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Was sind Passiva?

Eine Bilanz setzt sich aus den Aktiva auf der linken und den Passiva auf der rechten Seite zusammen. Während die Aktiva die Kapitalquellen und Vermögenswerte eines Unternehmens darstellen, bilden die Passiva das verfügbare Kapital ab, das zur Finanzierung der Kapitalquellen und Vermögenswerte dient. Zwischen den beiden Seiten der Bilanz muss immer ein Gleichgewicht herrschen.

Passiva – Das Kapital eines Unternehmens

Die Passiva werden auf der rechten Seite der Bilanz ausgewiesen und repräsentieren das Kapital eines Unternehmens. Sie informieren über die Mittelherkunft für die finanzierten Aktiva auf der linken Seite der Bilanz. Der Wert aller Aktiva muss immer dem Wert aller Passiva entsprechen. Dieser Wert wird als Bilanzsumme bezeichnet.

In den meisten Unternehmen besteht Passivierungspflicht. Das Unternehmen muss seine Posten an Eigenkapital und Fremdkapital in den Passiva der Bilanz buchen. Ein Passivierungswahlrecht oder sogar ein Passivierungsverbot besteht nur in einigen Ausnahmefällen.

Unterschied zu Aktiva

Während die Passiva darüber informieren, woher die Mittel stammen, gewähren die Aktiva Auskunft darüber, für welche Zwecke die Mittel verwendet werden. Häufig werden die Aktiva auch als Vermögen und die Passiva als Kapital bezeichnet. Aus den Aktiva leiten sich die aktiven Bestandskonten und aus den Passiva die passiven Bestandskonten in der Finanzbuchhaltung ab. Abhängig davon, ob es sich um aktive oder passive Bestandskonten handelt, kommt es darauf an, auf welcher Seite der Anfangsbestand auf diesen Konten gebucht wird. Weiterhin leitet sich davon ab, wie Zugänge und Abgänge gebucht werden.

Die Unterteilung der Passiva

Die Unterteilung der Passiva ist in §266 III HGB geregelt. Grundsätzlich bestehen die Passiva aus Eigenkapital und Fremdkapital. Der grundlegende Aufbau erfolgt in der Reihenfolge

– Eigenkapital

Rückstellungen

– Verbindlichkeiten

– Passive Rechnungsabgrenzungsposten

– Passiv latente Steuern.

Die einzelnen Posten der Passiva sind zumeist noch weiter aufgegliedert.

Eigenkapital und Fremdkapital sind zwei unterschiedliche Finanzierungsquellen, die Unternehmen nutzen können. Das Eigenkapital kann in verschiedene Aspekte wie Kapitalrücklage, Gewinnrücklage und gezeichnetes Kapital untergliedert werden.

Das Fremdkapital ist ebenfalls untergliedert. Dabei handelt es sich um Verbindlichkeiten, die sich aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Krediten ergeben.

Rechnungsabgrenzungsposten komplettieren die Passiva in der Bilanz. Sie entstehen nur in besonderen Fällen.

Das Eigenkapital eines Unternehmens

Das Eigenkapital steht ganz oben auf der Passivseite der Bilanz. Es handelt sich um das Kapital, das von den Eigentümern des Unternehmens eingezahlt wurde. Neben den finanziellen Mitteln der Eigentümer kann es sich auch um Sachwerte handeln, die den Eigentümern gehören.

Die Unternehmer oder Gesellschafter stellen mit ihren Einlagen dem Unternehmen das Eigenkapital zur Verfügung. Wenn keine gesetzlichen oder anderweitigen Vereinbarungen bestehen, können die Einlagen auch in Form von Betriebsmitteln, beispielsweise Maschinen und Anlagen, erfolgen. Die Überlassung des Eigenkapitals erfolgt langfristig. Sie ist unbefristet oder mit einer festen Laufzeit möglich. Die Unternehmer oder Gesellschafter haben keinen Anspruch auf eine Rückzahlung oder Verzinsung und gehen kein Liquiditätsrisiko durch Gewinne oder Verluste ein. Das von den Unternehmern oder Gesellschaftern eingebrachte Eigenkapital wird auch als gezeichnetes Kapital bezeichnet. Der Kapitalgeber haftet mit seinem Eigenkapital und hat ein Mitwirkungsrecht.

Zum Eigenkapital gehören auch Gewinnrücklagen des Vorjahres und Kapitalrücklagen. Ein Gewinnvortrag und ein Jahresüberschuss können das Eigenkapital erhöhen, während das Eigenkapital durch einen Verlustvortrag und einen Jahresfehlbetrag gemindert werden kann.

Rückstellungen bei den Passiva

Rückstellungen werden bei den Passiva nach dem Eigenkapital aufgeführt und werden für Zahlungen gebildet, die ein Unternehmen in der Zukunft leisten muss. Dabei weiß das Unternehmen noch nicht genau, in welcher Höhe die Zahlungen zu leisten sind. Solche Zahlungen können beispielsweise für drohende Prozesse oder Verfahren erforderlich sein.

Das Fremdkapital – die Verbindlichkeiten

Das Fremdkapital wird einem Unternehmen von seinen Gläubigern zur Verfügung gestellt. Da es nur befristet verfügbar ist, muss es zurückgezahlt werden. Fremdkapital und Eigenkapital dienen der Beschaffung von Anlagevermögen und Umlaufvermögen. Fremdkapital ist gewinn- und verlustunabhängig. Es erfordert Sicherheiten und steht bei der Verwertung im Rang vor dem Eigenkapital. Der Fremdkapitalgeber muss nicht haften und hat als Gläubiger keine Mitwirkungsrechte.

Verbindlichkeiten bestehen aus

– Kreditoren von Lieferanten aus Lieferungen und Leistungen

– Debitoren als Forderungen an Kunden und erhaltene Anzahlungen

– Krediten, Darlehen, Anleihen und Wechseln

– Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt.

Rückstellungen können das Fremdkapital erhöhen.

Wichtige betriebswirtschaftliche Kennzahlen

Aus den Passiva können verschiedene betriebswirtschaftliche Kennzahlen abgeleitet werden:

Eine wichtige Kennzahl für das Eigenkapital ist die Eigenkapitalquote. Sie wird ermittelt, indem die Summe des Eigenkapitals durch die Bilanzsumme dividiert und das Ergebnis mit 100 multipliziert wird. Sie gibt Auskunft über die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens.

Der Verschuldungsgrad drückt das Verhältnis vom Fremdkapital zum Eigenkapital aus. Er informiert über den finanziellen Spielraum eines Unternehmens und ist im Rahmen einer Fundamentalanalyse bei Aktien für Anleger von Bedeutung. Anhand des Verschuldungsgrades erfahren potentielle Käufer des Unternehmens sowie Investoren, wie hoch die Fremdfinanzierung ist. Der Verschuldungsgrad gibt Auskunft über die Bonität des Unternehmens. Um den Verschuldungsgrad zu ermitteln, wird das Fremdkapital durch das Eigenkapital dividiert.

Die Gesamtkapitalrentabilität ist eine wichtige Erfolgskennzahl, die ermittelt wird, indem der Gewinn und die auf das Fremdkapital geleisteten Zinsen addiert und durch die Bilanzsumme dividiert werden. Das Ergebnis wird mit 100 multipliziert werden. Je höher die Gesamtkapitalrentabilität eines Unternehmens in Prozent ist, desto erfolgreicher hat das Unternehmen gewirtschaftet.

Was ist die Bilanzsumme?

Die Bilanzsumme ist eine wichtige betriebswirtschaftliche Kennziffer für Unternehmen und externe Adressaten. Sie ergibt sich als Summe der Vermögenswerte eines Unternehmens beziehungsweise als Summe der Kapitalwerte eines Unternehmens. Die Vermögenswerte bilden die Aktivseite einer Bilanz und die Kapitalwerte der Passivseite einer Bilanz. Aufgrund des Systems der doppelten Buchführung müssen beide Bilanzseiten gleich groß sein, somit auch die Bilanzsumme auf der Aktiv- und Passivseite.

Bilanz, Vermögen und Kapital

Die Bilanz selbst stellt in kurz gefasster Form das Vermögen (Aktiva) dem Kapital (Passiva) gegenüber. Die Vermögensseite beschreibt die Mittelverwendung im Unternehmen (Investierung), also wofür die finanziellen Mittel eingesetzt wurden. Das Vermögen lässt sich weiter unterteilen in Anlagevermögen, zum Beispiel Gebäude und Maschinen, und dem Umlaufvermögen, zum Beispiel Forderungen und Bankguthaben. Die Kapitalseite beschreibt die Mittelherkunft des Unternehmens (Finanzierung), also woher die finanziellen Mittel stammen. Das Kapital lässt sich weiter unterteilen in Eigenkapital, beispielsweise die Einlagen der Gesellschafter, und Fremdkapital, beispielsweise Bankkredite oder Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten. Die Bilanzsumme beinhaltet somit gleichzeitig die Information, wie viel ein Unternehmen insgesamt investiert und finanziert hat. Die Höhe der Bilanzsumme ist zudem ein Indikator für die Größe eines Unternehmens.

