BWL-Artikel

Wie wird Monitoring im Unternehmen eingesetzt?

Unter Monitoring versteht man die systematische Beobachtung und Dokumentation von Vorgängen im Zeitverlauf. Es kann sich auf Prozesse, Systeme, die Entwicklung von Märkten, Unternehmen, etc. beziehen. Um aussagekräftige Ergebnisse zu liefern, erfolgt es in periodischen Abständen nach immer gleichen Prinzipien und Methoden.

Sinn kann dabei sein, die Objekte des Interesses nur zu beobachten und die Ergebnisse zu protokollieren. Meist bezweckt man damit jedoch auch, festzustellen, ob das Beobachtete eine gewünschte Entwicklung nimmt oder nicht, damit man bei Abweichungen Maßnahmen ergreifen kann.

Monitoring ermöglicht es, eine verlässliche und belastbare Daten- und Informationslage zu gewinnen, es erhöht die Transparenz und führt zur Versachlichung von Diskussionen. Es wird in beinahe jeder Wissenschaftsdisziplin eingesetzt und findet auch in der Betriebswirtschaft breite Anwendung, ebenso in der praktischen Unternehmensführung.

Häufig verwendet man die Begriffe Monitoring und Controlling synonym. Auch zu einer Verwechslung kann es kommen, was jedoch nicht richtig wäre. Monitoring beschränkt sich darauf, Daten und Informationen zu sammeln, aufzubereiten und zu protokollieren. Controlling hingegen sieht darüber hinaus bei Abweichungen aktive Gegenmaßnahmen im beobachteten Geschehen vor.

Monitoring in Unternehmen

Einsetzbar ist es in einem Unternehmen in unterschiedlichen Bereichen und zu unterschiedlichen Zwecken. Die

Monitoring

Was ist wichtig beim Monitoring?

wichtigsten Anwendungsgebiete sind: Wettbewerbs-, Marken-, Presse-, Patent-, und Social Media-Monitoring.

In einem Marktumfeld, das immer dynamischer wird und von ständigem Wandel geprägt ist, besteht die permanente Gefahr, selbst für etablierte Unternehmen, Wettbewerbsfähigkeit einzubüßen. Aus diesem Grund ist es wichtig, die am Markt relevanten Einflussgrößen für wettbewerbsorientierte Unternehmen zu monitoren. Dies schafft die Basis dafür, dass Unternehmen auf Entwicklungen rasch reagieren können.

Um professionell und qualitätsvoll monitoren zu können, greifen Unternehmen auf Datenbanken, Informationsdienste und Fachportale zurück, aber auch auf öffentlich zugängliche Informationsquellen. Je automatisierter die Prozesse sind, desto hilfreicher sind sie für die Unternehmen. Immer wieder stellt sich dabei die Frage ob es vorteilhaft ist, Monitoring- Aktivitäten aus dem Unternehmen auszulagern und professionelle Dienstleister damit zu beauftragen.

Wettbewerbs-Monitoring

Für Unternehmen ist es von entscheidender Bedeutung, die Aktivitäten und den Zustand anderer Unternehmen, die sich im gleichen Marktumfeld bewegen, zu verfolgen.

Als Informationsquellen bieten sich zunächst Zwangsmeldungen an. Dazu zählen Meldungen im Handelsregister, solche von Ämtern im Zusammenhang mit Schutzrechten wie Patenten, Mustern und Marken, oder Bekanntmachungen in Insolvenzverfahren. Überwacht werden diese Veröffentlichungen häufig automatisiert über Spezialdatenbanken. So können zum Beispiel Informationen über Sanierungsverfahren oder Veränderungen in der Organisation von Unternehmen (Wechsel in der Geschäftsführung oder im Kreis der Gesellschafter) zeitnah erkannt werden.

Marken-Monitoring

Unternehmen verwenden häufig Datenbanksysteme, um Marken- und Mustereintragungen zu beobachten und den Schutz bestehender Markenrechte zu überwachen. Wenn ein Unternehmen einen speziellen, besonders aktiven und kreativen Mitbewerber hat, dann kommt es auch vor, dass gezielt dessen Aktivitäten beobachtet werden.

Presse-Monitoring

Im Bereich des Presse-Monitorings kommen spezielle Medien-Datenbanken zur Anwendung, die bezogen auf

Monitoring

Was ist wichtig beim Presse-Monitoring?

Unternehmen oder spezielle Inhalte monitoren können. Für ein qualitätsvolles und aussagekräftiges, vollständiges Presse-Monitoring sind freie Suchmaschinen wie zum Beispiel Google News übrigens nicht ausreichend. Man muss vielmehr auf Einzeldatenbanken zurückgreifen, die meist von spezialisierten Anbietern betrieben werden.
Dazu kommt eine sorgfältige Beobachtung von Fachmedien.

 

Patent-Monitoring

Dies ist vor allem für Unternehmen, die sich in einem sehr kompetitiven, innovativen Umfeld bewegen und selbst viel forschen und entwickeln, von essentieller Bedeutung. Deshalb beobachten solche Unternehmen regelmäßig die diesbezüglichen Aktivitäten ihrer Mitbewerber sowie Veröffentlichungen zu bestimmten Sachgebieten und Technologien. Natürlich werden auch Veröffentlichungen über die Einreichung und Genehmigung neuer Patente verfolgt.

Auch in diesem Bereich geschieht die Überwachung typischerweise über Spezialdatenbanken, weil die öffentlichen Informationssysteme der Patentämter zwar durchaus Informationen liefern, aber nicht für eine umfassende und systematisierte laufende Beobachtung konzipiert sind.

Social Media-Monitoring

Den sozialen Netzwerken kann sich heutzutage kaum ein Unternehmen mehr entziehen, unabhängig davon, in welcher Branche es tätig ist. Dies deshalb, weil sich Kunden und Mitbewerber dort austauschen, sich Meinungen bilden und damit letztlich auch Kaufentscheidungen beeinflusst werden.

Es ist also einerseits wichtig zu wissen, was an für das Unternehmen Relevantem in den sozialen Netzwerken geschieht, andererseits ist Monitoring unabdingbar, wenn ein Unternehmen Social Media Aktivitäten implementieren möchte. Zu Beginn sollte das Verhalten von Kunden, Interessenten, Wettbewerbern, Lieferanten und Meinungsbildnern untersucht werden. Insbesondere gilt es, basierend auf diesen Informationen, die Entscheidung zu treffen, welche der vielen in Frage kommenden Plattformen für die Social Media Aktivitäten des Unternehmens genutzt werden soll.

Die Beobachtung des Social Media-Umfelds ist für unterschiedliche Unternehmensbereiche relevant. Dazu gehören vor allem aber für das Management, die Produktentwicklung, das Marketing, die Unternehmenskommunikation und den HR-Bereich. Lesen Sie hier alles zum Bereich HR.

Unterschiedliche Tools erleichtern das Monitoring und sind auf einzelne Kanäle spezialisiert. So gibt es Lösungen für Facebook, die Beobachtung von Blogs und Foren oder von Twitter.

Machen externe Dienstleister Sinn?

Es gibt sowohl kostenfreie als auch kostenpflichtige Werkzeuge, wobei sich erstere besonders für den Einstieg eignen. Später lassen sie sich mit erweiterten Tools kombinieren. Werden die Social Media Aktivitäten intensiviert, und ergeben sich spezielle Anforderungen, wird man zu kostenpflichtigen Tools wechseln müssen. Diese zeichnen sich durch zahlreichere und meist auch genauere Funktionalitäten und Individualisierungsmöglichkeiten aus.

Monitoring

Externe Dienstleister bringen starke Netzwerke mit.

Für viele Unternehmen stellt sich die Frage, ob es sinnvoll ist, das Social Media-Monitoring an externe Dienstleister auszulagern. Ein derartiges Outsourcing kann durchaus vorteilhaft sein, wenn die Anforderungen steigen, das Umfeld dynamischer wird, und das Unternehmen keine eigenen Ressourcen für das Monitoring aufbauen möchte. Davon abgesehen verfügen externe Dienstleister über entsprechende Erfahrung und haben hochspezialisierte Tools zur Hand. Weiters können sie in der Regel auch auf umfassende Branchenkenntnisse zurückgreifen und arbeiten mit Partner-Netzwerken zusammen.

Wie bei allen Fällen von Outsourcing gilt auch hier, dass es die Auslagerung aus dem Unternehmen möglich macht, sich auf seine Kernprozesse zu konzentrieren und den Fokus auf die Gewinnung von Kunden und Umsätzen zu legen.

Was ist die Push-Pull-Strategie – und worauf kommt es dabei an?

Die Push-Pull-Strategie kann jede Produktionsplanung eines Unternehmens bereichern – vor allem in Zeiten des stetigen Wandels und der rasanten Veränderungen in der Industrie. Sie kombiniert zwei verschiedene Ansätze, welche alle Abläufe von Produktion bis hin zur Lagerung und den Transport umfassen. Wenn die Strategie passend und effektiv eingesetzt wird, dann können Unternehmen Kosten sparen, gleichzeitig rechtzeitige Lieferungen garantieren und insgesamt ein gutes Marketing aufziehen.

Doch was genau ist die Push-Pull-Strategie, welche Vorteile und Möglichkeiten bringt sie mit und worauf kommt es bei der Umsetzung an? Im Folgenden ist alles Wissenswerte rund um die moderne Strategie zusammengetragen.

Definition: Was ist die Push-Pull-Strategie?

Genau genommen handelt es sich bei der Push-Pull-Strategie (oder auch Push-Pull-Prinzip) um zwei vollkommen unterschiedliche Strategien die helfen sollen, die Produkte am Markt abzusetzen. Die Strategien fügen sich zu einem übergeordneten Konzept zusammen, welches in Produktion, Logistik und Marketing Anwendung findet. Der Name des Prinzips kommt von der Unterscheidung der Quellen des auslösenden Impulses einer Handlung oder Aktivität.

