Was ist die Corporate Digital Responsibility?

Nachhaltig wirtschaften, das müssen heutzutage alle Unternehmen. Was aber hat es damit auf sich, wenn die Digitalisierung mit in den Fokus rückt? In der digitalen Gesellschaft muss ein Management sorgfältig Verantwortung übernehmen. Lesen Sie in unserem Artikel, was man konkret unter „Corporate Digital Responsibility“ versteht, welche Handlungsfelder beachtet werden muss und wieso auch Ihr Unternehmen hiervon profitieren kann.

Unter der unternehmerischen Digitalverantwortung versteht sich genau die Verantwortung, die ein Unternehmen im Zeichen der Digitalisierung übernehmen muss. Es geht dabei um die freiwillige Selbstverpflichtung zum nachhaltigen Wirtschaften, bezogen auf die Veränderungen, die sich durch die digitalen Einflüsse ergeben.

CDR

Welche Regeln sind freiwillig?

Die CDR ist in keinem Gesetz verankert, vielmehr ist sie eine freiwillige Pflicht, die sich ein Unternehmen auferlegt. Die

vorgegebenen Standards und Anforderungen müssen erfüllt sein, das gilt unter anderem für die Verarbeitung von Kundendaten und ein geistiges Eigentum. Hinzu kommt die ethische Komponente, denn eine Firma steht im Jahre 2022 auch mit seinen Werten in der Öffentlichkeit.

Folgende zwei Säulen stehen im CRS ganz oben:

  • Beachtung digitaler Nachhaltigkeit (sind Daten oder Algorithmen nachhaltig)
  • Berücksichtigung von ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen des digitalen Handels meines Unternehmens)

Welche Handlungsfelder entstehen in der Corporate Digital Responsibility?

Welche globalen Ziele bezüglich der Nachhaltigkeit liegen vor? In der digitalen Technologie ergeben sich große geschäftliche Möglichkeiten. Wie verschiedene Experten errechnet haben, könnten sich im Jahr 2030 globale Einsparungen in Höhe von zwölf Billionen US-Dollar ergeben!

Wettersensoren in der Landwirtschaft, autonome Fahrzeuge oder personalisierte Medizin, die Ideen sind äußerst vielfältig. Die Digitalisierung aber ist nicht nur Fluch, sondern Segen zugleich. Mit welchen Risiken müssen wir also rechnen?

  • ökologischer Fußabdruck der digitalen Technik
  • Druck innerhalb der Gemeinschaft, der zum Beispiel via Social media erzeugt wird.
  • Lücke digitaler Fähigkeiten, zum Beispiel auf Grund fehlender Kompetenzen in Deutschland
  • Fehlende Gleichberechtigung beim Zugang zu digitalen Technologie und der dadurch entstehenden sozialen Lücke
  • Nicht-ethnische Verwendung von Kundendaten sowie Korruption
  • Fehlende Transparenz in der digitalen Welt durch mangelnde Kontrolle der Regeln

Welche Vorteile haben Unternehmen?

Vergrößert sich der digitale Wandel, ergibt sich ein ganz neuer Wettbewerb. Mehr Innovationen, erfolgreiche Geschäftsmodelle im digitalen Bereich, man muss sich mehr um das Vertrauen von Kunde und Wettbewerb kümmern. Kommt es zur

CDR

Ohne Vertrauen kein Unternehmenserfolg

vermehrten Vernachlässigung der digitalen Unternehmenspolitik, werden Stakeholder gewonnen. Nur die Unternehmen, die ihre Ansprüche bezüglich dieser Stakeholder früh erkennen, können strategische Wettbewerbsvorteile nutzen und sich auf dem Markt perfekt positionieren. Die grundsätzliche Aufgabe der CDR erfolgt in der systematischen Abwägung wirtschaftlicher, sozialer, kultureller und ökologischer Interessen. Diese gelten als Frühindikatoren und Treiber von neuen Unternehmenschancen und Unternehmensrisiken, die sich entlang der Wertschöpfungskette bewegen.

Wie setzt Deutschland die CDR um?

Unternehmen, Politik und Gesellschaft interessieren sich immer mehr für die CDR, das zeigt sich natürlich auch in Deutschland. Hierzulande bietet sich die „Charta digitaler Vernetzung“ an. Ein IT-Gipfel verabschiedete die Plattform, die einer freiwilligen Selbstverpflichtung gilt. Zu verstehen ist darunter also ein Kodex für verantwortungsvolle Gestaltung in der digitalen Gemeinschaft. Im Jahr 2014 entstanden zehn Grundsätze, die gut 80 Institutionen unterschrieben. Gemeinsame Werte und ein nachhaltiges Verantwortungsbewusstsein gewinnen in der digitalen Transformation immer mehr an Bedeutung. Unternehmen aller Größen, Privatpersonen, Verbände und diverse Vertreter gehören zu den über 80 Partien, die die Grundsätze unterzeichnet haben.

Die 10 Grundsätze der Charta

  1. Standortfaktor: Die digitale Vernetzung ist entscheidend!
  2. Wohlstand: Die digitale Vernetzung soll sich zu einer Grundlage des gesellschaftlichen Wohlstands entwickeln, was die Lebensbedingungen verbessert.
  3. Dialog: Gesellschaftliche Chancen und Risiken sollen gemeinsam erörtert werden.
  4. Verantwortung: Personenbezogene Daten müssen vertrauensvoll behandelt werden. Im Bereich des Datenschutzes muss hier absolute Sicherheit gewährleistet sein.
  5. Daten: Ein geeigneter Rahmen soll entstehen, der aus möglichst vielen Daten in die Chancen- und Risikobewertung aufzunehmen.
  6. Teilhabe: Zugang zu modernen Breitbandnetzen muss jedem die Teilnahme an der digitalen Vernetzung garantieren. Bildung und Medienkompetenz sowie Forschung sind weitere Schlüssel.
  7. Interoperabilität: Offene, internationale Standards und Normen für globale Lösungen sollen zügig unterstützt werden.
  8. Rahmenbedingungen: Menschen und Unternehmen treiben die digitale Veränderung voran. Damit dies geschehen kann, müssen rechtliche Bedingungen vorherrschen.
  9. Kompetenz: Fachkräftemangel soll nicht entstehen, dazu muss in Aus- und Weiterbildung investiert werden.
  10. Freiheit: Um Deutschland zukunftsgerecht aufzustellen, gilt die digitale Vernetzung als Indikator für Freiheit und Wohlstand.

Fazit

CDR

CDR – effektiv und zukunftsorientiert!

Die Corporate Digital Responsibility ist nicht nur in Deutschland immer weiter auf dem Vormarsch. Die Verantwortung in Unternehmen steigt, auch ohne fester Verpflichtung kommen viele im nachhaltigen Bereich zum Zuge. Beschäftigt sich ein Unternehmen intensiv damit, wird es automatisch vertrauenswürdiger. Insofern die Indikatoren hierfür nicht bekannt sind, kann man sich auf die Grundsätze der Charta berufen. Letztendlich ist klar: Um langfristig erfolgreich sein zu können und über den Tellerrand hinauszuschauen, ist Konzentration auf die Corporate Digital Responsibility unerlässlich!