Beiträge

Wie können emotionale Zeitbomben in der Unternehmensnachfolge verhindert werden?

Jedes Jahr stehen alleine in Deutschland über 70.000 UnternehmerInnen (Quelle IMF, Bonn) vor der bedeutsamen Frage der Unternehmensnachfolge. Millionen von Arbeitsplätzen sind hiervon in den nächsten 10 Jahren betroffen.

Unternehmensnachfolge ZeitAber wie gehe ich als Entscheider (Übergeber einer Firma) eigentlich mit der Nachfolgeregelung um? In den meisten Fällen steht diese wichtige Entscheidung  nur einmal im unternehmerischen Leben an und wird in der Komplexität und dem Zeitanspruch stark unterschätzt.

Egal ob die Nachfolge innerhalb der Familie stattfinden soll (kann) oder ein fremder Dritter die Geschichte des Unternehmens fortführen soll. Für beide, dem „Gebenden“ und dem „Nehmenden“, stehen grundlegende persönliche Lebensfragen auf der Tagesordnung einer erfolgreichen Übergabe.

Nach einer Untersuchung der Harvard-University im europäischen Mittelstand sind bei gescheiterten Unternehmen im Nachfolgeprozess über 80% (!) die Gründe in den ungeklärten emotionalen Fragen zu finden. Oftmals erst nach vielen Jahren, weil ein schleichender Prozess und die Unklarheit der Betroffenen eine Transparenz erschwert. Wenn also in vielen Fällen, trotz kompetenter Rechts- und Steuerberatung, eine solche gewaltige Zahl von Unternehmen an emotionalen Fragestellungen ihrer Nachfolge scheitert, wie soll ich dann als verantwortlicher Inhaber eigentlich handeln?

  • Worauf muss ich achten, um „emotionale Zeitbomben“ zu entschärfen?
  • Wie kann ich zwischen Macht und Liebe in einem Familienunternehmen die Balance herstellen?
  • Was hält mich eigentlich davon ab, die Nachfolgefrage frühzeitig anzugehen?
  • Was blockiert mich, wichtige Schritte und Entscheidungen zu fällen?
  • Warum halte ich an etwas fest, ohne die neuen Wege einer Zukunft ohne Unternehmen überhaupt zu prüfen?

Fragen über Fragen, die in ganz anderen Themenbereichen genauso auch den Übernehmer eines Unternehmens treffen.

Die Tabuisierung der Nachfolgeproblematik kann in vielen mittelständischen Unternehmen zu einem Entzündungsherd führen, der manchmal sogar das Unternehmen selbst in seinen Grundfesten erschüttert. Die Nachfolge ist somit eine permanente, strategische Führungsaufgabe erstes Ranges in jedem Unternehmen, und ganz besonders in Familienunternehmen.

Denn zur Altersfrage einer Nachfolgeregelung, kommt auch die Frage nach einem unerwarteten und ungewollten Wechsel, aufgrund von Krankheit oder Tod. 26% der jährlich über 70.000 Unternehmen in Deutschland werden von dieser Aufgabe eiskalt überrascht!

Unternehmensnachfolge-Notfallkoffer

Quelle DIHK Report Nachfolge 2016

Haben Sie Ihren unternehmerischen „Notfallkoffer“ für den Fall der Fälle gepackt und sind die Familie und Mitarbeiter in allen Details gut vorbereitet?

Und ein interessanter Anteil der individuellen Zinskosten eines Unternehmens, werden heute bei allen Banken und Sparkassen von der gründlichen Vorbereitung der Nachfolgesituation abhängig gemacht.

Der einzige und richtige Beginn der Nachfolgefrage liegt also immer bei einem selbst. Nur der Übergeber selbst muss bei sich anfangen – alles andere wären überflüssige Kosten- für Steuer-, Rechts-, oder Unternehmensberater.

Sowohl der Gebende als auch der Nehmende, müssen sich über ihre wirklichen Bedürfnisse, Interessen, Wünsche, Ziele und über ihre Motivation und ihren wirklichen Willen, Klarheit verschaffen. Dann, und nur dann, kann der nächste Schritt erfolgen.

Unternehmensnachfolge WertermittlungDiese wichtige Selbstklärung ist nicht einfac. Sie sollte idealerweise mit „Sparrings-Partnern“ erfolgen, die nicht emotional in die Frage der Nachfolge eingebunden sind. Ein kompetentes Hintergrundwissen, um die Entwicklung solcher Entscheidungs- und Klärungsprozesse, sollte ein jeder Begleiter für diese anspruchsvolle Aufgabe vorweisen können. Dies kann, bei fortgeschrittenen Konfliktsituationen in ungeklärten oder nur halbherzig betriebenen Übergaben, auch durch eine kompetente Konfliktschlichtung (Mediation) erfolgen. Erst nach erfolgter Konfliktmoderation, sollten dann die weiteren Fragen und Ziele wieder aufgenommen werden.

Zeitgleich sollte auch eine seriöse erste Unternehmenswertermittlung durchgeführt werden. (Bei dem geschilderten Ablauf ist eine gesunde betriebswirtschaftliche Basis mal vorausgesetzt, sonst müssten zuerst Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden und die Nachfolgefrage vermutlich verschoben werden). Was soll überhaupt genau vererbt oder verkauft werden? Umfang des Eigenkapitals, Immobilien, Anlagen, Kundendaten, Name usw..?

Der Unternehmenswert und die Definition des Verkaufsumfangs dient der Einschätzung des Übergebers und ist auch eine wichtige Grundlage für die Planung der weiteren Vermögensaufstellung; für den neuen Lebensabschnitt nach dem Unternehmerdasein.

Mit der Ermittlung des Unternehmenswertes (i. d. R. nach der Ertragswertmethode – ein auf die zukünftige Entwicklung ausgerichtetes Verfahren) wird in der Regel auch eine Verkaufsunterlage (Exposé) für das betreffende Objekt erstellt. Hier finden dann gerade fremde Interessenten alle wichtigen Daten und Fakten übersichtlich dargestellt.

Sollte also keine innerfamiliäre Nachfolge (ein Trend, der sich leider für den Mittelstand weiterhin verstärkt) möglich sein, gilt es innerhalb (MBO – Management buy out) und außerhalb (MBI – Management buy in) des Unternehmens nach einen Nachfolger und Käufer (außerhalb von Einzelpersonen können das Unternehmen wie z.B. Wettbewerber sein) zu suchen.

  • Anzeigen in Fachmagazinen
  • Einstellung in seriöse und nationale Unternehmensbörsen
  • Einzelansprache von leitenden Mitarbeitern
  • Neutrale Kontaktaufnahme zu Wettbewerbern
  • Suche in internen Datenbanken von Beratern und Nachfolgespezialisten

Diese Schritte an die „Öffentlichkeit“ sollten immer verdeckt erfolgen. Es ist daher zu empfehlen, hierfür neutrale Berater einzuschalten, die die Interessenten nachhaltig filtern können und die Spreu vom Weizen trennen.

Für diese möglichen Übernehmer gibt es dann eine erste kurze und neutralisierte Zusammenfassung der wichtigsten Unternehmensdaten. Später folgt dann bei weitergehendem Interesse die Übersendung eines ausführlichen Exposés, gegen Unterschrift einer Verschwiegenheitserklärung.

Intensive Verhandlungen, ein weiterer Datenaustausch etwa in einem sicheren Datenraum, Finanzierungsfragen, steuerliche und rechtliche Fragen, möglicherweise auch eine weitere Analyse durch fremde Wirtschaftsprüfer, untermauern die nächsten Schritte.

