Dollar ein, wovon netto 32.580 Milliarden Dollar übrig geblieben sind. Damit landet er auf Platz fünf dieser Liste.

Ferner landet auf Platz sechs ein weiteres Unternehmen aus dem Bereich Öl und Gas. BP, 1924 in London gegründet, setzt heute pro Jahr 396.217 Milliarden Dollar um und erzielt einen Gewinn von 23.451 Milliarden Dollar. Zudem hat das britische Unternehmen 83.400 Angestellte.

Platz 7 bis 10: Zentraleuropa trifft Asien

Unser Platz sieben ist das Energieunternehmen State Grid mit Sitz in Peking. Es betreibt die meisten elektrischen Netze in China und erwirtschaftet damit 333.387 Milliarden Dollar jährlich. Als Plus bleiben 7.982 Milliarden Dollar übrig. State Grid wurde 2002 gegründet und beschäftigt heute 1.583.000 Arbeitskräfte.

Das weltweit erfolgreichste Unternehmen aus Deutschland ist der Automobilhersteller Volkswagen, der den achten Platz belegt. Der Konzern mit Hauptsitz in Wolfsburg existiert bereits seit 1937 und hat 626.715 Mitarbeiter. Pro Jahr erreicht er einen Gesamtgewinn von 261.539 Milliarden Dollar, wovon 12.072 Milliarden Dollar Überschuss sind.

Direkt dahinter liegt auf Platz neun ein Automobilproduzent aus Japan, für den 325.905 Personen arbeiten: Toyota Motor nimmt jährlich 256.454 Milliarden Dollar ein und erzielt Gewinne von 18.18 Milliarden Dollar. Die Gründung fand 1937 statt.

Den zehnten Platz belegt die Schweizer Firma Glencore aus Baar im Kanton Zug. Zwar nahm das Unternehmen, das im Rohstoffhandel aktiv ist, 232.694 Milliarden Dollar jährlich ein. Dennoch ist Glencore die einzige Firma der Top 30, die einen Verlust einfuhr. Dieser liegt bei 7.402 Milliarden Dollar. Das 1974 gegründete Unternehmen beschäftigt 58.000 Arbeitskräfte.

Platz 11 bis 14: Weltweit erfolgreiche Firmen

Samsung gehört zu den 30 besten Firmen

Samsung landet auf Platz 13

Der französische Mineralölkonzern Total aus Courbevoie setzt 227.882 Milliarden Dollar um und landet damit auf Platz 11. Er erwirtschaftet Gewinne von 96.104 Milliarden Dollar. 11.204 Mitarbeiter sind in dem 1924 gegründeten Traditionsunternehmen beschäftigt.

Auch Platz zwölf wird von einem Ölkonzern belegt: Chevron wurde 1879 in den USA gegründet und sitzt in San Ramon, Kalifornien. 61.189 Angestellte sorgen jährlich für einen Umsatz von 220.356 Milliarden Dollar und einen Überschuss von 21.423 Milliarden Dollar.

Die südkoreanische Technologiefirma Samsung Electronics stellt unter anderem Smartphones und Speichermedien her. Dank eines Jahresumsatzes von 208.838 Milliarden Dollar mit einem Plus von 27.245 Milliarden Dollar erreicht das 1969 gegründete Unternehmen Platz 13. Es beschäftigt 307.000 Angestellte.

Platz 14 geht an den US-amerikanischen Mischkonzern Berkshire Hathaway, der 1955 gegründet wurde. Mehr als 80 Firmen gehören zu der Holdinggesellschaft mit Sitz in Omaha, Nebraska. Darüber hinaus erwirtschaftet sie pro Jahr 182.150 Milliarden Dollar mit einem Überschuss von 19.476 Milliarden Dollar. 270.858 arbeiten für das Unternehmen von Warren Buffett.

Platz 15 bis 17: Wichtige Global Player

Der US-Technologie-Unternehmen Apple erreicht mit Bruttoeinnahmen von 17.910 Milliarden Dollar und Nettoeinnahmen von 37.037 Milliarden Dollar den 15. Platz. Die Gründung erfolgte 1976. Apple sitzt in Cupertino, Kalifornien, und hat 63.300 Angestellte.

Die umsatzstärkste Versicherung ist AXA mit 98.534 Milliarden Dollar pro Jahr und landet somit auf Platz 16. Davon bleibt ein Gewinn von 5.617 Milliarden Dollar übrig. Außerdem hat das französische Unternehmen seinen Sitz in Paris und beschäftigt weltweit 166.000 Arbeitskräfte.

Den 17. Platz belegt die Gazprom, welche einen Erlös von 165.016 Milliarden Dollar und ein Gesamtplus von 35.769 Milliarden Dollar erwirtschaftet hat. Das weltweit größte Erdgasförderunternehmen wurde 1989 gegründet, sitzt im russischen Moskau und hat 401.000 Angestellte.