Bilanzstruktur, Fremdkapitalquote und Eigenkapitalquote

Aus der Bilanz lassen sich weitergehende Informationen gewinnen. Dafür werden verschiedene Kennzahlen gebildet. Die ersten einfachen Kennzahlen betreffen die Bilanzstruktur eines Unternehmens. Bei der Vermögensstruktur wird jeweils das Anlagevermögen und das Umlaufvermögen ins Verhältnis zur Bilanzsumme gesetzt. Bei der Kapitalstruktur wird das Eigenkapital und das Fremdkapital ins Verhältnis zur Bilanzsumme gesetzt. Hier wird von Eigenkapitalquote und Fremdkapitalquote gesprochen. Statt Bilanzsumme wird in diesem Zusammenhang meist der Begriff Gesamtkapital genutzt.

Fremdkapitalquote und Verschuldungsgrad

Die Fremdkapitalquote ausgedrückt als prozentuale Zahl ist der Verschuldungsgrad eines Unternehmens. Eine hohe Fremdkapitalquote ist somit gleichbedeutend mit einem hohen Verschuldungsgrad – und, im Umkehrschluss, mit einer niedrigen Eigenkapitalquote. Mit einer hohen Fremdkapitalquote geht auch ein Verlust an Selbstständigkeit des Unternehmens einher, da die Gläubiger üblicherweise Nachweise für die Kreditverwendung fordern und neue Kreditaufnahmen erschwert sind.

Die Fremdkapitalquote beziehungsweise der Verschuldungsgrad kann noch weiter unterteilt werden, indem das langfristige Fremdkapital ins Verhältnis zur Bilanzsumme gesetzt wird sowie das kurzfristige Fremdkapital zur Bilanzsumme. Eine relativ hohe kurzfristige Fremdkapitalquote schränkt die Liquidität des Unternehmens ein. Kurzfristiges Fremdkapital muss auch kurzfristig aus Geldmitteln des Unternehmens bedient werden.

Weitere betriebswirtschaftliche Kennzahlen aus der Bilanz

Neben der Fremdkapitalquote gibt es einige weitere betriebswirtschaftliche Kennzahlen, die sich auf die Größen in der Bilanz beziehen. Die Höhe des Eigenkapitals und des langfristigen Fremdkapitals können ins Verhältnis zum Anlagevermögen gesetzt werden. Hier wird vom Deckungsgrad gesprochen. Beim Deckungsgrad I wird nur das Eigenkapital herangezogen, beim Deckungsgrad II ist zusätzlich das langfristige Fremdkapital relevant. Der Deckungsgrad gibt an, wie die Kapitalausstattung eines Unternehmens zu beurteilen ist. Das langfristige Kapital sollte stets das Anlagevermögen decken. Eine hohe kurzfristige Fremdkapitalquote ist somit schädlich für die Anlagendeckung.

Das kurzfristige Fremdkapital ist weiterhin für die Kennzahl Liquidität entscheidend. Die Kennziffer der Liquidität setzt Teile des Umlaufvermögens beziehungsweise das gesamte Umlaufvermögen in Bezug zum kurzfristigen Fremdkapital. Hier gilt, dass bei einer hohen kurzfristigen Fremdkapitalquote die Liquidität entsprechend nach unten geht. Kurzfristiges Fremdkapital belastet die Liquidität eines Unternehmens, da kurzfristige Schulden zeitnah bedient werden müssen.

Betriebswirtschaftliche Kennzahlen unter Hinzunahme der Erfolgsrechnung

Neben der Bilanz müssen die Unternehmen auch eine Erfolgsrechnung aufstellen. In der Erfolgsrechnung werden alle Erlöse und Aufwendungen aufgezeigt und der Unternehmensgewinn errechnet. Neben der Bilanzsumme sind somit die Umsätze als Summe der Erlöse, die Summe der Aufwendungen sowie der sich ergebene Gewinn weitere entscheidende Größen in der betriebswirtschaftlichen Beurteilung des Unternehmens.

Eine Kennziffer in diesem Zusammenhang ist der Kapitalumschlag. Hier werden die Umsatzerlöse ins Verhältnis zur Bilanzsumme gesetzt. Aus der Zahl ergibt sich eine Antwort auf die Frage, wie häufig das Gesamtkapital über die Umsätze wieder in das Unternehmen geflossen sind. Diese Größe kann auch nur mit dem Eigenkapital gebildet werden. Die Umschlaghäufigkeit des Eigenkapitals gibt somit an, wie oft das Eigenkapital über die Umsätze wieder in das Unternehmen geflossen sind. Ein hoher Kapitalumschlag deutet auf relativ niedrigen Kapitaleinsatz und somit hohe Rendite und gute Liquidität. Eine steigende Fremdkapitalquote bei gleichbleibenden Umsätzen erhöht den Eigenkapitalumschlag.

Eigenkapitalrentabilität

Das Eigenkapitalrentabilität führt direkt zur Rentabilität. Die Eigenkapitalrentabilität setzt den bereinigten Jahresgewinn ins Verhältnis zum Eigenkapital. Beim bereinigten Jahresgewinn werden außerordentliche – das heißt, nicht betriebsübliche – Aufwendungen und Erträge herausgerechnet. Eine steigende Fremdkapitalquote würde rechnerisch automatisch zu einer steigenden Eigenkapitalrentabilität führen. Die Eigenkapitalrentabilität abzüglich des Zinssatzes für sichere Kapitalanlagen beschreibt die Risikoprämie des Unternehmers.

Neben der Eigenkapitalrentabilität gibt es die Gesamtkapitalrentabilität. Hier wird der bereinigte Jahresgewinn zuzüglich der Fremdkapitalzinsen ins Verhältnis zur Bilanzsumme (besser: Gesamtkapital) gesetzt. Eine hohe Fremdkapitalquote bedeutet hier höhere Zinsen und somit ebenfalls eine steigende Rentabilität – sofern sich sonst nichts verändert.

Fremdkapitalquote und Leverage-Effekt

Der Bezug zwischen Fremdkapitalquote und Rentabilität ist auch als Leverage-Effekt bekannt. Der Leverage-Effekt beschreibt die Hebelwirkung durch die Aufnahme von Fremdkapital auf die Eigenkapitalrentabilität und damit die Rendite des Unternehmens. Solange die Gesamtkapitalrentabilität höher ist als der Fremdkapitalzins, kann mit zusätzlich Fremdkapital die Eigenkapitalrentabilität und damit die Unternehmensrendite gesteigert werden.

Was ist die Fremdkapitalquote?

Eigenkapital und Fremdkapital sind die beiden Säulen der Unternehmensfinanzierung. Zusammen bilden diese beiden Kapitalarten das Gesamtkapital eines Unternehmens. Ein hoher Eigenkapitalanteil am Gesamtkapital bietet im Allgemeinen Sicherheit in schwierigen Zeiten. Ohne einen gewissen Anteil Fremdkapital kommt jedoch praktisch kein Unternehmen aus. Was die Fremdkapitalquote ist und welchen Einfluss sie auf die Eigenkapitalrendite hat, zeigt der folgende Beitrag.

Die Fremdkapitalquote ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die den Anteil des Fremdkapitals am Gesamtkapital eines Unternehmens angibt. Mithilfe der Fremdkapitalquote wird bei der Fundamentalanalyse das Fremdkapital zum Gesamtkapital in Beziehung gesetzt, um die Kapitalstruktur eines Unternehmens widerzuspiegeln. Sie liefert zusammen mit der Eigenkapitalquote und dem Verschuldungsgrad wichtige Hinweise auf den Grad der Abhängigkeit von Kapitalgebern und die allgemeine finanzielle Stabilität.

Berechnung der Fremdkapitalquote

Für die Berechnung der Fremdkapitalquote wird das Fremdkapital eines Unternehmens durch das Gesamtkapital dividiert. Die Angabe erfolgt in Prozent. Die Formel lautet:

Fremdkapitalquote = Fremdkapital / Gesamtkapital x 100 %

Das Fremdkapital setzt sich aus kurz-, mittel- und langfristigem Fremdkapital zusammen. Für eine Vereinfachung der Berechnung wird die Bilanzsumme dem Gesamtkapital gleichgesetzt. Üblich ist es jedoch, Fremdkapital undEigenkapital zu addieren, um das Gesamtkapital zu erhalten.

Leverage Effekt

Die Fremdkapitalquote erzeugt eine Hebelwirkung auf die Eigenkapitalrendite. Bei einem zu 100 % durch Eigenkapital finanzierten Unternehmen beträgt die Eigenkapitalrendite immer 100 % – vorausgesetzt, das Unternehmen erwirtschaftet einen Gewinn. Wird das Eigenkapital durch einen gewissen Anteil Fremdkapital ersetzt, steigt die Eigenkapitalrendite. Wenn beispielsweise 50 % des Eigenkapitals durch Fremdkapital ersetzt werden, verdoppelt sich die Eigenkapitalrendite bei einem gleich hohen Gewinn. Dies ist der sogenannte Leverage Effekt.

Eine geringe Fremdkapitalquote bedeutet eine geringe Eigenkapitalrendite. Das Unternehmen steht jedoch finanziell auf sichern Beinen und kann Krisenzeiten besser durchstehen. Das Unternehmen ist weniger abhängig von externen Kapitalgebern. Es reagiert weniger sensibel auf Veränderungen im wirtschaftlichen Umfeld, steigende Zinsen haben einen geringeren Einfluss und disruptive Entwicklungen eines oder aller Geschäftsbereiche können leichter ausgeglichen werden. Die Bonität eines Unternehmens mit einem geringen Anteil Fremdkapital ist daher in der Regel höher als die eines zum Großteil fremdfinanzierten Unternehmens.