Push-Pull

Die Markt wartet auf die Produkte.

Zum einen kommt dabei die Push-Seite ins Spiel – also quasi die Anbieterseite„. Bei dieser spielen die werbenden, verteilenden, vertreibenden, herstellenden und produzierenden Handlungen eine Rolle. Bei der Pull-Seite handelt es sich hingegen um die Kundenperspektive – also um die Nachfrage am Markt, die Interessenten und die in der Supply Chain nachgelagerte Stelle.

Push und Pull: Zwei Strategien – drei Bereiche

Die Push-Pull-Strategie fügt in den drei Bereichen Produktion, Logistik und Marketing mehrere moderne Ansätze zu einem enorm effektiven Gesamtpaket zusammen.

Push-Pull-Strategie im Marketing

Im Bereich des Marketings verfolgt man das Ziel, Produkte und Dienstleistungen einer möglichst großen Zielgruppe potenzieller Kunden anzubieten und letztlich zu verkaufen. Lesen Sie hier alles zu Zielgruppen.

Push-Prinzip: Die Maßnahmen im Marketing konzentrieren sich auf den B2B-Sektor. Durch die Preisgestaltung und gezielte Informationen sollen die eigenen Produkte gegenüber Händlern als attraktiv und ambitioniert positioniert werden. Dadurch sollen diese dazu animiert werden, große Mengen zu kaufen, um diese abzusetzen. Das Push-Prinzip erfüllt damit vor allem den Sinn, neue und innovative Produkte dem Markt zu präsentieren und auf diesem zu platzieren.

Pull-Prinzip: In diesem Fall werden die Marketingmaßnahmen auf die Kundschaft – also den B2C Sektor, ausgelegt. Durch Werbung und andere Formen des Marketing – wie Social-Media – sollen die Produkte bei den Endkunden im Kopf bleiben und diese sollen auch ein Bedürfnis an den Produkten entwickeln. Die Nachfrage soll angekurbelt werden. Das Pull-Prinzip ist im Vergleich zu der Push-Strategie mit deutlich höheren Streuverlusten verbunden – und damit auch mit höheren Kosten.

Push-Pull-Strategie in der Logistik

Das übergeordnete Ziel in der Logistik ist es, bestimmte Güter an einen, möglichst großen, Kreis an Kunden zu liefern – und zwar termingerecht und in der versprochenen Qualität.

Push-Prinzip: Unternehmen oder Händler bekommen die Ware nicht nach konkretem Bedarf oder Verbrauch, sondern viel mehr nach festgelegten Mengen. Diese Sicherheit hat zumeist zur Folge, dass Händler die

Push-Pull

Wann erhalte ich die Produkte?

entsprechenden Waren verstärkt bewerben. Außerdem produzieren herstellende Unternehmen oftmals auf Lager. Dieses Push-Prinzip in der Logistik hängt unmittelbar mit dem im Marketing zusammen.

Pull-Prinzip: Produzierende Unternehmen und der Handel erhalten Produkte nach konkretem, beziehungsweise geschätztem Bedarf. Die Hersteller arbeiten eng mit den Logistikern zusammen und kommunizieren zu jeder Zeit die Bestands- und Verkaufszahlen. Durch diese Absprachen möchte man eine ideale Warenversorgung nach dem Prinzip „Just in Time“ garantieren. Kurzfristige Nachbestellungen führen zu kurzfristiger Produktion. Da versteht es sich fast von selbst, dass eine ausgereifte und effiziente Logistik und schnelle Informationsübertragungen nötig sind.

Push-Pull-Strategie in der Produktion

Das klare Ziel in der Produktion: Produkte in der richtigen Menge und der gewünschten Qualität herzustellen – und zwar termingerecht.

Push-Produktion: Diese Art der Produktion unterliegt zu jeder Zeit der Führung durch einen klaren Produktionsplan und zentraler Steuerungs– und Planungseinheiten. Produktion erfolgen auf Bestellung, der Güter- und Informationsfluss bewegen sich mit dem Wertstrom und sind aneinander gekoppelt. Hoher Planungsaufwand und hohe Lagerbestände sind in der Regel die Folge.

Pull-Produktion: Sie erfolgt vom aktuellen Bedarf und braucht keine zentrale Planung und Steuerung. Produktion erst nach Bedarf – der Kundenwunsch und die Nachfrage spielen dabei die Hauptrollen. Güter- und Informationsfluss laufen entgegengesetzt. Das Produkt und die Information sind voneinander getrennt. Niedrige Lagerbestände und kurze Lieferzeiten sind die Folge.

Vorteile der Push-Pull-Strategie

Die Push- und Pull-Faktoren haben beide Vor- und Nachteile. Die Push-Produktion kann ihre Stärken zeigen, wenn es um Variantenvielfalt, große Chargen und Einzelanfertigungen geht. Die Pull-Produktion sticht heraus, wenn von

Push-Pull

Wann fertigt man einzeln?

um Serienproduktion die Rede ist. Der größte Vorteil der Push-Pull-Strategie ist, die beiden Disziplinen zu vereinen und jeweils die Vorteile zu einem Gesamtpaket zu verpacken.

Die Harmonie zwischen Push- und Pull-Faktoren bringt ganzheitliche Vorteile mit sich, welche im Folgenden zusammengefasst sind:

  • Kundenorientierte Ausrichtung: Die komplette Wertschöpfungskette von Logistik über Produktion bis hin zu Marketing gelingt mit dem Pull-Prinzip. Keine langen Lagerzeiten und hohe Lagerbestände und Transport auf Abruf.
  • Kostensenkung: Das Pull-Prinzip sorgt durch niedrige Lagerbestände die Kosten. Außerdem bringt sei eine Umstellung auf effizientes Arbeiten mit sich.
  • Optimierte Prozesse mit Kunden und Lieferanten: Durch die Pull-Ausrichtung kann eine bessere Kundenbindung und eine flexiblere Arbeitsweise erreicht werden. Kundenwünsche lassen sich in die Produktion integrieren – auch kurzfristige Aufträge sind möglich.
  • Geschmeidige Wertschöpfungskette: Sobald das Pull-Prinzip ausgearbeitet und umgesetzt ist, greifen die verschiedenen Räder in einem Unternehmen ineinander. Die Prozesse sind aufeinander abgestimmt und optimiert. Die Koordination ist deutlich besser und die Wertschöpfungskette läuft wie geschmiert.

Kundenakquise – so funktioniert sie richtig!

Ohne Kunden bringen die besten Produkte und Dienstleistungen keinen Umsatz. Die Akquirierung von Kunden – die Kundenakquise – ist daher ein wichtiges Stilmittel des unternehmerischen Erfolgs. Als Unternehmer stehen Sie einigen Herausforderungen gegenüber. Sie müssen neue Kunden gewinnen und Bestandskunden binden, sich aber gleichzeitig an die DSGVO halten. Ist Kundenakquise in der heutigen Zeit überhaupt noch möglich und wenn ja, wie sollten Sie vorgehen? Dieser Artikel gibt Ihnen wichtige Tipps zur Kundengewinnung und Kundenbindung an die Hand.

Was ist Kundenakquise und warum ist sie wichtig?

Jedes Unternehmen lebt von der Kundenbindung. Bestandskunden sind wichtig und sollten das Hauptziel aller Akquirierungsmaßnahmen sein. Doch ohne die Gewinnung neuer Kunden bewegen Sie sich auf der Stelle und nutzen vorhandenes Potenzial nicht vollständig. Hier kommt es auf die richtige Kundenakquise an. Als Akquirierung verstehen sich alle Maßnahmen, die Sie zum Aufbau und zur Erweiterung des Kundenstammes ergreifen. Um sich einen großen und treuen Kundenstamm zu schaffen, müssen Sie kontinuierlich Kunden gewinnen und die

Akquise

Wer wird Kunde, wer bleibt es?

entsprechenden Maßnahmen ergreifen. Ohne Akquise verlieren Sie an Wettbewerbsfähigkeit und bleiben hinter den Mitbewerbern zurück, die der Gewinnung von Neukunden hohe Beachtung und viel Zeit schenken.

Verschiedene Formen der Akquise

Unter dem Sammelbegriff Kundenakquise vereinen sich alle Strategien, die Sie zur Gewinnung und Bindung von Kunden treffen. Es gibt verschiedene Formen der Akquirierung. Im Kern unterteilt sich Kundenakquise in drei Bereiche. Sie können online, telefonisch und persönlich um Kunden werben und Ihre Vorzüge in den Fokus stellen. Wichtige Strategien, die am besten in Kombination angewandt werden, beruhen auf

  • Mailings
  • Telefonmarketing
  • Newsletter-Marketing
  • E-Mail Marketing
  • Suchmaschinenwerbung / SEA
  • persönlichen Verkäufen
  • Anzeigen- und Bannerwerbung

Je flächendeckender und reichweitenstärker Sie auftreten, desto mehr steigt Ihre Bekanntheit und desto größer ist Ihr Erfolg. Seit Einführung der neuen Datenschutzgrundverordnung sind Unternehmen in puncto Kundenakquise allerdings die Hände gebunden. So dürfen Sie Mailings und Newsletter oder E-Mails nur versenden, wenn Sie die Daten des Kunden und seine Zustimmung zur Verwendung erhalten haben. Auch Telefonmarketing stellt eine Hürde dar. Während Sie früher bei potenziellen Kunden anrufen und Ihr Produkt anpreisen durften, verstößt diese Maßnahme heute gegen die Regeln der DSGVO. Wie können Sie also Kunden gewinnen, wenn Sie praktisch keinen Kontakt ohne vorherige Zustimmung herstellen dürfen? Lesen Sie hier alles zur DSGVO.