Selbst in dieser, schon sehr fortgeschrittenen Phase, ist auch immer noch ein Scheitern einzukalkulieren! Häufig kommen dann wieder die ungeklärten emotionalen Fragen in den Vordergrund. Das begründet auch die weit verbreitete Empfehlung sich schon ab dem Lebensalter von ca. Mitte 50 mit den Fragen der Nachfolge auseinander zu setzen. Die Komplexität ist also nicht zu unterschätzen und die Einbindung der verschiedenen Experten bei diesem einmaligen Vorgang im Leben eines Unternehmers/in unbedingt zu empfehlen.

Über den Autor

 

Nils Koerber ist Experte für Unternehmensnachfolge, Unternehmensverkauf sowie seit 2004 Mitbegründer und Inhaber von K.E.R.N – die Nachfolgespezialisten. Ein langjährig erfahrener Praktiker in allen Fragen der Unternehmensnachfolge in Familienunternehmen. Spezialisiert auf M&A-Prozesse im Mittelstand.

Wann Firma verkaufen

Firma verkaufen: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Geschäftsführer investieren viel Zeit, Geld und harte Arbeit, um den besten Service für Ihre Kunden bieten zu können. Trotzdem kann der Punkt kommen, an dem es Zeit wird das eigene Unternehmen zu verkaufen.

Das ist eine Entscheidung, die keinem Geschäftsführer leicht fällt. Wie können Sie sicher gehen, dass es trotzdem die Richtige ist?

5 Gründe, warum Geschäftsinhaber Ihre Firma verkaufen

Hier finden Sie die 5 Hauptgründe, die Unternehmer dazu veranlassen, ihre Firma zu verkaufen.

  1. Altersvorsorge und Renteneintritt
    Es gibt eine Zeit im Leben, in der es wichtiger wird, zu entspannen und das Leben zu genießen anstatt jeden Tag zu arbeiten. Ein Geschäftsinhaber, der in die Rente geht, will den besten Gegenwert für den Verkauf seiner Firma erhalten, aber nicht um jeden Preis.
  2. Bedarf an neuen Investitionen
    Der Firmenbesitzer hat seine Firma mit allen Mitteln so weit wie möglich nach vorne gebracht, aber ohne zusätzliche Unterstützung kann sie nicht weiter wachsen. An dieser Stelle sind mehr Geld und ein neues Management gefragt, um die Firma auf das nächste Level zu bringen.
  3. Veränderungen im Markt
    Trends im Markt sorgen dafür, dass bestimmte Geschäftsmodelle besonders beliebt sind. Videotheken, Solarien und kurzfristige Kleinkredite sind nur ein paar Beispiele für Geschäftsmodelle, die zu einem Zeitpunkt einmal besonders gefragt waren.Das ist eine Möglichkeit für Geschäftsführer am Höhepunkt des Trends den besten Preis für ein Unternehmen zu erzielen, das ganz vorne am Markt mitspielt.
  4. Änderung der Gesetzgebung und anderer Regulierungen
    Ein Firmenbesitzer kann in Erwägung ziehen seine Firma zu verkaufen, wenn eine neue Regulierung des Gesetzgebers in den Betriebsablauf eingreift.Gesetze die sich auf die Rentabilität eines Geschäftsmodells auswirken sind zum Beispiel Gesetze zum Schutz der Privatsphäre, das Streichen von Subventionen und Gesetze zum Schutz der Umwelt.
    Für einen Geschäftsführer kann sich dadurch der Verkauf der Firma mehr lohnen als die Anpassung des Betriebsablaufs an die Regularien.
  5. Neue Chancen
    Manchmal ergeben sich in ganz neuen Geschäftsfeldern neue Chancen und Möglichkeiten für einen Geschäftsinhaber. Der Verkauf des eigenen Unternehmens kann genug Startkapital bieten, um einen Neubeginn zu wagen.

Unabhängig davon, aus welchem Grund der Inhaber eines Unternehmens den Verkauf erwägt, müssen die Angebote von diversen externen Profis wie Anwälten und Steuerberatern eingeholt werden um den Verkauf in finanzieller und rechtlicher Sicht abzusichern.

Lese-Tipp: Wie Sie den Unternehmensübergang bzw. Firmenverkauf mit einem Letter-of-Intent rechtlich absichern.

Das eigene Unternehmen auf die Due Diligence vorbereiten

Ein wichtiger Teil des Verkaufsprozesses ist es, die eigenen Unternehmensdaten für den Due-Diligence-Prozess vorzubereiten. Es ist wahrscheinlicher dass ein Unternehmensbesitzer seine Firma erfolgreich verkauft wenn der Due-Diligence-Prozess für potentielle Käufer reibungslos abläuft.
Eine der effektivsten Methoden für die effiziente Durchführung der Due Diligence ist die Einrichtung eines Online-Datenraums, in dem alle relevanten Dokumente zur Verfügung gestellt werden. Der Zugang zu dem sicheren Datenraum und die Durchsicht der Dateien ist dabei potentiellen Käufern vorbehalten.
Docurex® bietet Unternehmen einen sicheren Online-Datenraum an um Transparenz und Fairness in den Verhandlungen zu Unternehmensverkäufen zu gewährleisten.
Kontaktieren Sie unsere Berater noch heute für mehr Informationen.

Due Diligence

Letter of Intent

Ein Letter of Intent (LOI) stellt bei Unternehmenskäufen und -verkäufen ein wichtiges Dokument dar, gleichwohl es sich bei ihm nur um eine Absichtserklärung handelt, die in Bezug auf den Vertragsabschluss rechtlich unverbindlich ist. Dennoch zeigt die Erfahrung, dass diese Erklärung, die die wesentlichen Eckpunkte der Verhandlungen vor oder nach einer Due Diligence zusammenfasst, für beide Parteien von enormer Wichtigkeit sein kann.

Bei der Gestaltung eines LOI ist für beide Parteien äußerste Vorsicht geboten, da es sich bei der Absichtserklärung nach deutschem Recht um ein unbekanntes Rechtsinstitut handelt und daher grundsätzlich eine andere Rechtsfolge eintritt wie bei Vorverträgen oder Optionen, die als vermeintlich ähnliche Rechtsinstitute einen ganz anderen Stellenwert in der Rechtsprechung genießen.

Charakterisierung eines Letter Of Intent

due diligence stepsMit einem LOI soll die Ernsthaftigkeit der Gespräche sowie der Wille zum Abschluss eines möglichen Vertrages festgehalten werden, keinesfalls soll durch die entstandene Absichtserklärung jedoch ein Anspruch (Beispiel: Anspruch auf Abschluss eines Vertrags) sowie daraus erwachsene Verpflichtungen wie etwa Schadensersatzpflichten entstehen. Ein Abbruch der Verhandlungen soll für beide Parteien jederzeit möglich sein, ohne dass die offengelegten sensiblen Daten Schaden anrichten können.

Wäre dieser Sachverhalt nicht gegeben, könnten die Gesprächspartner selbst dann eine Zusammenarbeit in Erwägung ziehen, wenn sie größere und unüberbrückbare Differenzen feststellen, einen Abbruch der Verhandlungen jedoch scheuen, da sie dem Verhandlungspartner schon zu viele unternehmensinterne Informationen offen gelegt haben und befürchten, dass dieser Informationsaustausch negative Folgen für den weiteren Unternehmensfortbestand haben könnte.

Geheimhaltungsvereinbarungen, Exklusivitätsklauseln sowie Vernichtungs- und Herausgabeansprüche erhaltener Dokumente und Konventionalstrafen bei Missachtung der Vereinbarungen schützen die Verhandlungspartner. Es ist wichtig darauf zu achten, die Formulierungen der Absichtserklärungen so zu wählen, dass im Falle eines Rechtsstreits die Niederschriften auch im Hinblick auf eine gerichtliche Auslegung eindeutig sind und keine Zweifel zulassen.