Durch den Leverage Effekt erzielen Anteilseigner eine hohe Eigenkapitalrendite. Eine hohe Fremdkapitalquote birgt jedoch die Gefahr in sich, dass das Unternehmen schneller in finanzielle Schwierigkeiten geraten kann. Unternehmen mit einer hohen Eigenkapitalrendite sind für Investoren, die sich am Eigenkapital beteiligen, interessanter als weitestgehend eigenkapitalfinanzierte Unternehmen.

Gibt es eine Obergrenze?

Der Gesetzgeber schreibt für Unternehmen keine Obergrenze bei der Fremdkapitalquote vor. Diese Entscheidung wird alleine den Unternehmern überlassen. Allgemein haben sich jedoch bestimmte Obergrenzen als sinnvoll erwiesen. Für große Unternehmen und Konzerne liegt die anzustrebende Obergrenze für die Fremdkapitalquote bei etwa 67 %. Für KMU sollte die Fremdkapitalquote 50 % möglichst nicht überschreiten. Dieses Ziel wird jedoch noch lange nicht von allen KMU erreicht.

Laut einer Statistik von de.statista.com betrug bei kleinen und mittelständischen Unternehmen im Jahr 2018 der durchschnittliche Anteil Fremdkapital am Gesamtkapital 68,5 %. Die Eigenkapitalquote lag dementsprechend bei durchschnittlich 31,5 %. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gibt an, dass vor allem die Einführung von Basel II und die Finanzkrise im Jahr 2008 bei kleinen und mittelständischen Unternehmen zu einem Umdenken bezüglich Fremdkapitalquote und Eigenkapitalquote geführt hat. Die KfW hat berechnet, dass sich die Eigenkapitalquote von durchschnittlich rund 18 % im Jahr 2002 annähernd verdoppelt hat. Entsprechend gesunken ist die Fremdkapitalquote.

Unterschied zwischen Fremdkapitalquote und Verschuldungsgrad

Der Verschuldungsgrad ist eine weitere bei der Fundamentalanalyse eines Unternehmens verwendete Kennzahl. Bei der Berechnung des Verschuldungsgrades werden jedoch das Fremdkapital und das Eigenkapital zueinander ins Verhältnis gesetzt, indem das Fremdkapital durch das Eigenkapital des Unternehmens dividiert wird. Anders als bei der Fremdkapitalquote kann dieses Verhältnis größer als 1 werden. Das heißt, der Verschuldungsgrad kann 100 % übersteigen.

Wenn ein Unternehmen beispielsweise zu einem Drittel durch Eigenkapital und zwei Dritteln durch Fremdkapital finanziert wird, beträgt die Fremdkapitalquote 67 %. Der Verschuldungsgrad beträgt in diesem Fall jedoch 200 %, da das Fremdkapital doppelt so hoch ist wie das Eigenkapital. Die Fremdkapitalquote kann 100 % nicht übersteigen. Wenn ein Unternehmen ausschließlich mit Fremdkapital finanziert wird, beträgt die Fremdkapitalquote unabhängig von der absoluten Höhe der Finanzierung 100 %.

Grenzen von Fremdkapitalquote und Leverage Effekt

Theoretisch könnte durch eine an 100 Prozent heranreichende Fremdkapitalquote der Hebeleffekt fast ins Unendliche gesteigert werden. Diese Möglichkeit besteht jedoch nur in der Theorie. Mit einem wachsenden Fremdkapitalanteil im Verhältnis zum Gesamtkapital, wächst die Zinslast für das Unternehmen. Die Abhängigkeit von Kapitalgebern und das Risiko, dass die Kosten für das Fremdkapital höher werden als die Gesamtkapitalrentabilität, steigen. Wenn die Kosten für das Fremdkapital die Kapitalrendite übersteigen, kehrt sich der Leverage Effekt um und schmälert die Eigenkapitalrendite. Hinzu kommt, dass Banken an Unternehmen mit einer zu hohen Fremdkapitalquote keine Kredite vergeben. Eine unverhältnismäßig hohe Verschuldungsquote schränkt die weiteren Finanzierungsmöglichkeiten eines Unternehmens daher ein.

Was sind Aktiva?

Die Aktiva stehen auf der linken Seite der Bilanz und stellen die Kapitalquellen sowie die Vermögenswerte des Unternehmens dar. Den Aktiva stehen die Passiva auf der rechten Seite der Bilanz gegenüber. Sie stellen das Kapital dar, das zur Finanzierung der Kapitalquellen und Vermögenswerten erforderlich ist. Die Summe der Aktiva muss immer der Summe der Passiva entsprechen.

Aktiva als Vermögen eines Unternehmens

Die Aktiva stehen auf der linken Seite der Bilanz und informieren darüber, in welche Werte ein Unternehmen sein Kapital investiert hat. Es handelt sich um das Vermögen eines Unternehmens. Im Gegensatz dazu stehen die Passiva auf der rechten Seite der Bilanz für das Kapital, das zur Finanzierung der Vermögenswerte dient. Die Summe der Aktiva ist die Summe der Vermögenswerte und muss mit der Summe der Passiva übereinstimmen. Sie bildet die Bilanzsumme.

Zu diesen Vermögenswerten gehören Anlagen, Maschinen, angelegte Wertpapiere und Bankkonten. Bei den Vermögenswerten wird zwischen Anlagevermögen und Umlaufvermögen unterschieden. In den meisten Unternehmen besteht eine Aktivierungspflicht. Das Unternehmen ist verpflichtet, seine Vermögenswerte in der Bilanz darzustellen. Es muss dabei Bilanzklarheit, Bilanzwahrheit und Bilanzkontinuität wahren. Es gibt nur wenige Ausnahmen, bei denen ein Aktivierungswahlrecht oder sogar ein Aktivierungsverbot besteht.

Unterschied zu Passiva

Die Aktiva geben Auskunft darüber, wofür das Kapital eines Unternehmens verwendet wurde. Im Gegensatz dazu informieren die Passiva über die Herkunft der Mittel zur Finanzierung der Vermögenswerte. Die Aktiva werden häufig als Vermögen und die Passiva als Kapital bezeichnet. In die Aktiva fließen die aktiven Bestandskonten, in die Passiva die passiven Bestandskonten aus der Finanzbuchhaltung ein. Es ist abhängig davon, ob es sich um ein Aktivkonto oder um ein Passivkonto handelt, auf welcher Seite dieses Kontos der Anfangsbestand gebucht wird. Die Tatsache, ob es sich um ein Aktiv- oder um ein Passivkonto handelt, ist auch relevant dafür, auf welcher Seite Zugänge und Abgänge erfasst werden.

 

Die Unterteilung der Aktiva

Im § 266 II HGB ist geregelt, wie die Aktiva in einer Bilanz aufgebaut sind. Die Aktiva setzen sich aus Anlagevermögen und Umlaufvermögen zusammen, die wiederum unterteilt sind. Bei der Erfassung der verschiedenen Aktivposten in der Bilanz muss eine bestimmte Reihenfolge eingehalten werden. Auf der Aktivseite müssen die Vermögenswerte in nachfolgender Reihenfolge erfasst werden:

– Anlagevermögen, unterteilt in

Immaterielle Vermögensgegenstände

Sachanlagen

Finanzanlagen

– Umlaufvermögen, unterteilt in

Vorräte

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Wertpapiere

Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks

– Rechnungsabgrenzungsposten

– Aktiv latente Steuern

– Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

Finanzierung der Vermögenswerte

Die Aktiva in der Bilanz werden durch die Passiva finanziert, bei denen zwischen Eigenkapital und Fremdkapital unterschieden wird. Eigenkapital wird von den Unternehmern oder Gesellschaftern in Form von finanziellen Mitteln oder Betriebsmitteln wie Maschinen und Anlagen in das Unternehmen eingebracht.Beim Fremdkapital handelt es sich um die Mittel, die einem Unternehmen von seinen Gläubigern zur Verfügung gestellt werden. Das Unternehmen muss das Fremdkapital wieder zurückzahlen, da es nur zeitlich begrenzt zur Verfügung steht.

 

Das Anlagevermögen als Bestandteil der Aktiva

Das Anlagevermögen ist ein Hauptposten der Aktiva und soll dem Unternehmen langfristig dienen. Die im Anlagevermögen enthaltenen Vermögensgegenstände sind zum Aufbau, zur Ausstattung und zur Funktionsfähigkeit eines Unternehmens erforderlich. Sie sind im Unternehmen dauerhaft gebunden. Das Anlagevermögen umfasst

– Immaterielle Wirtschaftsgüter, zu denen Patente, Lizenzen, Verlagsrechte, Marken und Rezepturen gehören

– Sachanlagen, beispielsweise Grundstücke, Gebäude, Betriebs- und Geschäftsausstattungen, Maschinen

– Finanzanlagen wie Aktien, Wertpapiere oder Anteile an anderen Unternehmen

Die Vermögensgegenstände, die zum Anlagevermögen gehören, müssen auch dann in die Aktiva aufgenommen werden, wenn sie vom Unternehmen selbst erstellt wurden, beispielsweise durch das Unternehmen erstellte Software.

Der Wert vieler Gegenstände des Anlagevermögens wird durch Abschreibungen reduziert.