Im B2B sind die Regeln abweichend, da Sie sich bei Businesskunde auf Ansprechpartner konzentrieren, deren Daten öffentlich einsehbar sind. Anders verhält es sich im Endkundengeschäft. Hier kann die Kaltakquise problematisch werden, da Ihre Rechte in der persönlichen Werbung ohne vorherige Zustimmung des Kunden stark eingeschränkt sind.

Neue Wege in der Kundenakquise prägen den Markt

Sie können sich die Kundengewinnung vereinfachen. Durch Ihre Aktivität in Social Media erhöhen Sie den Fokus potenzieller Kunden auf Ihr Unternehmen. Sie dürfen werben und sich sowie Ihr Produkt vorstellen, ohne dass man

Akquise

Worauf muss ich bei Mails achten?

Ihnen einen Verstoß gegen die DSGVO vorwerfen kann. Viele Unternehmen gründen Gruppen auf Facebook und Instagram oder geben Interessenten die Chance, ihnen auf dem eigenen YouTube Kanal zu folgen. Fakt ist, dass die moderne Kundenakquise von Social Media profitiert und Ihnen sowohl in der Neukundengewinnung, als auch in der Bestandskundenbindung größte Erfolge beschert.

Kaltakquise und Warmakquise – der Unterschied

Der Unterschied zwischen der kalten und warmen Kundenakquise beruht auf den Menschen, die Sie ansprechen. Bei der Kaltakquise handelt es sich um „kalte Kontakte“, also um Menschen, die Sie noch nicht kennen und die nicht zu den Kunden Ihres Unternehmens gehören. Die Warmakquise bezieht sich auf bereits bestehende Geschäftsbeziehungen, die Sie vertiefen und festigen möchten. Die Ansprache Ihnen völlig fremder, nicht in Ihren Kundenakten gelisteten Menschen ist schwierig. Hier müssen Sie beachten, dass die Privatsphäre nicht verletzt werden darf. Um DSGVO-Verstößen und Fragen Ihrer Kontaktpersonen auszuweichen, sollten Sie direkt im Erstkontakt ansprechen, woher Sie die E-Mail-Adresse oder die Telefonnummer haben. Wenn ein potenzieller Kunde nicht beworben werden möchte, sollten Sie sich an die Anweisungen halten und den Kontakt nicht noch einmal aufnehmen.

Die Warmakquise bezieht sich auf Kunden, die bereits einmal in Ihrem Unternehmen gekauft – oder aber, die ihre Daten zum Beispiel durch eine Newsletter-Anmeldung persönlich hinterlegt haben. Hier können Sie ein wenig beherzter vorgehen, da Ihnen der Kunde seine Zustimmung zur Kontaktaufnahme bereits gegeben hat. Eine gute Warmakquise dient der lockeren Kundenbindung, mit der Sie einmalige Käufer zu Stammkunden machen und damit ein wichtiges Stilmittel für Ihren langfristigen Erfolg durch treue Kunden aufgreifen.

Die häufigsten Fehler in der Kundenakquise im Überblick

Akquise

Habe ich die richtigen Kanäle gewählt?

Sprachliche Gewandtheit und ein empathisches Auftreten sind das A und O in der Kundengewinnung. Sie müssen kein rhetorisches Genie sein, doch Sie sollten lernen, wie Sie Kunden gewinnen und die Aufmerksamkeit auf sich lenken. Ein weiterer Fehler beruht auf der Aussparung neuer Kanäle. Mehr als 80 Prozent aller potenziellen Kunden nutzen das Internet – also nutzen Sie es auch. Emotionen sind wichtig. Doch führen Sie ein Akquirierungsgespräch und sollten dementsprechend sachlich, professionell und mehrwertstiftend auftreten.

Spüren Sie, dass Ihr Gesprächspartner kein Interesse hat, versuchen Sie nicht, ihn mit einer Herauszögerung des Gesprächs zu überzeugen. Messen Sie die Ergebnisse. Nur messbarer Erfolg ist wirklich existenter Erfolg. Mangelnde Kenntnisse über Ihre Zielgruppe sind ein enormer Fehler. Sie können nur erfolgreich Kundenakquise betreiben, wenn Sie wissen, was Ihre potenziellen Kunden bewegt. Die Kundengewinnung kostet Zeit und braucht System. Überlegen Sie sich daher vorab, wie Sie vorgehen und was Sie eigentlich erreichen möchten. Mit diesem Denkansatz vermeiden Sie gravierende Fehler und werden Ihr Ziel mit Kontinuität erreichen.

Tipp: Überlassen Sie die Kundenakquise am besten Experten, die in Ihrem Auftrag auf Kundensuche gehen und die dafür sorgen, dass Sie neue Kunden gewinnen und diese in Stammkunden umwandeln.

Wettbewerbsfähigkeit – was verstehen wir darunter?

In einer Marktwirtschaft können Kunden aus dem Angebot gewinnorientierte Anbieter auswählen. Ihre Wahl wird auf das für sie beste Produkt zum niedrigsten Preis fallen. Der Gewinn des Anbieters lässt sich durch mehr Absatz erhöhen, wonach aber natürlich alle Anbieter streben. Daraus ergibt sich ein Wettbewerb um die höchste Qualität und die niedrigsten Kosten. Wettbewerbsfähigkeit bedeutet, dass ein Unternehmen seine Produkte und Dienstleistungen absetzen und damit einen Gewinn erzielen kann. Im Vergleich zu anderen Firmen bedeutet das, dass die Preise für vergleichbare Produkte nicht höher sein können.

Preisliche und nicht-preisliche Wettbewerbsfähigkeit – wo liegt der Unterschied?

Für den Absatz von weitgehend standardisierten Erzeugnissen ergibt sich die Wettbewerbsfähigkeit aus einem günstigeren Preis. Dieser kommt so zustande, dass die Herstellung effizienter ist und dadurch die Kosten sinken. Zusammen mit einem Gewinn ist der Preis für den Abnehmer dann niedriger, als wenn er sich für einen anderen Lieferanten entscheiden würde. Das beste Beispiel für diese Situation ist die Lieferung von Rohstoffen. Ein Kilo Gold in einer bestimmten Reinheit kostet in sehr engen Grenzen bei allen Anbietern gleich viel. In einer entwickelten

Wettbewerbsfähigkeit

Welches Produkt bringt den größten Nutzen?

Volkswirtschaft spielen aber innovative Produkte eine wichtigere Rolle und definieren den Entwicklungsgrad.

Kunden werden von Anbietern solcher Erzeugnisse mit der Qualität des Produkts und des Kundenservices überzeugt. Auch die Marke spielt in diesem Fall eine wesentliche Rolle, die man als Versprechen eines Werts ansehen kann. Damit spannt sich ein Bogen zu Marketingmaßnahmen, die für nicht standardisierte Produkte zur Wettbewerbsfähigkeit gehören. Der springende Punkt ist hier das Problem der Informationsvermittlung und -Verfügbarkeit. Ein Abnehmer kann sich nur dann für ein bestimmtes Produkt entscheiden, wenn er davon Kenntnis hat. In einer entwickelten Wirtschaft mit einer kaum überschaubaren Vielfalt von Erzeugnissen ist dieser Punkt für den Unternehmenserfolg entscheidend.

Kontroversen über die Definition der Wettbewerbsfähigkeit

Der ersten Definition nach ist eine Firma wettbewerbsfähig, wenn sie nur überleben kann. Die Höhe des Gewinns ist dafür unerheblich. Dies kommt keinem wirklich befriedigenden wirtschaftlichen Maßstab gleich. In perfekter Konkurrenz gibt es schon mit zwei Anbietern keinen Gewinn mehr, denn der Preis wird von beiden bis zu diesem Punkt hinuntergedrückt. Eher realistisch ist es, dass Unternehmen über die produzierte Menge entscheiden und dann den Markt einen Preis finden lassen. In einem Monopol gibt es hohe Gewinne. Die Firma Apple hat hält beispielsweise ein Monopol auf Smartphones mit dem Betriebssystem iOS. Diese Überlegungen zeigen, dass das Ausmaß der Wettbewerbsfähigkeit nicht nur auf eine Art sinnvoll definiert werden kann. Lesen Sie hier alles zum Thema iOS.

Wie ist die internationale Wettbewerbsfähigkeit definiert?

Im Prinzip kann man natürlich die Gesamtheit aller Unternehmen in einem Land betrachten und ihre Wettbewerbsfähigkeit zusammen analysieren. Es gibt allerdings Uneinigkeit darüber, ob der Begriff für ein ganzes Land Sinn macht und wenn ja, wie er genau definiert werden sollte. Die Außenhandelsbilanz würde am ehesten dem Marktanteil eines Unternehmens entsprechen. Diese kann aber einfach durch Senken der Löhne und Umweltstandards verbessert werden.
Wird der Schwerpunkt auf preisliche Wettbewerbsfähigkeit gelegt, ergibt sich daraus eine Betrachtung

Wettbewerbsfähigkeit

Um welchen Schwerpunkt sollte man kämpfen?

der Lohnhöhe und anderer Parameter wie der Umweltstandards. Geografische Aspekte beeinflussen wirtschaftliche Aktivität in wesentlichem Ausmaß. Deshalb werden Kosten des Standorts und des Transports zum Abnehmer als Teil der Wettbewerbsfähigkeit aufgefasst. Eine in der EU heute verwendete Definition der Wettbewerbsfähigkeit fußt auf der Wertschöpfung, der Technologie und der Beschäftigung. Der Wettbewerb um Kosten und Preise wird nur als Untergrenze der Wettbewerbsfähigkeit gesehen.

Was versteht man unter dem sogenannten Diamanten-Modell?

Das von dem Ökonomen Michael Porter vorgelegte Modell stellt eine Beurteilung dar, wie wettbewerbsfähig verschiedene Länder sind. Der erste Faktor beschäftigt sich mit Standortbedingungen wie der Infrastruktur sowie der Ausbildung und Qualität der Personals. Der Anspruch der heimischen Kunden an die Qualität der Produkte wird als Motivation zum Erreichen hoher Standards gesehen. Damit sind Unternehmen auch im Export konkurrenzfähig. Hohe Qualität erfährt Unterstützung. Schließlich ist auch die Qualität der Führung und Organisation für den Unternehmenserfolg wichtig, wenn nicht sogar entscheidend. Das Diamanten-Modell wird in der Politik oft unter dem Gesichtspunkt der Maßnahmen gesehen, die zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit notwendig sind.