Weicher und harter LOI und Abgrenzung zum Vorvertrag

In der Literatur wird zwischen einem „harten“ und einem „weichen“ LOI unterschieden. Während der weiche LOI lediglich bestätigen soll, dass zwei Parteien in ernsthaften Verhandlungen stehen und dies schriftlich bestätigen, ist der harte Letter of Intend grundsätzlich konkreter gefasst und enthält auch einige rechtlich bindende Erklärungen.

Neben Geheimhaltungsvereinbarungen und Exklusivitätsklauseln, die auch Bestandteil eines weichen LOI sein können, sind hier besonders Schutzpflichten und Sorgfaltspflichten zu nennen. Die Vereinbarungen beziehen sich jedoch auf jeden Fall auf wesentliche Vertragsbestandteile wie den Verkaufspreis oder die Beschaffenheit des Verkaufsgegenstands. Der Verkaufsgegenstand ist dabei in aller Regel die Firma oder zumindest ein Unternehmensteil.

Obwohl der harte LOI detaillierter ist und sich vom weichen LOI unterscheidet, muss er doch von einem Vorvertrag als schuldrechtlichem Vertrag mit der Verpflichtung zum späteren Abschluss eines Vertrages abgegrenzt werden. Eine weitere Möglichkeit ist ein Memorandum of Understanding (MoU), das seinen Ursprung im englischen Sprachraum hat, und eine Absichtserklärung zwischen mehreren Verhandlungspartnern darstellt. Im deutschen Sprachgebrauch werden LOI und MoU oftmals synonym verwendet, was rechtlich gesehen aber keinerlei Bedeutung hat. Vielmehr ist die inhaltliche Gestaltung der Absichtserklärungen wichtig.

Bestandteile eines LOI

UnterschriftEin LOI fasst die wesentlichen Eckpunkte der Verhandlungen zusammen, demnach werden die Vertragspartner in der Absichtserklärung explizit genannt und deren bekundetes Interesse an der geplanten Transaktion herausgestellt. Die bisherigen Gesprächsergebnisse werden zusammengefasst und die Kernaussagen verdichtet. Häufig werden hier Preiskorridore oder exakte Preise definiert. Außerdem wird das Transaktionsvorhaben konkretisiert, das heißt, es erfolgt eine genaue Beschreibung über das zu veräußernde Objekt, den Käufer und den Verkäufer sowie ein detaillierter Zeitplan über die angestrebten Zwischenziele.

Innerhalb dieses zeitlichen Rahmens erfolgt eine sogenannte Due-Diligence-Prüfung, bei der eine sorgfältige Risikoprüfung und eine Analyse der Stärken und Schwächen des Objekts durchgeführt wird. Diese Stärken und Schwächen beeinflussen die Wertfindung des Objekts unter Umständen sehr und spielen daher eine wichtige Rolle bei der Preisfindung beim Unternehmensverkauf.

Im gleichen Atemzug erfolgt auch die Vollmachterteilung zugunsten einer der Kaufobjekt prüfenden Partei sowie die spezifische Festlegung von Befristungen, Bedingungen in Form der Offenlegung der Finanzierungsstruktur des Käufers und etwaiger Vorbehalte, die möglicherweise im Raum stehen und von den Beteiligten geäußert werden können. Gängige Praxis ist die Unterzeichnung einer Geheimhaltungserklärung der beteiligten Parteien, in der sie sich zur Wahrung der unternehmensinternen relevanten Informationen verpflichten.

Die Festlegung von Sanktionen bei Zuwiderhandlungen ist in Form von Konventionalstrafen obligatorisch, einzelne Ausnahmen sind je nach Einzelfall möglich. Typisch für einen LOI sind auch Exklusivitätsklauseln, die Verhandlungen eines Vertragspartners mit Dritten verhindern sollen und demnach einen zusätzlichen Schutz der Vertragsparteien darstellen.

In der Regel wird auch ein Herausgabe- und Vernichtungsanspruch von erhaltenen Dokumenten festgeschrieben sowie Beendigungsgründe für laufende Verhandlungen definiert. Abschließend werden Auslagenersatzregelungen festgehalten sowie auf die fehlende Bindungswirkung des LOI hingewiesen.

Tipp: Der ordnungsgemäße Umgang mit den Dokumenten, die für den Abschluss eines LoI notwendig sind, können Sie mit einem virtuellen Datenraum sehr gut überprüfen und praktisch jederzeit rechtssicher dokumentieren.

Die Wichtigkeit des LoI

Ein Letter of Intent ist bei einem Unternehmenskauf und Unternehmensverkauf ein wichtiges Dokument, das einen späteren Vertragsschluss in die Wege leiten soll. Die verhandelnden Partner sollten darauf achten, dass die gewählten Formulierungen zwar den grundsätzlichen und ernsthaften Verhandlungswillen ausdrücken, gleichzeitig jedoch der fehlende Bindungswille („no binding clause“) zweifelsfrei erkennbar ist, sodass es im Falle einer gerichtlichen Prüfung keinen Auslegungsspielraum gibt. Ebenso wichtig ist die Festlegung von Geheimhaltungsvereinbarungen und Exklusivitätsklauseln, die die Verhandlungspartner absichern und dadurch mehr Verhandlungsspielraum schaffen. Darüber hinaus sollte die Frage nach der Übernahme der Kosten gestellt werden. Da beide Parteien an den Verhandlungen teilnehmen, sollten auch beide Parteien zumindest einen Teil der Kosten übernehmen.

Weiterführende Informationen:

Die Consultant des Datenraumanbieters docurex beraten Sie gerne unverbindlich über das übliche Prozedere bei der Nutzung eines Datenraums im Zusammenhang mit einem Betriebsübergang oder einem Letter-of-Intent.

Eine Übersicht über die wesentlichen Inhalte eines Letter-of-Intent finden Sie auf der Webseite der IHK Frankfurt.

Betriebsuebergang

Risiken beim Betriebsübergang (Unternehmensverkauf)

Der Unternehmensverkauf  sowie ein Unternehmenskauf zieht einige Risiken und verschiedene Pflichten für den Verkäufer nach sich. Schon vor dem eigentlichen Übergang ist es notwendig, Mitarbeiter über den anstehenden Verkauf zu informieren und der Verpflichtung der Unterrichtung nachzukommen. Bleibt die Unterrichtung aus, müssen sowohl der bisherige, wie auch der neue Arbeitgeber mit einer Klage auf Schadensersatz oder entgangene Vergütung rechnen und die Folgen der Pflichtverletzung tragen.

Der Betriebsübergang nach § 613a Abs. 5 BGB ist eine heikle und sehr verantwortungsvolle Angelegenheit, in dessen Vorbereitung unterschiedliche Dinge erledigt und im Sinne der Gesetzgebung realisiert werden müssen.

Was ist ein Betriebsübergang?

Die Bezeichnung steht für Unternehmensverkäufe, die aufgrund der zahlreichen gesetzlichen Vorschriften sehr heikel sind und einige Aufmerksamkeit erfordern. Der Übergang basiert auf drei Kriterien, die alle vollständig eingehalten und umgesetzt werden müssen.

Die Leitung, beziehungsweise die Organisationsmacht geht auf eine andere Person über, wobei der Betriebsablauf ohne Veränderung fortgeführt wird. Die Beschäftigung der bisherigen Mitarbeiter steht im Vordergrund und muss auch dann gewährleistet sein, wenn das Unternehmen nur über geringe finanzielle Mittel und ein begrenztes Budget verfügt.

