Die Bilanzidentität ist ein Bilanzierungsgrundsatz. Alternativ verwendet das Bilanzrecht auch den Begriff Bilanzkontinuität. Sie ist im § 252 Absatz 1 Nr. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) gesetzlich verankert. Bilanzkontinuität bedeutet, dass die Zahlen zweier Bilanzen identisch seien müssen. Damit meint der Gesetzgeber, dass die Schlussbilanzwerte der Vorjahresbilanz mit den Eröffnungsbilanzwerten der aktuellen Bilanz übereinstimmen müssen. Beispiel Ein Unternehmen hat in seinem Sachanlagevermögen einen Firmenwagen aktiviert. Während des Geschäftsjahres mindert…
Die Abkürzung steht für „Offene Handelsgesellschaft“. Damit handelt es sich bei der OHG um eine sogenannte Personengesellschaft – also um eine Rechtsform, bei der die Gesellschafter selbst im Unternehmen beschäftigt sind und mit ihrem eigenen Vermögen haften. Um eine Offene Handelsgesellschaft gründen zu können, müssen sich mindestens zwei Personen einig sein, und es muss sich um…
Das Going-Concern-Prinzip gehört zu den Bilanzierungsgrundsätzen des Handelsrechts, die ein Unternehmen bei der Aufstellung einer Bilanz zwingend zu beachten hat. Dieser Bilanzierungsgrundsatz geht davon aus, dass das Unternehmen auch im Folgejahr fortgeführt wird und es keine Gründe gibt, die der Unternehmensfortführung entgegenstehen. Auf welcher rechtlichen Grundlage basiert das Going-Concern-Prinzip? Das Prinzip zur Unternehmensfortführung ist ein Bilanzierungsgrundsatz, dem auch der deutsche Gesetzgeber Rechnung…
Betriebsausgaben sind gewöhnliche und notwendige Kosten, die einem Unternehmen für den Betrieb entstehen. Unternehmen müssen ihre Ausgaben verfolgen und kategorisieren, da einige Ausgaben als Steuerabzüge gelten können , was zu erheblichen Kosteneinsparungen führt. Was ist die Betriebsausgabenpauschale? Die Betriebskostenpauschale ist der Geldbetrag, den eine Organisation für den Betrieb ausgeben muss. Dazu gehören Gehälter, Betriebsmittel und Dienstleistungen,…
Das Gesamtvermögen eines Unternehmens setzt sich zusammen aus Anlagevermögen und Umlaufvermögen. Doch was versteht man unter diesen beiden Vermögensformen und worin unterscheiden sie sich voneinander? Darum soll es in diesem Artikel gehen, der außerdem aufzeigt, was mit der Vermögensintensität sowie der Umlaufintensität gemeint ist und was es mit dem (Net) Working Capital auf sich hat. Was gehört zum Anlagevermögen? Gemäß §…
Unter der Abkürzung „ESG“ verbergen sich Environmental, Social und Corporate Governance. Konkret geht es hierum um unternehmerischen Sozialverantwortung und zeigt, wie groß der Beitrag eines Unternehmens zur nachhaltigen Entwicklung ist. Was genau dazugehört, welche Regeln es gibt und was es mit einem ESG-Rating auf sich hat, wird nun in unserem Blog-Beitrag verraten! ESG – die…
Ein GWG oder geringwertiges Gut ist ein selbständig nutzbares Objekt als Teil des Anlagevermögens eines Unternehmens, das bis zu 800 Euro kosten kann und für das einfachere Regeln betreffend die Besteuerung und Sofortabschreibung gelten. Güter in Sammelposten können bis zu einem Preis von 1.000 Euro eingebracht werden. Für solche Sammelposten ist eine Abschreibung über 5 Jahre möglich. Die gesetzliche Grundlage für diese Vereinfachungen…
Sales & Lease back beschreibt eine Möglichkeit zur schnellen Liquiditätsbeschaffung. Dieses rein objektbasierte Finanzierungsmodell basiert auf der Methode, mobile Sachwerte des Anlagevermögens oder Immobilien zu verkaufen und direkt wieder vom Käufer zu leasen. Um das Modell zu verstehen, müssen zunächst die Begriffe Eigentum und Besitz genau definiert werden. In dem konkreten Beispiel des Sales & Lease back wechselt…
Seit der Finanzkrise im Jahr 2008 haben die Zentralbanken Maßnahmen ergriffen, die unsere Geldwertstabilität klar gefährden. Immer wieder versichern uns die Verantwortlichen, dass wir uns über eine Inflation keine Sorgen machen müssen, aber stimmt das? Was ist Inflation? Inflation ist definiert als Wertverlust des Geldes über einen bestimmten Zeitraum. Für einen Sachwert müssen wir nach einer Inflation also mehr…
Hat ein Unternehmen für die zu erledigenden Aufgaben zu wenige Mitarbeiter, werden diese ausgelagert. Outstaffing ist neben dem klassischen Outsourcing ein hervorragendes Mittel, das besonders in der IT-Branche und anderen Bereichen als New-Work-Modell genutzt wird. Während beim Outsourcing das Projekt als solches an einen externen Dienstleister vergeben wird, erbleibt beim Outstaffing die technische Leitung des Projektes beim Unternehmen…