Platz 18 bis 21: Autos und Energie

E.ON, der deutsche Energiekonzern mit Sitz in Essen, erreicht den 18. Platz. Bisher nahm die Holdinggesellschaft 162.560 Milliarden Dollar brutto ein und netto 2.843 Milliarden Dollar. Der Versorger wurde im Jahr 2000 gegründet und besitzt ein Team aus 78.889 Personen.

Den 19. Platz belegt ConocoPhillips aus Houston, Texas, in den USA. Die Gründung des Ölkonzerns mit 29.800 Mitarbeitern fand 2002 statt. Die Firma erreichte einen Erlös von insgesamt 161.175 Milliarden Dollar, darunter ein Plus von 3.726 Milliarden Dollar. 29.800 Menschen arbeiten für das Unternehmen.

Daimler gehört zu den 30 besten Firmen

Daimler aus Stuttgart belegt Platz 20

Auf Platz 20 der Top-30-Firmen liegt mit Daimler aus Stuttgart erneut ein deutscher Automobilhersteller. Das Unternehmen, das seit 1998 existiert, erreicht Gesamteinnahmen von 156.628 Milliarden Dollar mit einem Überschuss von 9.083 Milliarden Dollar. Daimler beschäftigt 271.370 Personen.

Ein weiterer Autohersteller landet auf Platz 21: Das US-Unternehmen General Motors aus Detroit setzt jährlich 155.427 Milliarden Dollar um und erzielt dabei ein Plus von 5.346 Milliarden Dollar. Für die 1998 gegründete Firma arbeiten 207.000 Menschen.

Platz 22 bis 24: Top-Firmen aus Italien und Japan

Das erste italienische Unternehmen platziert sich auf der 22: Der 1953 gegründete Energie- und Ölkonzern Eni aus Rom erwirtschaftet brutto 154.108 Milliarden Dollar und netto 6.850 Milliarden Dollar pro Jahr. Zudem sind hier 78.686 Personen beschäftigt.

Erst 2006 gegründet und schon auf Platz 23 der weltweit umsatzstärksten Firmen: Das japanische Post- und Logistikunternehmen Nippon Yusei mit 110.000 Mitarbeitern erreicht einen Jahresumsatz von 152.125 Milliarden Dollar und Gewinne von 4.782 Milliarden Dollar. Folglich hat das Unternehmen bereits mehrere Sitze. Diee liegen in den japanischen Städten Kasumigaseki, Chiyoda und Tokio.

Die Nummer 24 kommt aus Italien. Der Finanzdienstleister Exor mit Hauptsitz in Turin erwirtschaftet pro Jahr 150.996 Milliarden Dollar mit einem Überschuss von 2.768 Milliarden Dollar. Inzwischen sind 273.460 Menschen bei dem 1927 gegründeten Unternehmen beschäftigt.

Platz 25 bis 26: Ähnliche Umsätze, verschiedene Gewinne

Ford gehört zu den 30 größten Firmen der Welt

Auch Ford Motor schafft es in die TOP 30

Die chinesische Bank ICBC mit ihren 408.859 Mitarbeitern belegt Platz 25 der umsatzstärksten Firmen. Sie wurde 1984 eröffnet und sitzt in Peking. Zudem nimmt die Bank 148.8 Milliarden Dollar jährlich ein. Sie erwirtschaftet dabei ein Plus von 42.7 Milliarden Dollar.

Der US-amerikanische Automobilhersteller Ford Motor aus Dearborn erreicht mit Umsätzen von 146.9 Milliarden Dollar und Gewinnen von 7.2 Milliarden Dollar den 26. Platz. 164.000 Menschen arbeiten für den 1903 gegründeten Konzern.

 

Platz 27 bis 30: Hohe Umsätze aus Nord- und Südamerika

Die weltweit 301.000 Mitarbeiter des Mischkonzerns General Electric arbeiten unter anderem in den Bereichen Energie, Luftfahrt, Elektrotechnik und Finanzen. Das vielseitige Unternehmen wurde 1892 in den USA gegründet und sitzt in Fairfield. Der Jahresumsatz liegt bei 146.231 Milliarden Dollar und die Jahresgewinne bei 13.057 Milliarden Dollar, was den Konzern auf Platz 27 bringt.

Finanzviertel

Die Top-30 Konzerne der Welt

Platz 28 geht an das brasilianische Mineralölunternehmen Petrobas aus Rio de Janeiro, das es seit 1953 gibt. Es beschäftigt 81.918 Mitarbeiter. Obendrein erwirtschaftet Petrobas jährlich 141.462 Milliarden Dollar mit einem Plus von 11.094 Milliarden Dollar.