Zum dritten bleiben Kunden- und Lieferantenbeziehung in unveränderter Form erhalten, sodass eine Umstellung oder Abänderung der Geschäftsbeziehungen nach Wünschen des neuen Betriebsinhabers ausgeschlossen ist. Eine eventuelle und vorübergehende Unterbrechung der betrieblichen Tätigkeit kann vorliegen, darf aber bei Betriebsübergängen nicht auf einer Erbschaft oder einer staatlichen Anordnung beruhen. Beim Übergang muss es sich um eine rechtsgeschäftliche Maßnahme handeln, bei der alle Punkte laut Gesetzgebung Beachtung finden und ohne Einschränkung umgesetzt werden.

Der neue Unternehmer muss seinen Mitarbeitern eine 12-monatige Garantie zur Weiterbeschäftigung geben, wodurch Kündigungen im Rahmen des Unternehmenskaufes ausgeschlossen sind.
Lesetipp: Mit einem Datenraum, wie z.B. docurex, können Sie die beim Betriebsübergang notwendigen Pflichten und Informationen rechts-sicher und zuverlässig dokumentieren. Dem Betriebsübergang geht in der Regel eine intensive Prüfung von Vertragsunterlagen in Form einer  Due Diligence und oft eine Absichtserklärung in Form eines „Letter of Intent“ voraus.

Die Unterrichtung von Mitarbeitern ist notwendig

zwei Menschen besprechen etwasNach § 613a BGB muss die Unterrichtung der Mitarbeiter bei Betriebsübergängen rechtzeitig erfolgen und so eine Möglichkeit zum Widerspruch geben. Alle Arbeitnehmer haben einen Monat Zeit, der Übernahme zu widersprechen oder einzelne Punkte, vor allem im Bezug auf ihr Beschäftigungsverhältnis, anzufechten. Die Pflicht zur Unterrichtung der Mitarbeiter betrifft nicht nur den bisherigen, sondern auch den neuen Arbeitgeber. Daher wird dieser Vorgang in der Regel zusammen durchgeführt und bezieht in die Mitteilung zum Unternehmenskauf ein, dass der neue Geschäftsinhaber vorgestellt wird.

Eine mündliche Mitteilung ist unzureichend, da die Unterrichtung im gesetzlichen Sinne der Schriftform bedarf. Auch ein Verzicht von Seiten der Arbeitnehmer bewahrt den bisherigen und neuen Arbeitgeber nicht davor, die Unterrichtung in Schriftform und als persönliche Mitteilung an alle Arbeitnehmer vorzunehmen. Die allgemeine Information der Arbeitnehmer reicht aus, wodurch auf besondere Belange oder die Situation einzelner Beschäftigter im Betrieb nicht eingegangen werden muss.

Einige Inhalte werden allerdings konkret im Gesetz vorgeschrieben, zu denen beispielsweise die unternehmerischen Gründe, eine eventuell geplante Betriebsverlagerung, sowie Änderungen von Arbeitsbedingungen, Arbeitsort oder tarifliche Änderungen gehören. Bis zu einem Zeitraum von 12 Monaten dürfen bisher im Unternehmen tätige Arbeitnehmer im Zuge eines Unternehmensverkaufs nicht gekündigt werden. Im Anschluss ist eine betriebsbedingte Kündigung allerdings möglich, worüber der neue Arbeitgeber im Mitarbeitergespräch und in seiner schriftlichen Information hinweisen muss.

Rechtliche Maßnahmen bei mangelnder oder nicht durchgeführter Mitarbeiterunterrichtung

RichterhammerFehlt die schriftliche Mitteilung der Arbeitnehmer, erhalten diese keine Möglichkeit zum Widerspruch in der gesetzlich vorgeschriebenen Frist. Diese beträgt einen Monat nach Unterrichtung und ist zwingend einzuhalten. Fehlt eine Mitteilung diesbezüglich, haben Arbeitnehmer die Chance, die Widerspruchsfrist einzuklagen und die allgemeingültige Unterrichtungsfrist auf dem Rechtsweg einzufordern. Jeder Arbeitnehmer kann sich ab dem Zeitpunkt der Mitteilung über den Unternehmensverkauf entscheiden, ob er nach dem Betriebsübergang für den neuen Arbeitgeber oder den bisherigen Arbeitgeber tätig sein möchte.

Das heißt, bleibt eine Unterrichtung mit eingehaltener Widerspruchsfrist aus, kann ein Arbeitnehmer Schadenersatz und Vergütungsausfall beantragen, hätte er sich bei Information über die Frist für den bisherigen Arbeitgeber entschieden. Das Bundesarbeitsgericht ist bei Fristversäumnis oder mangelnder Information zu Betriebsübergängen sehr streng, wodurch Arbeitgeber in der Regel einen Ausfall zahlen und Arbeitnehmer im Bezug auf die Rechtsprechung keine Kompromisse eingehen müssen. Eine bereits bestehende Kündigung wird bei fehlender Unterrichtung zum Unternehmensverkauf aber nicht unwirksam und bleibt zu dem Zeitpunkt bestehen, der ohne die Übernahme durch einen neuen Arbeitgeber avisiert war

Fazit: Die zahlreichen Fallstricke bei Betriebsübergängen sollten Unternehmern bewusst sein und dafür sorgen, dass der Vorbereitung, sowie der Informationspflicht viel Aufmerksamkeit zuteil wird. Bleibt die schriftliche Information der Mitarbeiter aus, wird zu spät oder mangelhaft überstellt beziehungsweise nur als Information am schwarzen Brett ausgehangen, begeht der Unternehmer einen folgenschweren Fehler und muss bei Klagen seiner Mitarbeiter mit Schadenersatz haften.

Jeder Mitarbeiter hat das Recht des Widerspruchs, von dem er bei Betriebsübergängen Gebrauch machen und ein Fortführen des Arbeitsverhältnisses beim neuen Arbeitgeber ausschließen kann. Der Arbeitgeber selbst hat innerhalb der nächsten 12 Monate nach Betriebsübergängen keine Möglichkeit, Mitarbeiter zu entlassen oder das Unternehmen umzustellen und markant zu verändern. Dies gilt nicht nur für Mitarbeiteranstellungen und die Fortführung von Arbeitsverhältnissen, sondern auch für die Aufrechterhaltung von Geschäftsbeziehungen mit Kunden und Lieferanten.

Als Unternehmer die eigene Firma verkaufen

Wie Sie den Verkauf Ihres Unternehmens sicher durchführen

Worum es beim Unternehmensverkauf wirklich geht

Der Verkauf des eigenen Unternehmens ist selbst für gestandene Unternehmer zu Lebzeiten meist eine einmalige Angelegenheit. Damit einher geht nicht selten ein flaues Gefühl, ob man nun wirklich „alles richtig“ macht.

Sie haben in Ihre Firma über Jahre viel Zeit, Energie und nicht selten sehr viel Geld gesteckt. Daher möchten Sie als Unternehmer – meist am Ende des eigenen Berufslebens – nicht nur etwas sehr Wertvolles verkaufen. Meist wollen Eigentümer auch den Geist und das mit der Firma Erreichte in Ihrem Sinne fortgeführt wissen. Schließlich ist für viele Unternehmer die eigene Firma wie ein eigenes Kind.

Dennoch ist der Verkauf des eigenen Unternehmens bzw. eines Unternehmens-Anteils für die meisten Eigentümer etwas Neues, seltsam Ungewohntes. Das Gefühl, sich nicht wirklich auszukennen, mögen die meisten Geschäftsführer und Gesellschafter nicht sonderlich. Sie wollen informiert sein, Entscheidungen treffen und Kontrolle ausüben.

