Ein Datenraum mit 400 Dokumenten, drei Wochen bis zum Signing – und mittendrin die Frage: Wer schwärzt eigentlich die Gehaltslisten, IBANs und Privatadressen, bevor Investoren oder Bieter Zugriff bekommen? In den meisten Projekten lautet die Antwort: ein Praktikant mit PDF-Tool, ein Anwalt im Stundensatz – oder, schlimmer, niemand, weil schlicht die Zeit fehlt. docuKI-Redact löst genau dieses Problem. Die KI-Schwärzungsfunktion im docurex®-Datenraum erkennt sensible Daten automatisch und schwärzt sie zuverlässig und lässt Sie dabei jederzeit entscheiden, was genau geschwärzt wird.
In diesem Beitrag zeigen wir, welchen konkreten Nutzen docuKI-Redact für Due Diligence, Personalakten und Finanzunterlagen bringt, wie die Presets funktionieren und warum die Schwärzung nie den geschützten Datenraum verlässt.
Warum manuelles Schwärzen zum Risiko wird
Sensible Dokumente müssen vor der Weitergabe an Investoren, Bieter, Berater oder Behörden bereinigt werden: Namen, Bankverbindungen, Gehälter, Patentnummern, Gesundheitsdaten. Bislang bedeutete das Zeile-für-Zeile-Arbeit – Dokument für Dokument, Seite für Seite, oft über Hunderte von Unterlagen hinweg. Drei Probleme ziehen sich dabei durch fast jedes Projekt:
Erstens der Zeitaufwand: Bei umfangreichen Datenräumen bindet manuelle Schwärzung schnell mehrere Arbeitstage, die an anderer Stelle im Deal fehlen. Zweitens die Fehleranfälligkeit: Wer Hunderte Seiten durchsieht, übersieht etwas – eine einzige vergessene IBAN oder ein sichtbarer Personenname reicht für einen DSGVO-Verstoß. Drittens das Sicherheitsrisiko der Auslagerung: Werden Dokumente zur Schwärzung an externe Dienstleister oder generische KI-Tools gegeben, verlassen sie die kontrollierte Umgebung – ein kaum kalkulierbares Risiko bei vertraulichen Transaktionsunterlagen. Ohne saubere Schwärzung wird heute kaum noch ein Deal abgeschlossen, gleichzeitig kostet sie genau dort Zeit, wo sie am knappsten ist.
docuKI-Redact: Was das Modul konkret leistet
docuKI-Redact ist eine fest integrierte Funktion im virtuellen docurex® Datenraum, die mithilfe künstlicher Intelligenz automatisch sensible Informationen in Dokumenten erkennt und schwärzt – direkt im Dokumentenviewer, ohne separates Tool und ohne Medienbruch. Die KI analysiert Dokumente seitenweise, identifiziert die von Ihnen gewählten Datenfelder und markiert sie zuverlässig zur Schwärzung. Eine ausführlichere technische Einordnung der Erkennungslogik finden Sie in unserem Beitrag zum KI-Schwärzungstool von docurex – im Folgenden geht es vor allem um den Nutzen im Arbeitsalltag.
Der Nutzen zuerst: Was docuKI-Redact für Ihre Arbeit bedeutet
Zeit, die Sie an anderer Stelle brauchen
Statt Dokumente einzeln zu öffnen und manuell zu bearbeiten, wählen Sie ein Preset oder einzelne Datenfelder – die KI übernimmt den Rest für den gesamten Ordner. Aus einer Aufgabe, die sich über Tage zieht, wird ein Vorgang von wenigen Minuten. Diese Zeit steht Ihrem Team für die inhaltliche Prüfung zur Verfügung, statt für das Schwärzen von Formularen.
Weniger Fehler, mehr Compliance-Sicherheit
Die KI wendet dieselben Kriterien konsequent auf jedes Dokument an – unabhängig davon, ob es das erste oder das vierhundertste in der Session ist. Das reduziert das Risiko, dass eine sensible Angabe übersehen wird. Jede Schwärzung wird zudem nachvollziehbar protokolliert: Sie sehen jederzeit, welches Dokument wann und mit welchen Regeln bearbeitet wurde – ein Nachweis, der bei Audits oder Rückfragen von Aufsichtsbehörden zählt.
Kontrolle statt Blackbox
Der entscheidende Unterschied zu vielen automatisierten Tools: docuKI-Redact trifft keine stille Entscheidung darüber, was verschwindet. Sie legen fest, welche der bis zu 21 Datenfelder gesucht und geschwärzt werden sollen – einzeln oder als vordefinierte Gruppe. Die KI liefert Vorschläge, Sie behalten die letzte Entscheidung. Das schützt vor zwei Extremen gleichermaßen: vor der zeitraubenden Vollhandarbeit und vor einer Über-Schwärzung, die am Ende wichtige, eigentlich unbedenkliche Informationen mit entfernt – etwa wenn in einem Vertrag versehentlich auch der Firmenname der Gegenpartei verschwindet, obwohl dieser für die Prüfung relevant bleiben soll. Genau für solche Grenzfälle bleibt die letzte Entscheidung bei Ihnen, nicht bei der KI.