Was hat der Wechselkurs mit der Wettbewerbsfähigkeit zu tun?

Diese Abhängigkeit zählt zu den Gründen, aus denen die einfache Übertragung des Begriffs der

Wettbewerbsfähigkeit

Wann rentieren sich Exporte?

Wettbewerbsfähigkeit von einer Firma auf ein ganzes Land in der Kritik steht. Im Gegensatz zu einem einzelnen Unternehmen hat ein Land mit eigener Währung die Möglichkeit zu währungspolitischen Maßnahmen. Erfolgt eine Abwertung der Währung, sind Exporte für die Abnehmer billiger und Importe für die heimischen Konsumenten teurer.

Im Verhältnis zu Anbietern in anderen Ländern ergibt sich also ein Vorteil für die Unternehmen im Land. Ein Beispiel für diesen Effekt kann man in südeuropäischen Ländern wie Italien feststellen. Zu Zeiten der eigenen Währung konnte Italien die Lira abwerten und damit den eigenen Tourismus und Export ankurbeln. Jetzt im Euro ist dem Land dieser Weg verschlossen. Manche bedauern das, andere weisen darauf hin, dass mehr Sinn in strukturellen Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit liege.

Startups – alles, was man wissen sollte

Startup ist ein oft benutzter Begriff und wird üblicherweise positiv besetzt verwendet. Auch Verantwortungsträger  wie Politiker sprechen oft von einer Startup-Kultur, die sie anstreben und realisieren wollen. Was aber ist ein Startup eigentlich?

Definition und Eigenschaften eines Startup-Unternehmens

Der englische Begriff „start up“ bedeutet in Gang bringen oder eben starten. Ein Startup im unternehmerischen Sinn ist ein noch nicht lange bestehendes Unternehmen, aber nicht alle solche Unternehmen sind Startups. Ein vor Kurzem gegründeter Gewerbebetrieb wird im Allgemeinen nicht als Startup angesehen. Eine Firma wie dieser Gewerbebetrieb hat nämlich etwas, was Startups im üblichen Sinn noch fehlt. Das ist eine klare Idee der Geschäftstätigkeit und zwar in einem etablierten Bereich, in dem es schon zahlreiche andere Unternehmen gibt.
Ein Startup baut auf einer innovativen Geschäftsidee auf. Die Gründer haben den Anspruch, ihr Unternehmen schnell und stark wachsen zu lassen.

Oft ist zum Zeitpunkt der Gründung eines Startups noch nicht klar, ob das angestrebte Produkt funktioniert und wenn, ob sich für dieses Produkt auch tatsächlich ein Markt findet. Sobald sich das herausstellt, handelt es sich bei dem Unternehmen nicht mehr um ein Startup – so oder so. Dann nämlich erleidet es üblicherweise eines von zwei

Startup

Wie kommt meine Idee am Markt an?

Schicksalen. Wenn es erfolgreich ist und das Produkt sich gut verkauft, ist es mit seiner innovativen Idee der einzige Anbieter am Markt und wächst darum schnell. Dieses schnelle Wachstum macht es aber auch zu einem etablierten Unternehmen. Im gegenteiligen Fall funktioniert das Produkt nicht, zumindest nicht auf dem Markt. In diesem Fall hört das Startup als Unternehmen auf zu existieren.

Wie finanziert sich ein Startup, wie läuft die Gründung überhaupt ab?

Eine Gründung eines solchen Unternehmens ist naturgemäß sehr riskant. Die Finanzierung erfolgt deshalb in den meisten Fällen nicht über einen konventionellen Bankkredit, sondern mit Kapital anderer Investoren, die sich des Risikos bewusst sind und es auch tragen können. Die Phasen der Entwicklung eines Startups entsprechen in etwa den verschiedenen Arten der Finanzierung.
  1.  In der ersten Phase setzen die Gründer ihre Eigenmittel ein. Auch wenn diese gering sind, ist das ein wichtiger Schritt. Andere Investoren werden nur dann einsteigen, wenn die Gründer alle ihre eigenen Möglichkeiten ausgeschöpft haben und damit selbst so viel Risiko wie möglich übernehmen. Eine Unterstützung kann durch sogenannte Inkubatoren erfolgen. Das sind oft auch öffentlich geförderte Einrichtungen, in denen frischen Startupgründern Büroräume und Beratung angeboten wird.
  2. In der Seed-Runde steigen Angel-Investoren ein. Sie investieren Geld, stehen dem neu gegründeten Unternehmen aber oft auch mit Rat und Tat zur Seite, geben Informationen und Kontakten zu anderen Investoren oder möglichen Kunden. Wie auch später auftretende Investoren erhalten sie für ihr Geld Anteile an der Firma. Von neu gegründeten Startups ist erfahrungsgemäß nur etwa eines von zehn erfolgreich. Diese Zahl verdeutlicht das Risiko, das Angel-Investoren eingehen. Sie beteiligen sich daher an zahlreichen Startups, verlieren ihre Investition in der Mehrzahl der Fälle und hoffen auf einen hinreichend hohen Profit mit den 10 Prozent der Investitionen in erfolgreiche Gründungen.
  3. In der dritten Phase hat sich schon herausgestellt, dass die neue Geschäftsidee funktioniert. Jetzt muss in vielen Fällen Kapital eingeschossen werden, um die notwendige Wachstumsphase zu finanzieren. Dieses Venture-Kapital wird von größeren Firmen aufgebracht, deren Haupttätigkeit das Identifizieren von solchen Möglichkeiten ist.
  4. In der letzten Phase ist aus dem Startup ein funktionierendes Unternehmen geworden. Es können immer noch Fragen über das Geschäftsmodell bestehen, aber ein beträchtliches Interesse an einer Investition in dieses Unternehmen ist unter diesen Umständen vorhanden. Dieses Interesse ist die Grundlage für einen Börsengang oder auch den Verkauf der gesamten Firma an ein größeres Unternehmen.

In letzter Zeit hat die Idee des lean Startups Platz gegriffen. Der Begriff „lean“ oder „schlank“ bezieht sich auf die Methode, die Fragen betreffend das Geschäftsmodell möglichst schnell und mit minimalem Aufwand zu klären. Statt eines aufwendigen Businessplans wird zunächst ein möglichst einfacher Prototyp des Produkts hergestellt. Damit

Startup

Welche der Ideen soll umgesetzt werden?

lässt sich klären, ob die Technologie funktioniert und oft auch, ob es am Markt Interesse dafür gibt. Auf diese Weise hoffen Investoren, in der Frühphase der Startup-Gründungen die Erfolgsquote erhöhen zu können. Lesen Sie hier alles zu Prototypen.

Welche Unternehmen lassen sich national wie international als Beispiel ansehen?

In aller Munde ist das deutsche Unternehmen Biontech. Es wurde im Jahr 2008 gegründet und befasst sich mit der kommerziellen Umsetzung von biotechnologischen Forschungen der Gründer. Mittlerweile hat das Unternehmen mehr als 1000 Mitarbeiter und erzeugt einen Impfstoff gegen das SARS-CoV-2 Virus. Der Börsengang erfolgte im Jahr 2019. Ebenfalls global bekannt ist Twitter. Das Produkt ist erfolgreich, allerdings war das Unternehmen trotz hoher Bewertung zum Zeitpunkt des Börsengangs 2013 nicht profitabel und erreichte dieses Ziel erst sechs Jahre später. Tesla begann als Startup mit dem Ziel der Produktion eines konkurrenzfähigen Elektroautos. Dieses Ziel wurde mittlerweile auf eindrucksvolle Art erreicht.

In welchen Bereichen sind die meisten Startups Zuhause?

Nachdem Innovation bei den Geschäftsmodellen von Startups eine zentrale Rolle spielt, ist die Verankerung im

Startup

Wo lohnt sich ein Startup?

Bereich der Technologie nicht überraschend. Dort wiederum kommt jeder Bereich in Frage, es geht gerade um die Überwindung von bisher als akzeptiert geltenden Grenzen.

Die verschiedensten Organisationen sind interessiert an der Bewertung des Erfolgs verschiedener Startups. Als Beispiele können die Global Startup Awards gelten, die auf 3 Kontinenten in 103 Ländern Startups prämieren.
Die German Startup Awards werden vom Bundesverband deutsche Startups e.V. organisiert und vergeben.

Just-in-time – eine besondere Form der Produktion

Just-in-time (JIT) beschreibt eine Strategie in der Produktion, bei der das Liefern der erforderlichen Materialien erst dann erfolgt, wenn diese im Produktionsprozess benötigt werden. Unternehmen, die Just-in-time agieren, streben einen zeitlich optimalen Materialfluss an. Somit kann die gesamte Wertschöpfungskette schlank gehalten werden.

Just-in-time-Strategie – Was bedeutet das für Unternehmen?

Der ganze Materialfluss ist so gestaltet, dass dieser zeitlich genau auf die Produktion abgestimmt ist. Benötigte Produkte treffen erst kurz vor ihrer Verarbeitung ein. Es entstehen weniger Lagerkosten, da die Materialien nur kurzzeitig Kapazitäten im Lager einnehmen. Es ist zudem nicht notwendig, Kapital an Produkte zu binden, da sie zeitnah in Bearbeitung gehen. Die Unternehmen nutzen die JIT-Strategie auch, um gezielt und schnell auf Änderungen am Markt reagieren zu können. Steigt die Nachfrage an anderen Produkten, sind im JIT-Prozess keine alten Lagerbestände mehr aufzubrauchen. Lieferant und Produzent gehen eine enge Bindung ein, sodass eine große Abhängigkeit auf beiden Seiten besteht. Kann der Lieferant die Produkte nicht rechtzeitig zustellen, kommt

JIT

Änderungen am Markt? Kein Problem!

es zum Stillstand im Produktionsprozess.