Daher beschreiben wir auf den nächsten Seiten für Sie den exemplarischen Ablauf eines Unternehmensverkaufs. Dabei wollen wir Sie informieren und den Nebel des „Ungewohnten“ etwas lichten.

Nicht alles was wir nachfolgend beschreiben und skizzieren wird in Ihrem konkreten Fall auch exakt so eintreffen. Dazu sind die Fälle zu individuell. Dennoch möchten wir Ihnen mit diesem Beitrag eine Entscheidungshilfe an die Hand geben, mit der Sie für Ihre Firma möglichst sicher einen Käufer finden und für Sie selbst einen angemessenen Kaufpreis.

Vorüberlegungen / Ein Wort an den heutigen Eigentümer

Sie haben als Eigentümer oder Inhaber Ihres Unternehmens in der Regel viele Jahre Zeit und oft auch einen Teil Ihres Vermögens investiert. Darum sollten Sie vor einem Unternehmensverkauf mit Ihren eigenen Ambitionen und Absichten im Reinen sein:

  • In welchem Zeitraum möchten Sie ihre Anteile verkaufen. Bis wann soll der Verkauf über die Bühne gehen? Auch wenn Sie den Zeitpunkt nicht exakt bestimmen können, so sollten Sie für sich einen persönlichen Exit-Termin ganz grob abstecken.
  • Welchen Verkaufs-Preis möchten Sie (mindestens) für Ihren Gesellschafts-Anteil erzielen? Unter welchem Preis macht für Sie der Verkauf keinen Sinn? Setzen Sie sich hier ein Limit.
  • An wen sind Sie bereit zu verkaufen? Sind Sie bereit im Zweifel an ihren schärfsten Konkurrenten zu verkaufen?
  • In kleineren Firmen möchte man oft im Vorfeld zukünftige Wettbewerbs-Situationen vermeiden. Sind Sie als Geschäftsführer oder Gesellschafter bereit, ein 3-5 jähriges Wettbewerbsverbot für Ihre Branche zu akzeptieren?
  • Sind Sie nach dem Verkauf bereit, den zukünftigen Eigentümer bei der Fortführung der Firma anfangs intensiv zu unterstützen?
  • Wen können Sie im Vorfeld in Ihre Überlegungen einweihen? Wer darf von Ihren Verkaufsabsichten erfahren?
  • Was würden Ihre Mitarbeiter zu Ihren Plänen sagen, wenn Sie davon wüssten? Wären Ihre Mitarbeiter auch gegenüber einem neuen Eigentümer oder einem neuen Management gegenüber loyal?
  • Mit welchen Reaktionen Ihrer Kunden müssen/dürfen Sie rechnen? Wären Ihre Kunden auch gegenüber einem neuen Eigentümer oder einem neuen Management gegenüber loyal

Die Liste ist ganz sicher nicht abschließend. Bitte nehmen Sie sich die Zeit, die Fragen für sich zu beantworten und auch zu ergänzen.

Tipp: Ein Käufer wird sie in aller Regel nach dem Grund für den Verkauf fragen. Dieser muss schlüssig und für einen externen Käufer plausibel nachvollziehbar sein.

Der richtige Zeitpunkt

Als Unternehmer die eigene Firma verkaufen

Als Unternehmer die eigene Firma verkaufen

Bei einem Firmenverkauf geht es in der Regel um erhebliche finanzielle Beträge, weshalb die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt für den Verkauf Ihres Unternehmens sehr wichtig ist.

Eines vorab: Es gibt keinen perfekten Zeitpunkt für den Verkauf Ihres Unternehmens, den man nach einer Formal berechnen kann. Vielmehr ist ein Zeitraum, in dem Sie ihr Unternehmen verkaufen für Sie selbst und für Ihre Firma günstig oder ungünstig.

Ein nach wirtschaftlichen Kriterien wirklich günstigen Zeitpunkt können Sie in der Regel selbst und ohne tiefe betriebswirtschaftliches Kenntnisse ermitteln. Zum Zeitpunkt des Verkaufs sollten für Ihr Unternehmen folgende Parameter erfüllt sein:

  • Das Unternehmen erzielt im zweiten Jahr in Folge einen nennenswerten Gewinn. Besser sind 3 Jahre mit einem positiven Ergebnis.
  • Die Firma ist im Branchenvergleich wirtschaftlich und inhaltlich gut aufgestellt, d.h. die Produkte und Dienstleistungen sind Markt-gerecht.
  • Die wirtschaftlichen Aussichten (für den zukünftigen Käufer) sind in den nächsten 2 Jahren gut bis sehr gut.

Elementare Voraussetzungen für einen Unternehmensverkauf

Von vielen Allein-Gesellschaftern und vor allem bei kleineren Firmen (bis 50 Mitarbeitern) werden häufig wichtige Voraussetzungen für den Verkauf übersehen. Dazu gehören:

  • Sämtliche Abläufe, Prozesse und Strukturen des Unternehmens sind schriftlich und ausführlich dokumentiert. Eine ISO- oder DIN-Zertifizierung ist keine zwingende Voraussetzung, hilft aber an dieser Stelle meist weiter. Firmen, die sich in der Vergangenheit nach ISO 9001 oder ISO 27001 zertifizieren ließen, haben meist eine ausführliche Dokumentation. Diese ist dann oft auch von einem Dritten begutachtet.
  • Das Unternehmen mit seinen Abläufen funktioniert auch ohne Chef bzw. den Geschäftsführer. Ein gutes Indiz für eine wirklich funktionierende Firma ist es, wenn der Geschäftsführer für mindestens 3 Wochen Urlaub am Stück machen kann, ohne dass der Geschäftsbetrieb ins Stocken kommt oder leidet. Dazu gehört etwa auch, daß Vertrieb und Akquise ohne den Geschäftsführer erfolgt.

Sollten Sie also noch nicht selbst abkömmlich sein und die wichtigsten Kern-Prozesse dokumentiert haben, so sollten Sie jetzt damit beginnen das zu ändern.

Vorbereitung für Ihren Unternehmens-Verkauf

In der ersten Phase bereiten Sie alle Unterlagen für die anschließende Due Diligence vor. Zunächst erstellen Sie eine passende Struktur für Ihre Dokumente und ordnen dann die digitalen Unterlagen bzw. Papier-Dokumente der Struktur zu.

  • Für die letzten 3-5 Jahre benötigen Sie in der Regel für jeden Jahrgang den Jahresabschluss und die betriebswirtschaftlichen Auswertungen (kurz: BWA, jeweils per Dezember).
  • Sämtliche Verträge mit Lieferanten, Dienstleistern und Kunden. Insbesondere die Verträge, die langfristige und wiederkehrende Umsätze garantieren als auch dauerhafte Kosten (bspw. Mietverträge).
  • Eine Liste der Kunden – idealerweise nach Umsatz- und Deckungsbeitrag sortiert
  • Ein Verzeichnis der Mitarbeiter, aus dem (ggf. anonymisiert) die Betriebszugehörigkeit, der aktuelle Verdienst und die für das Unternehmen relevanten Kenntnisse hervor gehen.
  • Im Bereich Marketing beantworten Sie die Fragen, mit welchen Produkten oder Dienstleistungen Sie am Markt positioniert sind.
  • Im Vertrieb müssen Sie wichtige Kernfragen beantworten:
    • Wie verkaufen Sie heute (Online, Offline)?
    • Auf welchem Weg gewinnen Sie im Moment Interessenten und Neu-Kunden?
    • Wie groß ist Ihr Kundenbestand und wie hoch ist der Umsatz mit Bestandskunden?