Sechs Presets für sechs typische Situationen
Nicht jeder Datenraum hat dieselben Anforderungen. Eine Due Diligence im Finanzsektor braucht andere Schwärzungsregeln als eine Personalakten-Prüfung oder eine DSGVO-Auskunft. Deshalb bringt docuKI-Redact sechs vordefinierte Presets mit, die als Startpunkt dienen und sich jederzeit anpassen lassen:
- DSGVO-Auskunft – für Auskunftsersuchen und Compliance-Anfragen nach Art. 15 DSGVO
- MA_STANDARD – für den allgemeinen Transaktions-Datenraum ohne Branchenschwerpunkt
- MA_HR – zugeschnitten auf Personalakten in HR- und Carve-out-Prüfungen
- MA_FINANCIAL – für Finanzunterlagen, Bilanzen und Reporting-Dokumente
- MA_LEGAL – für Verträge, Register und Schutzrechte in der Rechtsprüfung
- MA_CUSTOMER – für Kundendaten und Kundenverträge, etwa bei Vertriebs-Due-Diligence
Jedes Preset bündelt die für die jeweilige Situation typischen Datenfelder – von Namen und Kontaktdaten über IBANs bis zu Registernummern. Sie müssen also nicht bei null anfangen, sondern wählen die passende Ausgangsbasis und justieren einzelne Felder nach Bedarf. Die folgende Übersicht zeigt alle sechs Presets mit ihren wichtigsten Feldern im Detail.

So funktioniert die Schwärzung mit docuKI-Redact
Der Ablauf ist bewusst einfach gehalten, damit er ohne Schulung nutzbar ist:
- Preset oder Felder wählen – Sie entscheiden, welches der sechs Presets passt oder stellen sich eine eigene Kombination aus den 21 Datenfeldern zusammen.
- KI erkennt und markiert – docuKI-Redact durchsucht jede Seite des gewählten Ordners und markiert alle Treffer der ausgewählten Kategorien.
- Geschwärzte Kopie entsteht – Erst danach legt docurex® eine neue, geschwärzte Version des Dokuments an. Das Original bleibt unangetastet in einem separaten, zugriffsgeschützten Ordner erhalten.
Dieser letzte Punkt ist mehr als ein technisches Detail: Weil die Schwärzung immer eine neue Kopie erzeugt statt das Original zu überschreiben, bleibt der unveränderte Ursprungsstand jederzeit als interner Nachweis verfügbar – ohne dass er versehentlich in Umlauf gerät.
Sicherheit und DSGVO: Wo Ihre Dokumente bleiben
Der zentrale Unterschied zu generischen KI-Tools liegt nicht in der Erkennungsleistung, sondern in der Infrastruktur: Die KI von docuKI-Redact läuft auf denselben Servern wie der Datenraum selbst – in einem deutschen, ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum. Ihre Dokumente verlassen die geschützte Umgebung zu keinem Zeitpunkt, und es findet keine Weitergabe an Dritte statt.
Rechtlich bewegt sich die Funktion im Bereich der Anonymisierung beziehungsweise Pseudonymisierung personenbezogener Daten im Sinne von Art. 4 DSGVO. Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) hat den rechtlichen Rahmen für die Anonymisierung unter der DSGVO in einem eigenen Positionspapier eingeordnet – eine gute Orientierung, wenn Sie die Schwärzungspraxis in Ihrem Unternehmen dokumentieren möchten. Für die praktische Umsetzung heißt das: docuKI-Redact liefert das Werkzeug, die datenschutzrechtliche Bewertung des Einzelfalls bleibt weiterhin Aufgabe Ihres Datenschutzbeauftragten oder Ihrer Rechtsberatung.
Drei Prinzipien prägen die Architektur der Funktion, wie auch die FAQ zu den KI-Modulen von docurex® zusammenfasst: Die Nutzung ist optional und liegt vollständig in Ihrer Hand, jede Schwärzung wird lückenlos protokolliert, und das Original bleibt geschützt erhalten, statt überschrieben zu werden. Für die Protokollierung bedeutet das konkret: Sie können im Nachhinein jederzeit nachvollziehen, welches Dokument zu welchem Zeitpunkt mit welchem Preset bearbeitet wurde – eine Information, die bei internen Freigabeprozessen ebenso hilft wie bei der Beantwortung von Rückfragen im Bieterverfahren.