McKesson ist ein US-amerikanischer Pharmahandel mit Sitz in San Francisco und 37.700 Mitarbeitern. Es erzielt jährlich Erlöse von 138.0 Milliarden Dollar und Gewinne von 1.3 Milliarden Dollar, wodurch es Platz 29 erreicht. McKesson wurde 1833 gegründet und ist damit das älteste Unternehmen in der Top 30 der umsatzstärksten Firmen.

Mit Valero Energy schließt ein weiterer US-amerikanischer Mineralölkonzern die Top 30 ab. Das Unternehmen mit Sitz in San Antonio erreicht Bruttoeinnahmen von 137.8 Milliarden Dollar. Also Nettoeinnahmen von rund 2.7 Milliarden Dollar pro Jahr. Es wurde 1980 gegründet und hat 21.942 Angestellte.

 

Wie können emotionale Zeitbomben in der Unternehmensnachfolge verhindert werden?

Jedes Jahr stehen alleine in Deutschland über 70.000 UnternehmerInnen (Quelle IMF, Bonn) vor der bedeutsamen Frage der Unternehmensnachfolge. Millionen von Arbeitsplätzen sind hiervon in den nächsten 10 Jahren betroffen.

Unternehmensnachfolge ZeitAber wie gehe ich als Entscheider (Übergeber einer Firma) eigentlich mit der Nachfolgeregelung um? In den meisten Fällen steht diese wichtige Entscheidung  nur einmal im unternehmerischen Leben an und wird in der Komplexität und dem Zeitanspruch stark unterschätzt.

Egal ob die Nachfolge innerhalb der Familie stattfinden soll (kann) oder ein fremder Dritter die Geschichte des Unternehmens fortführen soll. Für beide, dem „Gebenden“ und dem „Nehmenden“, stehen grundlegende persönliche Lebensfragen auf der Tagesordnung einer erfolgreichen Übergabe.

Nach einer Untersuchung der Harvard-University im europäischen Mittelstand sind bei gescheiterten Unternehmen im Nachfolgeprozess über 80% (!) die Gründe in den ungeklärten emotionalen Fragen zu finden. Oftmals erst nach vielen Jahren, weil ein schleichender Prozess und die Unklarheit der Betroffenen eine Transparenz erschwert. Wenn also in vielen Fällen, trotz kompetenter Rechts- und Steuerberatung, eine solche gewaltige Zahl von Unternehmen an emotionalen Fragestellungen ihrer Nachfolge scheitert, wie soll ich dann als verantwortlicher Inhaber eigentlich handeln?

  • Worauf muss ich achten, um „emotionale Zeitbomben“ zu entschärfen?
  • Wie kann ich zwischen Macht und Liebe in einem Familienunternehmen die Balance herstellen?
  • Was hält mich eigentlich davon ab, die Nachfolgefrage frühzeitig anzugehen?
  • Was blockiert mich, wichtige Schritte und Entscheidungen zu fällen?
  • Warum halte ich an etwas fest, ohne die neuen Wege einer Zukunft ohne Unternehmen überhaupt zu prüfen?

Fragen über Fragen, die in ganz anderen Themenbereichen genauso auch den Übernehmer eines Unternehmens treffen.

Die Tabuisierung der Nachfolgeproblematik kann in vielen mittelständischen Unternehmen zu einem Entzündungsherd führen, der manchmal sogar das Unternehmen selbst in seinen Grundfesten erschüttert. Die Nachfolge ist somit eine permanente, strategische Führungsaufgabe erstes Ranges in jedem Unternehmen, und ganz besonders in Familienunternehmen.

Denn zur Altersfrage einer Nachfolgeregelung, kommt auch die Frage nach einem unerwarteten und ungewollten Wechsel, aufgrund von Krankheit oder Tod. 26% der jährlich über 70.000 Unternehmen in Deutschland werden von dieser Aufgabe eiskalt überrascht!

Unternehmensnachfolge-Notfallkoffer

Quelle DIHK Report Nachfolge 2016

Haben Sie Ihren unternehmerischen „Notfallkoffer“ für den Fall der Fälle gepackt und sind die Familie und Mitarbeiter in allen Details gut vorbereitet?

Und ein interessanter Anteil der individuellen Zinskosten eines Unternehmens, werden heute bei allen Banken und Sparkassen von der gründlichen Vorbereitung der Nachfolgesituation abhängig gemacht.

Der einzige und richtige Beginn der Nachfolgefrage liegt also immer bei einem selbst. Nur der Übergeber selbst muss bei sich anfangen – alles andere wären überflüssige Kosten- für Steuer-, Rechts-, oder Unternehmensberater.