Tipp: Eine wirklich ausführliche Liste aller möglichen Fragen während einer Due Diligence finden Sie als kostenfreies eBook „Die große Due Diligence Checkliste“.

In jedem Fall sollten Sie nach der Zusammenstellung aller Unterlagen für den potentiellen Interessenten ein Management-Summary erstellen. Gehen Sie davon aus dass potentielle Käufer zunächst einmal einen schnellen und groben Überblick gewinnen möchten. In diesem 3-5 seitigen Dokument beschreiben Sie daher ihre aktuelle Situation, ihre wichtigsten Kennzahlen (Umsatz, Gewinn, Wachstumsraten, etc.).

Als Struktur für Ihre Unterlagen, Akten und Dokumente hat sich in den meisten Branchen das Speichern in einem Ordner-Baum bewährt, bei dem die Ordner selbst mit einer zweistelligen Ordnungsnummer versehen werden.

Ein Inhalts- und Dokumentenverzeichnis komplettiert die Struktur. Wenn Sie später einen virtuellen Datenraum nutzen, dann können Sie einen solchen Dokumenten-Index auch innerhalb des Datenraums erstellen.

Die Dokumente selbst speichern Sie im jeweils passenden Ordner ab. Die Dokumente, die nur in Papierform vorhanden sind lassen Sie einscannen, so daß am Ende dieser Phase alle Unterlagen, Akten, Schriftstücke und Dateien ausschließlich elektronisch vorliegen.

Unterstützung / Mithilfe für Ihren Firmenverkauf

unternehmensverkauf_beraterinSofern sie nicht bereits in der ersten Phase mit einem externen Berater zusammen arbeiten, so sollten Sie spätestens jetzt echte Spezialisten suchen.

Als Unternehmer haben Sie in der Regel einen Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer, der sie betreut und dem Sie vertrauen. Gleiches gilt häufig für Rechtsanwälte. Diese sind für die ersten Fragen in der Regel auch eine gute Anlaufstelle.

Bedenken Sie aber für das weitere Vorgehen: Sie tätigen in absehbarer Zukunft die vermutlich größte Finanz-Transaktion ihres Lebens. Sie tun das außerdem auf einem Spielfeld, auf dem Sie meist vorher nicht aktiv gespielt haben. Sie mögen ihre Branche in- und auswendig kennen.

Die Gesetzmäßigkeiten bei Mergers und Akquisitions-Projekten sind aber andere als in Ihrer Branche.

Darum: Suchen Sie sich einen oder mehrere Berater und nutzen Sie die Zeit vor der anstehenden Due Diligence, sich den für Sie passenden Beistand zu suchen.

  • Der bzw. die Berater sollten unbedingt über Erfahrungen und Kenntnisse in Ihrer Branche verfügen.
  • Ihr Berater oder Coach sollte bereits einige Transaktionen im M&A-Umfeld und in Ihrer Branche durchgeführt haben.

Mein Tipp: Ihr Berater muss zu Ihnen passen und Sie zu ihm/ihr. Hier muss die Chemie stimmen. Sie werden mit ihm an Punkte kommen, wo sie ihm/ihr vertrauen müssen. Das ist nicht leicht bei den Geldbeträgen, um die es geht.

Erfahrene Berater finden Sie z.B. auf den großen Unternehmens-Börsen. Dort können Sie z.B. direkt nach Branchen und Kenntnissen filtern. Eine Übersicht der großen Marktplätze finden Sie hier.

Der virtuelle Datenraum für Ihre Due Diligence

Ihre Beraterin beim Unternehmensverkauf

Ihre Beraterin beim Unternehmensverkauf

Nachdem nun das Personal für die kommende Verkaufs-Vorhaben ihres Unternehmens fest steht und auch die Unterlagen strukturiert und vollständig sind, können Sie mir der eigentlichen Befüllung des Datenraums beginnen.

Der Vorgang des Hochladens in den virtuellen Datenraum ist meist sehr einfach und erfolgt per Synchronisation mit ihrem lokalen Laufwerk oder per Zip-Upload.

Mit der Erfahrung Ihres Beraters oder mit Hilfe eines Mitarbeiters des Datenraum-Anbieters erstellen Sie nun bereits im Vorfeld alle Gruppen und Rollen im Datenraum. Oft reicht hier für jede in Frage kommende Partei eine Gruppe in der Datenraum-Software aus.

Eine Benutzer-Rolle definiert im Datenraum die Frage, was ein Benutzer tun darf und was nicht. In aller Regel dürfen dabei Administratoren praktisch alles. Dazu gehört etwa, dass Sie alle Dokumente lesen, hoch- und herunterladen und drucken dürfen. Ausgewählte Mitarbeiter des eigenen Unternehmens oder Stabes sowie der Berater dürfen ggf. weitere Dokumente hochladen, aber keine Dokumente mehr löschen.

Die zukünftigen Kauf-Interessenten wiederum dürfen lediglich Dokumente betrachten – und je nach Geheimhaltungsstufe diese auch herunterladen oder drucken. In jedem Fall sollten Sie 2-3 Sicherheitsfunktionen (wie etwa ein Wasserzeichen oder die dreifache Authentifizierung) für Dokumente aktivieren, da Sie ja Ihre Unterlagen vielen Interessenten zeigen werden – und nur eine Partei am Ende zum Zuge kommen wird.

Vor dem Hintergrund dass Sie Ihre Akten auch Mitbewerbern zeigen müssen, macht ein derartiger Schutz Ihrer Dokumente in der Regel Sinn.

Da zum jetzigen Zeitpunkt lediglich Sie und ihre Berater im Datenraum unterwegs sind, benötigen Sie noch keine weiteren Benutzer-Zugänge für die zukünftigen Anwender. Ebenso sind Module wie Q&A (engl. questions and answers) oder Teile des Reportings bzw. der Protokollierung noch nicht notwendig. Achten Sie aber bei der Auswahl des Datenraum-Anbieters darauf, daß diese Module ihres Datenraums ohne Probleme und Verzögerung jederzeit eingeschaltet werden können.

Kauf-Interessenten suchen und einladen

Tipp: Sie können zur ersten Sichtung von Interessenten auch große Unternehmens-Börsen nutzen. Welche Markt-Plätze dafür in Frage kommen, haben wir bereits einmal im Blog von docurex.com beschrieben.

Mit Hilfe der Berater werden nun potentiell in Frage kommende Interessenten, Investoren, Firmen bzw. deren Inhaber kontaktiert. Diese Aufgabe übernimmt in der Regel der beauftragte Berater.

Der Name Ihrer Firma wird dabei in aller Regel erst nach der Unterzeichnung einer Vertraulichkeitsvereinbarung durch den Interessenten bekannt gegeben. Das ermöglicht Ihnen ein hohes Maß an Vertraulichkeit und stellt sicher, dass Ihr Ruf und ihre Marke nicht durch eine Unachtsamkeit beschädigt werden.

Die in Frage kommenden Interessenten erhalten meist vorab das Management-Summary zur Einsicht. Innerhalb der nächsten 2-3 Wochen sollte der Interessent die Entscheidung treffen, ob er in eine konkrete Prüfung einsteigen möchte oder nicht.

Nach einem ersten Vorgespräch werden sich einige der in Frage kommenden Interessenten entscheiden, Zeit in eine konkrete Prüfung Ihrer Unterlagen zu investieren: Die eigentliche Due Diligence durch die Interessenten beginnt.

Die eigentliche Due Diligence durchführen

Viele Ordner mit Unterlagen

Ihre Due Diligence im docurex Datenraum

Die eigentliche Due Diligence ist vor allem für die Interessenten anstrengend und spannend zugleich. In der Regel haben sie zwischen 6- und 8 Wochen Zeit, die Unterlagen des verkaufenden Unternehmens zu sichten und zu verstehen.