 

Umlaufvermögen als weiterer Hauptposten der Aktiva

Ein weiterer Hauptposten der Aktiva ist das Umlaufvermögen. Es befindet sich im Umlauf und dient dem Unternehmen nur kurzfristig. Beim Umlaufvermögen handelt es sich um Vermögensgegenstände, die zum Verbrauch, zur Verarbeitung oder zur Rückzahlung notwendig sind.

 

Nebenposten der Aktiva

Die Nebenposten der Aktiva umfassen

– aktive Rechnungsabgrenzungsposten, die gebildet werden, wenn ein Unternehmen bereits eine Zahlung geleistet hat, für die es erst in der nächsten Abrechnungsperiode den Gegenwert erhält

– aktiv latente Steuern, die entstehen, wenn der Steuerbestand in der Handelsbilanz niedriger als in der Steuerbilanz ist

– aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung als Schulden, bei denen das Vermögen einem einzigen Zweck dient und dem Zugriff durch Gläubiger entzogen wurde.

Wichtige betriebswirtschaftliche Kennzahlen

Aus der Bilanz können wichtige betriebswirtschaftliche Kennzahlen gebildet werden:

Der Verschuldungsgrad spielt bei der Bewertung der Bonität eines Unternehmens eine wichtige Rolle und wird ermittelt, indem das Fremdkapital durch das Eigenkapital dividiert und mit 100 multipliziert wird. Er stellt das Verhältnis des Fremdkapitals zum Eigenkapital dar.

Die Gesamtkapitalrentabilität wird in Prozent angegeben und informiert darüber, wie erfolgreich ein Unternehmen gewirtschaftet hat. Der Gewinn des Unternehmens wird mit den geleisteten Zinsen auf Fremdkapital addiert. Diese Summe wird durch die Bilanzsumme dividiert und mit 100 multipliziert. Die Gesamtkapitalrentabilität sollte höher als die auf das Fremdkapital geleisteten Zinsen sein. Umso höher die Gesamtkapitalrentabilität, desto erfolgreicher hat das Unternehmen gewirtschaftet.

Was ist Fremdfinanzierung?

Unter Fremdfinanzierung versteht man in der Betriebswirtschaftslehre Maßnahmen im Rahmen der Unternehmensfinanzierung, bei denen man einem Unternehmen oder einer sonstigen juristischen Person Fremdkapital für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung stellt. Gegensatz dazu ist die Eigenfinanzierung, bei der dem Unternehmen Eigenkapital zur Verfügung gestellt wird. Instrumente der Fremdfinanzierung sind Mittel von Gläubigern. Zins und Tilgung für die Fremdfinanzierung gehen zu Lasten der Liquidität. Gleichzeitig sind mit der Fremdfinanzierung spezifische Vorteile verbunden.

Kennzeichen für die Fremdfinanzierung

Charakteristisch für die Fremdfinanzierung ist, dass das Unternehmen gegenüber Dritten zur Rückzahlung des nominellen Betrags verpflichtet ist. Außerdem ist der Kapitalnehmer gehalten, einen Zins zu zahlen. Dieser Zins ist erfolgsunabhängig. Die Kapitalgeber haften nicht, sondern sind Gläubiger des Unternehmens. Dabei sind sie nicht berechtigt, auf Entscheidungen der Unternehmensführung Einfluss zu nehmen.

Abgrenzung zwischen Fremd- und Eigenfinanzierung

Wenn die Möglichkeit der Rückzahlung besteht, gehört die entsprechende Bilanzposition zur Fremdfinanzierung. Daher zählen Rückstellungen, wie beispielsweise Pensionsrückstellungen, zum Fremdkapital. Als Mischform zwischen Eigenkapital und Fremdkapital existieren die hybriden Eigenkapitalformen (=Mezzanine-Kapital). Diese liegen vor, wenn einem Unternehmen Eigenkapital zur Verfügung gestellt wird, ohne dass die Kapitalgeber das Recht erhalten, Einfluss zu nehmen oder Residualansprüche geltend zu machen. Lesen Sie hier alles zum Mezzanine-Kapital.

Welche Arten von Fremdkapital gibt es?

Fremdfinanzierung

Wozu werden Kredite gezählt?

Entsprechend der Laufzeit kann zwischen kurzfristigen und langfristigen Arten der Fremdfinanzierung unterschieden werden. Zur kurzfristigen Kreditfinanzierung zählen Kredite mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr. Beispiele hierfür sind kurzfristige Bankkredite, LieferantenkrediteKundenkredite (Anzahlungen) und öffentlich-rechtliche Verbindlichkeiten wie Steuerschulden. Beispiele für langfristige Kreditfinanzierung sind Darlehen von Kreditinstituten, Anleihen und Schuldscheindarlehen. Eine weitere Kategorie sind Kreditsubstitute. Hierzu gehören Leasing, FactoringFranchising und Forfaitierung (=Exportfinanzierung).

Innenfinanzierung und Außenfinanzierung

Eine andere Unterscheidung innerhalb der Unternehmensfinanzierung ist die zwischen Innenfinanzierung und Außenfinanzierung. Innenfinanzierung liegt vor, wenn sich die Finanzierungsquelle im eigenen Unternehmen befindet. Anderenfalls handelt es sich um Außenfinanzierung. Damit kann die Fremdfinanzierung zur Außenfinanzierung gehören, soweit sie über Kredite erfolgt. Oder sie zählt zur Innenfinanzierung. Dies ist der Fall, wenn aus Gewinnen Rückstellungen gebildet werden. In der Regel gehört der größere Teil der Fremdfinanzierung zur Außenfinanzierung.

Wie wird das Fremdkapital bilanziert?

Das Fremdkapital wird laut Handelsgesetzbuch auf der Passivseite verbucht. Dabei ist zu trennen zwischen Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Alle Fremdfinanzierungen sind mit der jeweiligen Herkunftsart und der Laufzeit auszuweisen. Dabei wird unterschieden nach der Restlaufzeit (unter oder über einem Jahr). Fremdfinanzierungen mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren sind gesondert mit ihrem Umfang und ihrer Form auszuweisen.

Rechnungsabgrenzungsposten und latente Steuern

Darüber hinaus sind Rechnungsabgrenzungsposten und latente Steuern anzugeben. Mit Hilfe

Fremdfinanzierung

Auch latente Steuern gehören zur Fremdfinanzierung

der Rechnungsabgrenzung werden Werte in der Gewinn- und Verlustrechnung der Bilanz der jeweiligen Rechnungsperiode (z. B. Geschäftsjahr) zugeordnet. Latente (= verborgene) Steuern sind solche Steuerlasten oder Steuervorteile, die aus Unterschieden in ihrer Bewertung von Vermögensgegenständen oder Schulden zwischen der Steuerbilanz und der Handelsbilanz entstanden sind. Diese werden sich in späteren Perioden voraussichtlich abbauen. Aktive latente Steuern werden in der Zukunft zu Steuervorteilen führen. Dagegen werden passive latente Steuern in der Zukunft zu Steuerlasten führen.

Kennzahlen

Die Kennzahl, mit der das Ausmaß der Fremdfinanzierung bestimmt wird, ist die Fremdkapitalquote. Diese errechnet sich mit der Formel:

Fremdkapitalquote = Fremdkapital / Bilanzsumme x 100 %

Fremdkapitalquote und Verschuldungsgrad

Die Fremdkapitalquote wird oft als Verschuldungsgrad bezeichnet. Dies ist aber nicht korrekt, da der Verschuldungsgrad dem Verhältnis von Fremdkapital zum Eigenkapital entspricht. Sowohl Fremdkapitalquote als auch Verschuldungsgrad zählen zu den vertikalen Schuldenkennzahlen. Hiervon zu unterscheiden sind die horizontalen Schuldenkennzahlen, wie zum Beispiel der Liquiditätsgrad. Dieser gibt Auskunft darüber, inwieweit ein Unternehmen seinen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachkommen kann.

Vorteile der Fremdfinanzierung

Die Vergütung, die für die Bereitstellung des Fremdkapitals fällig wird, stellt Betriebsausgaben dar und mindert damit die Steuerschuld. Bei der Eigenfinanzierung ist dieser steuermindernde Effekt nicht möglich. Darüber hinaus können Unternehmen mit Hilfe der Fremdfinanzierung den Leverage-Effekt nutzen. Dieser bezeichnet die Wirkung einer Ausweitung des Fremdkapitals auf die Eigenkapitalrentabilität und damit auf die Eigenkapitalrendite für die Eigentümer. Voraussetzung hierfür ist, dass die Investitionsrendit (=Gesamtkapitalrendite) oberhalb des Zinssatzes für das Fremdkapital liegt. Beispielsweise zahlt ein Unternehmen einen Zinssatz von drei Prozent für das Darlehen einer Bank, erzielt durch die Investition aber eine Rendite in Höhe von sechs Prozent.

Nachteile der Fremdfinanzierung

Fremdfinanzierung

Fremdfinanzierung hat immer ein gewisses Risiko

Mit der Fremdfinanzierung ist ein höheres unternehmerisches Risiko verbunden. Eine steigende Fremdkapitalquote trägt dazu bei, dass die Liquiditäts– und Refinanzierungsrisiken in der Zukunft zunehmen. Umgekehrt reduziert man bei einer sinkenden Fremdkapitalquote das Ausfallrisiko der Gläubiger, da die Forderungen in steigendem Umfang durch Unternehmensvermögen gedeckt sind. Bei sinkenden Umsätzen kann es für das Unternehmen schwierig werden, Zinsen und Tilgung zu leisten. Das Risiko der Zahlungsunfähigkeit bzw. der Überschuldung steigt.