Woher stammt der Just-in-time-Prozess?

Der Japaner Taiichi Ohno entwickelte das JIT-Konzept. Die Strategie stand im enger Verbindung mit dem Autohersteller Toyota. Für dieses Unternehmen stellte JIT ein besonderes Prinzip dar und war weit mehr als nur ein Logistiksystem. Toyota sah 1954 keine andere Möglichkeit, als dieses Konzept zu entwickeln und anzuwenden. Japan war nach dem 2. Weltkrieg in der Verliererposition und es herrschten starke wirtschaftliche Einschränkungen. Das Land besaß kaum natürliche Bestände und deshalb waren die Kosten im Immobilienbereich enorm hoch. Daraus ergab sich, dass keine großen Lagerbestände möglich waren.

Welche Vorteile ergeben sich durch das JIT-Konzept?

  1. Ressourcenoptimierung
    Das Unternehmen hat die Möglichkeit, Ressourcen optimal zu nutzen. Daraus ergibt sich ein klarer Vorteil im Wettbewerb mit anderen Anbietern.
  2. Einrichten eines Pull-Systems
    Arbeitet das Unternehmen nach JIT, dann ist auch ein Pull-System nutzbar. Durch ein Pull-System können Produzenten mit der Arbeit beginnen, wenn der Kunde einen Bedarf anzeigt. Das führt zur Reduzierung von Betriebs- und Lagerkosten. Das System ist anpassungsfähig, jedes Unternehmen kann den Produktionsprozess individuell gestalten. Das hat zur Folge, dass nur notwendige Tätigkeiten durchgeführt werden.
  3. Beseitigung von Verschwendung
    Das Pull-System ist bedeutsam, um ein Verschwenden von zeitlichen sowie materiellen Ressourcen zu vermeiden. Das kann je nach Branche sehr unterschiedlich aussehen. Es gibt im Rahmen des Lean Management folgende Verschwendungsarten:
    ÜberproduktionZeitverschwendungVerschwendung durch: Transport, Inventar, Bewegung, fehlerhafte Produkte, Verarbeitung
  4. Hohe Transparenz durch JIT
    Bei Einführung der JIT-Methode nutzen Unternehmen häufig ein Kanban-Team-Board (= ein agiles Projektmanagement-Tool). Damit kennt jedes Teammitglied die aktuellen Ziele und Aufgaben. Das sorgt für eine hohe Transparenz im aktuellen Prozess.
  5. Reibungsloser Workflow
    Ein agiles Projektmanagement-Tool stellt einen guten Überblick aller Arbeitsprozesse dar. Jeder Schritt im Workflow ist leichter zu beobachten und es kann schneller auf einen Engpass reagiert werden.
  6. Ständige Verbesserung
    Mit der Produktion nach der Methode Just-in-time entsteht ein fortlaufender Prozess der Verbesserung. Mitarbeiter können Prozesse gut nachvollziehen sowie hilfreiche Tipps zur Optimierung geben.
  7. Starke Flexibilität
    Das Managen im JIT-Prozess ist in Bezug auf den Umfang der Tätigkeiten klarer, als dies bei großen Vorhaben der Fall ist. Aufgrund der kleineren Aufgabenbereiche können Produzenten flexibler agieren.
  8. Höhere Produktivität
    Wenn eine hohe Flexibilität gegeben ist, dann entsteht daraus eine starke Produktivität. Alle Teammitglieder konzentrieren sich lediglich auf Ihre Aufgaben im Produktionsprozess.

Welche  Nachteile können im Just-in-time-Prozess entstehen?

  1. Abhängigkeit
    Arbeit ein Unternehmen nach dem JIT-Prinzip, ist es vom Lieferanten sehr stark abhängig.
  2. Qualitätsverlust
    Es besteht das Risiko, dass die Qualität des Produktes sinkt. Da eine Verkürzung der Durchlaufzeiten angestrebt wird, kommt es zum Wegfall der Eingangskontrolle. Der Produzent muss andere Möglichkeiten finden, die erforderliche Qualität sicherzustellen.
  3. Weniger Preiswettbewerb
    Unternehmen profitieren nur vom JIT-Prinzip, wenn sie einen absolut zuverlässigen Lieferanten an ihre Seite haben. Das wiederum macht es erforderlich, die Verträge langfristig abzuschließen. Somit ist ein Einkauf bei kostengünstigeren Lieferanten nur noch stark eingeschränkt machbar.

Welche Voraussetzungen sind für Just-in-time notwendig?

JIT

Zeit ist Geld

Eine gute technische sowie organisatorische Infrastruktur ist erforderlich, um die Vorteile eines JIT-Konzeptes erfolgreich nutzen zu können. Es ist wichtig, dass alle Meldungen, Lieferabrufe und weitere für die Lieferung notwendige Daten ohne Zeitverlust gemeldet sowie verarbeitet werden. Der Lieferant ist im Optimalfall sehr zuverlässig und flexibel. Im Liefervertrag sollte das mittels Kennzahlen detailliert beschrieben sein. Der Wechsel von einer klassischen Einzelbestellung auf eine JIT-Beschaffung lohnt sich wegen der großen technischen sowie organisatorischen Herausforderungen nur bei langfristigen Aufträgen mit hohen Bestellmengen.

Wo ist Just-in-time sinnvoll? Ein Beispiel aus der Luftfahrtindustrie

Im Bereich der Luftfahrt spielt der JIT-Prozess eine sinnvolle und enorm wichtige Rolle. Neben dem Flugzeugbau ist das JIT-Konzept im Bereich Instandsetzung und Wartung im Fokus. Airlines müssen strenge Auflagen erfüllen, die von internationalen Luftfahrtbehörden vorgegeben werden. Der Anspruch an Sicherheit, Qualität und besonders an die Geschwindigkeit ist extrem hoch. Es entstehen immer Ereignisse, in denen auch ungeplante Wartungen erfolgen müssen. Insbesondere die nicht geplante Instandhaltung erfordert einen sehr hohen Anspruch, denn der Zulieferer muss immer erreichbar sein. Zudem sollte ein optimales Monitoring und eine minimale Reaktionszeit absoluten Vorrang haben. Die meisten Flugzeughersteller setzen auf dezentrale Drehkreuze im europäischen Raum. Lesen Sie hier alles zum Thema Monitoring.

Fazit

Die Just-in-time-Strategie bringt eine Verringerung der Lagerkosten sowie kurze Durchlauf- und Umrüstzeiten mit sich. Der Produktionsprozess ist flexibel gestaltbar und die Materialbestände können stark reduziert werden. Die Frage nach der Entscheidung zum JIT-Prozess kann im Allgemeinen nicht mit Ja oder Nein beantwortet werden. Jedes Unternehmen muss sich mit den eigenen Zielen auseinandersetzen und individuell herausfinden, ob Just-in-time zum Erfolg führt. Wichtig ist, dass mehrere Voraussetzungen für die Durchführung dieser Strategie erfüllt sind. Wenn möglichst viele Bedingungen vorliegen, dann profitiert das Unternehmen von einer Umstellung auf eine JIT-Strategie.

Wertschöpfungskette – was versteht man darunter?

Die Wertschöpfungskette (Wertkette) stellt alle Aktivitäten in einem Unternehmen dar, die letztlich dazu führen, dass Produkte erzeugt bzw. Dienstleistungen entstehen. Diese Tätigkeiten sind prozesshaft miteinander verbunden und dienen einem gemeinsamen Ziel, nämlich Wertschöpfung zu erzeugen.

Das Modell der Wertschöpfungskette stammt von dem US-amerikanischen Wirtschaftswissenschafter Michael E. Porter und dient der Analyse, welche Aktivitäten im Unternehmen welchen Beitrag zur Gesamtwertschöpfung leisten, und wie sie das tun (effizient/ineffizientteuer/kostengünstig). Daraus lassen sich dann Maßnahmen für die Prozess- und Organisationsgestaltung sowie die strategische Ausrichtung des Unternehmens ableiten.

Wenn man sich zur Wertschöpfungskette eines Unternehmens jene seiner Geschäftspartner, also Lieferanten und Abnehmer, dazu denkt, erhält man das gesamte Wertkettensystem der Branche, in der sich das Unternehmen bewegt.

Funktionsweise und Anwendung des Modells

Ein Unternehmen muss, um profitabel und damit überlebensfähig zu sein, über den gesamten Produktionsprozess bis zum Produktabsatz bzw. der Dienstleistungserbringung Wertschöpfung generieren. Je mehr die einzelnen Aktivitäten in der Wertschöpfungskette dazu beitragen, desto besser ist das Gesamtergebnis. Um dies zu optimieren, können sich Unternehmen das Modell der Wertschöpfungskette zunutze machen, wie am Beispiel eines Unternehmens, das Getränke erzeugt, gezeigt in den folgenden Ausführungen.

Möchte man das Konzept der Wertschöpfungskette auf ein Unternehmen anwenden, ist zunächst eine vollständige Übersicht über sämtliche Aktivitäten herzustellen. Dafür erhebt man die Unternehmenstätigkeiten detailliert und stellt sie dar. Wichtig ist es, alle Unternehmensbereiche lückenlos und genau zu durchleuchten sowie detailliert zu beschreiben. Nur dann ist eine vollständige, gesamthafte Unternehmensanalyse möglich.

Grundsätzlich lassen sich nach Michael E. Porter primäre und unterstützende Aktivitäten voneinander unterscheiden.

Primäre Aktivitäten

Wertschöpfung

Wozu zählt die Materialbeschaffung?