Der Zeitraum kann im Einzelfall auch länger sein. Er beträgt in der Praxis selten mehr als 12 Wochen. Letztlich liegt es aber in Ihrem Ermessen als Verkäufer, wie lange Sie den Interessenten Zeit geben.

Während dieser Phase stehen Ihre Berater, einzelne Mitarbeiter und ggf. auch Sie selbst dem Interessenten für Rückfragen zur Verfügung.

Tipp: Bei aufkommenden Fragen sollten Sie zügig reagieren und wie im Geschäftsleben üblich eine sachliche Antwort auf die gestellten Fragen geben. Das können Sie bei wenigen beteiligten Personen (<10) mit einer Excel-Liste erledigen. Bei mehr als 10 Anwendern und vor allem bei mehreren Parteien sollten Sie jedoch die Q&A-Funktion im virtuellen Datenraum verwenden. Das hilft die Übersicht zu bewahren und am Ende der Due Diligence eine rechtssichere Protokollierung zu haben.

Im Laufe der Due Diligence werden die offenen Themen und konkreten Fragen immer stärker die aus Sicht des Käufers interessanten oder gar strittigen Punkte betreffen.

Sofern Sie als verkaufendes Unternehmen den Datenraum beauftragt haben und damit in der Administrations-Rolle sind, können Sie selbstverständlich jederzeit einen Blick in die jetzt eingeschaltete Protokollierung aller Aktivitäten im Datenraum nehmen.

Dabei werden Sie schnell feststellen:

  • Welcher Anwender wann auf welche Dokumente
  • Welche Dokumente intensiver oder gar häufiger betrachtet
  • Welche Themen-Komplexe tatsächlich im Fokus des Käufers stehen.

Tipp: Warten Sie nicht darauf, bis die potentiellen Käufer mit Ihren offenen Fragen auf Sie zukommen. Mit einer aussagekräftigen Protokoll-Funktion im Datenraum können Sie bereits vorab ein Gefühl dafür entwickeln, was in den später anstehenden Verhandlungen auf Sie zukommen wird.

Wichtig: Die Berater und einzelne Mitarbeiter (auch Sie) müssen für Rückfragen und die eine oder andere Abstimmung zeitlich zur Verfügung stehen.

Ein Vorteil hat die Nutzung eines virtuellen Datenraums im Rahmen einer Due Diligence auf jeden Fall: Die Interessenten ersparen sich nicht nur hohe Reisekosten. Sie können auch mehrere potentielle Käufer parallel in Ihrem virtuellen Datenraum Dokumente prüfen lassen. Die Interessenten erfahren dabei voneinander nichts. Die Geheimhaltung ist dabei jederzeit gewährleistet.

Das parallele Betreuen von mehreren Bietern für Sie als Verkäufer zwar zeitlich anstrengender; es hilft Ihnen jedoch Ihr Projekt in begrenzter Zeit über die Bühne zu bekommen.

Closing

Die eigentliche Due Diligence ist nun abgeschlossen. Oft wird an dieser Stelle des Ablaufs der virtuelle Datenraum geschlossen. Eine Kopie des Inhalts zusammen mit den Protokollen des Zugriffs (des zukünftigen Käufers) wird meist als Anlage zum Kaufvertrag beim Notar hinterlegt.

Für Sie als Verkäufer wird es nun richtig spannend. Sie starten die Verhandlungen mit mindestens einem oder auch mehreren potentiellen Käufern Ihres Unternehmens ein. Dabei werden allerletzte inhaltliche Fragen geklärt.

  • Zu guter Letzt geht es dann um zwei Dinge: Zeit und Geld.
  • Welcher Käufer ist bereit, welchen Kaufpreis zu bezahlen?
  • Wie und bis wann wird der Preis bezahlt. Hier werden oft bei kleineren Firmen sog. Earn-Out-Modelle implementiert. Dabei tragen Sie als Verkäufer dazu bei, daß der Käufer erfolgreich weiter wirtschaften kann und Ihnen damit auch die gewünschte Summe bezahlen kann?
  • Wie lange stehen Sie selbst bzw. andere Schlüsselpersonen im Unternehmen dem neuen Käufer zur Verfügung?

Ein „ungefragter Rat“ zum Schluss: Den allermeisten Gründern und Chefs ist das eigene Unternehmen so wichtig, daß Ihnen die ethisch vertretbare Fortführung ihres Unternehmens durch einen Dritten wichtiger ist als ihr persönlich maximierter Verkaufserlös.

Schließlich möchten Sie auch morgen noch in Ihrer Heimat unbescholten durch den Ort laufen und etwa Ihren ehemaligen Mitarbeitern begegnen können. An dieser Stelle muss aber letztlich jeder Unternehmer (bzw. Eigentümer) für sich entscheiden, welchen Stellenwert das für ihn hat.

Den Deal wasserdicht machen

Die Verhandlung am Ende Ihrer Due Diligence

Die Verhandlung am Ende Ihrer Due Diligence

In der vorletzten Phase wird der Deal vertraglich fixiert und „wasserdicht“ gemacht. Das ist für alle Parteien meist noch einmal anstrengend. Letzte Feinheiten sind zu klären und so manches Detail wir intensiv diskutiert und verhandelt.

Last but not least müssen qualifizierte Rechtberater und Juristen einen notariellen Kaufvertrag vorbereiten, den Sie anschließend rechtswirksam unterschreiben. Wie oben bereits erwähnt wird in der Regel der Inhalt des genutzten Datenraums mitsamt den Protokollierungen, aller beantworteten Fragen und im Datenraum enthaltenen Dokumenten (meist auf DVD) als Anhang an den Kaufvertrag angehängt oder beim Notar dauerhaft hinterlegt.

Das hilft dabei, im Nachgang Unstimmigkeiten oder gar juristische Auseinandersetzungen zu vermeiden.

Post Merger & Übergang

Die Fälle, in denen der bisherigen Eigentümer nun auf einen Schlag viel Freizeit hat, sind selten. Im so genannten Post-Merger übernimmt nun der neue Eigentümer – meist mit neuem Management – das Ruder im gekauften Unternehmen.

Um dem neuen Eigner dabei den Einstieg zu erleichtern, ist in aller Regel für eine ganze Weile die Mitarbeit oder Beratung durch den bisherigen Inhaber bzw. Gesellschafter notwendig. Die genauen Details dieser Zusammenarbeit sollten Sie im Kaufvertrag geregelt haben. (Siehe vorheriger Abschnitt)

Die zeitliche Belastung für den Alt-Gesellschafter nimmt selbstverständlich im Laufe der Zeit deutlich ab.

Nicht selten geht das verkaufte Unternehmen aber auch in einer anderen Firma oder einem Konzern auf.

In nahezu allen Fällen sind aber das Knowhow sowie die Erfahrung des verkaufenden Unternehmers eine Zeit lang notwendig um einen nahtlosen Übergang zu gewährleisten.

Fazit:

Auch wenn ihr konkretes Vorhaben und ihre Due Diligence von diesem Beispiel-Ablauf abweichen werden, so hat Ihnen das bisher Beschriebene einen groben Einblick in einen typischen Unternehmens-Verkauf gegeben. Ich hoffe wir konnten Ihnen damit einen leichteren Start in ihren Firmen-Verkauf geben.

 

Ich wünsche Ihnen in jedem Fall viel Erfolg und gutes Gelingen.