Darüber hinaus steigt bei zunehmender Fremdkapitalquote der Break-even-Point an (cost leverage). Dies ist der Punkt, an dem sich Erlös und Kosten entsprechen. Das bedeutet, dass das Unternehmen bei steigender Fremdkapitalquote mehr produzieren muss, damit der Erlös den Kosten entspricht. Die Höhe der Fremdkapitalquote variiert zwischen den Branchen stark. Am höchsten ist diese bei Kreditinstituten ausgeprägt. Es folgen das Baugewerbe, der Einzelhandel und der Großhandel. Am geringsten ist die Fremdkapitalquote in der Automobilindustrie, der optischen Industrie und im verarbeitenden Gewerbe.

Was versteht man unter der Eigenkapitalquote?

Die Eigenkapitalquote ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl. Sie beziffert das Verhältnis zwischen dem Eigenkapital und dem Gesamtkapital des Unternehmens. Je höher die Eigenkapitalquote ist, desto liquider ist das Unternehmen. Dies wirkt sich wiederum positiv auf die Kreditwürdigkeit aus. Auch der Handlungsspielraum ist besser. So lassen sich wichtige Investitionen sofort und ohne die Notwendigkeit einer Finanzierung aus dem Eigenkapital treffen. Dabei ist es jedoch wichtig, dass das Eigenkapital zur Verfügung steht und nicht in Anlagen festliegt, die mit einer mittleren oder längeren Laufzeit belegt sind.

Wiedergabe der Kapitalstruktur eines Unternehmens

Anhand der Eigenkapitalquote lässt sich die Kapitalstruktur eines Unternehmens sehr gut wiedergeben. Aus diesem Grund interessieren sich Banken für diesen Wert. Je höher die Eigenkapitalquote ist, desto besser steht das Unternehmen auf dem Finanzmarkt da. Die Bank lässt sich bei einer hohen Eigenkapitalquote auch auf eine höhere Finanzierung ein. Das bedeutet, dass das Unternehmen einen großen Handlungsspielraum bekommt. Werden Rahmenkredite freigegeben, kann man wichtige Investitionen treffen. Diese dienen dazu, das Unternehmen zu vergrößern und neue Bereiche zu erschließen. In der Folge kann sich das Unternehmen am Markt etablieren und wachsen.

Geringe Eigenkapitalquote kann zum Finanzierungsproblem werden

Ist die Eigenkapitalquote gering, können sich daraus um schlimmsten Falle Finanzierungsprobleme ergeben.

EK-Quote

Die EK-Quote ist entscheidend für die Kreditwürdigkeit

Wenn die Banken ein geringes Eigenkapital ermitteln, können sie daraus schließen, dass das Unternehmen nicht gut wirtschaftet oder dass es in finanziellen Schwierigkeiten steckt. In der Folge ist es möglich, dass die Gewährung von Krediten untersagt ist. Das Unternehmen kann sich nicht weiter entwickeln, weil man keine notwendige Investitionen treffen kann. Somit ist es sehr wichtig, dass Unternehmen einen großen Wert auf die Eigenkapitalquote legen.

Auch für unvorhergesehene Ausgaben sollte immer eine Geldreserve vorhanden sein. Nicht immer ist es möglich, kurzfristig eine Finanzierung zu bekommen. Gerät das Unternehmen in Zahlungsschwierigkeiten, kann sich dies in der Branche schnell herumsprechen. Die Folge sind unzufriedene Kunden oder Verträge, die man stornieren muss. Der Ruf des Unternehmens kann schnell leiden. Wenn hingegen ein ausreichendes Eigenkapital vorhanden ist, mindert dies die Gefahr von Zahlungsausfällen. Investitionen lassen sich bis zu einer bestimmten Höhe aus dem Eigenkapital decken. Diese finanzielle Reserve ist vor allem für unvorhergesehene Ausgaben von größter Wichtigkeit.

Eigenkapitalquote und die Gläubiger

Wenn ein Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten gerät, interessieren sich die Gläubiger für das Kapital, was noch vorhanden ist. Liegt ein Titel vor, kann aus diesem Kapital gepfändet werden. Ist die Kreditwürdigkeit des Unternehmens in Gefahr, kann ein künftiger Geschäftsbetrieb schwierig werden. In der Folge kommt es nicht selten zu Insolvenzen oder Betriebsschließungen. Kann hingegen noch eine gewisse Eigenkapitalquote nachgewiesen

EK-Quote

Oftmals führt eine niedrige EK-Quote direkt in die Insolvenz

werden, ist es möglich, den Gläubigern einen Vergleich anzubieten. In diesem Falle leidet die Liquidität des Unternehmens mitunter nicht so stark, als wenn Außenstände gar nicht bedient werden können. Somit ist es von Vorteil, wenn einem Gläubiger eine gewisse Eigenkapitalquote nachgewiesen werden kann. Dies bedeutet, dass die Liquidität des Unternehmens noch in einem gewissen Maße vorhanden ist.

Pfändung in die Eigenkapitalquote

Sollte ein Titel vorliegen, ist es möglich, in die Eigenkapitalquote zu pfänden. Beim Eigenkapital handelt es sich um ein Vermögen, das nicht oder nur in engen Grenzen geschützt ist. Somit ist es wichtig, dass Pfändungen durch rechtzeitige Absprachen mit den Gläubigern vermieten werden. Lesen Sie hier alles zum Thema Pfändung.

Eigenkapitalquote und die Gesellschafter

Da ein hohes Eigenkapital immer ein eindeutiges Indiz für die Liquidität eines Unternehmens ist, interessieren sich auch die Gesellschafter eines Unternehmens dafür. Ist Eigenkapital vorhanden, sind Gesellschafter eher bereit, in ein Projekt einzusteigen. Wenn ein Unternehmen hingegen am Rande der Liquidität arbeiten, kann es vorkommen, dass die Gesellschafter ausbleiben oder sich von gemeinsam vereinbarten Projekten zurückziehen. Ein Wachstum des Unternehmens ist vor diesem Hintergrund kaum noch möglich. Somit sollten Unternehmen auch vor diesem Hintergrund darauf achten, dass die Eigenkapitalquoten stabil gehalten werden. In nahezu allen Geschäftsbereichen ist der Nachweis von Eigenkapital von großer Wichtigkeit. Er erleichtert die Begleichung der finanziellen Verpflichtungen und die Aufnahme von Krediten.

Ermittlung der Eigenkapitalquoten durch ein Unternehmen

Für jedes Unternehmen können die Eigenkapitalquoten ermittelt werden. Dazu werden die Geldreserven den finanziellen Verpflichtungen gegenübergestellt, die zum Zeitpunkt der Ermittlung offen sind. Auch Kredite werden in diese Berechnung einbezogen.

EK-Quote

Ohne Geldreserven kann ein Unternehmen nicht überleben

Die Berechnung des wirtschaftlichen Eigenkapitals erfolgt auf der Grundlage der Geldreserven, die ein Unternehmen zur Verfügung hat. In diesen Bereich fallen Kontostände, aber auch Wertpapiere, Aktien und Guthaben auf Tagesgeldkonten. Die Gegenrechnung von Krediten kann erfolgen, wenn es Außenstände in Bezug auf die zu zahlenden Raten gibt. In diesem Fall wird davon ausgegangen, dass die ausstehenden Raten aus dem Eigenkapital beglichen werden. Des Weiteren werden offene Rechnungen berücksichtigt. Auch diese müssen vom Eigenkapital abgezogen werden, da die Bezahlung aussteht.

Wirtschaftliches Eigenkapital und tatsächliches Eigenkapital

Das wirtschaftliche Eigenkapital muss dem tatsächlichen Eigenkapital nicht entsprechend. Es gibt auch Anteile an der Quote, die nicht in das wirtschaftliche Kapital einbezogen werden. Dies ist vor allem bei größeren Unternehmen der Fall, die verschiedene Finanzreserven haben. Banken und Gesellschafter berücksichtigen in der Regel auch das Eigenkapital, das auf den Firmenkonten liegt und nicht zum wirtschaftlichen Kapital gerechnet wird.

Was ist IFRS?

IFRS ist die Abkürzung für „International Financial Reporting Standards“, auf Deutsch internationale Rechnungslegungsgrundsätze. In den Standards werden Regeln festgelegt, um die Jahresabschlüsse von Konzernen weltweit konsistent, transparent und vergleichbar zu machen. Die IFRS wurden in der Europäischen Union entwickelt und werden vom International Accounting Standards Board (IASB) mit Sitz in London herausgegeben.

Große Unternehmen und Konzerne, die den Kapitalmarkt nutzen, um Finanzmittel zu beschaffen, müssen seit einigen Jahren ihre Bilanz und Konzernabschlüsse nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften erstellen. Die International Financial Reporting Standards (IFRS) sind international gültige Vorschriften für weltweit konsistente, transparente und vergleichbare Abschlüsse.

Wo werden die IFRS verwendet?