Sowohl der Gebende als auch der Nehmende, müssen sich über ihre wirklichen Bedürfnisse, Interessen, Wünsche, Ziele und über ihre Motivation und ihren wirklichen Willen, Klarheit verschaffen. Dann, und nur dann, kann der nächste Schritt erfolgen.

Unternehmensnachfolge WertermittlungDiese wichtige Selbstklärung ist nicht einfac. Sie sollte idealerweise mit „Sparrings-Partnern“ erfolgen, die nicht emotional in die Frage der Nachfolge eingebunden sind. Ein kompetentes Hintergrundwissen, um die Entwicklung solcher Entscheidungs- und Klärungsprozesse, sollte ein jeder Begleiter für diese anspruchsvolle Aufgabe vorweisen können. Dies kann, bei fortgeschrittenen Konfliktsituationen in ungeklärten oder nur halbherzig betriebenen Übergaben, auch durch eine kompetente Konfliktschlichtung (Mediation) erfolgen. Erst nach erfolgter Konfliktmoderation, sollten dann die weiteren Fragen und Ziele wieder aufgenommen werden.

Zeitgleich sollte auch eine seriöse erste Unternehmenswertermittlung durchgeführt werden. (Bei dem geschilderten Ablauf ist eine gesunde betriebswirtschaftliche Basis mal vorausgesetzt, sonst müssten zuerst Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden und die Nachfolgefrage vermutlich verschoben werden). Was soll überhaupt genau vererbt oder verkauft werden? Umfang des Eigenkapitals, Immobilien, Anlagen, Kundendaten, Name usw..?

Der Unternehmenswert und die Definition des Verkaufsumfangs dient der Einschätzung des Übergebers und ist auch eine wichtige Grundlage für die Planung der weiteren Vermögensaufstellung; für den neuen Lebensabschnitt nach dem Unternehmerdasein.

Mit der Ermittlung des Unternehmenswertes (i. d. R. nach der Ertragswertmethode – ein auf die zukünftige Entwicklung ausgerichtetes Verfahren) wird in der Regel auch eine Verkaufsunterlage (Exposé) für das betreffende Objekt erstellt. Hier finden dann gerade fremde Interessenten alle wichtigen Daten und Fakten übersichtlich dargestellt.

Sollte also keine innerfamiliäre Nachfolge (ein Trend, der sich leider für den Mittelstand weiterhin verstärkt) möglich sein, gilt es innerhalb (MBO – Management buy out) und außerhalb (MBI – Management buy in) des Unternehmens nach einen Nachfolger und Käufer (außerhalb von Einzelpersonen können das Unternehmen wie z.B. Wettbewerber sein) zu suchen.

  • Anzeigen in Fachmagazinen
  • Einstellung in seriöse und nationale Unternehmensbörsen
  • Einzelansprache von leitenden Mitarbeitern
  • Neutrale Kontaktaufnahme zu Wettbewerbern
  • Suche in internen Datenbanken von Beratern und Nachfolgespezialisten

Diese Schritte an die „Öffentlichkeit“ sollten immer verdeckt erfolgen. Es ist daher zu empfehlen, hierfür neutrale Berater einzuschalten, die die Interessenten nachhaltig filtern können und die Spreu vom Weizen trennen.

Für diese möglichen Übernehmer gibt es dann eine erste kurze und neutralisierte Zusammenfassung der wichtigsten Unternehmensdaten. Später folgt dann bei weitergehendem Interesse die Übersendung eines ausführlichen Exposés, gegen Unterschrift einer Verschwiegenheitserklärung.

Intensive Verhandlungen, ein weiterer Datenaustausch etwa in einem sicheren Datenraum, Finanzierungsfragen, steuerliche und rechtliche Fragen, möglicherweise auch eine weitere Analyse durch fremde Wirtschaftsprüfer, untermauern die nächsten Schritte.

Selbst in dieser, schon sehr fortgeschrittenen Phase, ist auch immer noch ein Scheitern einzukalkulieren! Häufig kommen dann wieder die ungeklärten emotionalen Fragen in den Vordergrund. Das begründet auch die weit verbreitete Empfehlung sich schon ab dem Lebensalter von ca. Mitte 50 mit den Fragen der Nachfolge auseinander zu setzen. Die Komplexität ist also nicht zu unterschätzen und die Einbindung der verschiedenen Experten bei diesem einmaligen Vorgang im Leben eines Unternehmers/in unbedingt zu empfehlen.

Über den Autor

 

Nils Koerber ist Experte für Unternehmensnachfolge, Unternehmensverkauf sowie seit 2004 Mitbegründer und Inhaber von K.E.R.N – die Nachfolgespezialisten. Ein langjährig erfahrener Praktiker in allen Fragen der Unternehmensnachfolge in Familienunternehmen. Spezialisiert auf M&A-Prozesse im Mittelstand.

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