Die Primäraktivitäten sind dadurch gekennzeichnet, dass sie einen unmittelbaren wertschöpfenden Beitrag zur Produktherstellung leisten, also direkt in der Produkterzeugung und dem Produktabsatz erfolgen.

Dazu gehört zunächst der Einkauf, verstanden als Beschaffung jener Materialien, die direkt in die Produkterzeugung einfließen. In unserem Beispielsunternehmen wäre dies der Einkauf der für die Getränkeerzeugung erforderlichen Zutaten und Inhaltsstoffe. Zu diesem Bereich gehört auch die Lagerwirtschaft. Nach dem Einkauf kommt es zur Produktion der Güter, in unserem Beispiel also die Herstellung der Getränke in den Fertigungsanlagen. Die produzierten Güter kann man dann den Marketings- und Vertriebseinheiten übergeben, die dafür sorgen, dass die Waren ihren Weg zu den Kunden finden. Dafür müssen die Produkte bereits vorher beworben werden, Märkte erschlossen und Zielgruppen definiert werden. Anschließend kann der Verkauf den entsprechenden Umsatz erzielen.

Sind die Waren verkauft, muss man sie verpacken und an die Kunden ausliefern. Diese Aufgaben erfüllt die Ausgangslogistik. In unserem Beispiel nehmen wir an, dass das Unternehmen seine Getränke ausschließlich an den Lebensmitteleinzelhandel verkauft und dorthin liefert. Auch, wenn der Absatz nicht direkt an den Endkunden erfolgt, wird das Unternehmen dennoch einen Kundenservice eingerichtet haben, der dem Endkunden für Fragen zum Produkt, Beschwerden und Reklamationen zur Verfügung steht. Dies ist die letzte der primären Aktivitäten nach Porter.

Unterstützende Aktivitäten

Die primären Aktivitäten benötigen allerdings die unterstützenden (sekundären) Aktivitäten, wozu Porter die Unternehmensinfrastruktur, die Personalwirtschaft, die Technologieentwicklung und die Beschaffung zählt. Die unterstützenden Aktivitäten schaffen die Voraussetzungen dafür, dass die primären Aktivitäten überhaupt erfolgen können.

Zur Unternehmensinfrastruktur gehören beispielsweise Maschinen und technische Anlagen, eine funktionierende

Wertschöpfung

Auch die Personalwirtschaft zählt dazu.

Stromversorgung und eine sichere IT-Infrastruktur. Unter Personalwirtschaft sind die Rekrutierung, Aus- und Weiterbildung und Entwicklung von Mitarbeitern, sowie alle administrativen Vorgänge zu verstehen, die damit zusammenhängen. Lesen Sie hier alles zu Personalwirtschaft.

Die Technologieentwicklung trägt dafür Sorge, dass Produktionsprozesse und –technologien auf dem letzten Stand der Technik sind.

Mit der Beschaffung sind in diesem Kontext jene Tätigkeiten gemeint, die sich darum kümmern, dass ausreichende Produktionskapazitäten im Sinne von Maschinen und Betriebsmitteln vorhanden sind.

Analyse

Entscheidend ist, dass das Unternehmen über die gesamte Wertschöpfungskette Gewinn erzielt. Voraussetzung dafür ist, dass die Umsätze, die das Unternehmen erzielt, sämtliche Kosten aller Unternehmensaktivitäten, seien sie dem primären oder unterstützenden Bereich zuzurechnen, übersteigen. Hat man die einzelnen Unternehmensaktivitäten lückenlos erhoben? Liegen  die von ihnen verursachten Kosten transparent vor? Dann kann das Unternehmen wertvolle Erkenntnisse für die Steigerung seiner Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität gewinnen. Je feiner man die einzelnen Aktivitätskategorien unterteilt, desto höher ist der Informationsgewinn.

Es gilt nun, möglichst viele – im besten Fall alle – Aktivitäten des Unternehmens zu optimieren. Dabei kann auch die Frage zu stellen sein, ob die eine oder andere Aktivität wirklich weiterhin im Unternehmen erfolgen soll oder nicht besser auszulagern wäre. Generell ist zu beleuchten, ob die jeweiligen Aktivitäten zu Wettbewerbsvorteilen oder Kostennachteilen führen. Sind sie im Hinblick auf den Kundennutzen notwendig und sinnvoll?
So könnte unser Getränkeproduzent zu dem Schluss kommen, dass er nur mehr Rezepte für seine Getränke sowie neue Produktlinien entwickelt. Um Marketing und Verkauf kümmert man sich selbst, Produktion und Logistik legt man dagegen in die Hände anderer.

Von der Analyse zur Strategieentwicklung

Das Modell der Wertschöpfungskette kann nicht nur zur Verbesserung der kurz- und mittelfristigen Profitabilität des Unternehmens Input liefern, sondern auch für die Strategieentwicklung wertvolle Impulse geben.

Aus der Diagnose von Stärken und Schwächen, Effizienzen und Ineffizienzen in der Wertschöpfungskette können nämlich Kernkompetenzen ermittelt werden, und auf deren Basis Wettbewerbsstrategien entstehen. Versteht es

Wertschöpfung

Welcher Aufwand rentiert sich wirklich?

unser Getränkehersteller zum Beispiel wie kein anderer, Produkte und Marken zu entwickeln, tut er gut daran, sich auf diese Stärke zu konzentrieren. Alle anderen Aktivitäten, die er nur vergleichsweise teuer oder schlecht selbst vornehmen kann, sind eventuell auszulagern.

Stärken und Schwächen des Modells der Wertschöpfungskette

Das Modell der Wertschöpfungskette ermöglicht eine sehr tiefgehende Unternehmensanalyse, aufgrund derer auch strategische Konzepte erarbeitet werden können. Es bringt allerdings nur dann verlässliche Ergebnisse, wenn man wirklich ausnahmslos alle Unternehmensaktivitäten erfasst und entsprechend tief analysiert. Daher ist mit einer vollständigen Darstellung der Wertschöpfungskette entsprechender Aufwand – zeitlich wie finanziell – verbunden, was auf manche Unternehmen abschreckend wirkt.

Was ist das Uno-actu-Prinzip?

Das Uno-actu-Prinzip lässt sich einfach erklären. Der lateinische Begriff trennt eine Dienstleistung klar von einer Sachleistung. Mit den Wörtern „uno“ für eins (oder: in einer) und „actu“ für Unternehmung wird beschrieben, dass die Produktion einer Leistung und der Konsum durch einen Verbraucher zeitlich zusammenfallen. Sachleistungen sind lagerfähig, können transportiert und auf Vorrat produziert werden. Für Dienstleistungen gilt das nicht. Wird eine Dienstleistung zu einem bestimmten Termin nicht abgerufen, verfällt sie. Ein möglicher Umsatz wird nicht erzielt und kann auch nicht nachgeholt werden.

Das Uno-actu-Prinzip erfordert bei personenbezogenen Dienstleistungen die räumliche Nähe von Anbieter und Nutzer. Kommunikation und Interaktion der Beteiligten bestimmen wesentlich das Ergebnis des Prozesses. Im E-Business entfällt diese Nähe und teilweise auch die natürliche Person bei der Leistungserbringung. Die Kooperation zwischen Produzent und Konsument ist wesentlich reduzierter und erfolgt oft automatisiert.

Beispiele für das Uno-actu-Prinzip sind vor allem in der Dienstleistungsorientierten touristischen Branche zu finden. Dazu gehören der Verkauf von Flugleistungen oder die Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben. Auch

Uno-Actu

Wie gestaltet sich der Prozess der Leistungserbringung?

eine Mehrzahl der Leistungen aus dem medizinischen Bereich und der Kosmetikbranche werden betriebswirtschaftlich unter diesem Begriff betrachtet.

Welche betriebswirtschaftlichen Auswirkungen ergeben sich?

Unternehmen bieten Ihre Dienstleistungen im Voraus an und halten diese zu den geplanten Zeiten bereit. Sie ermöglichen das Reservieren oder den Kauf der in der Zukunft stattfindenden Leistung. Die tatsächliche Leistungserstellung bereitet man teilweise vor, beispielsweise durch die Bereitstellung der materiellen Bestandteile. Zum Leistungstermin stehen die Mitarbeiter zur Produktion dieser bereit. Ruft man die Leistung nicht ab, bleiben dem Unternehmen die Kosten für die Mitarbeiter, auch, wenn diese keine Leistung erbracht haben. Durch die fehlende Lagerfähigkeit produziert man somit keinen länger haltbaren, valuablen Mehrwert.

Beispielsweise bietet man für einen Flug einen Sitzplatz zu einem festen Termin auf einem ausgesuchten Flieger an. Er ist im Voraus buchbar, die Leistung Flug erfolgt zum festgelegten Datum. Lässt er sich nicht verkaufen, bleibt der Platz leer und die mögliche Leistung entfällt ersatzlos. Man generiert keinen Umsatz. Die anteiligen Kosten für die Crew und die Maschine sind vom Unternehmen zu tragen.

Dienstleistungen erfordern ein hohes Maß an Kommunikation und interaktivem Handeln. Beide lassen sich von Menschen – Anbieter und Nutzer – erbringen. Diese Leistung ist schwer bewertbar, sie ist abhängig von sozialen Komponenten, vom Wissen und Können eines Einzelnen und wird nicht zuletzt von äußeren Faktoren beeinflusst.

Uno-Actu

Wie viel Kommunikation ist relevant?

So bestimmt die Qualität einer Hotelübernachtung einerseits der materielle Teil der Leistung, nämlich die Ausstattung des Hotels und des Zimmers. Das Verhalten der Mitarbeiter bei der An- und Abreise, beim Service im Restaurant, bei der Zubereitung der Speisen oder der Reinigung der Zimmer entscheidet über die Qualität der Dienstleistung. Dabei kann es bei der Umsetzung dieser zu erheblichen Unterschieden in der Ausführung kommen. Die Akzeptanz des Nutzers spielt eine große Rolle, die Wahrnehmung oder der Anspruch an eine Dienstleistungsqualität unterscheidet sich von Mensch zu Mensch.