Die IFRS dienen dazu, die Rechnungspraktiken und -aussagen einheitlich zu gestalten. Sie sollen Unternehmen und Investoren ermöglichen, fundierte Finanzanalysen und -entscheidungen auf einer einheitlichen Informationsbasis zu treffen. Vorläufer der IFRS waren die International Accounting Standards (IAS). Diese Rechnungslegungsgrundsätze wurden bis zum Jahr 2000 vom International Accounting Standards Committee (IASC) herausgegeben. Sie enthalten wie die International Financial Reporting Standards ebenfalls grundlegende Vorschriften zur Rechnungslegung und Regelungen zur Bilanzerstellung. Die IAS sind in den IFRS aufgegangen aber heute noch gültig. Nur ein Teil der alten IAS Standards ist heute obsolet.

Struktur der International Financial Reporting Standards

Die IFRS enthalten im Gegensatz zum HGB (Handelsgesetzbuch) keine allgemeingültigen Vorschriften und in sich geschlossene Regeln für die Rechnungslegung. Die IFRS setzen sich vielmehr mit Einzelfragen auseinander, sodass die einzelnen Vorschriften wesentlich ausführlicher ausgelegt sind, als die gesetzlichen Bestimmungen im deutschen Handelsgesetzbuch. Durch die detaillierte Auseinandersetzung mit Einzelfragen kommt es bei den IFRS häufig zu sich wiederholenden Angaben innerhalb des Regelwerks. Grundsätzlich bestehen die International Financial Reporting Standards aus den drei Teilen Framework, Standards und den Interpretations.

Die Standards und die sogenannten Interpretations bauen auf dem Framework auf. Dadurch erfolgt eine inhaltliche Konkretisierung im Einzelfall immer von unten nach oben, das heißt, vom Framework ausgehend über die Standards zu den Interpretations. Das Framework liefert zunächst allgemeine Informationen über die Zielsetzung der International Financial Reporting Standards. Darüber hinaus sind hier Hinweise für die Ausgestaltung von Konzernabschlüssen enthalten. Alle im Framework enthaltenen Informationen sind jedoch nicht verbindlich.

Standards von Jahresabschlüssen

Deutlich konkreter sind die Standards. Sie geben unter anderem eine formal zu erfüllende Darstellung und Gliederung für die Jahresabschlüsse von Konzernen vor. Beispielsweise müssen Unternehmen jeweils zum Beginn und zum Ende des Geschäftsjahres, das heißt mindestens zweimal jährlich, ihre Finanz- und Vermögenslage veröffentlichen. Zudem ist in den Standards vorgegeben, dass die Jahresabschlüsse Informationen über den Gesamterfolg des Unternehmens, Veränderungen des Eigenkapitals und sowie Angaben zu den Zahlungsströmen enthalten muss. Darüber hinaus müssen im Anhang zur Bilanz Angaben zu den angewendeten Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden gemacht machen. Zurzeit gibt es im IFRS 16 + 41 IAS Standards, in denen jeweils ein spezielles Problem bei der Bilanzierung behandelt wird. Der dritte Teil der International Financial Reporting Standards, die Interpretations sind die offizielle Auslegung der Standards und ergänzen diese.

Grundlegender Aufbau eines Standards der IFRS

Die in den IAS/IFRS enthaltenen Standards sind grundsätzlich alle gleich strukturiert. Zunächst wird die Zielsetzung des jeweiligen Standards und dessen Anwendungsbereich beschrieben. Ergänzt wird diese Beschreibung durch die Definition der wesentlichen Begriffe. Danach folgt eine Behandlung der Bewertungsfragen und wie die Ausweisung in der Bilanz erfolgen soll. Hinzu kommen Ausführungen zu den erforderlichen Offenlegungen. Diese entsprechen in etwa den laut HGB erforderlichen Angaben in Bilanzanhang. Revidierte und neue Standards enthalten einen Hinweis zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des neuen Standards oder zum Inkrafttreten der Neuregelung /Änderung.

Unterschiede zwischen IFRS und GAAP

Zwischen den International Financial Reporting Standards und den beispielsweise in den USA und Kanada angewendeten allgemein anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen (GAAP) bestehen mehrere Unterschiede. Beispielsweise in der Art und Weise, wie Bestände bilanziert werden. Es gibt zwei Möglichkeiten. First-In-First-Out (FIFO) und Last-In-First-Out (LIFO). FIFO bedeutet, das zuerst gekaufte Bestände zuerst wieder verkauft werden. LIFO bedeutet, dass der letzte Bestand der erste ist, der verkauft wird. IFRS verbietet LIFO, während es bei Anwendung der GAAP möglich ist, beide frei Prinzipien zu verwenden.

Verpflichtung zur Anwendung der IFRS für Konzerne

Die Anwendung der International Financial Reporting Standards ist seit dem 1. Januar 2005 für Konzerne und Unternehmen, deren Aktien oder Anleihen am Kapitalmarkt gehandelt werden, verpflichtend. Zusätzlich müssen in Deutschland ansässige Unternehmen die Steuerbilanz nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellen. Das bedeutet, dass für Unternehmen in Deutschland der Aufwand für die Erstellung der Jahresabschlüsse annähernd verdoppelt hat. Zurzeit werden die IFRS in mehr als 120 Ländern weltweit angewendet. Neben den Ländern der Europäischen Union sind die International Financial Reporting Standards mittlerweile verpflichtend in vielen Ländern Asiens und Südamerikas.

Welche Vorteile bieten die IFRS?

Trotz des erhöhten Aufwands bei der Bilanzerstellung werden die IFRS von einem Großteil der Unternehmen sehr positiv gesehen. Durch die Vereinheitlichung der Bilanzierungsrichtlinien ermöglichen die International Financial Reporting Standards Anlegern, Investoren und anderen interessierten Personenkreis einen objektiven und einfachen Vergleich der verschiedenen Unternehmen, egal wo sie ihren Sitz haben. Dies ist beispielsweise ein wesentlicher Vorteil bei einem Unternehmensverkauf , wenn im Rahmen der Due Diligence im Datenraum ein Unternehmen objektiv bewertet werden muss.

Was ist IAS?

IAS ist die Abkürzung für „International Accounting Standards“, auf Deutsch internationale Rechnungslegungsstandards. Dabei handelt es sich um eine Reihe von international vereinbarten Grundsätzen und Verfahren, die festlegen, auf welche Art und Weise die Rechnungslegung in kapitalmarktorientierten Unternehmen oder Konzernen erfolgen soll.

IAS – Basis für die Rechnungslegung internationaler Unternehmen

Im Zuge der seit Mitte der 1960er Jahre zunehmenden Globalisierung der Wirtschaft wurde deutlich, dass ein weltweit akzeptierter Rahmen für die auf internationaler Ebene konsistente, vergleichbare, zuverlässige und transparente Erstellung von Finanzunterlagen und -berichten notwendig ist. Diesen einheitlichen Rahmen bilden die bis 2001 veröffentlichten IAS und die nachfolgenden IFRS.

Wer ist für die IAS verantwortlich?

Die IAS wurden vom International Accounting Standards Committee (IASC) erstellt und herausgegeben. Das IASC wurde 1973 von Australien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Japan, Mexiko, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich gegründet. 1989 veröffentlichte das IASC mit dem „Framework for the Preparation and Presentation of Financial Statements“ das erste internationale akzeptierte „konzeptionelle Rahmenwerk“, um Unternehmen bei der Rechnungslegung und Berichterstattung zu unterstützen. Bis zum Jahr 2001 wurden insgesamt 41 IAS Standards vom IASC entwickelt und veröffentlicht.

Ab dem Jahr 2001 wurde eine neue Reihe mit insgesamt 17 Standards entwickelt, die als International Financial Reporting Standards (IFRS) bezeichnet werden. Gleichzeitig erfolgte eine Umbenennung des International Accounting Standards Committee in International Accounting Standards Board (IASB). Seit dem 1. Dezember 2016 hat das IASB 14 Vorstandsmitglieder. Die Mitglieder werden für eine fünfjährige Amtszeit ernannt. Die Verfassung des IASB schreibt vor, dass jeweils vier Vorstandsmitglieder aus der Region Asien/Ozeanien, Europa, Nord- und Südamerika, ein Mitglied aus Afrika und ein weiteres aus einem beliebigen Gebiet stammen müssen. Die Mitglieder des IASB Boards müssen einerseits über praktische Erfahrung und andererseits über eine hohe fachliche Kompetenz in Bezug auf die Rechnungslegung großer Unternehmen verfügen.

Das IASB hat seinen Sitz in London und ist bis heute Herausgeber der aktuellen IFRS. Die älteren IAS werden vom International Accounting Standards Board regelmäßig überarbeitet und bei Bedarf aktualisiert. In der Europäischen Union sind die IFRS seit dem Jahr 2005 von kapitalmarktorientierten Unternehmen bei der Bilanzerstellung verpflichtend anzuwenden. Andere Unternehmen, die international tätig sind, von denen jedoch keine Aktien, Anleihen oder andere Wertpapiere an einer Börse gehandelt werden, können diese Standards ebenfalls anwenden, sind jedoch nicht dazu verpflichtet.

Warum wurden die IAS entwickelt?

Moderne Volkswirtschaften sind auf grenzüberschreitende Transaktionen und den freien Fluss von internationalem Kapital angewiesen. Mehr als ein Drittel aller weltweiten Finanztransaktionen finden heute grenzüberschreitend statt – mit steigender Tendenz. Investoren suchen weltweit nach Diversifizierungs- und Investitionsmöglichkeiten und Unternehmen beschaffen Kapital an den globalen Finanzmärkten, agieren zunehmend international und haben Tochtergesellschaften oder Niederlassungen in mehreren Ländern.