Wenn Sie sich bereits im Vorfeld Ihres Unternehmensverkaufs einmal beraten lassen möchten, so nehmen Sie einfach mit dem Berater-Team von docurex.com Kontakt auf. Gerne können Sie auch die Datenraum-Software von docurex unverbindlich testen.

Due Diligence Unterlagen

Sie verkaufen Ihre Firma? So bereiten Sie die Dokumente für den Due Diligence Prozess vor

Es gibt viele Aspekte, die bei einem Unternehmensverkauf bedacht werden müssen. Dazu gehören die rechtlichen Rahmenbedinungen, die Finanzen, das Personal und noch viel mehr. Zudem müssen sich potentielle Käufer darauf verlassen können, dass ihnen alle relevanten Dokumente vom Verkäuferzur Verfügung gestellt werden.

Diese Unternehmensinformationen strukturiert aufzubereiten hilft nicht nur das Vertrauen während des Verkaufsprozesses aufzubauen, sondern verkürzt auch den Zeitraum den ein potentieller Käufer für die Due Diligence benötigt.

Die drei wichtigsten Schritte, um Ihre Informationen für den Unternehmensverkauf aufzubereiten

Es gibt drei wichtige Faktoren bei der Bereitstellung von Informationen für den Due Diligence Prozess:

  • Der Verkäufer muss sicherstellen, dass alle wichtigen Dokumente verfügbar sind. Es fehlen keine wichtigen Informationen, die Käufer extra erfragen müssen. Es ist wichtig, dass der Verkäufer alle Fragen voraussieht, die der Käufer haben könnte.
  • Alle Dokumente sind logisch strukturiert für die Sichtung durch die Käufer. Die Käufer müssen keine Zeit investieren, um Informationen über den Betrieb zu finden und wichtige Informationen werden nicht vorenthalten. Alle Dokumente müssen klar benannt und für die einfache Durchsicht organisiert sein.
  • Alle Dokumente befinden sich an einem einzelnen, sicheren Ort der allen potentiellen Käufern gleichermaßen Zugriff erlaubt. Durch die Bereitstellung der Dokumente an einem einzelnen, sicheren Ort kann der Verkäufer die Sicherheit der Dokumente garantieren und behält die volle Kontrolle. Die Käufer wissen, dass alle die gleichen Zugriffsrechte auf die Unterlagen haben.

Durch das Investieren von Zeit in die logische Aufbereitung der Dokumente an einer sicheren Zugriffstelle werden ein großer Teil der Ungereimtheiten im Due-Diligence-Prozess vermieden.

Die 7 Kategorien für Dokumente für die Due Diligence

Jedes Unternehmen ist einzigartig und jeder Unternehmensverkauf wird von anderen Faktoren geprägt.
Trotzdem existieren bei jedem Unternehmensverkauf ähnliche Dokumente und Informationen die zur Verfügung gestellt werden müssen, zum Beispiel zur rechtlichen Situation und zu Steuern sowie Unternehmensfinanzen. Durch dieses Wissen wird es einfacher, die Informationen für den Due Diligence Prozess zu gruppieren.

Die sieben Kategorien, nach denen die Dokumente am übersichtlichsten für die Due Diligence gruppiert werden können, sind:

  1. Dokumente zur rechtlichen Situation
  2. Dokumente zu Steuern, Finanzen und Wirtschaft
  3. Dokumente zu Markt, Industrie und Strategie
  4. Dokumente zu Umweltaspekten
  5. Versicherungsdokumente
  6. Dokumente zum technologischen Stand
  7. Dokumente zum Personal

Diese Einteilung macht es Käufern leichter, die wichtigsten Informationen zu finden.

Die Dokumente für den Due Diligence Process aufbewahren

Wenn sie Ihre Dokumente für den Due Diligence Prozess organisiert haben, können diese allen potentiellen Käufern über einen sicheren Online-Datenraum zur Verfügung gestellt werden.
Es ist wichtig sicherzustellen, dass alle Verhandlungsparteien die selbe Version eines Dokuments sehen und Dokumente nicht ohne die entsprechenden Rechte geändert werden können. Um das zu erreichen wird meist ein spezieller Online-Datenraum-Service verwendet, in dem alle wichtigen Dokumente für die Due Diligence sicher aufbewahrt werden.

Für mehr Informationen zum Ablauf der Due Diligence besuchen Sie www.due-diligence-checkliste.de, um ein kostenfreies, 29 Seiten starkes Ebook herunterzuladen, das alle wichtigsten Themen rund um die Due Diligence kompakt zusammenfasst.

Der beste Zeitpunkt für einen Unternehmensverkauf mit einem Virtuellen Datenraum

Nun taumelt die Europäische Union seit vielen Monaten von einem Krisengipfel zum nächsten und ein wirkliches Ende ist nicht abzusehen. Und schlussendlich prophezeien uns Endzeit-Philosophen das Ende der Welt für den 21.12.2012.

Auch wenn der Maya-Kalender im Alltag europäischer Manager sicher keine Rolle spielt, so ist die wirtschaftliche Stimmung für einen erfolgreichen Unternehmensverkauf genauso wichtig wie die reale wirtschaftliche Lage mit ihren Auftragseingängen und Umsatzzahlen. Das gilt sowohl für die Großwetterlage als auch den Mikrokosmos eines Unternehmens selbst.

Dabei sieht die Realität der deutschen Wirtschaft wie auch die Psychologie des europäischen Marktes weit besser aus, als gemeinhin wahrgenommen:

Der DAX als Konjunkturbarometer hat seit Jahresbeginn 2012 bis Anfang Februar satte 13% Zuwachs verbucht. Aktien als Konjunktur-Frühindikator geben also die Richtung vor: keine Rezession sondern ein stabiles Wirtschaftswachstum.

Der Basis-Zins der EZB, zu dem sich Banken mit Liquidität versorgen können, liegt  bei gerade einmal 1%. Die Banken haben bereits zugegriffen (und sich mit frischer Liquidität eingedeckt) und die noch Ende letzten Jahres drohende Kreditklemme ist vom Tisch. Beste Voraussetzungen also für deutsche Unternehmen, sich für anstehende Veränderungen, Zukäufe oder Zuwächse finanziell abzusichern.

Der Ifo-Geschäftsklima-Index wächst wieder. Er hatte in den letzten Monaten geschwächelt. Nun weist  aber dieser wichtige psychologische Gradmesser wieder nach oben und die Psychologie des Marktes tut ihren Rest. Sie zieht mit.

Und last but not least: Große DAX-Unternehmen wie Daimler realisieren und kommunizieren Mega-Gewinne. Auch das ist nicht nur wirtschaftlich beachtlich sondern auch psychologisch wichtig – nicht nur deshalb da an derart großen Unternehmen, hunderte wenn nicht gar tausende Zulieferer hängen.

So ist also die Eurokrise nach wie vor nicht überwunden. Doch die Vorzeichen für erfolgreiche Business-Deals, Firmenübernahmen und Unternehmens-Verkäufe mit Datenräumen wie docurex liegen auf der Hand. Getreu dem Motto: Wer zuletzt kommt den bestraft das (Geschäfts-)Leben sollten Investoren, institutionelle Anleger und Unternehmer mit ernsthaften Kauf- bzw. Verkaufsabsichten ihre Vorhaben konsequent und zügig angehen. – Es sei denn Sie glauben an den Maya-Kalender.
Mit virtuellen Datenräumen von docurex liegen sie dabei immer auf der richtigen Seite. Wir haben im Online-Datenraum von docurex® übrigens einen gregorianischen Kalender eingebaut. Der funktioniert seit 1582 und im docurex® Datenraum von Anfang an.

Unser Vertriebs-Team berät Sie gerne. Oder testen Sie docurex unverbindlich und kostenfrei.