Wie können die Nachteile des Uno-actu-Prinzips verringert werden?

Eine Reduzierung des Umsatzausfalls ist durch eine betriebswirtschaftliche Planung der angebotenen Ressourcen möglich. Dabei geht es in einem ersten Schritt um die möglichst exakte Vorausschau der vorhandenen Nachfrage. Hinzukommt die Einschätzung, welche Nachfrage zu welchem Zeitpunkt vorherrscht. In einem zweiten Schritt ist dieser Nachfrage ein angepasstes Dienstleistungsangebot entgegengesetzt. Zusätzlich lassen sich die Preise entsprechend dem zeitlichen Eintreffen der Nachfrage angleichen.

In der Luftverkehrsbranche fanden in den 80er Jahren unter dem Begriff Yield-Management erfolgreich erste Ansätze statt, den Umsatzausfall durch verfallene Flüge zu minimieren. Heute ist das Verfahren betriebswirtschaftlich ausgereift. Fast alle touristischen Unternehmen steuern professionell Preise und Kapazitäten für die optimale Auslastung bei maximalem Gewinn. Lesen Sie hier alles über das Yield-Management.

Für eine gleichbleibende Dienstleistungsqualität können Unternehmen Standards setzen, trainieren und diese ihren Kunden kommunizieren. Nutzer wissen somit besser, was sie erwartet. Sie entscheiden sich gezielter und planbarer für eine Dienstleistung. Hält das Unternehmen die versprochene Qualität dauerhaft, kann es mit der so definierten Zielgruppe künftige Leistungen nach dem Uno-actu-Prinzip besser planen und Umsatzausfälle vermeiden.

Was bedeutet das Uno-actu-Prinzip für das E-Business?

Normalerweise erfordern die gleichzeitige Erstellung und der Konsum einer Leistung eine räumliche Nähe. Kosmetische Behandlungen beispielsweise können nur erfolgen, wenn eine Kundin im Kosmetiksalon die Anwendung direkt durch die Kosmetikerin erfährt. Eine Reisebuchung erfolgte lange ausschließlich durch den Kontakt von Kunde und Mitarbeiter des Reiseunternehmens oder Reisebüros.

In der digitalen Branche führt man einige Dienstleistungen durch die globale Vernetzung jetzt auch über große

Uno-Actu

Wie gestaltet sich das Prinzip im E-Business

Entfernungen aus. So lassen sich Reisebuchungen online vorgenommen oder Waren per Internetshopping erwerben. Auch Beratungsleistungen oder die Teilnahme an hybriden Veranstaltungen realisiert man häufig über das Internet. Bei diesen Dienstleistungen entfällt die räumliche Nähe.

Häufig benötigt man aufseiten des Anbieters für den eigentlichen Prozess der Leistungserstellung keine natürliche Person mehr. Durch den Einsatz einer Software lassen sich diese Kosten auf die für Entwicklung, Pflege und Wartung derselben reduzieren. Die Nachteile des Uno-actu-Prinzips vermindern sich deutlich. Eine weitere Minimierung erfolgt durch die Entzerrung des Leistungsprozesses. So spaltet sich die Dienstleistung „Produktkauf“ in mehrere Ebenen auf: Bestellung, Verarbeitung, Verpackung, Versand, Abrechnung, Interaktion mit dem Kunden erfolgen zu unterschiedlichen Zeiten und oft durch mehrere Leistungserbringer.

Welche Kritikpunkte lassen sich beim klassischen Begriff des Uno-actu-Prinzips erkennen?

Viele Dienstleistungen enthalten eine mehr oder weniger große Sachleistung und umgekehrt. Die eindeutige und klare Abgrenzung ist nicht möglich. Dieser Umstand steht in der neuen betriebswirtschaftlichen Forschung in der Kritik. Nach dieser Betrachtung lässt man das Uno-actu-Prinzip nur zu, wenn für den Prozess der Leistungserstellung Anbieter und / oder Nutzer in einem hohen Maße kommunikativ und interaktiv beteiligt sind.

Was versteht man unter dem Urheberrecht?

Das Urheberrecht ist ein Schutzrecht, das umfassend das geistige Eigentum eines Urhebers an seiner Schöpfung schützt. Im Gegensatz zu anderen Schutzrechten gilt der Schutz dabei schon ab der Fertigstellung des Werkes. Es muss also keine Veröffentlichung oder eine Eintragung in ein Register erfolgen. Zum umfassenden Schutz gehören dabei neben dem Inhalt und dem Umfang auch Regeln zur Übertragbarkeit beziehungsweise den Nutzungsrechten sowie Bestimmungen für Folgen der Verletzung der Urheberrechte.

Geschichtliche Entwicklung des Urheberrechts

Im Gegensatz zu vielen anderen heutigen Rechtsvorschriften hat das Urheberrecht keinen geistigen Vorgänger im alten Rom oder bei den germanischen Stämmen der Antike. Stattdessen gewann der Schutz von geistigem Eigentum erst im späteren Mittelalter an Bedeutung. Vor allem nach der Erfindung des Buchdrucks im 15. Jahrhundert wurde die Notwendigkeit für Schutzrechte deutlich. Dadurch, dass nun Bücher und Schriftstücke massenhaft hergestellt werden konnten, mussten die Rechte der Hersteller der Inhalte geschützt werden. Dafür wurde 1475 das sogenannte Druckerprivileg eingeführt, welches man als erste Form eines Copyrights sehen kann. Lesen Sie hier alles zum Thema Buchdruck.

Da das Druckerprivileg aber zunächst nur Besitzern von Druckereien das zweijährige Recht auf den Nachdruck von Schriften einräumte, gab es in den folgenden Jahrzehnten immer wieder Streitigkeiten. Aufgrund von Plagiaten und unerlaubten Kopien gewannen Konzepte wie das Urheberrecht und das geistige Eigentum an Bedeutung.

Urheberrecht

Ein Werk entsteht aus einer Idee.

Trotzdem dauerte es bis 1835, bis sich in Deutschland erste Gesetze zum Urheberschutz entwickelten. Das erste deutschlandweite Urheberrechtsgesetz entstand 1871, kurz nachdem Deutschland sich im Kaiserreich vereint hatte.

Was ist ein Werk?

Im Urheberrecht wird der schützenswerte Gegenstand als Werk beschrieben, wobei dieses ganz unterschiedliche Formen haben kann. Wichtig ist, dass es sich bei dem Werk um etwas handelt, das von Menschen in einer Form wahrgenommen werden kann. Zudem muss sich es um eine gezielte und persönliche Schöpfung und keine zufällige oder natürliche Anordnung handeln. Die Definition eines Werkes im Sinne des Urheberrechts ist dabei sehr weitläufig gefasst und kann beispielsweise auch Übersetzungen oder Sammlungen von Werken implizieren.

Klassische Beispiele für Werke sind:

  • Sprachwerke wie Texte, Reden oder Computerprogramm
  • Musik
  • Lichtbildwerke wie Fotografien
  • Werke der Tanzkunst
  • Filmwerke
  • Werke bildender Kunst
  • Technische Zeichnungen, Pläne, Karten, Tabellen oder Skizzen
  • Multimediaproduktionen

Der Urheber

Die Person, deren Rechte an einem Werk geschützt werden, wird als Urheber bezeichnet. Von Bedeutung ist dabei, dass ein Urheber immer der Schöpfer des Werkes sein muss. Sind mehrere Personen direkt an einer Schöpfung beteiligt, wird von einer Miturheberschaft gesprochen. In einem solchen Falle ist auch nur eine gemeinsame Ausübung des Urheberrechts möglich.

Grundsätzlich spielt das Alter für eine Urheberrechtschaft keine Rolle. Es ist also auch möglich, dass Minderjährige oder Personen, die aus anderen Gründen nicht geschäftsfähig sind, Urheber sein können. Trotzdem muss es sich bei einem Urheber aber immer um eine natürliche Person handeln. Eine juristische Person kann dagegen kein Urheber sein. Auch ist eine Urheberschaft nicht übertragbar. Der Urheber an einem Werk bleibt auch immer der Inhaber des Urheberrechts. Allerdings kann der Schöpfer Dritten die Nutzungsrechte an seinem Werk einräumen. Dies ist auch gegenüber juristischen Personen und Unternehmen möglich.

Die Verwertungsrechte, die ein Urheber dritten Personen einräumen kann, umfassen verschiedene Nutzungsarten wie Vervielfältigung, Verbreitung, Ausstellung und öffentliche Wiedergabe. Auch eine Bearbeitung

Uhrheberrecht

Der Ideengeber entscheidet.

des Werkes ist möglich, wenn der Urheber einer solchen zustimmt. Voraussetzung ist aber immer, dass für jede dieser Verwertungsarten eine Zustimmung vorliegen muss. Nur weil ein Urheber ein bestimmtes Nutzungsrecht einräumt, bedeutet dies nicht, dass er auch alle anderen erlaubt.Auch wenn das Schutzrecht an den Urheber gebunden ist, bedeutet dies zudem nicht, dass es nach seinem Tod erlischt. Das Urheberrecht an einem Werk kann weitervererbt werden. Nach dem Tod können die Erben entscheiden, ob und wie sie Verwertungsrechte einräumen möchten. Unendlich lässt sich ein Urheberrecht nicht weitervererben. In Deutschland erlischt das Schutzrecht 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers und das Werk gilt anschließend als gemeinfrei.

Wie Urheberrechte verletzt werden

Durch die umfassenden Schutzrechte, die im Urheberrecht festgelegt sind, können auch ganz verschiedene Arten von Urheberrechtsverletzungen entstehen. In der Regel handelt es sich bei solchen Verletzungen um einen Verstoß gegen die vom Urheber eingeräumten Nutzungsrechte. Dies kann passieren, wenn diese entweder gar nicht vorliegen oder die Rechte die jeweilige Nutzung nicht abdecken.