In der Vergangenheit wurden grenzüberschreitende Aktivitäten dadurch erschwert, dass verschiedene Länder ihre eigenen nationalen Rechnungslegungsstandards hatten. Dieser Flickenteppich unterschiedlicher Vorschriften erhöhte häufig die Kosten für internationale Transaktionen, die Komplexität der Abschlüsse und letztendlich das Risiko für Investoren und andere, die diese Abschlüsse für wirtschaftliche Entscheidungen verwenden.

Die Anwendung nationaler Rechnungslegungsstandards bedeutete, dass die im Jahresabschluss ausgewiesenen Beträge oft auf unterschiedlichen Grundlagen berechnet werden. Für Kapitalgeber und andere interessierte Personenkreise bedeutet dies, dass die Details der nationalen Rechnungslegungsstandards im Einzelnen untersucht werden müssen, da selbst ein geringer Unterschied in den Anforderungen bei der Rechnungslegung einen erheblichen Einfluss auf die veröffentlichte Leistung und finanzielle Lage eines Unternehmens haben kann.

Mit den IAS und den seit 2001 veröffentlichten IFRS wurden die Jahresabschlüsse transparenter und leichter vergleichbar. Die IAS und IFRS-Standards behandelt einzelne Themenbereiche der Rechnungslegung und empfehlen, wie bestimmte Transaktionen in der Rechnungslegung dargestellt werden sollten, Sie sorgen für Transparenz, indem sie die Qualität von Finanzinformationen vereinheitlichen und verbessern. Dies ermöglicht Anlegern und anderen Marktteilnehmern, fundierte wirtschaftliche Entscheidungen zu treffen. Die IAS und IFRS Standards verringern die Informationslücke zwischen den Kapitalgebern und den Unternehmen und Personen, denen sie ihr Geld anvertraut haben. Die Standards schreiben die Veröffentlichung von Informationen vor, die erforderlich sind, um das Management zur Rechenschaft zu ziehen.

Als Rahmen für global vergleichbare Informationen sind die IAS und IFRS-Standards auch für Aufsichtsbehörden auf der ganzen Welt von entscheidender Bedeutung. Nicht zuletzt tragen die Standards zur Wirtschaftlichkeit bei, indem sie Anlegern helfen, Chancen und Risiken zu identifizieren und so die Kapitalallokation zu verbessern. Für Unternehmen reduziert die Verwendung weltweit gültiger Standards die Kapitalkosten und senkt die Kosten für die internationale Berichterstattung.

Welche Vorteile bietet diese Rechnungslegung?

Die Mitgliedsländer der G20 und andere große internationale Organisationen sowie sehr viele Regierungen, Wirtschaftsverbände und Investoren unterstützen das Ziel eines einheitlichen Satzes von qualitativ hochwertigen, globalen Rechnungslegungsstandards. Unter anderem macht die Weltbank die Vergabe von Krediten davon abhängig, ob die IAS verwendet werden. In der Regel verlangen international tätige Investoren Abschlüsse, die auf Grundlage dieser Standards erstellt worden.

Dies hat dazu geführt, dass die IAS und IFRS trotz eines für viele Unternehmen zunächst erhöhten Aufwandes bei der Rechnungslegung heute weitgehend akzeptiert werden. Die IAS und IFRS ermöglichen Investoren und anderen interessierten Personenkreisen den unkomplizierten Vergleich von Unternehmen bei einem Unternehmensverkauf egal, in welchem Land das Unternehmen seinen Sitz hat. Diesen Vorteil wissen Investoren zu schätzen, wenn sie im Datenraum ein Unternehmen im Rahmen der Due Diligence bewerten.

Front einer Bank

Was ist ein Kreditor?

Der Kreditor ist Gläubiger des Unternehmens – Bilanz und Warenwirtschaft

Partner, die Hände schüttelnDer Kreditor gewährt Kredite und gilt somit als Gläubiger eines Unternehmens. Das Unternehmen schuldet einer Person oder einer Institution Geld, die im Rechnungswesen als Kreditor bezeichnet wird. Bei der Bilanzerstellung nach HGB sind die Kreditoren eines Unternehmens in einer eigenen Bilanzposition zu erfassen. Umgangssprachlich ist der Kreditor meist ein Lieferant des Unternehmens.

Im Datenraum von ERP- und Warenwirtschaftssystemen sind der Kreditor und sein Gegenspieler, der Debitor, häufig anzutreffen. Kreditoren und Debitoren sind natürliche Personen, Unternehmen oder juristische Personen des öffentlichen Rechts. In der Buchhaltung bezeichnet der Kreditor einen Gläubiger und der Debitor einen Schuldner des Unternehmens. Kreditor ist etwa der Lieferant, der dem Unternehmer Waren mit Zahlungsziel verkauft. Solange die Rechnung nicht bezahlt ist, handelt es sich bei dem Lieferanten buchhalterisch um einen Kreditor des Unternehmens – denn man schuldet ihm Geld.

Kreditoren des Unternehmens

In seiner betriebswirtschaftlichen Definition ist der Kreditor eine Person oder eine Institution, die Kredite an Kreditnehmer vergibt. Seinen Namen leitet der Kreditor vom lateinischen Wort „credere“ ab, das mit „glauben“ oder „anvertrauen“ übersetzt werden kann. Der Kreditor vertraut jemandem Geld oder Güter (Waren und Dienstleistungen) an. Zu den typischen Kreditoren eines Unternehmens gehören Lieferanten, kreditgebende Banken, der Steuerberater, der Vermieter, aber auch der Staat und das Finanzamt können als Kreditoren auftreten. Wenn beispielsweise Lohnsteuern der Mitarbeiter abgeführt werden müssen oder die Umsatzsteuerlast zu zahlen ist, tauchen Staat und Finanzamt als Kreditoren in der Unternehmensbuchhaltung auf. Der Gläubiger (Kreditor des Unternehmens) führt seinerseits das schuldende Unternehmen als Debitor in seiner Buchhaltung.

Der Kreditor im Rechnungswesen

Während der Kreditor im deutschen Rechnungswesen ein Gläubiger von Forderungen aus Lieferungen aus Leistungen ist, bezeichnet der Komplementärbegriff des Debitors den Schuldner von Forderungen. Der Kreditor übernimmt als Lieferant oder Dienstleister die Risiken eines Kreditgebers. Die Ansprüche des Kreditors ergeben sich aus den Verbindlichkeiten seines Abnehmers aus Lieferungen und Leistungen, wobei es sich in der Regel um Warenlieferungen oder Dienstleistungen handelt.

Risiko der Kreditoren

Das Risiko des Gläubigers ist, dass seine überlassenen Lieferungen und Leistungen nicht oder nicht vollständig bezahlt werden. Dem Kreditor steht der Rechtsweg offen (z.B. über das gerichtliche Mahnverfahren), solange sein Debitor nicht insolvent ist. Der Lieferant verwaltet dieses Ausfallrisiko in seiner Debitorenbuchhaltung. In der Debitorenbuchhaltung ist ein Debitor ein Kunde oder eine andere Person, die dem Unternehmen kurz- oder längerfristig Geld schuldet. Den Debitoren des Lieferanten können Kreditorenlimits eingeräumt werden. Ist das Limit überschritten, findet keine Lieferung von weiteren Waren an den Debitor statt. Erst nach einer Teilzahlung kann wieder bis zum Kreditorenlimit auf Ziel gekauft werden.

Kundenindividuelles Kreditlimit

Der Kreditor kann die Risiken kundenindividuell abwägen. Sie ziehen dazu häufig Bankauskünfte, Jahresabschlüsse oder Büroauskünfte hinzu. Viele Warenwirtschaftssysteme ermöglichen die Anlage von kundenindividuellen Kreditorenlimits. Eine weitere Möglichkeit ist die Lieferung gegen Eigentumsvorbehalt, um im Falle der Insolvenz oder Nichtzahlung die Gegenstände aus dem Besitz des Debitors zurückzuholen. Der Eigentumsvorbehalt ist somit eine originäre Kreditsicherheit des Gläubigers.

Bilanzanalyse und Kreditorenziel

Taschenrechner und GeldscheineDie Überwachung und Verbuchung von Lieferantenverbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt in der Kreditorenbuchhaltung des Unternehmens. Darüber hinaus übernimmt die Kreditorenbuchhaltung zudem die Fälligkeitsüberwachung der Lieferantenverbindlichkeiten. Fällig ist die Kreditorenverbindlichkeit mit dem Erreichen des Kreditorenziels. In der Bilanzanalyse ist das Kreditorenziel eine betriebswirtschaftliche Kennzahl für die Umschlaggeschwindigkeit der Kreditoren. Die Kennzahl drückt aus, wie schnell Verbindlichkeiten bezahlt werden. Sie spiegelt somit die Zahlungsmoral eines Unternehmens wider.

Berechnung des Kreditorenziels:

  • Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen x 360 / Aufwendungen für Roh-Hilfs- und Betriebsstoffe pro Jahr.
  • In die Berechnungen der Aufwendungen gehen alle im Produktionsprozess verbrauchten Materialien sowie die beanspruchten Fremdleistungen ein.