Einsatzszenarien: Wo docuKI-Redact den größten Unterschied macht
M&A- und Due-Diligence-Projekte. In der Due Diligence treffen enger Zeitdruck und hohe Vertraulichkeitsanforderungen aufeinander. Mit dem Preset MA_STANDARD oder MA_LEGAL lassen sich ganze Ordner in einem Rutsch für die nächste Deal-Phase vorbereiten, statt einzelne Verträge manuell zu bearbeiten.
Personalakten und HR-Prüfungen. Bei Carve-outs oder Post-Merger-Integrationen müssen häufig hunderte Personalakten geprüft werden, bevor sie in einen gemeinsamen Datenraum wandern. Das Preset MA_HR deckt genau die Felder ab, die in Personalunterlagen typischerweise sensibel sind – von Gehalt bis Geburtsdatum.
Finanzunterlagen und Bilanzen. Bei Kapitalbeteiligungen und Finanzierungsrunden enthalten Bilanzen und Reportings oft Zahlen, die nicht für jeden Empfängerkreis bestimmt sind. MA_FINANCIAL schwärzt Geldbeträge, IBANs und Steuer-IDs, ohne die inhaltliche Aussagekraft der Dokumente zu verändern.
Regulierte Branchen wie Pharma und Healthcare. Gerade im Datenraum für Pharma und Healthcare sind Patientendaten und Identifikatoren besonders schützenswert – hier zahlt sich die Kombination aus automatischer Erkennung und lückenloser Dokumentation zusätzlich aus.
Immobilienportfolios und Mietverträge. Auch bei der Prüfung großer Immobilienportfolios enthalten Mietverträge und Grundbuchauszüge häufig personenbezogene Daten von Mietern oder früheren Eigentümern. Mit MA_STANDARD oder MA_CUSTOMER lassen sich auch hier ganze Vertragsordner in einem Arbeitsschritt vorbereiten, statt jeden Vertrag einzeln zu sichten.
docuKI-Redact im Vergleich zu generischen KI-Tools
Der Markt bietet inzwischen zahlreiche KI-Werkzeuge, die Texte analysieren oder anonymisieren können. Der entscheidende Unterschied: Diese Tools verlangen in der Regel, dass Dokumente hochgeladen oder an eine externe Schnittstelle übergeben werden – für vertrauliche Transaktionsunterlagen ein Sicherheitsrisiko, das viele Compliance-Abteilungen zu Recht ausschließen. docuKI-Redact ist dagegen Teil der gleichen KI-Funktionen im virtuellen Datenraum, die auch für Chat, Zusammenfassung und Datenextraktion genutzt werden – ein durchgängiges System statt einer Kette einzelner Tools mit jeweils eigenen Datenschutzrisiken. Einen Überblick über alle verfügbaren KI-Funktionen im docurex® Datenraum finden Sie in unserem Funktionsüberblick.
Häufige Fragen zu docuKI-Redact
Verlassen meine Dokumente den Datenraum, wenn die KI sie analysiert? Nein. Die Analyse und Schwärzung findet auf denselben Servern statt wie der Datenraum selbst, in einem deutschen, ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum. Es gibt keinen Zeitpunkt, an dem ein Dokument die geschützte Umgebung verlässt oder an einen externen Dienst übertragen wird.
Was passiert mit dem Originaldokument? Es bleibt unverändert erhalten. docuKI-Redact überschreibt keine Originale, sondern legt eine neue, geschwärzte Kopie in einem separaten Ordner an. So haben Sie jederzeit sowohl die geschwärzte Version für die Weitergabe als auch das vollständige Original für interne Zwecke und Nachweise zur Hand.
Kann ich die Vorschläge der KI korrigieren, bevor sie endgültig sind? Ja. Nach der automatischen Erkennung sehen Sie alle markierten Stellen und können einzelne Markierungen ergänzen oder entfernen. Erst wenn Sie den Vorgang bestätigen, entsteht die geschwärzte Kopie.
Muss ich mich auf eines der sechs Presets festlegen? Nein. Die Presets sind ein schneller Startpunkt für typische Situationen wie DSGVO-Auskünfte, HR-Prüfungen oder Finanz-Due-Diligence. Sie können jedes Preset als Basis nehmen und einzelne der 21 Datenfelder ergänzen oder entfernen, oder komplett frei kombinieren.
Fazit: Schwärzung, die zu Ihrem Tempo passt
docuKI-Redact nimmt Ihnen die mühsamste Teilaufgabe der Dokumentenvorbereitung ab, ohne Ihnen die Kontrolle darüber zu entziehen. Sie sparen Zeit, reduzieren das Risiko übersehener Daten und entscheiden trotzdem bis zuletzt selbst, was geschwärzt wird – bei einem Anbieter, der Ihre Dokumente nie verlassen. Wenn Sie wissen möchten, wie sich das in Ihrem eigenen Datenraum anfühlt: Testen Sie docurex® unverbindlich und lassen Sie sich docuKI-Redact an Ihren eigenen Dokumenten zeigen.