Ein typisches Beispiel wäre, wenn eine Person ein Musikstück kopiert und dieses anschließend auf eine CD brennt und verschenkt oder sogar verkauft. In diesem Falle wird das Vervielfältigungsrecht des Urhebers verletzt. In der Folge kann der Urheber die Person zunächst einmal auf Unterlassung und anschließend auch auf Schadenersatz verklagen.

Darüber hinaus kann das Urheberrecht auch verletzt werden, wenn bestimmte Vorgaben des Urhebers missachtet werden. So ist es das Recht des Schöpfers, das Nutzungsrecht zeitlich, inhaltlich und räumlich zu definieren. Ein Fotograf kann beispielsweise einer Agentur erlauben, ein von ihm gemachtes Foto für einen bestimmten Zeitraum und in einem konkreten Gebiet oder Bereich zu nutzen. Nutzt das Unternehmen das Bild nun aber auch in anderen Gebieten oder nach dem Ablauf der erlaubten Zeit, liegt erneut eine Urheberrechtsverletzung vor.

Das Urheberrecht im internationalen Vergleich

Urheberrecht

Nicht jeder regelt Urheber-Angelegenheiten gleich.

Ähnlich wie bei vielen anderen Gesetzen auch können sich Urheberrechte je nach Ländern unterscheiden. Innerhalb der EU ist die Gesetzeslage dabei jedoch relativ einheitlich. Etwas anders sieht die Sache dagegen in den USA aus. Hier steht die ökonomische Verwertung von Werken deutlich mehr im Zentrum des Gesetzes. Dies hat beispielsweise zur Folge, dass in den USA auch Unternehmen Besitzer von Urheberrechten sein können. Zudem ist die Schutzdauer nicht an den Schöpfer, sondern an den Veröffentlichungs– oder Schöpfungszeitpunkt gebunden. So gilt ein Werk für 120 Jahre nach der Schöpfung oder 90 Jahre nach der Veröffentlichung als geschützt.

Was ist eigentlich eine Dienstleistung?

Dienstleistungen gab es schon seinerzeit im römischen Reich, wenn auch nicht in der heutigen Form. Damals waren es vor allem Tagelöhner, die als bezahlte Dienstleister arbeiteten. Sehr viel häufiger wurden Arbeiten jedoch in Form von Sklavendiensten erledigt, wobei der Sklave als der Dienstverpflichtete galt und seine DL dem Dienstherren gegenüber ordnungsgemäß umzusetzen hatte.

Die heutigen Dienstleistungen haben mit der damaligen Handhabung nichts mehr gemein. Doch auch in der heutigen Gesellschaft stehen sie an der Tagesordnung. Das fängt beim einfachen Besuch im Restaurant an und endet bei der gemeinsamen Planung des Hausbaus mit einem Architekten. Worin sich die einzelnen Dienstleistungsarten unterscheiden und was der Unterschied zwischen einem Werkvertrag und einem Dienstleistungsvertrag ist, kann für Laien mitunter kompliziert zu erklären sein. Die folgende Übersicht erleichtert das Verständnis.

Wie definiert sich eine Dienstleistung?

Alle Tätigkeiten, die von Dienstleistungsunternehmen oder Dienstleistern erbracht werden, gelten als Dienstleistung. Es gilt das sogenannte Uno-actu-Prinzip, zu Deutsch Gleichzeitigkeit! Die Dienstleistungen werden immer dann direkt verbraucht, wenn sie auch erbracht werden.

Beispiel: Ein Kundentermin beim Kosmetiker. Der Kunde (Dienstleistungsnehmer) erhält eine Leistung (Kosmetikbehandlung) vom Dienstleister (Kosmetiker). Zeitpunkt des Verbrauchs ist identisch mit dem Zeitpunkt

DL

Auch die Gastronomie fungiert als Dienstleister

der Leistungserbringung.

In der Wirtschaft gelten alle Betriebe als Dienstleistungsbetriebe, bei denen die DL selbst im Vordergrund steht, nicht etwa der Verkauf. Somit gehören auch Gastronomiebetriebe zu den Dienstleistern. Zwar sind sie im weiteren Sinne auch Verkäufer, denn sie veräußern Ware (Mahlzeiten), doch primär haben sie einen Dienstleistungscharakter durch den Service am Gast.

Welche Arten von Dienstleistungen gibt es?

Bei den Dienstleistungen lassen sich vier verschiedene Rubriken festhalten, die allesamt einen unterschiedlichen Charakter haben. Hierzu gehören:

  • Sachbezogene
  • Originäre
  • Personenbezogene und
  • Produktbegleitende Dienstleistungen

Grundsätzlich am Wichtigsten und am weitesten verbreitet sind personenbezogene Dienstleistungen. Hierbei wird die DL selbst an einer Person oder in Zusammenarbeit mit der Person erbracht. Der Leistungsempfänger ist passiv oder auch aktiv an der Dienstleistung beteiligt. Die besten Beispiele für personenbezogene Dienstleistungen sind FriseurbesucheArztbesucheMasseurbesuche oder Kosmetikerbesuche.

Produktbegleitende Dienstleistungen hingegen werden meist von Unternehmen angeboten und zwar als Ergänzung zu materiell vertriebenen Gütern. Der Kunde soll durch diese zusätzliche DL einen Zusatznutzen erhalten. Hierzu gehören unter anderem Vorgespräche vor einem Kauf oder Wartungsarbeiten, die nach dem Kauf eines Produkts durchgeführt werden. Dienstleistungen, die vor einem Kauf durchgeführt werden, gelten als Pre-Sales-Services„. Dienstleistungen, die nach einem Kauf durchgeführt werden, bezeichnet man als After-Sales-Services„. Bei den produktbegleitenden ist die Voraussetzung für den Erhalt der Dienstleistungen immer der Erwerb eines Produkts.

Die originäre DL wird ebenfalls von einer Firma oder einem Unternehmen erbracht, welches allerdings keine Waren/Güter herstellt oder produziert. Der Sinn derartiger Unternehmen liegt vollumfänglich bei der Erbringung von Dienstleistungen. Beispiele für derartige Firmen sind Reiseveranstalter, Hausmeisterservices,

DL

Welcher Service wird geboten?

Reinigungen, Krankenhäuser oder Putzfirmen. Auch Unternehmensberater, Rechtsanwälte, Ingenieure oder Architekte gehören zu den originären Dienstleistern.

Sachbezogene Dienstleistungen sind die zweitgrößte Gruppe. Hier werden diese zwar nicht am Menschen durchgeführt, jedoch für den Menschen. Der Kunde gilt als Dienstleistungsempfänger, die Dienstleistung wird jedoch meist an einem Objekt erbracht. Beispiele hierfür sind Lieferanten, Versicherungen, Autowerkstätten oder auch Geldinstitute.

Worin unterscheiden sich Dienstleistung und Sachleistung voneinander?

In der Praxis ist es nicht immer leicht die Dienstleistung von einer Sachleistung zu unterschieden. Allerdings gibt es einige Unterschiede, die die Klassifizierung erleichtern.

Die Sachleistung im Überblick:
  • Es ist ein Eigentumserwerb möglich.
  • Erzeugung der Sachleistung und deren Verbrauch finden zeitversetzt statt.
  • Sachleistung ist lagerfähig.
  • Es kann sich um unbewegliche und bewegliche Güter handeln.
  • Es handelt sich um materielle Güter.
Die DL im Überblick:
  • Erbringung und Verbrauch der Dienstleistung finden zeitgleich statt.
  • Ein Eigentumserwerb ist nicht möglich.
  • Die Dienstleistung kann nicht gelagert werden.
  • Es handelt sich um Realgüter, die in Form von Diensten und Tätigkeiten dargeboten werden.
  • Es handelt sich um immaterielle Güter.

Verschiedene Vertragsformen bei Dienstleistungen

Eine Dienstleistung kann entweder von einer juristischen Person oder von einer natürlichen Person oder mehreren juristischen/natürlichen Personen durchgeführt werden.

Als natürliche Person gelten rechtsfähige Personen. Als juristische Personen gelten Gesellschaften, Vereine oder Körperschaften.

Bei Erbringung einer Dienstleistung werden zwei verschiedene Vertragsarten bei der Nutzung aufgesetzt.

Der Dienstleistungsvertrag ist für den Leistungserbringer insofern verpflichtend, dass er die Dienstleistung einmal oder mehrmals durchführen muss, ohne eine Erfolgsgarantie.

Der Werkvertrag hingegen verpflichtet den Dienstleister einen zuvor versprochenen Erfolg auch zu erzielen.

Der Dienstvertrag im Überblick:

Bei einem Dienstvertrag handelt es sich um einen gegenseitigen Vertrag, bei dem man beide Vertragsparteien in die Pflicht nimmt. Der Dienstleister verpflichtet sich zur Leistung des versprochenen Dienstes, der

DL

Das Vertragliche muss geregelt sein

Dienstleistungsnehmer zur verpflichtet sich zur Zahlung der vereinbarten Vergütung.

Das Verhältnis schließ sich somit zwischen dem Schulder (Dienstverpflichteter) und dem Gläubiger (Dienstberechtigter).

Beispiele für Dienstverträge sind:

  • Mobilfunk/Internet/Telefon-Verträge
  • Nachhilfevertrag/Fernstudien
  • Behandlungsvertrag
  • Arbeitsvertrag
Der Werkvertrag im Überblick:

Während beim Dienstvertrag zwar eine Handlung geschuldet wird, nicht jedoch ein Erfolg, ist dieser beim Werkvertrag zwingend erforderlich. Tritt der Erfolg nicht wie vereinbart ein, kann der Besteller seine Ansprüche geltend machen.

Beispiele für Werkverträge sind:

  • Vertrag über Reparaturarbeiten
  • Erstellung von Gutachten
  • Handwerkliche Dienstleistungen
  • Bauarbeiten