Interpretation des Kreditorenziels

Kurze Kreditorenlaufzeiten (schnelle Zahlung von Kreditorenverbindlichkeiten) werden bei der Bilanzanalyse als gute Liquidität gewertet. Lange Kreditorenlaufzeiten lassen lange Zahlungsziele, eine große Verhandlungsmacht oder schlechtes Kreditorenmanagement vermuten. Unternehmen mit großer Verhandlungsstärke können häufig lange Kreditorenziele erwirken. So können etwa große Einzelhandelsketten mit ihren Lieferanten ein Zahlungsziel von bis zu 90 Tagen vereinbaren.

Kreditoren in der Bilanz

Bei einem Jahresabschluss nach Handelsgesetzbuch (HGB) sind die Kreditoren den „Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen“ zugeordnet. Der Gesetzgeber hat zur Abgrenzung der Kreditorenposten mit § 266 Abs. 3 C 4 HGB diese neue Bilanzposition geschaffen. Die Debitoren (Schuldner) des Unternehmens werden der Bilanzposition der „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen“ zugewiesen. Das Handelsgesetz möchte mit dieser gesonderten Auflistung und Trennung der Debitoren und Kreditoren die Bilanzklarheit verbessern. Die Bilanzen von Unternehmen sowie Branchen sollen lesbar und vergleichbar sein. Denn der Gesetzgeber wünscht, dass sich ein sachkundiger Dritter ein Bild über den Anteil der Kreditorenverbindlichkeiten an den Gesamtverbindlichkeiten machen kann. Handelsrechtlich gehören die aufgelisteten Forderungen der Debitoren zum Umlaufvermögen des Unternehmens.

Saldierungsverbot in der Bilanz

Debitorische KreditorenbuchungenIm Jahresabschluss gilt das Saldierungsverbot. Kreditoren, deren Forderungen vom Unternehmen überzahlt wurden, werden als debitorische Kreditoren bezeichnet. Eventuelle Überzahlungen des Unternehmens an den Kreditor dürfen in der Bilanz des Unternehmens nicht schuldenmindernd in die Bilanzposition „Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen“ eingehen. Deshalb werden debitorische Kreditorenbuchungen im Rahmen der Jahresabschlussbuchungen als „sonstige Vermögensgegenstände“ (sonstige Forderungen) umgegliedert und als Guthaben ausgewiesen.

Abschreibungsverfahren

Liquidität – Schlüssel zur Bewertung eines Unternehmens

Hinter dem Begriff der Liquidität verbirgt sich das Kapital, das für Einkäufe, für Investitionen, aber auch für die Begleichung von Krediten und Außenständen zur Verfügung steht. In der Wirtschaft kann eine Beurteilung des Wertes des Unternehmens anhand seiner Liquidität erfolgen. Wenn es möglich ist, hohe Mittel für Investitionen freizumachen, gilt das Unternehmen als sehr solvent und bekommt im Rahmen eines Indexes hohe Bewertungen.

Dies bringt nicht nur auf nationaler, sondern auch auf internationaler Ebene Vorteile. Informationen über das Unternehmen, aber auch Dokumente, die im Rahmen der Investition von Belang sind, werden im Datenraum gespeichert. Dieser ist auch bei einem möglichen Unternehmensverkauf von Belang.

Die Liquidität lässt sich berechnen

Begrifflichkeit der Liquidität

Im Rahmen der Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens spielt die Liquidität in verschiedenen Bereichen des Unternehmens eine sehr große Rolle. Man unterscheidet zwischen güterwirtschaftlicher, verliehener, zukünftiger und antizipierter Liquidität.

Güterwirtschaftliche Liquidität

Dieser Bereich bezieht sich ausschließlich auf materielle Güter, die zum Zwecke des Tausches bereitstehen oder für sich selbst einen Wert haben, der für die Liquiditätsbewertung eines Unternehmens Relevanz hat. Unterschieden werden Liquiditätsgrade. Diese sind wiederum abhängig von der Anzahl der Käufer, die an den Gütern Interesse haben. Aber auch der Zeitraum, in dem ein Verkauf stattfinden könnte, ist für diesen Teil der Liquiditätsberechnung von Belang.

Verliehene Liquidität

Die Begehbarkeit von Wirtschaftsgütern spielt eine große Rolle und wird daher auch berücksichtigt. Wenn es im Unternehmen einen großen Anteil an Wirtschaftsgütern gibt, die beliehen werden können, wirkt sich dies positiv auf die wirtschaftliche Bewertung des Unternehmens aus. Hier spielt auch der Hintergrund eine Rolle, dass die Zinsen, die Sie für die Aufnahme eines Kredites zahlen müssen, niedriger sind, wenn Sie Wirtschaftsgüter einsetzen können, die beleihbar sind. Besonders wertvolle Güter erzielen hohe Erträge. Aus diesem Grund spielen sie bei der Beleihbarkeit eine besonders große Rolle und erfahren eine entsprechende Berücksichtigung.

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Zukünftige Liquidität

Mithilfe eines Finanzplanes misst man die zukünftige Liquidität

Dieser Bereich wird anhand eines Finanzplans gemessen. Die Erstellung von Finanzplänen kann für den kommenden Monat für, ein Quartal, aber auch für ein ganzes Kalenderjahr erfolgen. Der Hintergrund liegt darin, die künftige Zahlungsfähigkeit, aber auch den wirtschaftlichen Wert des Unternehmens darzustellen.

Die Anwendung erfolgt in nahezu allen gewerblichen Bereichen. So ist es möglich, im produzierenden Gewerbe zu ermitteln, welche Einnahmen der Verkauf der Produkte in einem bestimmten Zeitraum erzielen wird. Im Handel ermittelt man den Umsatz, den der Verkauf von Produkten aus dem Sortiment einbringt. Im Bereich der Dienstleistungen erfolgt eine Ermittlung der Anzahl der Kunden, die in dem betreffenden Zeitraum zu betreuen sind. Die Einnahmen aus der Betreuung stehen für Investitionen, aber auch für die Begleichung von Außenständen zur Verfügung.

Lese-Tipp:

Antizipierte Liquidität

Hier erfolgt eine Berechnung von zukünftigen Überschüssen. Auch hier spielt die Planung des Unternehmens in Bezug auf die Produktion oder den Verkauf von Produkten oder in Bezug auf die Gewährung von Dienstleistungen im Mittelpunkt. Die Ermittlung des künftigen Überschusses kann in den meisten Fällen nicht ganz genau erfolgen.

Es handelt sich um Schätzungen, weil niemand mit letzter Sicherheit sagen kann, wie viele Kunden Produkte bestellen oder kaufen. Auch die Inanspruchnahme von Dienstleistungen durch einen Kunden lässt sich nur schätzungsweise voraussagen.

Prüfung der Bonität vor der Gewährung der Beleihung von künftigem Überschusskapital

Bevor die Bank eine Beleihung von künftigem Kapital aus Überschüssen akzeptiert, prüft sie die Kreditwürdigkeit des Unternehmens ganz genau. Die Bank gewährt einen Rahmenkredit nur dann, wenn diese Bonitätsprüfung positiv ausfällt. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie als Unternehmer auf eine sehr gute Bonität achten.

Zahlungsfähigkeit des Unternehmens als Geschäftsgrundlage

Liquidität

Nur selten kann ein Unternehmen alle Investitionen ohne Fremdmittel bestreiten

Die Liquidität, also die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens, ist die wichtigste Geschäftsgrundlage in allen Bereichen der Wirtschaft. Wenn Ihr Unternehmen keine gute Bonität besitzt, bekommen Sie keine Finanzierung. In diesem Fall sind Sie darauf angewiesen, alle Einkäufe und Investitionen aus eigenen Mitteln zu bestreiten. Dies gelingt nur in seltenen Fällen.

Die Aufnahme von vorübergehenden Finanzierungskrediten gehört zum Tagesgeschäft vieler Unternehmen. Oftmals brauchen Sie das Kapital, bevor der Ausgleich von gestellten Rechnungen durch den Kunden erfolgt. Die Zahlungsfähigkeit ist deshalb Ihre Handlungsgrundlage, auf deren Bewertung Sie einen sehr großen Wert legen sollten.

Liquidität umfasst alle Geschäftsbereiche

Die Begrifflichkeit bezieht sich auf alle Bereiche, die Sie in Ihrem Tagesgeschäft, aber auch in ihrer Finanzplanung definieren. So sind die Mittel, die Ihnen aus dem Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen zur Verfügung stehen, ebenso einbezogen wie künftige Mittel. Sie benötigen Geld, um Waren oder Produkte zu kaufen, die Sie für Ihr Geschäft benötigen.

Der Konsum ist demnach ein wichtiger Bestandteil eines jeden Tagesgeschäfts. Weiterhin sind Mittel notwendig, um Mitarbeiter zu bezahlen und Kredite zu bedienen, die zum Zwecke der Investition aufgenommen wurden. Darüber hinaus benötigen Sie Mittel, um künftige Investitionen zu planen und umzusetzen.

Bewertung von Unternehmen nach Liquiditätskriterien

Unternehmen, die alle Außenstände aus dem eigenen Betriebsvermögen bezahlen können, gelten als besonders liquide und bekommt eine entsprechend hohe Bewertung. Ist hingegen eine häufige Kreditaufnahme notwendig oder können bestehende Außenstände nicht mehr bedient werden, sinkt die Liquiditätsbewertung. Dies kann im schlimmsten Falle zu einer Unwirtschaftlichkeit des Unternehmens führen.